D
Danorven
Gast
Hallo zusammen,
ich schreibe hier vollkommen eigennützig, weil ich dringend auf der Suche nach einer Möglichkeit bin, diesen wahnsinnigen Druck, der auf mir lastet, etwas abzumildern.
Zu mir: Ich bin weiblich, 22 Jahre alt und von selbstzweifeln und verschiederlei Ängsten geplagt.
Ich habe nach einem schlechten Realschulabschluss eine annehmbare Fachhochschulreife (2,6) gemacht. Danach eine Ausbildung bei einem Landratsamt zur Fachangestellten für Bürokommunikation. Danach habe ich ein Jahr lang gearbeitet. Mein Amt war super, generell hatte ich sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten. Unglücklich war ich trotzdem, weil ich immer das Gefühl hatte, mehr zu wollen. Meine Stelle im Sekretariat war zwar toll, aber leider auch auf ein Jahr befristet, da es nur eine 75 % Stelle war und ich nur wegen meines Alters 100% dort arbeiten konnte. Zudem habe ich seit 3,5 Jahren einen Freund, meinen ersten, der in einer anderen Stadt ca. 2 Stunden von meiner Heimatstadt entfernt wohnt.
Ja, und nun bin ich hier. Meinen Arbeitsvertrag habe ich auslaufen lassen, da wir zusammenziehen wollten. Haben uns eine schöne Wohnung gesucht und bereits soweit eingerichtet.
Mein Wunsch war es immer, soziale Arbeit zu studieren. Ich bin nicht sehr extrovertiert, aber ich möchte Menschen helfen bzw. sie betreuen. Dachte ich immer. Nun hat es mit dem Studium nicht geklappt und ich hatte mich vorsorglich für BWL beworben, wofür ich eine Zulassung bekommen habe und mich nun am Freitag einschreiben kann.
Und ich hab so wahnsinnig große Angst davor! Ich bin eine absolute Niete in Mathematik. Habe jetzt schon Horrorgeschichten gelesen, dass ich am liebsten aus dem Fenster springen würde.
Was soll ich denn nun machen? Ich weiß, ich habe es noch gar nicht probiert und schon stecke ich den Sand in den Kopf. Aber ich KANN Mathe einfach nicht und ich bin davon überzeugt, dass es mir das Genick bricht.
Ich hab so große Angst, irgendwann arbeitslos zu enden, aufs Amt angewiesen zu sein (OH GOTT!!) oder mich bei irgendeiner scheiß Tätigkeit kaputt ackern zu müssen. Ja, ich sehe mich nicht als besonders belastbar an.
Ich bin ein Familienmensch und möchte gerne eine eigene haben. Wir wissen zwar noch nicht, ob es wirklich so ist, aber haben große Bedenken, dass mein Freund aufgrund einer Krebserkrankung als Teenager überhaupt Kinder zeugen kann. Und was, wenn nicht? Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gerne - brauche es und möchte es, aber Arbeit ist für mich nicht alles. Und ich kann mir nicht vorstellen, das ganze Leben damit zu verbringen und nichts anderes zu haben. Und auf der anderen Seite ists ja so, wenn wir tatsächlich keine Kinder bekommen können, ist es ja zwingend erforderlich, dass ich einen Job habe, mit dem ich leben kann (also auch psychisch).
Wenn ich mir Jobbörsen anschaue, wird mir schlecht. Zeitarbeit folgt auf Zeitarbeit. Und wenn nicht, dann werden so überirdische Kenntnisse verlangt, da kann ich nie und nimmer mithalten. In ein Amt wieder reinzukommen ist auch nicht so leicht.
