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Leben in eigener Fantasiewelt

BGB

Mitglied
Hi,

ich merke in letzter Zeit, dass ich sehr viel fantasiere. Ich habe das früher so was ähnliches bei meinen Eltern gemerkt. Mein Vater ist ein Mann, der nie über seine Probleme redet und nie zeigt, dass es ihm schlecht geht. Ich glaube, er denkt, dass es ein Zeichen der Schwäche für einen Mann ist. Doch ich merke, dass er manchmal mit sich selber spricht, meistens wenn er wütend ist. Er ist in seinen Selbstgesprächen zwar nicht aggressiv, aber sehr sauer auf jemanden. Bei meiner Mutter habe ich das paar Mal nur gemerkt. Ich. Ich stelle mir etwas vor und lebe in meiner Fantasie sein ich etwa 15-16 bin. Jetzt bin ich 30. Früher war das nicht so doll. In den vergangenen 15 Jahren habe ich Einiges durchgemacht und hatte Depressionen. Depressionen, die ich nicht behandeln ließ, sondern einfach mich durchgeboxt habe. Von mir kann ich sagen, dass ich sowohl extrovertiert als auch introvertiert bin, doch mehr extrovertiert. Menschen halten mich für sehr selbstbewusst, gesellig und stark. Das bin ich auch, muss ich sagen. Doch ich vertiefe mich mehr und mehr in meine Fantasiewelt. Ich versuche mich daraus zu ziehen, doch ich gelange dort mittlerweile unbewusst. Ich merke sogar, dass mir meine Fantasiewelt viel mehr gefällt, als die reale Welt. Und ich habe gemerkt, dass ich vor anderen Menschen Selbstgespräche geführt habe, die, hoffe ich, kurz waren. Die Fantasien, in denen ich lebe, haben sich sehr stark entwickelt, als ich Depressionen hatte. Diese ließ ich damals nicht professionell behandeln, sondern habe mich einfach durchgeboxt. Dankbaren andere Schicksalsschläge und mittlerweile merke ich nicht mehr, wie ich wieder etwas fantasiere und darin lebe. Es ist bestimmt nicht das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, doch für mich ist es schlecht genug. Ich will das nicht. Ich will in hier und jetzt leben. Ich will das Leben so gestalten, wie ich es in meinen Fantasien gestalte. Ich will das Leben, das ich fantasiere, in die Realität umwandeln und nicht fantasieren und wie eine Durchgeknallte Tage durch in der Fantasie leben und aus meinem eigenen Leben nichts machen, denn es geht vorbei. Wenn ihr mir paar Stichpunkte geben könntet, welche Lektüre mir helfen könnte zu verstehen, was ich habe ich wie ich dagegen vorgehe; was ich machen kann, um aufzuhören, in der Fantasie zu leben, sondern daran zu arbeiten, mein eigentliches Leben zu verbessern und darin glücklich zu leben. Ich denke, dass die Schicksalsschläge, die Depressionen, die ich hatte ... auch das Gefühl, dass ich ein Leben lebe, das nicht MEINS ist, sondern von anderen diktiert wird ... ich glaube all das führe dazu, dass ich langsam den Verstand verliere . Vielleicht noch eine Sache dazu, als Kind war ich ein stures Mädchen und habe alles daran gesetzt, um mein Ziel zu erreichen. Meine Mutter hat das sehr negativ gesehen und mich immer als das schlimmste Kind bezeichnet und mir Immer die Schuld dafür gegeben, wenn sie mit meinem Vater streit hatten. Sie ist eine Mutter, die mich liebt, das weiß ich, doch sie hat mich nie verstanden. Das Gefühl, schlecht zu sein, habe ich behalten, obwohl ich eigentlich ein wirklich anständiges Mädchen in allen Hinsichten war. Und manchmal, wenn ich wieder etwas falsch mache oder jemand sagt, dass ich nicht einfach bin oder so etwas in der Art, hasse ich mich. Einmal hatte ich sogar Gedanken gehabt, warum ich lebe und dass ich so schlecht, wie ich bin, nicht existieren möchte, doch ich kann mich nicht ändern, egal wie sehr ich es versuche und sich töten werde ich ebenfalls nicht, da ich zu gläubig bin. Doch in einem kurzen Augenblick was der Gedanke zu sterben so schön, dass es mir Angst gemacht hat. Seit dem habe ich mir verboten wieder an so etwas zu denken. Aber ich glaube, dass ich emotional so eine große Baustelle habe, wo an so vielen Orten was gemacht wird und doch ist es alles zusammen eine große Baustelle, dass ich nicht weiß, wo anfange und womit genau meine Fantasiewelt zu tun hat. Auch jetzt weine ich, aber ich weiß nicht mehr, warum.

