G
Gast
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Hallo, ihr draußen!
Als ich klein war, wollte ich unbedingt ein Junge sein. Denn Mädchen weinen, und ich wollte keine Heulsuse sein. Wisst ihr was, ich bin es geworden! Also ist im Endeffekt nichts aus dem späteren Wunsch geworden den Problemen mit einem Lächeln zu begegnen. Ich heule und hasse es. Aber es ist doch normal, dass man irgendwann mal nicht mehr stark sein kann. Es sieht ja auch kaum jemand.
Ein Mensch, der mir am nächsten steht, hat seit Jahren starke Depressionen. Mittlerweile habe ich sie den Tests nach auch. Ob Genetik oder angesteckt, egal, ich liebe sie und gebe ihr zugleich auch die Schuld an meinem Scheitern, und weiß wiederum, zum großen Teil bin ich selbst schuld. Man, wir leben doch noch, also ist doch alles nicht so schlimm, oder? Es tut so weh, aber wenn ich von jemanden höre, der todkrank ist oder jemanden schon verloren hat... dann ist es doch lächerlich zu heulen, man dürfte doch immer noch die Hoffnung haben. Sie schwindet aber zunehmend. Ich habe ständig diese Angst sie zu verlieren oder selbst abzukratzen, dann waren wir irgendwie nie glücklich geworden.
Sie sagt mir oft, sie will nicht mehr, ich verstehe sie sogar irgendwie, glücklich wäre wohl niemand an ihrer Stelle. Und wenn ich etwas falsches sage, führt es Wort über Wort zu den Vorwürfen. Ich liebe sie über alles, aber sie sagt zu mir, ich will sie ins Grab bringen. Immer wieder Nervenzusammenbrüche. Einfach so, wegen Sachen, die einem gesunden Menschen nicht mal auffallen würden, meine ich, geschweige denn, er wäre beleidigt. mittlerweie, flippe ich auch aus, mittlerweile kann ich mich nur selten zusammenreisen. Erst habe ich tiefes Verständnis mit ihrer Situation, dann schlägt es über die Wut darüber, dass sie es nicht schafft, mit den Depressionen fertig zu werden, in den Selbstmitleid über. Jetzt bin ich erwachsen, aber nicht vor etwa 10 Jahren. Wir hatten oft diese überflüssige Auseinandersezungen, ich ging mit verheulten Augen in die Schule und hasste die Welt. Fasste mich, redete mir Mut zu und lachte wieder.
Jetzt weiß ich glaube gar nicht, wie es geht zu lachen. Ach, man, kein Wunder. Wer will jemanden kennenlernen, der diese gewisse Traurigkeit ausstrallt? Ist doch nur natürlich, dass wir von Menschen angezogen werden, die Lebensfreude in sich tragen. la vie! Also gehe ich ihren Weg, bin einsam geworden, habe trotz meines Studiums keine berufliche Rückzugsmöglichkeit. Und dann wieder Streit mit ihr, ihr Leiden.
Ich liebe sie dennoch, über alles, dafür, dass sie in den seltenen lichten depressionslosen Augenblicken (die ich selbst durch falsche Worte zunichte mache!) einfach meine Mutter ist, ein schöner, liebenswertiger Mensch, der einfach keine Kraft mehr hat zu kämpfen.
Als ich klein war, wollte ich unbedingt ein Junge sein. Denn Mädchen weinen, und ich wollte keine Heulsuse sein. Wisst ihr was, ich bin es geworden! Also ist im Endeffekt nichts aus dem späteren Wunsch geworden den Problemen mit einem Lächeln zu begegnen. Ich heule und hasse es. Aber es ist doch normal, dass man irgendwann mal nicht mehr stark sein kann. Es sieht ja auch kaum jemand.
Ein Mensch, der mir am nächsten steht, hat seit Jahren starke Depressionen. Mittlerweile habe ich sie den Tests nach auch. Ob Genetik oder angesteckt, egal, ich liebe sie und gebe ihr zugleich auch die Schuld an meinem Scheitern, und weiß wiederum, zum großen Teil bin ich selbst schuld. Man, wir leben doch noch, also ist doch alles nicht so schlimm, oder? Es tut so weh, aber wenn ich von jemanden höre, der todkrank ist oder jemanden schon verloren hat... dann ist es doch lächerlich zu heulen, man dürfte doch immer noch die Hoffnung haben. Sie schwindet aber zunehmend. Ich habe ständig diese Angst sie zu verlieren oder selbst abzukratzen, dann waren wir irgendwie nie glücklich geworden.
Sie sagt mir oft, sie will nicht mehr, ich verstehe sie sogar irgendwie, glücklich wäre wohl niemand an ihrer Stelle. Und wenn ich etwas falsches sage, führt es Wort über Wort zu den Vorwürfen. Ich liebe sie über alles, aber sie sagt zu mir, ich will sie ins Grab bringen. Immer wieder Nervenzusammenbrüche. Einfach so, wegen Sachen, die einem gesunden Menschen nicht mal auffallen würden, meine ich, geschweige denn, er wäre beleidigt. mittlerweie, flippe ich auch aus, mittlerweile kann ich mich nur selten zusammenreisen. Erst habe ich tiefes Verständnis mit ihrer Situation, dann schlägt es über die Wut darüber, dass sie es nicht schafft, mit den Depressionen fertig zu werden, in den Selbstmitleid über. Jetzt bin ich erwachsen, aber nicht vor etwa 10 Jahren. Wir hatten oft diese überflüssige Auseinandersezungen, ich ging mit verheulten Augen in die Schule und hasste die Welt. Fasste mich, redete mir Mut zu und lachte wieder.
Jetzt weiß ich glaube gar nicht, wie es geht zu lachen. Ach, man, kein Wunder. Wer will jemanden kennenlernen, der diese gewisse Traurigkeit ausstrallt? Ist doch nur natürlich, dass wir von Menschen angezogen werden, die Lebensfreude in sich tragen. la vie! Also gehe ich ihren Weg, bin einsam geworden, habe trotz meines Studiums keine berufliche Rückzugsmöglichkeit. Und dann wieder Streit mit ihr, ihr Leiden.
Ich liebe sie dennoch, über alles, dafür, dass sie in den seltenen lichten depressionslosen Augenblicken (die ich selbst durch falsche Worte zunichte mache!) einfach meine Mutter ist, ein schöner, liebenswertiger Mensch, der einfach keine Kraft mehr hat zu kämpfen.