Habe mich aus Torschusspanik beim Arbeitgeber meines Freundes für eine IT-Ausbildung beworben, diese jedoch wieder zurückgezogen. Da es sich hierbei auch um den öffentlichen Dienst handelt, hätte ich da wirklich was richtig festes gehabt, wo man sich etwas hocharbeiten kann, als Frau aber auch gut bei der Familienplanung unterstützt wird. Tja, wie gesagt, habe die Bewerbung zurückgezogen. Das schlimmste ist, ich seh das Gebäude ständig aus meinem Fenster und dabei krieg ich nun ein wahnsinnig schlechtes Gefühl.
So, also wird das nächstes Jahr auch nichts mit einer neuen Ausbildung. Sollte ich wie ich erwarte mit BWL nicht klarkommen, kann ich vielleicht nochmal in den Studiengang soziale Arbeit flüchten. Damit habe ich ein Jahr verschwendet, habe also auch am Ende eines zweiten Studiums kein Recht mehr auf Bafög. Muss also auf die Kosten meines Freundes leben, was ich so eigentlich nicht will.
Und außerdem ist der Studiengang Soziale Arbeit so wahnsinnig überfüllt, wie soll ich da eine Chance haben an einen Arbeitsplatz zu kommen, so fast ohne ehrenamtliches Engagement und sonstigem?
Also denke ich wieder an die Ausbildung, die ich mir nun verbaut habe und ja, ich heule gerade den ganzen Tag nur noch. Ich vermisse meine Heimat, vor allem meine Mutter so wahnsinnig (auch eins der größten Probleme momentan)
Und natürlich auch meine alte Arbeit. Hier ist es alles nur furchtbar, bis auf meinen wahnsinnig lieben Freund, aber der kann nunmal nicht den ganzen Tag um mich rum sein und mich trösten. Und ja, auch ihm geht mein Geheule schon ziemlich auf die Nerven, kann ich auch verstehen.
Aber ich bin echt am Boden, ich kann nichts essen und nichts trinken, habe nun mit Mühe und Not meinen Bafög-Antrag eingeschickt. Ja, das ist innerhalb von 2 Monaten aus mir geworden, ein einziges Wrack.
Vielleicht mag sich ja jemand meiner annehmen 🙂
Liebe Grüße
ich schreibe hier vollkommen eigennützig, weil ich dringend auf der Suche nach einer Möglichkeit bin, diesen wahnsinnigen Druck, der auf mir lastet, etwas abzumildern.
Zu mir: Ich bin weiblich, 22 Jahre alt und von selbstzweifeln und verschiederlei Ängsten geplagt.
Ich habe nach einem schlechten Realschulabschluss eine annehmbare Fachhochschulreife (2,6) gemacht. Danach eine Ausbildung bei einem Landratsamt zur Fachangestellten für Bürokommunikation. Danach habe ich ein Jahr lang gearbeitet. Mein Amt war super, generell hatte ich sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten. Unglücklich war ich trotzdem, weil ich immer das Gefühl hatte, mehr zu wollen. Meine Stelle im Sekretariat war zwar toll, aber leider auch auf ein Jahr befristet, da es nur eine 75 % Stelle war und ich nur wegen meines Alters 100% dort arbeiten konnte. Zudem habe ich seit 3,5 Jahren einen Freund, meinen ersten, der in einer anderen Stadt ca. 2 Stunden von meiner Heimatstadt entfernt wohnt.
Ja, und nun bin ich hier. Meinen Arbeitsvertrag habe ich auslaufen lassen, da wir zusammenziehen wollten. Haben uns eine schöne Wohnung gesucht und bereits soweit eingerichtet.
Mein Wunsch war es immer, soziale Arbeit zu studieren. Ich bin nicht sehr extrovertiert, aber ich möchte Menschen helfen bzw. sie betreuen. Dachte ich immer. Nun hat es mit dem Studium nicht geklappt und ich hatte mich vorsorglich für BWL beworben, wofür ich eine Zulassung bekommen habe und mich nun am Freitag einschreiben kann.
Und ich hab so wahnsinnig große Angst davor! Ich bin eine absolute Niete in Mathematik. Habe jetzt schon Horrorgeschichten gelesen, dass ich am liebsten aus dem Fenster springen würde.
