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kontaktabbruch von Tochter

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Wenn Eltern mit ihrem Kind nicht Weihnachten zusammen feiern wollen, dann ist es verletzend.
Es ist aber kein Grund für einen Kontaktabbruch.
Vielleicht verletzte sie deine Emotionslosigkeit und sie fühlt sich ungeliebt.

Du könntest ihr einen freundlichen Brief schreiben und sie bitten dir die ehrlichen Gründe für den Kontaktabbruch mitzuteilen.
 
Sie sagte,dass sie keinen Kontakt zu uns haben will. Trotzdem hatte ich um ein Treffen gebeten, damit wir reden konnten. Sie antwortete nicht.
Zufällig trafen wir sie mit Mann auf der Strasse und sie fing sofort an uns zu schimpfen. Dabei kamen auch andere Sachen zum Vorschein, was uns ganz schrecklich traf. Diese hatte mit W. nichts zu tun.Es ging um die Betreuung der Enkel, wo die klein waren. Wir hätten die beste Zeit von der Kinderzeit für uns genommen.
Sie wollte uns nur weh tun mit allen Mitteln. Meinen Mann schimpfte sie als
Alkoholiker.Wir beide sind Lügner. Daraus schrieb ich ihr, dass es keinen Zweck hat Kontakt zu halten.
Ich hatte vor einige Zeit Geburtstag. Sie schickte mir eine Nachricht, aber ohne Mama zu erwähnen. Das tat weh
Ich bin der Meinung,dass ich erst mich melden soll, wenn von ihr eine kleine Annäherung kommt. Habe Angst, dass alles schlimmer wird für uns alle
Maisa
 
Unsere Tochter ist 47 J. alt, verheiratet und hat 2 Kinder ( 23 u.20 J.) Unsere Beziehung war immer gut,obwohl bei uns bestand auch immer eine gewisse Abstand,was Privatsphäre betrifft. Ich habe versucht nicht zu viel nachzufragen,weil ich bemerkt habe, dass sie nicht alles erzählen will.
Es wäre möglich, dass sie dein Verhalten als Desinteresse deinerseits an ihrer Person gedeutet hat. Dann lieber einmal zuviel als zu wenig nachfragen. So würde deine Tochter erkennen, dass du an ihr interessiert bist. Du lässt ihr aber auch gleichzeitig die Wahl, auf deine Fragen zu antworten oder nicht. Ein Kind wird sich schon entsprechend äußern, wenn Eltern zu sehr mit Fragen bohren.

Sie war immer ein stilles Kind. Sie konnte bis jetzt gut Streitgespräche mit meinem Mann führen. Sie sagte, dass sie nur mit ihm gern streite,weil er so wäre wie sie.
Streits dienen ja dazu, Unzufriedenheit oder Bedürfnisse die vernachlässigt wurden kundzutun. Wenn deine Tochter nie mit dir Streiten konnte oder wollte, besteht die Möglichkeit, dass sie den Ärger über bestimmte Differenzen zwischen euch heruntergeschluckt hat. Mit der Zeit wird sich dann einiges angestaut haben und irgendwann platzte die Bombe.
Aber warum wollte oder konnte sie nicht mit dir streiten? Warst du zu harmoniesüchtig? Wäre schon irgendwie logisch, wenn du schreibst, dass du mit deiner Mutter jahrelang Probleme hattest und dies dich sehr geschlaucht hat.

Nun hat sie auch mit ihm abgebrochen.
Möchte man zu einer Person kompletten Abstand, geht das schlecht, wenn man zu dessen Partner noch Kontakt hält.
Es ist auch möglich, dass sie mit ihrem Vater auch ein tief sitzendes Problem hat.

Du wolltest wissen,wie wir ihr die Absage mitgeteilt hätten. An den Tag war sie ziemlich nervös und zickig.Dann fragte sie: Was ist mit Weihnachten? Darauf habe ihr erklärt,dass wir dies Jahr das Fest ruhig und nur zu zweit feiern möchten.
Wenn du gemerkt hast, dass sie so nervös und zickig wirkt, hast du sie mal zwischendurch gefragt, ob es ihr gut geht?
Nervösität und Zickereien sind häufig Anzeichen von Anspannung/ Stress.

Darauf ist sie regelrecht explodiert.
Und wie hast du auf ihren Gefühlsausbruch reagiert?

