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Kündigung für Weiterbildung?

Zukunftsangst

Neues Mitglied
Hallo, um meine berufliche und private Situation kurz zu umreißen:

- 40 Jahre alt, gelernt habe ich Bürokauffrau. 2019 war ich 6 Monate wegen mittelschwerer Depression im Krankenstand und habe damals auch meine Stelle verloren

- seit 2019 war ich in einem Unternehmen angestellt als Quereinsteigerin und habe mich dort superwohl gefühlt.

Irgendwann kam dann die Meldung, dass mein Vorgesetzter den Standort schließen und anderweitig ins Angestelltenverhältnis wechseln wird, dementsprechend war es an der Zeit, sich wieder auf Jobsuche zu machen.

Generell mag ich diese Branche sehr gern und hätte auch gerne dort weitergearbeitet, habe aber keine entsprechende Stelle gefunden, da ich Quereinsteiger bin und es eher Glückssache war, dass man mich damals überhaupt eingestellt hat ohne Berufserfahrung auf diesem Gebiet.

So habe ich mir aus der Not heraus eine neue Stelle in einer anderen Branche gesucht und bin hier todunglücklich.
Es passt einfach gar nichts, vieles wurde versprochen, wenig gehalten. Work-Life-Balance quasi nicht existent, unterirdische Bezahlung, schlechtes Betriebsklima. Leider habe ich mich von meiner Sachbearbeiterin von der Agentur für Arbeit unter Druck setzen lassen, obwohl ich damals grade mal 2 Monate im ALG 1 - Bezug war.

Nun merke ich leider mehr und mehr, dass diese Stelle eine absolut fatale Entscheidung gewesen ist, und mir geht es auch psychisch immer schlechter damit. Es musste also was passieren.

Also wieder zum Amt, meiner SB den Fall geschildert und vorgeschlagen, dass ich eine Weiterbildung mache, um wieder in meiner vorherigen Branche eine Anstellung zu finden. Natürlich wollte sie, dass ich das neben dem Job mache, was aber definitiv nicht möglich ist aufgrund der Arbeits- und Fahrtzeiten. Auch ein Umzug in die Nähe meines aktuellen Jobs kommt nicht in Frage, da mein Partner und ich hier eine Eigentumswohnung besitzen.

Ich habe mir jetzt überlegt, die Stelle zu kündigen und die Weiterbildung auf eigene Kosten zu machen. Diese würde 3 Monate dauern. Mir ist bewusst, dass ich vom Amt vermutlich 3 Monate gesperrt werde, wenn ich selbst kündige, das wäre mir in dem Fall aber egal.

Meine Frage ist nur, wenn ich kündige für die Weiterbildung und mich arbeitslos melde, muss ich diese (selbstfinanzierte) Weiterbildung dann angeben, oder nicht? Und was haltet ihr generell von meinem Plan? Ich bin mir sehr sicher, dass mir die Qualifizierung Tür und Tor in dieser Branche öffnen wird und ich sehr schnell im Anschluss einen Job finden werde, da in dieser Branche extrem Leute gesucht werden. Danke für eure Hilfe!
 
Und was haltet ihr generell von meinem Plan?

Nicht viel um ehrlich zu sein.
Keine 3 monatige Weiterbildung der Welt öffnet dir Tür und Tor.
Das halte ich für unrealistisch.
Vor allem bei der allgemeinen momentanen wirtschaftlichen Situation in Deutschland.
Wenn du weiter kommen willst dann mach lieber nen Fachwirt oder sowas.
Dauert natürlich länger aber der hat auch nen gewissen Wert.

Ich persönlich würde mich zunächst auf einen anderen Job bewerben und dort dann gleich von Anfang an die Weiterbildung direkt mit einbinden.
Am besten schriftlich.

Alles andere wäre mir zu gefährlich.
 
Eine seriöse Weiterbildung ist ein Master oder Studium o.ä., was mindestens 2 Jahre geht. Ein Kurs von 3 Monaten ist für mich keine angemessene Weiterbildung, sondern eine nichtsaussagende Schulung, die man hinterhergeworfen bekommt. Wenn ich die ganzen sinnlosen Schulungen zum Datenschutz ernstnehme, dann bin ich wohl ein IT Spezialist.

Investiere deine Zeit und dein Geld in eine adäquate Weiterbildung, die dich wirklich weiterbringt. Gibt es in deinem Wunschbereich nicht eine richtige Weiterbildung?
 
