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Kontakt zur Mutter besser abbrechen?! Es bricht mir das Herz

  • Starter*in Starter*in Kelly123
  • Datum Start Datum Start
K

Kelly123

Gast
Hallo zusammen,

mein Name ist Kelly, ich bin heute hierher gekommen weil ich dringend euren Rat brauche und Austausch. Es geht um die Beziehung zu meiner Mutter. Und damit ist dann leider auch mein Vater betroffen. Seit meiner Kindheit leide ich unter der Dominanz und den permanenten Manipulationen meiner Mutter.Als Kind dachte ich noch es sei alles normal. Ich kannte es ja nicht anders. Ich liebe meine Mutter, auch wenn ich jetzt vll. Dinge schreibe die anders rüberkommen werden. Es ist nur so das ich das ALLES nicht mehr ertrage und ziemlich krank geworden bin. Meine Mutter hat mich oft gedemüdigt, mich geschlagen und mir gedroht. Auf der anderen Seite konnte Sie dann plötzlich wieder ganz lieb sein und mir etwas schönes kaufen. Aber Liebe geben konnte Sie mir nie.
Vll. auf ihre merkwürdige Art und Weise. Aber damit kann ich nichts anfangen. Mein Vater hat viel gearbeitet und war so gut wie nie zuhause.Später wurde ich dann in der Schule von Mitschülern verprügelt und über Jahre unter Druck gesetzt und schikaniert. Bis ich zusammengebrochen bin, nachdem ich auf der Toilette bis zum Erbechen verprügelt wurde. Ich kam in eine andere Schule und zu einem Psychologen in Behandlung. Es kamen noch viele Dinge die ich hier nicht alle erzählen kann, die mein Leben geprägt haben und mit denen ich bis heute innerlich nicht gut klarkomme. Auch wenn ich zig Therapien hinter mir habe. Heute ist es so das ich an schweren Depressionen und Panikattacken leide und das Haus nur noch in Begleitung verlassen kann. Das ist nun schon 2 Jahre so. Zuvor konnte ich arbeiten und meinen Alltag stemmen, trotz Depression und Angst. Auch in dieser gerade sehr schwierigen Zeit, ist meine Mutter sehr bösartig. Sie sucht den Kontakt eine zeitlang zu mir, das geht dann einige Wochen bis manchmal auch Monate gut und dann dreht Sie wieder völlig durch. Schreit mich an, unterstellt mir Dinge die nicht stimmen und hetzt meinen Vater gegen mich auf. Mein Vater ist jetzt schon älter und setzt sich kaum zur wehr, auch wenn er erkennt das Sie krank ist.Nach aussen hin ist meine Mutter eine freundliche und hilfsbereite Frau. Für fremde Menschen tut sie fast alles.Man könnte meinen zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten. In der Öffentlichkeit musste ich immer so tun als sei alles Inordnung zwischen uns.Sie lachte, scherzte und drückte mich vor anderen Menschen. Schon als Jugendliche fand ich das sehr befremdlich.Vor vielen Jahren bei einem Klinikaufenthalt wurde mir in einer meiner Therapiegespräche gesagt das meine Mutter wohl eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben könnte und ich den Kontakt zu ihr so gut es geht meiden sollte. Später wurde mir dann erneut von Ärzten und Therapeuten geraten den Kontakt ganz abzubrechen. Das habe ich nie geschafft. Immer nur ca. ein halbes Jahr, dreiv.Jahr.. Durch meine eigene Erkrankung muss ich nun bald wieder in eine Klinik.Ich möchte wieder alleine rausgehen und wieder selbständig werden. So wie es früher einmal war.Nun war ich vor ein paar Tagen bei meinen Eltern ( es ging mal wieder ein paar Monate gut) und dann kam wieder das volle Programm meiner Mutter. Aus einer Unterhaltung heraus, mit meinem Vater, der mir anbot ab und zu mit mir rauszugehen, drehte Sie völlig durch. Sie sprang auf, schrie mich an, drohte mir und sagte mir nach längerem Streit ich solle jetzt sofort gehen. Mein Vater könne das nicht whoppen und Sie würde mit meiner Krankheit nicht klarkommen und schon gar nicht mit mir spazieren gehen können. Man sieht mir meine Erkrankung nicht an und ich mache auch nichts schlimmes, wollte ich nur kurz dazu sagen.Ich habe halt diese Panikattacken. Es ging hier nur um einen Spaziergang ab und zu, da ich das Haus ja nicht mehr alleine verlassen kann. Meine Eltern sind nie wirklich da für mich. Nur wenn es meiner Mutter alle paar Monate einfällt, werde ich abgeholt und dann hat Sie meist etwas gutes gekocht, irgendein kleines Geschenk für mich und ihr Schauspiel beginnt.Leider muss ich das so sagen.
Als dieser Streit vor ein paar Tagen im Hause meiner Eltern gewesen ist, habe ich plötzlich angefangen immer mehr zittern und merkte wie ich starke Schweissausbrüche bekam und mich fast erbrechen musste. Dann habe ich gesagt das ich sofort nachhause möchte, da ich gespürt habe das ich gleich wieder Herzrasen oder eine schlimme Panikattacke bekomme.
Mein Vater fuhr mich dann kurze Zeit danach auch nachhause. Zuvor habe ich mich lautstark zur Wehr gesetzt, aber es wurde dadurch immer schlimmer. Sie drehte die Augen raus und drohte mir, rannte durch die Gegend und schrie wie eine Verrückte. Mein Vater ging dann wie meistens, mich an, das ich sofort damit aufhören solle. Womit nur :-(. Meine Mutter nimmt er meist in schutz.
Ich habe zum Glück einen Partner der mir zur Seite steht. Doch seit diesem letzten Streit, der mich ganz tief verletzt hat (kam mir vor wie eine Aussätzige mit der man nicht gesehen werden will), habe ich erkannt das es so nicht mehr weitergehen kann. Diese on und off Beziehung belastet mich so sehr. Und ich muss doch wieder stabiler werden. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wenn ich den Kontakt ganz abbrechen werde, hängt auch mein Vater dran und ich darf ihn eh nur sehen wenn Sie es erlaubt. Also ab jetzt wieder gar nicht. Das bricht mir das Herz. Ich habe in den letzten Jahren ganz plötzlich geliebte Menschen verloren. Ich wünsche mir doch nur eines! Harmonie und Frieden in der Familie. Es ist mein allergrößter Wunsch. Andere Menschen wären dankbar wenn Sie Vater und Mutter noch hätten, oder ihre Kinder, die viel zu früh gehen mussten. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen wie man eine Familie so zerstören kann. Wer weiß schon wieviel Zeit einem noch füreinander bleibt :-(.
Ich könnte noch mehr dazu schreiben und genaueres erklären,aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ich hoffe ich habe alles verständlich beschrieben.
Für einen guten Austausch hier im Forum wäre ich sehr dankbar. Vll. liest das hier jemand der ähnliche durchgemacht hat, jemand der in derselben Lage ist oder einfach nur weiß wie man dieses Problem lösen kann.
Ich komme mir ehrlich gesagt ziemlich hilflos vor.