Sehr mysteriös das Ganze... Nach deinen Äußerungen habe ich jedoch immer noch die Vermutung, dass sich bei deiner Tochter viel unausgesprochener Ärger (dir, deinem Mann oder euch beiden gegenüber) angestaut hat und letztendlich nur ein kleiner Auslöser gefehlt hat, dass die Bombe endgültig platzt.

Ich muss sagen, dass ich emotionslos wirke aus reine Selbstschutz. Ich habe nämlich mit meiner Mutter eine jahrelange Auseinandersetzung hinter mir und die hat Kräfte gekostet.
Daraufhin hast du deine Gefühle eingeschlossen. Das Problem ist... jemand, der kaum Gefühle und Emotionen zeigen kann, wirkt kühl, distanziert und hölzern. Ich weiß auch leider wovon ich rede. Habe dasselbe Problem, weswegen ich u.a. auch aktuell beim Therapeuten sitze.
Was die Gefühlsebene betrifft, bin ich auch kein guter Ratgeber, aber ich kann dir eines sagen und zwar, dass das nicht zeigen können/ wollen von Gefühlen und Emotionen zu erheblichen zwischenmenschlichen Problemen führen kann, weil man eben häufig missverstanden oder gar nicht erst verstanden wird. Konflikte sind da vorprogrammiert. Es würde mich daher nicht wundern, wenn das Thema nicht auch eine große Rolle zwischen dir und deiner Tochter spielt.


Bin zwar traurig, aber das Ganze bringt mich nicht um.
So, das war im Moment alles.
Maisa
Vielen dank für deine Offenheit.
 
Lass Deine Tür offen, aber renne ihre nicht ein.
Und lasst Euch erst mal Zeit, über Eure Gefühle klar zu werden. Ihr seid beide verletzt, es ist gerade ein schlechter Augenblick für Grundsatzdiskussionen und Sachlichkeit ist gar nicht möglich. Ihr wollte beide gern, dass sich der Andere verändert, das wird nichts. Einen anderen Menschen wird man nie ändern können, nur sich selbst und seinen Umgang mit den Situationen. Für Dich könnte das momentan bedeuten, Dich erst mal darum zu kümmern, dass Deine eigenen Wunden versorgt werden und Du nicht mehr nur aus Vorwurf und Verletzung bestehst. Bleib bei Dir und mache Dein Befinden nicht davon abhängig, ob sie nun so reagiert, wie Du es erwartest. Wird man enttäuscht, dann war die Erwartung zu hoch. Lass erst mal ihr Zeit und Dir ebenso. Ob wir uns verletzt fühlen, das liegt immer auch bei uns selbst.

Und später, wenn es Dir besser geht, versuch noch einmal liebevoll ihr zu zeigen, dass Deine Tür offen steht, aber stelle keine Forderungen, dränge sie nicht, lass sie los, aber lass sie nicht fallen. So hat sie auch für sich eine Chance, zu sich zu finden, sich mal klar darüber zu werden, was bei ihr da eigentlich los ist. Eine Garantie gibt es nicht. Aber Klammern und ständig neue Anforderungen werden Euch nicht zueinander führen. Es kann auch länger dauern. Ja, ist schwierig, wenn man schon älter ist. Aber es ist leider so, Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht, auch wenn ich sehr gut verstehen kann, dass Du ohne Ende ziehen möchtest. So aber wird sich nichts lösen und auch nichts verbessern.

Deine Tochter hat anscheinend ihre eigenen Probleme und macht die nun bei Euch fest. Suche nicht nach Schuld, sondern nach Lösung. Und lass die Liebe zurück in Dein Herz. Das macht eine andere Ausstrahlung. Dein Tochter kann auch nichts dafür, dass Du Deine Probleme mit Deiner Mutter hattest und Gefühle so nicht mehr zeigen möchtest. Vielleicht müsst Ihr Euch noch mal ein bisschen neu kennen lernen, neu starten. Und sich immer fragen, ist es (noch) liebevoll mir selbst und auch ihr gegenüber, was ich tue.

(So hat es jedenfalls funktioniert, als auch ich mal einen Kontaktabbruch brauchte. Und heute haben wir eine gute Beziehung, im Rahmen unserer Möglichkeiten)

Ich wünsche Dir Gelassenheit, Hoffnung, Verständnis für Euch beide, Geduld, Liebe und Zeit.
Lieben Gruß, kiablue
 
Hallo blaumeise und kiablu !
Ja,es stimmt. Ich bin süchtig nach Harmonie .Es kommt von meine Kindheit. Ich bin in Finnland aufgewachsen. Meine Mutter hat mich immer ,wenn ich nicht parierte, mit tagelange Schweigen bestraft. Es war schlimm! Erst wenn ich mich entschuldigte, zeigte sie mir ihre Liebe.
Später (Pubertät)war natürlich Krach vorprogrammiert.
Das ist auch der Grund für den Abbruch mit ihr.
Man sieht also, dass dieses Problem in mehreren Generationen besteht.
 
