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Kopfstreichler oder Holzhammer

Tibia

Aktives Mitglied
Hallo liebe Fories,

ich bin gerade dabei, mir einen passenden Therapeuten zu suchen. Nun hatte ich jeweils schon ein Erstgespräch bei zwei verschiedenen Therapeuten. Jeweils bei einem Mann und einer Frau - nicht das ich da irgendwelche Präfernzen hätte. Ich schreibs nur, damit man die beiden besser auseinander halten kann. Beide waren jedenfalls total unterschiedlich.

Die Frau wirkte sehr autoritär und kein Stück freundlich. Sie lächelte nicht einmal zur Begrüßung. Teilweise wirkte sie gelangweilt und schloss zwischendurch die Augen, und zwar solange, dass ich schon Angst hatte, sie sei eingeschlafen. Sie fiel mir oft ins Wort, unterstellte mir Dinge (wirkliche Frechheiten), machte mir direkt Vorschriften und befahl mir, wie ich zu sitzen und mich auszudrücken habe und bewertete mich als Person sogar (alles innerhalb der ersten 10 Minuten!). Als ich beispielsweise ihre Unterstellungen, ich hätte etwas so oder so gemacht, klarstellen wollte, lies sie das nicht zu, fiel mir immer wieder ins Wort und meinte dann "Sie merken selber, dass sie anstrengend sind oder?". Wie gesagt, das alles in den ersten 10 Minuten. Ich kam mir vor, wie auf der Anklagebank und sie als gegenerischer Anwalt, der mich zerpflücken will. Irgendwie kam mir die Stimmung feindlich vor und so, als ob sie alles, was ich sagte, anzweifeln würde. Im späteren Verlauf schien sie dann tatsächlich festzustellen, dass ich nicht aus Jux und Dollerei bei ihr bin. Gegen Ende lächelte sie sogar.
Nunja, sie hat mich zwischenzeitlich wirklich auf die Palme gebracht. Heißt aber auch, sie hat mich berührt und etwas in mir ausgelöst.

Der Mann wirkte ganz anders. Freundlich, aufgeschlossen, mit einem netten Lächeln und hörte sehr aufmerksam zu. Er lies mich ausreden und gab mir nicht das Gefühl, er würde mir nicht glauben. Auch erkannte er an, das meine Seele im Ungleichgewicht ist und auch, dass es dafür gute Gründe gibt. Er gab mir Input und Denkanstösse. Leise und ruhig und nicht im Befehlston.

Nun bin ich irgendwie hin und her gerissen. Der Mann ist mir symphatischer er strahlt Ruhe und Verständnis aus. Die Frau hat mich aufgebracht. Vielleicht um mich herrauszufordern? Vielleicht, weil sie sofort abschätzen konnte, wie sie mich dran kriegt. Vielleicht ist sie aber auch nur eine blöde Kuh. Ich bin mir nicht sicher. Mal sehen, wie die nächsten Gespräche verlaufen. Ich habe ja jeweils noch 4 Termine frei, bis ich mich für einen Therapeuten entscheiden muss.

Jetzt komme ich auch langsam mal auf den Punkt: Jeder Mensch ist unterschiedlich, so natürlich auch Therapeuten und ihre Vorgehensweise. Die einen sind die leisen, verständnisvollen Kopfstreichler und die anderen versuchen einen mit dem Holzhammer in die richtige Richtung zu prügeln. Welche jetzt für mich geeigneter ist, muss ich noch rausfinden.

Aber ich würde gerne wissen, welche Erfahrungen ihr mit Euren Therapeuten gemacht habt und welche Methode, ist/wäre für Euch die Besser?

(Ich weiß natürlich, dass ich anderer Leute Erfahrungen nicht auf mich adaptieren kann. Ich möchte einfach nur von anderen Erfahrungen lesen)
 
Liebe Tibia,

im Allgemeinen würde ich sagen: Bleibe bei dem Therapeuten, bei dem Du Dich wohl fühlst.

Auf der anderen Seite geht es um Dein Lernen von hilfreichen Denkmustern im Gegensatz zu behindernden Denkmustern und gleiches bei Deinen Verhaltensweisen.