Danke fürs Lesen
Kelly
 
Liebe Kelly,

das ist eine traurige Familienbeziehung, die Du beschreibst. Tut mir echt leid für Dich.

Bei der Schilderung Deiner Mutter kam mir der Gedanke, dass Deine Mutter Dich für etwas leiden lässt und bestraft, was mit ihrer eigenen Situation, mit ihrer eigenen Schuld und evt. mit einer bösartigen Einstellung zu tun haben könnte. Perfide wäre es, wenn es ihr bewusst ist...
Dass es ihr bewusst ist, dafür spricht, dass sie nach aussen den Schein der heilen Familie abgeben möchte. Bei einem Gespräch würde sie vermutlich Dich für die gestörte Familienbeziehung verantwortlich machen. Typisch!

Sollte ich richtig vermuten, wirst Du durch sie zerstört, als ob Deine Mutter dadurch das Böse, was in ihr lebt, zerstören könnte. Dein Vater scheint unter ihrer Dominanz ebenfalls zu leiden, befindet sich aber bereits zu sehr in ihrem Machtbereich, dass er ohne sie - alleine mit Dir den Kontakt nicht halten kann. Schade, dann ist es so!

Fakten, die Du nicht ändern kannst, sind zu akzeptieren.
Bei den von Dir geschilderten Umständen scheint es erforderlich, dass Du die on-off-Beziehung zu Deiner Mutter einfrierst. Distanz halten, jegliche Kontakte vermeiden, scheint mir unumgänglich.

Sollte ich oben richtig vermuten, dann heißt die Ursache aller Deiner Störungen "Deine Mutter". Du bist an nichts schuld. Du bist einfach nur liebenswert. 🙂

LG; Nordrheiner
 
Hast du mal gefragt warum sie dich so behandelt? Es ist immer schwer bei den Eltern den Kontakt ganz abzubrechen.
Aber ich Frage mich, was deine Mutter dazu sagen würde, wenn du es ihr einfach sagen tust, wenn sie nicht damit aufhört? So als konsequent für ihr "Spiel"?
Auch würde ich sie geradeaus direkt fragen warum sie das macht und von ihr eine für dich ehrliche Antwort verlangen.
" Wieder-gut-machungs" Geschenke würde ich auch keine mehr annehmen, damit sie einfach merkt dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist und nicht akzeptabel ist. Dies ist kein Spiel.
 
Lieber Gast,
Deine Frage ist verständlich.

