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Leben ohne Freundschaft

Ok, N.N...Ich hab es bestimmt schon hundertmal oder weniger geschrieben, aber das hier ist nur für dich.

Du bist jung und hast noch viel Zeit herauszufinden wer du bist, was zugegebenermaßen manchmal verdammt schwer ist. Deshalb ist es wohl gut, wenn du es dir hier von der Seele schreibst. Aber solange du weißt, dass es viele Menschen gibt wie du, die denken, dass sie "komisch" sind und ausgegrenzt werden, denk immer daran, dass das genau das ist was dich so besonders macht, so leicht und vielleicht blöd das von einer Fremden wie mir klingt.
Wenn du mal bisschen in diesem Forum rumsuchst, wirst du sehen, dass es viele gibt, denen es so geht wie dir und du durchaus keine Ausnahme bist. Aber besonders, im guten Sinne. Und besonders zu sein ist manchmal eben etwas schwerer als Standard.
 
Hallo Du !

Ich habe große Probleme, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich traue mich oft einfach nicht, ein Gespräch mit einer fremden Person zu beginnen, zumindest wenn ich keinen Grund dafür habe, wie z. B. nach dem Weg zu fragen. Zwischenmenschliche Interaktion (oder wie man das auch immer nennen mag) habe ich anscheinend nie gelernt. Sowas lernt man eigentlich in der Kindheit/Jugend. Das war bei mir leider nicht der Fall.

Du bist nicht der Einzige mit diesem "merkwürdigen" Problem.
Ganz genauso ist es bei mir nämlich auch !
Warum hast Du denn große Probleme, mit anderen ins Gespräch zu kommen, wenn man
das mal ganz genau betrachtet ?
Weißt Du nicht, was Du reden sollst ? Fällt Dir kein geeignetes Thema ein ?
Hast Du dieses Kommunikations-Problem ganz grundsätzlich mit allen Menschen
oder nur z.B. mit fremden Menschen ?
Hast Du es auch mit sehr vertrauten Menschen, wie z.B. Deinen Eltern oder Deinen Bekannten ?
Fällt es Dir nur schwer ein Gespräch zu beginnnen oder fällt es Dir auch generell schwer, längere
Gespräche zu führen ?
Bist Du vielleicht einfach nur ein sehr ruhiger und/oder introvertierter Mensch ?

LG, Dieter.
 
Ruhig bin ich und leider auch introvertiert.
Mir fällt es nicht schwer mit vertrauten Personen zu reden, sondern mit völlig fremden Menschen. Wenn sozusagen das Eis gebrochen ist, fällt es mir aber dann nicht mehr schwer. Es ist das Problem, dass ich nicht auf andere Menschen frei und selbstbewusst zugehen kann und von mir aus ein Gespräch beginnen kann. Ich denke immer, derjenige will sowieso nichts von mir wissen. Ich versuche dieses Denkmuster abzulegen, aber es klappt irgendwie nicht. Wenn ich mit fremden Menschen in Kontakt komme, versuche ich mich auch krampfhaft von meiner besten Seite zu zeigen, also interessant zu wirken. Das haut wahrscheinlich nicht hin und wirkt wohl auf andere komisch. Ich kann einfach nicht völlig frei mit anderen umgehen. Dabei sage ich mir selbst immer, dass ich von anderen nichts erwarten soll und mich über kleine Erfolge freuen soll und mich so geben soll, wie ich einfach bin. Naja, es ist schwierig, vor allem wenn man sich immer selbst analysieren muss. Da kommen wahrscheinlich auch viele "Fehldiagnosen" zustande.
Ausnahme: Wenn ich einen anderen Grund habe, als der die Einsamkeit zu überwinden, kann ich auch mit fremden Menschen normal umgehen, beispielsweise bei meinem Nebenjob komme ich mit vielen Leuten in Kontakt (aber nicht in meiner Altersklasse) und dort habe ich keine Kommunikationsprobleme.