Vielleicht mal genauer schreiben was das für eine Weiterbildung sein soll.
Selbst der Industriemeister der realtiv einfach ist, dauert in Vollzeit mind. 6 Monate aber dann 6 Tage die Woche. Und da ist der absolute Turbokurs, normal wären 9 Monate Mininum.
Mit 3 Monaten kann das nichts sein, was einen wirkich weiterbringt.


Im kaufmännischen Bereich wäre das Minmum wohl ein Fachwirt, oder später Fachkaufmann, Buchhalter, Betriebswirt.
Meine Frage ist nur, wenn ich kündige für die Weiterbildung und mich arbeitslos melde, muss ich diese (selbstfinanzierte) Weiterbildung dann angeben, oder nicht?

Ja und dann gibt es in der Regel auch kein ALG 1, weil du während der Weiterbildung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst, weder für Gespräche noch für eine schnelle Arbeitsaufnahme. Zudem führt eine Selbstkündigung ohne Not zur 3 monatigen Sperre.
Das ALG 1 ist nicht da für da um seine persönlichen Träume zu verwirklichen oder Weiterbildungn zu machen.
Wenn du konkrekte Angebote hast die genau diese Weiterbildung fordern und die dir dann schriftlich bestätigen das du eingestellt wirst damit, dann kann die Agentur das unter Umständen fördern.
Das geschieht immer wieder mal ist aber selten und hängt vom Vermittler und vom Budget usw. ab.


Ansonsten gibt es Aufstiegsbafög, Bildungskredite oder Nebenjobs. Aufstiegsbafög fehlt vertmutlich raus weil eine 3 monatige Maßnahme sicher nicht förderungswürdig ist.
 
Hast du schon einmal drüber nachgedacht dir eine neue Stelle auch was ganz was anderes auf 50% oder 75% zu suchen und derweil ne Richtige Weiterbildung zum Fachwirt oder so zu machen? Kurzweiterbildungen sind oft nicht das gelbe vom Ei. Vielleicht wäre auch eine neue Ausbildung oder ein duales Studium in deinem Wunschbereich realisierbar. Ist meistens eine finanzielle Frage die du mal durchrechnen solltest. Bei einer Ausbildung gerade im reiferen Alter ist oft noch eine Nebentätigkeit möglich da manche Stunden in der Berufsschule wegfallen. Ich kenne Leute die mit 40 noch eine neue Ausbildung gemacht haben und zwei Wochenenden im Monat noch an der Tankstelle oder Bäckerei gearbeitet haben um das fehlende Geld auszugleichen
 
Kannst du dich nicht bereit bei Firmen in der erwähnten Branche bewerben und kommunizieren, dass du diese Weiterbildung planst? Dann würdest du erst gar nicht arbeitslos werden.

Alternativ gibt es möglicherweise Firmen, die entweder intern selbst aus-/weiterbilden oder die Kosten teilweise mittragen würden.

Beispiel: Ich habe früher in einem Pharma-Unternehmen gearbeitet, die sich irgendwann entschieden hatten, selbst Pharma-Referenten auszubilden.
 
Fakt ist der Job tut dir nicht gut und ALG1 wird vom letzten Jahresgehalt bezahlt. Also solltest du die Zeit nicht verstreichen lassen, wenn du das wirklich mit der Weiterbildung machen willst. Du musst es aber mit Attest mit der Behörde vorher abklären, ansonsten bekommst du eine Sperre. Ich würde auch nichts selber bezahlen, dass läuft eigentlich bei ALG1 automatisch. Und du musst nicht alle Vorschläge annehmen.
Kannst dir die Kurse bezüglich Bewerbungsschreiben sparen und deinen Bildungsschein besser für was brauchbares einlösen. Schau bei Weiterbildungen, ob sie mit Bildungscheinen arbeiten.
 
Fakt ist der Job tut dir nicht gut und ALG1 wird vom letzten Jahresgehalt bezahlt. Also solltest du die Zeit nicht verstreichen lassen, wenn du das wirklich mit der Weiterbildung machen willst. Du musst es aber mit Attest mit der Behörde vorher abklären, ansonsten bekommst du eine Sperre. Ich würde auch nichts selber bezahlen, dass läuft eigentlich bei ALG1 automatisch. Und du musst nicht alle Vorschläge annehmen.
Kannst dir die Kurse bezüglich Bewerbungsschreiben sparen und deinen Bildungsschein besser für was brauchbares einlösen. Schau bei Weiterbildungen, ob sie mit Bildungscheinen arbeiten.

Welche Behörde?
Und beim ALG 1 darf auch der Durchschnitt der Karenzzeit gewählt werden.

Und die Agentur wird kaum eine omniöse Weiterbildung bezahlen ohne Einstellungsgarantie
 

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