Hallo DasFragezeichen,Es gibt Dinge, für die ich mich interessiere, ja. Aber es ist bei mir so, und das habe ich überprüft, dass ich selbst für die Dinge, die vermeintlich Kraft spenden, bereits vorhandene Kraft benötige. Ich würde gerne mehr lesen, Sartre ist mir zum Beispiel ein Begriff, kann aber inhaltlich rein gar nichts in Verbindung bringen mit ihm. Aber wenn ich lese, dann bin ich unkonzentriert und sehr viele Worte, die ich lese, lenken mich dann ab und erinnern mich an etwas, das mich beschwert. Es ist gewissermaßen immer eine gefühlte Frage dabei präsent, nämlich: Was kommt danach?
Das ist nicht mein Lebensinhalt. Ich will hier nicht im Zimmerchen sitzen oder draußen irgendetwas fabrizieren und das wird dann letztlich sein, was ich so in meinem Leben getan habe. Mich macht nicht glücklich außer solche Geschichten mit einer Frau. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich Wertschätzung erfahre, dann bin ich plötzlich lebendig und DANN vor allem habe ich auch die Energie, um Dinge für mich zu tun. Dann kann ich im Buch lesen, weil ich glücklich bin, weil ich unbeschwert bin und weil nach dem Buch sie auf mich wartet. Sie, bei der ich mich jederzeit melden kann und deren Wertschätzung mir gewissermaßen die Daseisnberechtigung ist. Ich fühle mich gut und richtig hier, wenn ich weiß, dass jemandem etwas an mir liegt. Und diese Liebe ist die einzige Anerkennung, die das ausdrücken kann. Wenn man von einem Familienmitglied umsorgt wird, dann nur weil man verwandt ist. Aus Pflichtgefühl. Und Freunde haben irgendwann eine Grenze, ab der sie dich nicht mehr begleiten würden. Wenn du dich verknallst gibt es Probleme, weil du dem Freund oder der Freundin dafür nicht gut genug bist. Aber jemand der dich liebt, der macht alles mit. Der bezeugt dir, dass du wahrhaft ein guter Mensch bist.
Und seit meiner Jugend erfahre ich nichts anderes als Spott und Zurückweisung. Ich habe meine besten Seiten nach außen gekehrt, ich habe mich nicht weinerlich gegeben. Dennoch war niemand zufrieden mit mir. Niemand wollte mir nahe treten. Manchmal glaube ich, ich bin verflucht. Und dann kommt auch unweigerlich der Gedanke das alles zu beenden.
ich befinde mich in fast der gleichen Situation wie du zurzeit. Ich habe mir vorgenommen am 10 Juli damit Schluss zu machen. Nachdem ich deine Beiträge in diesem Thread durchgelesen habe, weiß ich nun, was passieren kann. Aber jetzt kann ich mich besser darauf vorbereiten, falls sie versucht die gleiche Nummer abzuziehen. Ich habe 2 Jahre damit verbracht bei ihr einen Treffer zu landen, ohne Erfolg. Es wird sicherlich äußerst schmerzhaft sein, da ich damit meine einzige Bezugsperson zum anderen Geschlecht verliere, aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Kurz zu meiner Person, ich bin Mitte 20, 1,72 groß, schlank, und werde nächstes Jahr fertig sein mit meinem Studium. Ich hatte bis jetzt keine Freundin gehabt, und mein Freundeskreis kann man an einer Hand abzählen. Ich habe auch eine recht ähnliche Definition von Anerkennung wie du, ich brauche die Anerkennung einer Frau, damit ich mich glücklich fühle. Aber ich habe sie bis zum heutigen Tag nicht bekommen. Der Refrain aus dem Lied The Day that never comes von Metallica trifft es meiner Meinung nach ins Schwarze: Waiting for the one //The day that never comes // When you stand up and feel the warmth //But the sunshine never comes, No // No, the sunshine never comes
Was ich auf jeden Fall dann machen will, ist zu einem Psychiater zu gehen, und mir Antidepressiva verschreiben lassen, damit ich endlich wieder Kraft habe Sport zu treiben, und mich voll aufs Studium konzentrieren kann. Wunder erwarte ich dadurch nicht, aber ich will einfach aus dieser Hölle raus.
Was ich dir ans Herz legen will, ist es zu akzeptieren, dass es kein Happy End geben wird. Gordon Lightfoot hat dazu ein wunderbares Lied "If you could read my mind" geschrieben (das Cover von Johnny Cash bringt den Text noch um einiges besser rüber). Aber betrachte diese Trennung als eine Chance von Neuem zu beginnen. Versuche diesmal deine Sehnsucht nach einer dich liebenden Frau als eine Art Narbe an deiner Seele zu betrachten, und nicht als eine klaffende Wunde. Die Sehnsucht wird dann vielleicht nicht mehr so weh tun, und dich damit runterziehen. Ich will meinen Beitrag aus dem bereits erwähnten Lied von Metallica abschließen: Love is a four letter word // And never spoken here // Love is a four letter word //Here in this prison //I suffer this no longer //I'll put an end to this, I swear // This I swear. The sun will shine
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