Auf jeden Fall leide ich unter meiner Situation. Ich muss mich jeden Tag gedanklich damit auseinander setzen. Diese Gedanken blockieren mich auch und werfen mich immer wieder ein Stück aus der Bahn, egal in welche Richtung. Ich bin einfach so unglücklich mit meinem Leben und ich sehe einfach keine Möglichkeit der Verbessrung. Ich betrachte auch immer die zurückliegende Zeit: Beispielsweise war meine Situation vor sechs Jahren genauso wie heute. Es hat sich nichts verändert, alleine war ich damals genauso wie heute. Warum sollte sich etwas in den nächsten Jahren tun? Und irgendwann ist man dann so alt und innerlich kaputt, dass sowieso nichts mehr in diese Richtung klappt.

Schön wäre es doch, wenn ich diese Situation gar nicht als belastend empfinden würde und mich meiner Freiheiten erfreuen könnte. Aber statt Glück im Unglück nur doppeltes Pech.
 
Ruhig bin ich und leider auch introvertiert.


ich mag introvertierte menschen! 🙂 vielleicht könntest du auch mehr in bereichen nach freunden ausschau halten, wo man introvertierte menschen trifft

ich habe letztens hier von einer teilnehmerin gelesen, die geschrieben hat, sie fühle sich mittlerweile gut, weil sie manchmal einfach "sein" kann und nicht immer nachgrübelt, ob sie das und das jetzt sagen soll. vielleicht ist es bei dir wie bei zweiterem und du könntest schauen, wie du zu ersterem gelangst. einfach mal ausprobieren, dinge gerade heraus zu sagen, ohne alle konsequenzen abzuwägen?🙂
 
Was sind denn die Bereiche, wo man introvertierte Menschen trifft?

Ich werde deinen Tipp versuchen umzusetzen, wenn sich eine Gelegenheit bietet.
 
naja, introversion bedeutet doch, dass man ein recht komplexes innenleben hat. das kann ja auch unterschiedliche ursachen haben.

manch einer liest vielleicht viel und beobachtet deshalb viel, um in das gelesene einsortieren zu können. solche leute trifft man vielleicht in "hilferuf"-foren😉 , helfenden berufen, handwerklichen arbeiten, bibliotheken? weniger wohl auf parties, kneipen, diskos. kann aber auch sein, dass es anders ist. solltest du dich besonders für einen bereich interessieren, lohnt es sich da mal einen verein/gruppe aufzusuchen. z.b. fotographie...

vielleicht bist du aber auch einfach gerade mit dir selbst beschäftigt, weil dein selbstwertgefühl angeknackst ist. dann könntest du auch da ansetzen, mehr aus dir rauszugehen. bewusst kopf nach oben, brust raus, im umgang mit anderen nicht vergessen, dass du auch da bist, fest in die auf´gen sehen, daran glaube, dass man dich mögen wird, etc. das wirkt wunder!

ich weiß gar nicht, ob es intro- und extraversion gibt oder ob es sich um konstruierte begriffe handelt, wobei jeder in seinem leben beides einnehmen kann.

glaub einfach an dich!🙂 glaub erstmal dran, dass DU ein guter freund bist, den die anderen brauchen, ohne dich aufzudrängen. nimm es nicht persönlich, sollten sich keine freundschaften ergeben. sei dir sicher, dass du liebenswert bist und gut, so wie du bist! ich denke, der rest kommt dann. das problem ist, dass du dich durch deine situation vom gegenteil bestätigt fühlst. das strahlst du aus. da musst du raus, BEVOR du darauf hoffst, freunde zu finden. sonst bist du im teufelskreis.🙂
 
denk immer daran, dass das genau das ist was dich so besonders macht, so leicht und vielleicht blöd das von einer Fremden wie mir klingt.
besonders, im guten Sinne. Und besonders zu sein ist manchmal eben etwas schwerer als Standard.

