Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Langzeitstudentin ohne Plan

Doch ich bin sehr schnell gelangweilt, dann schwindet meine Konzentration und dementsprechend habe ich dann schlechte Noten in den Prüfungen geschrieben. Mir ist nun in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht unter ADHS leide. Die Schulzeit war für mich immer recht einfach, daher gab es dort nie große Auffälligkeiten was meine Leistungen anbelangt, da mir dort vieles zugeflogen ist. Zumindest waren meine Leistungen meist gut bis sehr gut ... oder auch nur durchschnittlich, je nach Interesse.

Ich habe das schon so oft gelesen und gehört, ich habe nie verstanden was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Ich war auch sehr oft gelangweilt, ich habe mich ständig unterfordert gefühlt, ich habe nichts dafür getan, war aber trotzdem immer gut-sehr gut. Meiner Auffassung nach ist gerade das o.g. ein Hinweis auf "normale" Menschen, jemand ist gut wenn es ihn interessiert und sonst nicht. Ich denke jemand der wirklich gut ist, ist immer gut, völlig egal ob Interesse, Langeweile, Aufwand usw., weil es einfach so schwierig ist nicht gut zu sein.

Wie dem auch sei, Intelligenz ist nur eine Eigenschaft die man für ein erfolgreiches Studium benötigt. Andere Tugenden sind z.B. Durchhaltevermögen, Ausdauer, Frustrationstoleranz. Dir scheint manches davon zu fehlen, ansonsten wäre es nicht so. Ich würde an Deiner Stelle eine Ausbildung machen, noch bist Du jung genug.
 
[...] derzeit plagt mich sehr meine Ruhelosigkeit. [...] Doch ich bin sehr schnell gelangweilt, dann schwindet meine Konzentration [...] Ich wollte mich nicht durch etwas quälen was mir absolut keinen Spaß macht
Irgendwie kommt es mir so vor als läge das Problem ganz woanders. Was tust du in anderen Situationen gegen die Ruhelosigkeit, die schnell auftretende Langeweile und die schwindende Konzentration?
 
Wenn man sich mal mit hochbegabung beschäftigt stellt man schnell fest, dass die meisten Bücher einem Einreden wollen, dass man selbst hochbegabt ist und findet so eine gute Ausrede für das fehlende Durchhaltevermögen oder allgemein das "anders sein". In deiner Schilderung sind diese typischen Merkmale auch zu erkennen. Du sagst du könntest dir das unnötige Wissen in ein paar Tagen aneignen, aber schreibst schlechte Noten usw. Unterforderung gibt es im Studium nur im behandelten Stoff in der Vorlesung, aber wer hält dich davon ab andere Kurs zu belegen oder dich selbst weiterzubilden.

Viel wahrscheinlicher ist, dass es dir einfach nur an Durchhaltungsvermögen und Willensstärke fehlt bzw. ein Studium einfach nicht dein Ding ist. Du hast eine Ausbildung gemacht, wer sagt das du studieren musst? Drei Versuche sprechen eigentlich eine deutliche Sprache.
 
Erfolreich zu sein im Studium hat absolut nichts und noch weniger mit Intelligenz oder Begabung (wenn wir schon bei dem merkwürdigen Thema Hochbegabung sind).

Ich habe in meinem Mathematik-Studium einige unfassbar intelligente Menschen kennengelernt. Das waren wirkliche Überflieger. Abi mit Bestnoten und in den wirklich schwersten Klausuren immer unter den Top 10% im Notenspiegel. Aber diese Leute haben unfassbar viel dafür getan. Die haben für jede Vorlesung bereits während der Vorlesungszeit sehr aktiv gelernt und auch während der Klausurenphase von Morgens bis Abends gepaukt. Keiner von denen hat das Studium "einfach so" geschafft. Und wenn jemand dazu im Stande gewesen wäre, dann wären es gerade diese Menschen gewesen. Und auch die haben oft nicht alles auf Anhieb verstanden oder hatten manchmal Schwierigkeiten.

Von daher: Hochbegabung hin oder her. Das interessiert absolut niemanden. Das macht sich außerdem erst bemerkbar, wenn man unter den bereits allerfleißigsten Studenten durch besondere Eigenschaften wie konkurrenzlose Kreativität und kognitive Fähigkeiten in besonderer Weise auffällt. Das heißt eine mögliche Hochbegabung ist, wenn überhaupt, nur das i-tüpfelchen. Man muss auch als Hochbegabter viel Arbeit, Fleiß und Disziplin aufwenden.

Damit wollte ich nur das Thema "Hochbegabung" etwas revidieren, was hier irgendwie plötzlich als Ursache aufgeführt wurde. Warum auch immer.