Wieso wolltet ihr Weihnachten alleine feiern? Ihr seid jetzt nun auch nicht mehr die Jüngsten, sollte man da nicht möglichst viel Zeit mit Tochter und Enkelkindern verbringen, damit auch die Enkel viel Erinnerungen an euch haben? Und gerade Weihnachten, da gehört doch die ganze Familie zusammen. Sehr schade, dass ihr da "anders" tickt. Ihr seid als Paar das ganze Jahr über zusammen. Warum also gerade Weihnachten? Ist das zum ersten Mal so gewesen, das du deine Tochter und ihre Kinder zu Weihnachten ausgeschlossen hast? Also, wenn ich zu Weihnachten nicht zu meinen Eltern dürfte, dann könnte ich die andere Zeit auch darauf pfeifen. Habt ihr Weihnachten auch mal bei denen gefeiert? Hat sie euch auch schon mal eingeladen? Wie macht ihr das denn sonst all die Jahre?

Ich konnte in meiner freien Zeit, z.B. wenn ich einen ganzen Monat Urlaub hatte und keine Reise anstand, immer zu meinen Eltern. Ich musste nicht fragen und blieb auch einen Monat. Das war eine Tür, die sich nie schloß. Das ist das besondere am Elternhaus. Man muss nicht erst eingeladen werden. Schade, dass du das anders siehst und es auch nicht geschafft hast mit deiner Tochter eine bessere Beziehung aufzubauen als du sie selbst mit deiner Mutter hattest.
Aus Fehlern lernt man eigentlich. Ich wünsche euch Seelenheil und Frieden.
 
Man sieht also, dass dieses Problem in mehreren Generationen besteht.

Es zu sehen, mag nett sein, aber es nützt nichts. Es darf verändert werden. Man kann und darf sich nicht darauf ausruhen, dass es ja "schon immer" so war. Ich kenne Dein Problem aus eigener Erfahrung, meine Mutter war da auch so drauf (und noch viele andere Dinge). Ich habe es nie weiter gegeben.

Natürlich kann es sein, dass man mal eine Pause braucht, um sich selbst einzukriegen, aber es darf nicht in Schweigen über längere Zeit andauern. Meiner Tochter habe ich das immer wieder erklärt. Ich selbst kenne ja die Schäden, die durch so was entstehen.

Ich selbst würde an Weihnachten nicht so viel festmachen. Genau Weihnachten war es auch bei mir so, dass ich den Kontakt abbrach für ein halbes Jahr, da passierte eben etwas, das das Fass zum Überlaufen brachte. Ein halbes Jahr später war es wieder aufnahmefähiger. Aber wir haben beide die Zeit zum Nachdenken genutzt und heute eben eine neue Basis. Ich freue mich sehr darüber, dass meine Mutter so weit gekommen ist, das bin ich nämlich auch so gar nicht von ihr gewöhnt. Heute sagen wir, wir sehen uns so oft wie es eben geht und so liebevoll wie möglich. Es gibt von ihr keine Erwartungen mehr (Wünsche sind etwas anderes), ich hatte nie welche.

Mit meiner Tochter habe ich ein fantastisches Verhältnis, es passt ganz genau zu uns beiden. Alles inklusive Macken und Fehlern. Sie darf kommen, wann sie möchte und wir wissen beide, wann es für uns genug ist. Wir fahren beide alleine zusammen in den Urlaub, es ist immer toll, aber nicht so oft, sie hat ja auch ihren Freund. Aber egal, darum geht es hier ja nicht.

Wenn Ihr beide wollt, könnt Ihr neu starten. Aber Ihr müsst Euch bewusst machen, an welchen Verletzungen Ihr nagt. Ihr müsst sie nicht mal miteinander besprechen. Aber Ihr solltet wirklich wissen und auch danach handeln - man kann den Anderen nicht verändern. Also nehmt Euch so, wie Ihr eben (geworden) seid, nehmt Euch an und genießt die Zeit, die Ihr habt.