Wie lernst Du am Besten?
Redest Du viel, sprudelnd, auch mal ohne zu überlegen? Dann könnte ein strenger und unangenehmer Therapeut hilfreicher sein als ein Therapeut, der Dir auch schlechte Angewohnheiten durchgehen lässt und Dich nicht schnell genug korrigiert.

LG, Nordrheiner
 
Hallo Nordrheiner,

vielen Dank für Deine Antwort.


Auf der anderen Seite geht es um Dein Lernen von hilfreichen Denkmustern im Gegensatz zu behindernden Denkmustern und gleiches bei Deinen Verhaltensweisen.

Genau das ist es, ich weiß halt (noch) nicht, welche Methode die beste ist, um diesen Lerneffekt bei den Denkmustern zu erreichen.



Redest Du viel, sprudelnd, auch mal ohne zu überlegen? Dann könnte ein strenger und unangenehmer Therapeut hilfreicher sein als ein Therapeut, der Dir auch schlechte Angewohnheiten durchgehen lässt und Dich nicht schnell genug korrigiert.

Ich rede zwar viel und auch sprudelnd *g*, aber nicht ohne zu überlegen. Ich kann zuhören, verstehen, akzeptieren und auch reflektieren und übernehmen. Ich lasse mir also durchaus auch "was sagen". Ich weiß aber auch, dass ich ein Problem mit "Strenge" habe. Direkte unfreundliche Konfrontation löst bei mir immer zu aller erst den "Kampfmodus" aus. Da ist die Gefahr sehr groß, dass das, worum es eigentlich geht, in den Hintergrund rückt. Heißt, dass es egal ist, wie richtig oder falsch das Gesagte ist, intuitiv will ich erstmal nur gegen halten.

Vielleicht hat die Frau genau das beabsichtigt, um mich eben herauszuforden. Sie hat mich halt direkt von der ersten Minute an aus meiner Wohlfühlzone "geprügelt". Sie hat (absichtlich?) dafür gesorgt, dass ich mich unwohl fühle. Ich muss das noch abschätzen, ob das bei ihr wirklich Fachkompetenz ist oder Charakterschwäche. Und ich muss mich selber beobachten, ob und wie weit ich mein Verhalten anpassen kann und will. Denn es muss ja nicht alles, was sie für falsche Verhaltensweisen hält, auch für mich falsch sein.
 
Denn es muss ja nicht alles, was sie für falsche Verhaltensweisen hält, auch für mich falsch sein.

Folgende Regel will ich Dir mit auf den Weg geben:

Es ist immer gut, wenn Du hinterfragst. Es geht nicht um das stupide Erlernen einer Verhaltensweise. Ebenso geht es nicht um das stupide Beibehalten einer gelernten Verhaltensweise. Es geht darum, was hilfreich ist. Und alles kann hilfreich sein, welches Dich Deinem Ziel näher bringt. Also: Wie lautet Dein Ziel? Was willst Du erreichen?

Deswegen ist das Fragen in meinen Augen hilfreich:

Warum tun/sagen sie das?
Warum soll das gut sein?
Was ist an meiner Verhaltensweise schlecht - was ist an Ihrem Vorschlag besser?

Auch darfst Du bei einer Begründung sagen: Das verstehe ich nicht.

Nur musst Du Dich ernst genommen fühlen. Daher sollte sich die Therapeutin/der Therapeut Mühe geben, Dir die Erläuterung so zu geben, dass Du sie verstehst. Notizen machen ist auch eine Hilfe, um ggf. in der Folgestunde auf eine unverstandene Aussage zurückkommen zu können.

LG, Nordrheiner
 
Es ist immer gut, wenn Du hinterfragst.

Das tue ich generell. Vielleicht wollte sie ja auch nur genau das abchecken. Ob ich leicht beeinflussbar oder stur bin?


Warum tun/sagen sie das?
Warum soll das gut sein?
Was ist an meiner Verhaltensweise schlecht - was ist an Ihrem Vorschlag besser?

Auch darfst Du bei einer Begründung sagen: Das verstehe ich nicht.

