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Kontaktabbruch mit der Familie

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Danke für deine Antwort. Das ist ehrlich hart, cor Wie fühlt sich das für dich an? Denkst du nach der langen Zeit immer noch viel dran?
Kommt drauf an, wie es mir gerade geht. Man wird überall daran erinnert, dass Familie wichtig und schön ist. Das ist schon sehr hart. Man will nicht wahrhaben, dass diejenigen, von denen man kommt, so zu einem sind.
Das kann das Herz fast nicht erfassen, auch heute noch nicht. Aber es ist halt "gesünder" für mich. Es ist der Entscheid zwischen einer misslichen und einer misslichen Option.
 
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Kenne ich. Kenne ich. Derjenige der ausbricht ist immer das schwarze Schaf.
Ja das kommt noch dazu. Man kriegt allen Ärger und Frust der "Familie" ab. Ich finde, auch in der Gesellschaft wird nicht verstanden, wie wichtig die Rolle der Menschen ist, die Traumatisches nicht weiterführen. Wieviel Kraft das auch braucht. Wir werden als Opfer angesehen, dabei wären wir im Prinzip verdammt stark und in früheren Kulturen wären wir die "Ärzte" (Heiler, Schamanen) der Gesellschaft gewesen. Genau, weise.
Weise kann nur das Leben und Leiden machen, kein Studium. Ein grosses Problem unserer Gesellschaft.
 
Ab wann wusstet ihr, dass ihr den Kontakt zu eurer Familie abbrechen wollt/werdet? Wie alt wart ihr als ihr es gemacht habt und was war der Auslöser? Wie seid ihr damit umgegangen? Wie habt ihr euer neues Leben gestartet? Habt ihr es über längere Zeit bereut? Wie seid ihr damit umgegangen wenn sich jemand wieder gemeldet hat und nochmal über alles reden wollte/sich entschuldigen wollte?

Hab keinen Kontakt mehr zu meiner Schwester. Ich wusste, es würde irgendwann knallen. Wir mochten uns nie sehr. Sie hat es mir sozusagen abgenommen, als sie eine winzig kleine Kritik mir völlig im Mund verdrehte, dramatisch aufbauschte und theatralisch erklärte: Verlass dieses Haus, wir sind geschiedene Leute.
Ich dachte: Das kam plötzlicher, aber weniger laut und "knallig" als gedacht.
Sagte: okay.- und das war es für mich.

Sie wollte mich zwei Wochen später zu irgendwas einladen. Ich sagte: ich dachte, wir sind geschiedene Leute?
Und es folgte von ihrer Seite eine Tirade an Beleidigungen, warum sie mit mir nichts mehr zu tun haben wolle.
Und dann bat ich sie, die Kontaktaufnahme einzustellen. Was sie nicht tat, woraufhin ich sie überall blockierte.

Das vorletzte, was ich möchte, wenn ich alt bin, mich mit dieser Person abgeben. Das letzte, mich mit meinem Vater abgeben zu müssen.
 
Ja das kommt noch dazu. Man kriegt allen Ärger und Frust der "Familie" ab.
Und nicht nur den. Es findet auch generell meistens eine Opfer/Täter-Umkehr statt, vor allem wenn man sich - wie ich - z. B. von der Mutter distanziert. Ich weiß nicht, wie oft ich von gemeinsamen Bekannten Sätze wie “Das macht man nicht mit einer Mutter„ oder gar „Mach das doch nicht mit deiner lieben Mutti“ gehört habe. Selbst wenn ich ein paar Dinge erzählt habe und dass ich sogar schon mehrfach in Therapie war, alles egal. Ich war die Böse. Bis zuletzt.
 
Wenn ich an die ganzen Psychospiele denke würde ich gleich jetzt abhauen und nie mehr wieder kommen, aber nachdem was ich hier alles gelesen habe scheint es doch am besten zu sein den Kontakt nicht komplett abzubrechen sondern aufs Minimum zu reduzieren.
Auf jeden Fall solltest du definitiv ausziehen. An deiner Stelle würde ich das vorher gar nicht ankündigen, so dass du in Ruhe nach einer Wohnung oder WG suchen kannst. Und dann würde ich da einziehen und es ihnen mitteilen. Gibt es dann ein Riesen Theater, würde ich mich gar nicht auf Diskussionen einlassen sondern tatsächlich auf Abstand gehen. Schau, dass es dir gut geht, du bist sonst niemandem etwas schuldig.
 