Lieber wäre ich Standard. Was nutzt es einem besonders zu sein, wenn diese Besonderheit von anderen nicht im guten Sinne erkannt wird.

Mein Leben könnte so schön sein, wenn ich mich einfach mit der Situation abfinden könnte. Aber das geht vermutlich nicht, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und dieses Merkmal tief in einem verwurzelt ist, es ist überlebenswichtig. Wenn ich so darüber nachdenke: Immer alleine zu sein mit seinen Gedanken und nie das Leben eines anderen Menschen zu spüren ist eigentlich der blanke Horror. Wie habe ich das bisher bloß ausgehalten? Ich glaube wirklich, dass ich eine Grenze erreicht habe.
 
Hallo !

Schön, daß Du nun ganz genau geschrieben hast, unter welchen
Umständen Deine Kommunikations-Schwierigkeiten auftreten.
Es ist also so, daß diese nur bei völlig fremden Menschen
auftreten und das auch nur dann, wenn Du Kontaktversuche
mit dem Ziel unternimmst, damit Bekannte oder Freunde zu gewinnen.
Das heißt doch, daß Dich allein schon diese Absicht irgendwie
blockiert. Wahrscheinlich hast Du Angst vor Ablehnung oder
Zurückweisung, daß Dich der Angesprochene nicht mögen
könnte, Dich nicht interessant genug finden könnte usw...
Und Angst blockiert ja das Denken, sagt man doch.

Ich denke mal, das geht Richtung Sozialphobie bei Dir.
Du kannst ja mal hier lesen und überlegen, inwieweit das
auf Dich zutreffen könnte:
Soziale Phobie und Schchternheit - Information

Was Du machen könntest, wäre dann z.B. in eine Selbsthilfegruppe
zum Thema Sozialphobie zu gehen, denn dort findest Du ja Menschen,
denen es sehr ähnlich geht.

Auch über Kontaktanzeigen kann man Menschen kennenlernen, denen
es ähnlich geht wie einem selber, so daß die Kontaktaufnahme
viel leichter fällt.

Letztes Jahr habe ich z.B. mal wieder in die Kontakt-Anzeigen bei
Quoka.de unter "Gemeinsame Unternehmungen" reingeschaut und
dort z.B. die folgende Anzeige gefunden:

"Ich bin ein sehr ruhiger und stiller Mensch.
Bei den meisten `normalen` Leuten stößt das auf großes
Unverständnis, und führt oft zu Ablehnung und ständigem
Stress. Viele denken, ich wäre arrogant und desinteressiert,
obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.
Deshalb suche ich auf diesem Weg Menschen, die genauso
sind wie ich und die auch (sehr) wenig reden. Vielleicht
können wir miteinander (unter `Gleichen`) einen schönen
stressfreien und entspannten Umgang finden. Freue mich
sehr auf eure Antwort."

Das hat mich natürlich sofort interessiert, weil die Anzeige
vom Text her ja genauso gut von mir hätte stammen können !
Ich habe mich deshalb beim Inserenten gemeldet und so
dann einige Leute kennengelernt, die viel Ähnlichkeit mit
mir haben. Gerade gestern habe ich mich mit einem
davon wieder getroffen und recht gut unterhalten.
Das Eis hatten wir schon im Vorfeld per Email-Austausch
gebrochen, was dann ja auch viel einfacher geht, als im
realen Kontakt.

LG, Dieter.
 
Fakt ist das ein Leben ohne Freundschaft nicht schön ist man ist alleine hat keinen zum reden und fühlt sich schlecht.

Solange Du TE keine Freunde hast und immer nur auf Dich alleine gestellt bist ist es nicht gut für Dich. Freunde können für Dich da sein wenn es Dir mal nicht gut geht oder Du in Not bist.

Wenn Du jemanden brauchst um einfach mal etwas von der Seele zu reden.

Oder wenn Du einfach mal mit jemandem etwas unternehmen möchtest.
 

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