Daher sollte sich die Therapeutin/der Therapeut Mühe geben, Dir die Erläuterung so zu geben, dass Du sie verstehst.

Das Verständnis ist nicht das Problem. Eher, dass die Begründungen tatsächlich erst auf Nachfragen meinerseits kamen. Sie hat halt nur "befohlen". Nachfragen schienen ihr ungelegen, es wirkte, als ob sie dadurch ihre Kompetenz in Frage gestellt sieht.

Ich fragte dann irgendwann, warum sie so herrisch sei. Ob es nicht vielleicht hin und wieder besser sei, jemanden auf sein vermeintliches Fehlverhalten hinzuweisen und ihm anzuraten, es lieber so oder so zu tun, als ohne weitere Erklärung einfach nur irgendetwas zu befehlen (Wo ist denn da der Lerneffekt?). Letzters macht es mir schwierig, den Sinn dahinter zu erkennen. Sie meinte halt, sie macht das so und so wird das auch bleiben, sie wäre kein Kopfstreichler. Sie kenne viele Therapeuten, die das so machen, aber das wäre total falsch. Sie hätte viele Patienten, die jaherlang bei einem Kopfstreichler gewesen wäre und nun merken, das es nichts gebracht hat oder die Lage sogar verschlimmert hätte (?!). Und sie müsse quasi nun hinter ihren Kollegen aufräumen und diese Patienten nun noch mehr gerade biegen. Wer damit nicht zurecht kommt, ist bei ihr falsch. Kopfstreicheln solle man sich zu Hause holen.

Das ist mal eine Ansage *g*
 
Prima, wie Du Dich behauptest.

Ich rate dazu, bei ihr eine Vereinbarung zu treffen, wie sie mit Dir umgehen soll. Sie ist Deine Dienstleisterin und nicht Du ihre. Du bist auch nicht "die anderen Klienten". Die Vereinbarung könnte lauten: "Anweisungen ja, aber wenn möglich immer mit einer Erklärung. Zwecks besseren Verstehens."

Sie ist der Typ klarer Anweisungen. Daher versteht sie auch klare Anweisungen von Dir. Dabei stelle klar, dass Du ihr keine Vorschriften machst, was sie Dir beibringen soll, sondern nur Hilfestellung gibst, wie es nach Deinem Verständnis für Dich selbst gut funktioniert. Und dann wird man ja sehen, ob Dein Verständnis - wie Du gut lernst - stimmt. Möglicherweise kennst Du Dich selbst nicht gut genug. Und dagegen halten, Widerspruch, nur um des Widerspruchs willen, ist eher Trotz und damit stehst Du Dir selbst im Wege. Und nicht immer ist es sinnvoll, alles im voraus zu erklären. Stell Dir vor, Du stehst vor einem Haus, ein Blumentopf fällt aus dem 4. Stock genau in Deine Richtung. Der Therapeut ruft: "Spring beiseite." Du willst erst dann zur Seite springen, wenn Du eine Erklärung erhalten hast .... Also manchmal muß man erst etwas tun, um das Verständnis für dieses Tun zu erlangen. Praxis ist besser als Theorie. Es braucht jedoch etwas Vertrauen, eine Erfahrung, dass man mit diesen Anweisungen gut fährt.

Funktioniert das nicht, dann probiere den "Kopfstreichler", den Du aber dann darauf aufmerksam machst, dass er Dir nicht den Kopf streicheln, sondern Dich weiterbringen soll. Und das geht nur über Korrekturen (ggf. mit Erklärungen).

Genauso, wie Du die Therpeutin und andere Menschen und ihre Verhaltensweisen hinterfragst, mache es ebenso bei Dir selbst. Warum tue ich was ich tue? Warum ärgert mich... warum tue ich nicht....?

LG, Nordrheiner
 
Hallo,

bevor ich gleich in die Küche zum Tofu muss...🙂...diese Therapeutin hat vielleicht so eine Art Stresstest mit Dir gemacht um herauszufinden wie Du auf welche Form der Belastung oder Konfrontation wie reagierst. Und wenn es so ist wie sie sagt, also dass der Erfolg ihr Recht gibt, wird sie sich bestimmt weiterhin an ihr Verhaltensmuster halten.

Für mich persönlich ist das etwas zu eindimensional, ein Mensch der Hilfe sucht muss abgeholt werden wo er gerade steht; wäre ich Therapeut, würde ich meinen Umgang den Anforderungen des Patiente anpassen oder mich zumindest daran orientieren. Ein Therapeut sollte beides draufhaben, sollte Dir den Kopf streicheln wenn Du es brauchst und das Hämmerchen rausholen, falls nötig.

Beides kann Vor- und Nachteile haben, der Holzhammer kann ängstigen und einen noch weiter in die Defensive drängen, das Kopfstreicheln kann dazu führen dass man weiterhin in seiner Komfortzone bleibt.

Nimm also erstmal die noch verbleibenden 4 Termine in Anspruch und dann...entscheide...und halte uns auf dem Laufenden. 😉
 
Das mit der Vereinbarung ist eine gute Idee!


Ich hinterfrage mich durchaus auch selber und ich nehme auch Dinge an, obwohl ich "trotzig" bin (auch in dieser ersten Sitzung habe ich das bereits getan). Aber es wäre halt weniger "aufreibend" wenn man dabei nicht noch seinen eigenen Ärger über diesen Ton runterschlucken müsste. Eine Therapie ist schon anstrengend genug, da tut es nicht Not, sich auch noch ständig gegen den Therapeuten behaupten zu müssen. Aber ich denke, diese Vereinbarung, die Du vorschlugst, kann da schon sehr viel Abhilfe schaffen. Ich hatte halt nicht erwartet, dass soetwas nötig sei. Klar, man muss sich erst kennen lernen und gucken, wie man am besten zusammen arbeiten kann. Therapeuten sind ja auch nur Menschen. Ich hatte damit allerdings trotzdem nicht gerechnet.

Was mich halt wirklich genervt hat war, dass sie mir so viele Dinge einfach unterstellt hat. Ich erzähle, dass ich eine Kur beantragt habe, sie fällt mir sofort ins Wort "Aha also sind sie nur hier, weil sie bessere Chancen auf eine Bewilligung haben wollen!" (Nicht als Frage formuliert, sondern als Feststellung, unser Gespräch lief da gerade einmal 3 Minuten).

Eine Minute später: Ich erzähle, dass sich mitterweile auch körperlichen Beschwerden manifestieren, sie fällt mir sofort ins Wort, dass das alles vom Rauchen käme und ich somit selber daran schuld sei. Ich erkläre ihr, dass alles abgeklärt wurde und keinerlei klinische Befunde vorliegen. Klinische Befunde seien ja nicht aussagekräftig und ich würde sowieso Lungenkrebs bekommen. Das Rauchen ungesund ist, habe ich wohl noch nicht verstanden (doch, aber das ist gerade echt mein kleinstes Problem!)

Dann kam das mit dem „anstrengend“ und da ist mir wirklich fast der Kragen geplatzt. Denn in dem Moment ging es um ein sehr schlechtes Erlebnis bei einem anderen Arzt. Das war wirklich mies und hat mich tief verletzt. Sie fiel mir halt immer wieder ins Wort, lies mich nicht ausreden, zeigte sich mehr als solidarisch ihrem Kollegen gegenüber und wollte mir unbedingt unterstellen, dass ich mir das selber zuzuschreiben hätte, weil ich dieses oder jenes getan hätte. Was einfach nicht stimmt. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich diese Argumente nachvollziehen kann, wenn ich dieses oder jenes getan hätte. Habe ich aber nicht. Sie fiel mir wieder und wieder ins Wort und meinte dann eben, ich sei anstregend (in dieser Situation, für sie, aber das hat nichts mit der Situation zutun, über die wir in dem Moment sprachen!)


Sie zeigte in dem Momentan wirklich Empanthie und Verständnis - aber nicht für mich, als ihre Patientin, sondern für den anderen Arzt, als ihren Kollegen.