Was soll ich denn nun machen? Ich weiß, ich habe es noch gar nicht probiert und schon stecke ich den Sand in den Kopf. Aber ich KANN Mathe einfach nicht und ich bin davon überzeugt, dass es mir das Genick bricht.
Ich hab so große Angst, irgendwann arbeitslos zu enden, aufs Amt angewiesen zu sein (OH GOTT!!) oder mich bei irgendeiner scheiß Tätigkeit kaputt ackern zu müssen. Ja, ich sehe mich nicht als besonders belastbar an.
Ich bin ein Familienmensch und möchte gerne eine eigene haben. Wir wissen zwar noch nicht, ob es wirklich so ist, aber haben große Bedenken, dass mein Freund aufgrund einer Krebserkrankung als Teenager überhaupt Kinder zeugen kann. Und was, wenn nicht? Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gerne - brauche es und möchte es, aber Arbeit ist für mich nicht alles. Und ich kann mir nicht vorstellen, das ganze Leben damit zu verbringen und nichts anderes zu haben. Und auf der anderen Seite ists ja so, wenn wir tatsächlich keine Kinder bekommen können, ist es ja zwingend erforderlich, dass ich einen Job habe, mit dem ich leben kann (also auch psychisch).
Wenn ich mir Jobbörsen anschaue, wird mir schlecht. Zeitarbeit folgt auf Zeitarbeit. Und wenn nicht, dann werden so überirdische Kenntnisse verlangt, da kann ich nie und nimmer mithalten. In ein Amt wieder reinzukommen ist auch nicht so leicht.
Habe mich aus Torschusspanik beim Arbeitgeber meines Freundes für eine IT-Ausbildung beworben, diese jedoch wieder zurückgezogen. Da es sich hierbei auch um den öffentlichen Dienst handelt, hätte ich da wirklich was richtig festes gehabt, wo man sich etwas hocharbeiten kann, als Frau aber auch gut bei der Familienplanung unterstützt wird. Tja, wie gesagt, habe die Bewerbung zurückgezogen. Das schlimmste ist, ich seh das Gebäude ständig aus meinem Fenster und dabei krieg ich nun ein wahnsinnig schlechtes Gefühl.
So, also wird das nächstes Jahr auch nichts mit einer neuen Ausbildung. Sollte ich wie ich erwarte mit BWL nicht klarkommen, kann ich vielleicht nochmal in den Studiengang soziale Arbeit flüchten. Damit habe ich ein Jahr verschwendet, habe also auch am Ende eines zweiten Studiums kein Recht mehr auf Bafög. Muss also auf die Kosten meines Freundes leben, was ich so eigentlich nicht will.
Und außerdem ist der Studiengang Soziale Arbeit so wahnsinnig überfüllt, wie soll ich da eine Chance haben an einen Arbeitsplatz zu kommen, so fast ohne ehrenamtliches Engagement und sonstigem?
Also denke ich wieder an die Ausbildung, die ich mir nun verbaut habe und ja, ich heule gerade den ganzen Tag nur noch. Ich vermisse meine Heimat, vor allem meine Mutter so wahnsinnig (auch eins der größten Probleme momentan)
Und natürlich auch meine alte Arbeit. Hier ist es alles nur furchtbar, bis auf meinen wahnsinnig lieben Freund, aber der kann nunmal nicht den ganzen Tag um mich rum sein und mich trösten. Und ja, auch ihm geht mein Geheule schon ziemlich auf die Nerven, kann ich auch verstehen.
Aber ich bin echt am Boden, ich kann nichts essen und nichts trinken, habe nun mit Mühe und Not meinen Bafög-Antrag eingeschickt. Ja, das ist innerhalb von 2 Monaten aus mir geworden, ein einziges Wrack.
Vielleicht mag sich ja jemand meiner annehmen 🙂
Liebe Grüße