Deine Tochter ist erwachsen. Lass sie los, lass sie ihr Leben leben, wie sie es eben möchte, es muss Dir nicht gefallen. Und DU sorge wirklich selbst gut dafür, dass es Dir (und Deinem Mann) gut geht, das ist das Beste, was für Eure Tochter sein kann. Es ist nicht leicht, aber es spielt auch keine Rolle, wie lange es dauert. Der Weg ist das Ziel. Geht los und Ihr werdet Euch treffen. Vorzugsweise mit Liebe im Herzen und nicht mit Erwartungen. Wie schon gesagt, lass Deine Tür offen und tritt ihre nicht ein.

Übrigens, Du sagst, Du bist süchtig nach Harmonie. Die sehe ich aber so gar nicht. Ich sehe einen Kampf um das, was Ihr Liebe nennt und alles, was Ihr mit dran hängt. Liebe ist aber ein Geschenk, die bekommt man nicht mit emotionaler Erpressung, man kann sie nicht erkaufen, nicht erkämpfen. Sie wird NUR geschenkt und hat keinen Anspruch auf Gegenleistung.

Lieben Gruß, kiablue
 
Hallo, muss jetzt etwas klarstellen. Ich hatte mit der Tochter vereinbart, wenn Probleme entstehen, darüber sofort zu reden. Also Probleme nicht unter Teppich kehren. Wahrscheinlich haben wir es trotzdem gemacht. Habe immer gewartet, dass sie erzählt, wenn sie etwas auf dem Herzen hat. Letztens meinte sie nur: Habe Probleme mit mir selbst. Da wollte ich nicht nachfragen, weil ich merkte, dass sie nicht reden wollte.
 
Ich hatte mit der Tochter vereinbart, wenn Probleme entstehen, darüber sofort zu reden. Also Probleme nicht unter Teppich kehren. Wahrscheinlich haben wir es trotzdem gemacht. Habe immer gewartet, dass sie erzählt, wenn sie etwas auf dem Herzen hat. Letztens meinte sie nur: Habe Probleme mit mir selbst. Da wollte ich nicht nachfragen, weil ich merkte, dass sie nicht reden wollte.

Für mich geht es nicht darum, ob oder was man falsch gemacht hat, Fehler machen alle und erkennen es meist erst später oder nie.

Was Du da jetzt "klarstellen" willst, ist mir jetzt nicht so klar. Wenn man das nicht so vorlebt, wird das nichts. Du hältst Dich zurück, sagst nichts von Dir, erwartest aber, dass sie es tut. Wo soll da das Vertrauen herkommen? Vertrauen ist ein Gefühl. Das wächst nicht, wenn man es mit Menschen zu tun hat, die recht emotionslos sein wollen.
Nachgefragt hätte ICH auf jeden Fall. Das hätte wenigstens Interesse gezeigt. Ich hätte einfach nur gefragt, ob sie mit mir darüber reden möchte oder ob ich etwas tun kann, was sie braucht. Ihr vielleicht was von mir erzählt, wo ich mal ein Problem mit mir hatte, je nachdem, was die Situation so hergibt. Ich würde NIEMANDEM etwas erzählen, der irgendwann mal gesagt hat ich könnte mir jedem Problem zu ihm kommen. Ich brauche keine Worte. Ich brauche Dasein, ich schaue danach, was mir gezeigt wird, wo Taten sind. Worte können nur noch mal bestätigen. Von Worten allein hat keiner Vertrauen und fühlt sich angenommen.

Ich dachte, es geht hier nicht unbedingt um dieses "das hab ich alles für dich gemacht, jetzt mache du, dass es mir wieder gut geht", sondern darum, was können wir tun, damit es uns gut geht. Dafür macht es einfach keinen Sinn nach Schuld und Schuldentlastung zu suchen, sondern nur, nach Lösungen zu suchen. Das scheint bei Dir nicht anzukommen. Wenn DU etwas möchtest, dann musst DU etwas tun und Dich nicht ausruhen auf den Dingen, die Du irgendwann mal gemacht hast. Und wenn für Deine Tochter das Problem groß genug ist, dann muss SIE etwas tun, damit es ihr besser geht. Wenn man nur auf den anderen warten will, dass der doch endlich begreift, dann (so sage ich für mich immer) geht es einem einfach noch gut genug.

Ich gebe Dir gerade nur die Chance, Deinen Blickwinkel zu verändern. Was Du draus machst, das liegt allein bei Dir. Du darfst natürlich auch alles beim Alten belassen. Man ist übrigens nie zu alt, um etwas zu lernen für sich selbst, wenn man möchte.
 
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