Bei aller Selbstreflektion und Vertrauen auf Fachkompetenz, aber das geht dann doch etwas zu weit. Bei so einer Behandlung, kommt manch einer ja bekloppter raus, als er reingegangen ist!

Wie gesagt, ich werde in den nächsten Sitzungen schauen, ob das ein tieferer Sinn hintersteckt und/oder ob wir das auf eine für beide Seiten angenehme Art und Weise gestalten können. Wenn ich daraus einen Nutzen ziehen kann, gut. Ansonsten wird sie mich kein 6. mal sehen


 
Das stimmt mich nun doch etwas nachdenklicher und skeptisch.

Ich beziehe mich auf die Unterstellungen. Die Therapeutin gibt monokausale Schlußfolgerungen zum Besten, ohne die jeweilige Situation miterlebt zu haben. Das ist in meinen Augen ein fachlich schwerer Fehler.

Für Dein Verhalten in einer vergangenen Situation gibt es z.B. 3 oder mehr mögliche Gründe. Möglicherweise treffen sogar alle Gründe in unterschiedlicher Stärke zu. Ohne mich genau damit zu beschäftigen, würde ich mich nicht trauen, mich auf einen Hauptgrund festzulegen. Sie fragt anscheinend nicht weiter nach, sondern beurteilt einfach... legt sich schon fest. Das ist in meinen Augen voreilig und damit unprofessionell.

Das weckt in mir den Verdacht, dass sie dies auch in anderen Bereichen so macht. Ich vermute langsam, dass Sie Dich nicht provozieren wollte, sondern dass sie einseitig ist und ein Schema F praktiziert, mit dem sie sicherlich vieles abdeckt, aber auch manches falsch beurteilt. Da fehlt mir persönlich das Vertrauen in ihre Professionalität. Schema F ist in der individuellen Therapie einfach verkehrt, denke ich.

Geh zum nächsten Therapeuten, bleibe kritisch, ohne zu übertreiben.

LG, Nordrheiner
 


Was mich halt wirklich genervt hat war, dass sie mir so viele Dinge einfach unterstellt hat. Ich erzähle, dass ich eine Kur beantragt habe, sie fällt mir sofort ins Wort "Aha also sind sie nur hier, weil sie bessere Chancen auf eine Bewilligung haben wollen!" (Nicht als Frage formuliert, sondern als Feststellung, unser Gespräch lief da gerade einmal 3 Minuten).

Eine Minute später: Ich erzähle, dass sich mitterweile auch körperlichen Beschwerden manifestieren, sie fällt mir sofort ins Wort, dass das alles vom Rauchen käme und ich somit selber daran schuld sei. Ich erkläre ihr, dass alles abgeklärt wurde und keinerlei klinische Befunde vorliegen. Klinische Befunde seien ja nicht aussagekräftig und ich würde sowieso Lungenkrebs bekommen. Das Rauchen ungesund ist, habe ich wohl noch nicht verstanden (doch, aber das ist gerade echt mein kleinstes Problem!)

Dann kam das mit dem „anstrengend“ und da ist mir wirklich fast der Kragen geplatzt. Denn in dem Moment ging es um ein sehr schlechtes Erlebnis bei einem anderen Arzt. Das war wirklich mies und hat mich tief verletzt. Sie fiel mir halt immer wieder ins Wort, lies mich nicht ausreden, zeigte sich mehr als solidarisch ihrem Kollegen gegenüber und wollte mir unbedingt unterstellen, dass ich mir das selber zuzuschreiben hätte, weil ich dieses oder jenes getan hätte. Was einfach nicht stimmt. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich diese Argumente nachvollziehen kann, wenn ich dieses oder jenes getan hätte. Habe ich aber nicht. Sie fiel mir wieder und wieder ins Wort und meinte dann eben, ich sei anstregend (in dieser Situation, für sie, aber das hat nichts mit der Situation zutun, über die wir in dem Moment sprachen!)






Was für ein furchtbares Weib. Da bist du doch nicht wirklich gut aufgehoben.
Warum willst du dir das nochmal antun?

Wie lange hast du eigentlich auf den Termin bei ihr gewartet?
 

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