Ich wünsche dir, dass du etwas findest, dass dich so sehr begeistert, dass du mehr Durchhaltevermögen findest. Aber dieses ganze Thema von wegen Hochbegabt oder nicht finde ich mehr als albern.

Ich hoffe es hilft dir, wenn ich so direkt bin. Aber alles schönzureden hilft halt niemandem meiner Meinung nach.

Was hast du denn für Interesseren? Und was waren das für Studiengänge die du angefangen und abgebrochen hast?
 
Erfolreich zu sein im Studium hat absolut nichts und noch weniger mit Intelligenz oder Begabung (wenn wir schon bei dem merkwürdigen Thema Hochbegabung sind).

Ich habe in meinem Mathematik-Studium einige unfassbar intelligente Menschen kennengelernt. Das waren wirkliche Überflieger. Abi mit Bestnoten und in den wirklich schwersten Klausuren immer unter den Top 10% im Notenspiegel. Aber diese Leute hat unfassbar viel dafür getan. Die haben für jede Vorlesung bereits während der Vorlesungszeit sehr aktiv gelernt und auch während der Klausurenphase von Morgens bis Abends gepaukt. Keiner von denen hat das Studium "einfach so" geschafft. Und wenn jemand dazu im Stande gewesen wäre, dann wären es gerade diese Menschen gewesen. Und auch die haben oft nicht alles auf Anhieb verstanden oder hatten manchmal Schwierigkeiten.

Von daher: Hochbegabung hin oder her. Das interessiert absolut niemanden. Das macht sich außerdem erst bemerkbar, wenn man unter den bereits allerfleißigsten Studenten durch besondere Eigenschaften wie konkurrenzlose Kreativität und kognitive Fähigkeiten in besonderer Weise auffällt. Das heißt eine mögliche Hochbegabung ist, wenn überhaupt, nur das i-tüpfelchen. Man muss auch als Hochbegabter viel Arbeit, Fleiß und Disziplin aufwenden.

Aber einfach nichts für's Studium zu tun, alles hinzuschmeißen weil man sich langweilt und es dann auf eine Hochbegabung zu schieben ist die faulste aller Ausreden.

Ich will dich nicht kritisieren, es steht mir auch garnicht zu. Ich wünsche dir, dass du etwas findest, dass dich so sehr begeistert, dass du mehr Durchhaltevermögen findest. Aber dieses ganze Thema von wegen Hochbegabt oder nicht finde ich mehr als albern.

Ich hoffe es hilft dir, wenn ich so direkt bin. Aber alles schön zu reden hilft halt niemandem meiner Meinung nach.

Was hast du denn für Interessen?
 
Unerkannte Hochbegabung wird zum Problem, wenn sie nicht adäquat umgesetzt wird.
Mir wurde sie 1995 in einem Unigutachten durch einen PD mit IQ-Tests bei seinen promov. Kolleginnen dargestellt.
Ich mochte sie und sagte, ist das hier ein Bienenstock? Die lachten köstlich.
War leider nur ein Nachmittag.
Den Auftrag gab eine sog. Arbeitsbehörde, weil ich unerkannt lymphombewirkt herunter gezogen wurde.
Es kostete den Steuerzahler 1 600 DM, brachte mir aber nichts, keine Diagnose.
Für lauter 1en muss man auch hochbegabt intensiv lernen.
Im Ing.-Studium hatte ich nur in Mathe nach jeweils 15 Minuten fehlerfreie Klausuren, weil da kaum was zu lernen war.
Konstruktionstechnik musste ich mal wiederholen und kam durch 3 Tage Lernen auf die 2.
Das war die gefühlt intensivste und fast einzige Lernphase meines Lebens.
Als Ursache verorte ich anspruchsvolles Klimbern ohne Lehrer, sobald ich mit den Fingern an die Tasten kam.
Als Einzelkind langweilte ich mich und vertrieb mir so die Zeit.
Auch ein Musikkonservatorium absolvierte ich, in Klavier, Violine und Orgel.
Der Kollege meines Klavier-Profs. konnte von mir gespielte Chopin Etudes nicht von seinem Kollegen unterscheiden.
Er stand da mal vor der Türe, wartete, bis ich fertig war, kam rein und wunderte sich, dass ich alleine im Raum war.
Er wollte seinen Kollegen nicht stören, lach. Orgeln in großen Kirchen war toll, vor allem der Nachhall.
Violine waren mir zu wenige Noten. Partituren spielen faszinierte mich.
Na ja, Pianist zu werden wäre mir langweilig geworden, immer wieder alles zu wiederholen.
Mit Mathe kann man lustige Formeln erfinden und witzig programmieren, was mir immer noch Spaß macht.

Mir wurde klar, wer keinen Hirnschaden hat, kann erfolgreich studieren.
Wir haben neuronale Plastizität, Denken verändert das Gehirn - positiv wie negativ.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben