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Lästern und Amnesie

Aus heutiger Sicht (aber es sind heute ja auch andere Zeiten) würde ich es verurteilen, wenn jemand es nicht schafft, sich zu outen und stattdessen den Partner und sich in's Unglück stürzt.

Aus heutiger Sicht mag das vielleicht zutreffen, aber noch vor 10 - 15 Jahren war es deutlich schwieriger als heute, zu einer gleichgeschlechtlichen Neigung zu stehen. Und es hängt auch davon ab, wo man aufgewachsen ist (auf dem Land oder in einer Großstadt, in welchem familiären Umfeld, usw). Sowas prägt ganz entscheidend die eigene Einstellung zu Homosexualität. Da kann der gesellschaftliche Konsens noch so liberal sein, aber in einigen Gebieten und in einigen Familien halten sich dennoch Tendenzen, die jemandem ein Outing sehr schwer machen können.

Dazu kommt oft noch, dass sich viele junge Männer lange Zeit selbst nicht mit ihren schwulen Neigungen identifizieren können und wollen. Viele wollen zunächst keinesfalls schwul sein und denken sich "das geht wieder vorbei, wenn ich es nur hartnäckig ignoriere". Dann heiratet man und ist jahrelang erleichtert, dass man eben doch ein "normales" Leben leben kann. Bis einen dann, irgendwann, doch die verdrängte Neigung wieder einholt....
 
Aus heutiger Sicht mag das vielleicht zutreffen, aber noch vor 10 - 15 Jahren war es deutlich schwieriger als heute, zu einer gleichgeschlechtlichen Neigung zu stehen. Und es hängt auch davon ab, wo man aufgewachsen ist (auf dem Land oder in einer Großstadt, in welchem familiären Umfeld, usw). Sowas prägt ganz entscheidend die eigene Einstellung zu Homosexualität. Da kann der gesellschaftliche Konsens noch so liberal sein, aber in einigen Gebieten und in einigen Familien halten sich dennoch Tendenzen, die jemandem ein Outing sehr schwer machen können.

Dazu kommt oft noch, dass sich viele junge Männer lange Zeit selbst nicht mit ihren schwulen Neigungen identifizieren können und wollen. Viele wollen zunächst keinesfalls schwul sein und denken sich "das geht wieder vorbei, wenn ich es nur hartnäckig ignoriere". Dann heiratet man und ist jahrelang erleichtert, dass man eben doch ein "normales" Leben leben kann. Bis einen dann, irgendwann, doch die verdrängte Neigung wieder einholt....

Hallo Knuddel40,

ich bin ja selber schwul und habe ja auch geschrieben, dass das Thema sehr ambivalent ist. Ich denke, dass Du vollkommen recht hast.
Ich habe nur versucht mich in die heterosexuellen Partner reinzudenken.
Schönes Wochenende wünsch ich Dir!
 
@ Knuddel

Ja sicher, ich verstehe das alles auch als reine Spekulation.

LG
Rohse


Hallo Gefühl,

schön, dich zu lesen 😛.
Stimmt, ich spüre sie auch, die Warmherzigkeit und sie tut gut.

Mein Mann und ich haben uns vor 40 Jahren kennengelernt. Damals waren gleichgeschlechtliche Beziehungen noch ein Tabu-Thema.
Klar, man kannte zwar den einen oder anderen Schwulen, aber so richtig auseinandergesetzt hat sich niemand damit.

Ich denke, meine Vermutung kommt nicht von ungefähr, obwohl...lalalaaa, wir wissen nicht OB es so ist.

Zusammenfassend:

Er hatte ganz offensichtlich eine Männerbekanntschaft, die sehr vertraut ist. Er lästert über mich. Dieser Mann benutzt meinen Vornamen ganz vertraut. Beide lachen über mich.
Er verheimlicht mir diese Bekanntschaft, was vollkommen unsinnig ist.
Er streitet ab, eine Männerbekanntschaft gehabt zu haben.
Er weiß keinen Ausweg, außer...eine Amnesie vorzutäuschen.
Das heißt im Klartext : Aus mir ist nichts herauszuholen.
Ich spreche ihn auf meinen Vermutung an und rummms, es knallt.
Er verunsichert mich so arg, dass ich selber nicht mehr weiß, Frau oder Mann zu sein.
Er schützt sein "Geheimnis" so sehr, dass er nicht bemerkt, wie brutal er mich verletzt.

Ich denke mal, dass meine Vermutung nicht an den Haaren herbeigezogen ist.
Auch wenn sie nicht stimmen sollte, es spricht Vieles dafür, weniger dagegen.

Ach liebes Gefühl, wenn man so lange verheiratet ist, ist man komprimissbereit.
Es hätte vielleicht eine Veränderung in unserer Beziehung stattgefunden, aber getrennt...wegen einem anderen Mann. Nein, das hätte ich nicht geschafft.

Das hast du sehr schön ausgedrückt.
Du denkst 1000 Stunden nach, pflückst auseinander, sortierst..und dann kommt jemand und sagt nach wenigen Minuten, dass du nur spekulieren würdest.

Ich lasse mich auch meiner Wahrnehmung nicht mehr berauben.
Da ist auf jeden Fall etwas faul im Staate.
8 Jahre mit unendlich vielen schlaflosen Nächten, das stresst und prägt.

Für mich sind 1 und 1 halt 2 und nicht 11.

Ich halte mich an meinen "Krückstock"...unseren berühmten Satz, fest 😀.

Mein Mann verdreht jedes Mal die Augen 🙄, er kann IHN nicht mehr hören.

Dir wünsche ich einen schönen Freitagabend...

Liebe Grüße

Rohse
 
Hallo Rohse, Gast hier.
Ja das mit der Reaktion von ihm von wegen seinen Kopf gegen deine Stirn knallen ist echt heftig. Glaube dir auch, dass er sonst nicht gewalttätig ist, muss nur sich wie ein in die Enge getriebenes Tier gefühlt haben (erwischt :/ ) und dann hat er sich "verteidigt".
du hast ja jetzt erkannt, dass er dir Dinge verheimlicht.
Ist die Frage, ob du damit leben kannst und willst.
Ich denke, deine Nächte waren nicht umsonst schlaflos, aber du musst die Entscheidung treffen.
Was hält dich denn wirklich bei ihm?
Das Vertrauen ja wohl eher nicht. liebe? Seine Unterstützung dir gegenüber? Das Miteinander? Sein Charakter? Oder deine Bequemlichkeit?
Darüber solltest du dir Gedanken machen. Und allgemein überlegen, was du willst. Was fehlt dir? Wenn du glücklich wärst, wärst du wohl nicht hier..

Viel glück
 
Hallo Gast,

ich weiß, ehrlich gesagt, im Moment recht wenig.
Im Grunde weiß ich ja gaaaar nichts.

Mein Mann scheint sich entschieden zu haben, die Wahrheit für sich zu behalten.
Er packt nach und nach die Sachen, die er mitnehmen will.

Ich empfinde unsere Situation seit einigen Tagen so, dass er auf die Worte

Ich versuche noch einmal, so weiter zu leben ..............wartet.

Das wird aber nicht mehr passieren.

Liebe Grüße
Rohse
 
Liebe rohse,

Ich kann mir denken, dass es jetzt sehr schwierig und aufwühlend für dich ist.
Habe große Hochachtung vor deiner Stärke, die du grade an den Tag legst und hoffe auch, dass du stark bleibst!

Viel Kraft!

Omana
 
Danke Omana 😉.

An dem Punkt, an dem wir heute stehen, standen wir schon fünzigmal.
Immer, kurz vor seinem Auszug, habe ich den Kopf eingezogen.
Die Entgültigkeit war stets mein "wunder Punkt", den ich überwinden muss.

Liebe Grüße

Rohse
 
Hallo rohse,

ich wünsche Dir gerade für den heutigen Tag :daumen:.
Dein Zitat von "Winston" wird Dich unterstützen. Ich ärger mich, dass ich bis morgen 17.00 Uhr unterwegs bin (habe kein Notebook). Vielleicht lässt mich ja mal jemand an seinem PC luschern (das war jetzt norddeutsch).
Du schaffst das!!!
Denk ganz doll an Dich und drücke Daumen!
 
Hallo Gefühl,

lach, das Wort "luschern" habe ich noch nie gehört.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß und danke für's an mich denken.

Liebe Grüße

Rohse
 
Am Anfang ist es wirklich schwer, aber versuche es, sonst wirst du immer in diesem Schwebezustand leben und wenig Achtung vor dir selbst haben.
Melde mich später noch.
 

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