Das Problem ist, dass Weizen einen bestimmten prozentualen Anteil an Protein beinhalten muss, um als backfähig zu gelten. Ist zu wenig Protein im Weizen, kann es nur noch als Futtermittel verkauft werden.
Man muss aber dazu sagen, dass auch Weizen mit niedrigeren Proteingehalt durchaus zum Backen verwendet werden kann. Das Brot kann dann aber an Volumen einbüßen. Das ist aber im Grunde kein Drama. Allerdings müssten dann die entsprechenden Verordnungen geändert werden, denn dann könnte auch Weizen mit geringen Proteingehalt als backfähig verkauft werden.
Andere Möglichkeit ist, wenn der Landwirt vermehrt auf den Anbau von Dinkel setzt. Dinkel hat schon von Natur aus einen sehr hohen Proteingehalt, ist weniger anfällig für Schädlinge und verträgt auch Trockenperioden besser. Dinkel benötigt auch weniger Dünger als Weizen. Denn eine hohe Düngergabe bei Weizen ist Voraussetzung um hohe Erträge und auch hohe Proteingehalte im Weizen zu erzielen.
Der Nachteil von Dinkel ist leider der geringe Ertrag. Den kann man auch mit hohen Düngergaben nicht nennenswert erhöhen.