Danke für alle Antworten im Voraus.
Liebe Grüße an alle.
 
Kennst du den Film "The secret life of Walter Mitty?" (oder der deutsche Name "Das unglaubliche Leben des Walter Mitty").
Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich direkt daran denken. Schau ihn dir mal an.

Ich denke du solltest schauen, womit du in deinem Leben unzufrieden bist. Was dich bedrückt, welche Menschen schlecht für dich sind, etc.
Befasse dich mal damit, was du WIRKLICH tun möchtest, was in deinen Augen erstrebenswert ist. Etwas was dir so leicht fällt, dich glücklich macht auch wenn es manchmal schwer sein kann.
Habe deine eigene Meinung.
Vielleicht sagst du den Leuten auch nicht das, was du wirklich sagen möchtest. Das kann einen auf längere Zeit echt zerstören.

Lüge dir und anderen nie was vor.
Man sieht ja beispielsweise auf diversen Plattformen wie Instagram, Facebook, Snapchat nurnoch vermeindlich perfekte Leben. Da fragt man sich, was man selber falsch macht. Warum man selber so viele Probleme hat, während die anderen nur Spaß haben.

Ich kann nur Vermutungen anstellen und Vorschläge machen.
Letztenendes musst du selber herausfinden wer du bist, was du bist und wo du sein möchtest.
Behalte nur eines im Kopf, es ist wirklich wichtig:
Zwing dich nicht von heute auf morgen anders zu sein. Entwicklung braucht Zeit, auch wenn es sich so anfühlt als würde sich nichts ändern. Bestrafe dich nie, wenn etwas nicht klappt und hasse dich nicht.
 
Hallo BGB,

was Dir fehlt, ist nicht viel aber etwas Reife und Realitätsblick. Wir leben nicht im Cyberspace, sondern real auf dieser Welt, und da gibt es Hunger, Krieg und Tod, unzählig viele Menschen wollen leben, schaffen es aber nicht. Du bist privilegiert!
Offenbar fehlt Dir eine sinnvolle Aufgabe, etwas, was Dich im Leben interessiert, was Dich "brennen" lässt, woran Du Dich selbst vervollkommnen kannst. Was könnte das sein? Wir leben nicht nur für uns allein, der Mensch ist und war ein Gesellschaftswesen. Schau mal raus, statt nur in Dich hinein!

Alles Gute!
 
Kennst du den Film "The secret life of Walter Mitty?" (oder der deutsche Name "Das unglaubliche Leben des Walter Mitty").
Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich direkt daran denken. Schau ihn dir mal an.

Ich denke du solltest schauen, womit du in deinem Leben unzufrieden bist. Was dich bedrückt, welche Menschen schlecht für dich sind, etc.
Befasse dich mal damit, was du WIRKLICH tun möchtest, was in deinen Augen erstrebenswert ist. Etwas was dir so leicht fällt, dich glücklich macht auch wenn es manchmal schwer sein kann.
Habe deine eigene Meinung.
Vielleicht sagst du den Leuten auch nicht das, was du wirklich sagen möchtest. Das kann einen auf längere Zeit echt zerstören.

Lüge dir und anderen nie was vor.
Man sieht ja beispielsweise auf diversen Plattformen wie Instagram, Facebook, Snapchat nurnoch vermeindlich perfekte Leben. Da fragt man sich, was man selber falsch macht. Warum man selber so viele Probleme hat, während die anderen nur Spaß haben.

Ich kann nur Vermutungen anstellen und Vorschläge machen.
Letztenendes musst du selber herausfinden wer du bist, was du bist und wo du sein möchtest.
Behalte nur eines im Kopf, es ist wirklich wichtig:
Zwing dich nicht von heute auf morgen anders zu sein. Entwicklung braucht Zeit, auch wenn es sich so anfühlt als würde sich nichts ändern. Bestrafe dich nie, wenn etwas nicht klappt und hasse dich nicht.

Danke sehr für deine Antwort
 
Hallo BGB,

was Dir fehlt, ist nicht viel aber etwas Reife und Realitätsblick. Wir leben nicht im Cyberspace, sondern real auf dieser Welt, und da gibt es Hunger, Krieg und Tod, unzählig viele Menschen wollen leben, schaffen es aber nicht. Du bist privilegiert!
Offenbar fehlt Dir eine sinnvolle Aufgabe, etwas, was Dich im Leben interessiert, was Dich "brennen" lässt, woran Du Dich selbst vervollkommnen kannst. Was könnte das sein? Wir leben nicht nur für uns allein, der Mensch ist und war ein Gesellschaftswesen. Schau mal raus, statt nur in Dich hinein!

Alles Gute!

Vielen lieben Dank für deinen Ratschlag.
 

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