Und nicht nur den. Es findet auch generell meistens eine Opfer/Täter-Umkehr statt, vor allem wenn man sich - wie ich - z. B. von der Mutter distanziert. Ich weiß nicht, wie oft ich von gemeinsamen Bekannten Sätze wie “Das macht man nicht mit einer Mutter„ oder gar „Mach das doch nicht mit deiner lieben Mutti“ gehört habe. Selbst wenn ich ein paar Dinge erzählt habe und dass ich sogar schon mehrfach in Therapie war, alles egal. Ich war die Böse. Bis zuletzt.
Das passiert in der Tat sehr, sehr oft. Finde ich auch schlimm. Ja, schlimm was dir gesagt wird bzgl. deiner Mutter. Ich kann das sehr gut nachfühlen.
 
Und nicht nur den. Es findet auch generell meistens eine Opfer/Täter-Umkehr statt, vor allem wenn man sich - wie ich - z. B. von der Mutter distanziert. Ich weiß nicht, wie oft ich von gemeinsamen Bekannten Sätze wie “Das macht man nicht mit einer Mutter„ oder gar „Mach das doch nicht mit deiner lieben Mutti“ gehört habe. Selbst wenn ich ein paar Dinge erzählt habe und dass ich sogar schon mehrfach in Therapie war, alles egal. Ich war die Böse. Bis zuletzt.

"Aber es ist doch dein Papi". 🤮
 
Danke für deine Antwort. Das ist ehrlich hart, cor Wie fühlt sich das für dich an? Denkst du nach der langen Zeit immer noch viel dran?

Ja ich wohne noch Zuhause, mein Bruder und meine Schwester sind bereits vor einigen Jahren ausgezogen, mit einer weiteren Schwester lebe ich hier zusammen mit meiner Mutter.

Bafög erhalte ich auch, ich habe erst vor ein paar Wochen erfahren, dass ich durch Bafög tatsächlich ausziehen kann. Mir wurde nämlich eingeredet, dass das nicht möglich ist und sich das aus finanzieller Sicht nicht lohnt, weil ich dann alles zurück zahlen müsste - was nicht stimmt. Ich lebe auch in einer typischen teureren Studentenstadt und deshalb habe ich mein "Traum" vom ausziehen und dem Kontaktabbruch immer klein gehalten, dachte in einer so teuren Stadt überlebe ich nicht alleine. Es gab Phasen da bin ich abgehauen und habe bei Freunden übernachtet, da ist meine Familie komplett eskaliert, weil sie dann keine Kontrolle mehr über mich hatten. Aus Angst dann trotzdem so in den Krallen meiner Familie zu sein, dachte ich ein Cut mit allen wäre das Beste und schmerzloseste.

Ja ich habe einen Job, davon gebe ich aber viel meiner Familie. Das ist auch irgendwie das was ich meinte, alles was ich bin und tue hängt mit meine Familie zusammen. Meine Mutter ist finanziell abhängig vom Amt und von mir und meinen Geschwistern. Wenn ich von Zuhause weg bin und mich nicht bei meiner Familie melde, fühle ich mich wie ein anderer Mensch viel freier und ich realisiere, dass das Leben gar nicht so schwer ist wie mir das immer eingetrichtert wurde.

Meine Freunde haben mir auch schon mehrfach gesagt, dass sie den Kontakt abbrechen würden/dass sie schon mit 17 abgehauen wären. Deshalb habe ich darüber nachgedacht ob ein kompletter Cut besser wäre für alle Beteiligten. Ich habe nämlich die Befürchtung, wenn ich ausziehe und sie es mitbekommen, dass sie mir das ganze Schlecht reden würden um mich bei sich zu behalten.

Wenn ich an die ganzen Psychospiele denke würde ich gleich jetzt abhauen und nie mehr wieder kommen, aber nachdem was ich hier alles gelesen habe scheint es doch am besten zu sein den Kontakt nicht komplett abzubrechen sondern aufs Minimum zu reduzieren.
Es gibt ja auch wohnheime für Schüler und auszubildende, das ist günstiger. Aber wenn du dich wohler fühlst auserhalb der familie, dann weißt du dich schon, was besser für DICH ist . Deine Bedürfnisse sind gleichwertig bzgl. denen deiner Mutter. Das habe ich leider sehr spät begriffen! Aber das ist entscheidend!!! Wer bis DU? Was willst DU? Drauf kommt es an!!! höre in Dich hinein. Was tut DIR gut????
 
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