Nach meiner Erfahrung lauten Antworten in etwa so:
"ich liebe mein Kind. Mit aller Liebe habe ich es groß gezogen und ihm immer alles gegeben. Es hatte sogar ein toll eingerichtetes Zimmer. Ich tue immer nur das Beste für mein Kind. Mein Kind ist schuld."

Nein, unsere Gast-Schreiberin Kelly sollte die Mutter nicht fragen. Das führt nur zu einer negativ verlaufenden Konfrontation. Bösartige Narzissten sind nie einsichtig ...

LG, Nordrheiner
 
Lieber Nordrheiner,

ich sitze gerade vor meinem Laptop und lese ihre Zeilen, immer und immer wieder. Noch nie hat ein Mensch das Ganze so gut verstanden und eingeordnet wie Sie. Ich bin froh das ich mich hier geöffnet habe. Ich fühle mich verstanden und es macht mich zugleich traurig das auch ein aussenstehender Mensch das Ganze so einordnet. Manchmal dachte ich, das ich böse bin wenn ich so etwas über meine Mutter denke. Ihr ist es bewusst was Sie tut, daran glaube ich fest. Denn Sie kann sofort anders sein, wenn fremde Menschen um uns sind.
Lieber Nordrheiner, ich habe so oft gefragt WARUM Mutti und habe ihr auch sehr oft gesagt das ich Sie liebe und mir der Zusammenhalt fehlt. Ihr fehlt mir ( Vater und Mutter). Aber auch wenn ich immer wieder versuche Neu mit ihr zu beginnen, es endet jedesmal in diesem Chaos und diesem WAHNSINN.Ich kann einfach nicht mehr. Aber in mir bricht gerade auch irgendwo eine Welt zusammen, denn alle Hoffnung das sich je etwas ändern wird schwindet in mir. Ich habe immer versucht zu verdrängen oder mir eingeredet es wird sicher alles besser werden wenn Sie erkennt das ich nur das Gute für unsere Familie möchte ( ich glaube ich tue es sogar heute noch).Das kann ich besonders gut, mir Dinge schön reden.

Und es ist wahr, Sie hat mir tatsächlich gesagt das ich an vielem schuld sei ,weil ich ja z.B. meinen Therapeuten von ihr erzählen musste und ich Sie ja bei meinem Partner auch schlecht reden würde.Das stimmt überhaupt nicht. Ich habe mir nur Hilfe gesucht weil ich damit nicht mehr zurecht gekommen bin.
Und das Sie sich eine Tochter gewünscht hätte die normal ist. (was immer in ihren Augen "normal" ist :-( ...) Ich hätte längst ein Kind haben können und einen anständigen Partner.Sie mag meinen Lebensgefährten überhaupt nicht und wollte immer das ich mir gut betuchte Männer an Land ziehe. Als ich dies tatsächlich in meinem jugendlichen Leichtsinn einmal tat ( nur um ihr zu gefallen) fühlte ich mich sogar eine zeitlang geliebt von ihr. Zumindest war Sie nicht mehr so bösartig. Als ich diesen jungen Mann damals aber nicht mehr wollte, weil er viel Alkohol trank und gemein zu mir wurde und ich dann Schluss gemacht hatte, war ich von jetzt auf gleich wieder das undankbare Kind das nie etwas auf die Reihe bekommt.

Was Sie über meinen Vater schreiben ist auch so. Er sieht es auch ein und weiß um ihre Erkrankung. Aber er sagt er schafft es einfach nicht sich zu lösen und er will einfach nur noch seine letzten Jahre iwie rumkriegen. Wie sich das für mich anhört kann ich gar nicht beschreiben. Das tut mir unendlich weh. Ich liebe meinen Vati ganz sehr und ich vermisse ihn jeden Tag.

Wenn ich Ihren Rat so höre, dann geht es in die Richtung die ich in mir innerlich lange Zeit weggesperrt habe und ungern zulasse. Den Kontaktabbruch.
Das habe ich bis heute nie über Herz gebracht, weil es meine Eltern sind und es vor Gott auch nicht richtig ist. Ich glaube an Gott, wie ich in ihren Zitaten lesen kann ( wenn ich das richtig einordne, sind Sie auch gläubig, oder?).
Ich bin hin und hergerissen. Innerlich zerrissen. Einerseits will ich nicht dabei draufgehn und andererseits komme ich mir total mies vor wenn ich nur daran denke das Ganze durchzuziehen.Ich wünschte Sie würde erkennen das Sie krank ist und sich Hilfe suchen. Aber Sie sagt es ja immer und immer wieder : "Mir fehlt nichts, bei euch stimmt etwas nicht und wir würden ihr weh tun"!

Zu akzeptieren das ich meinem Vati nicht mehr sehen kann ist das Schlimmste für mich.

Sie wird die nächste Zeit ganz sicher wieder anrufen und mir Geschenke anbieten, etwas kochen wollen für mich.
Das muss ich dann dieses mal wohl ganz ablehnen. Wenn Sie sagt ich sei unversöhnlich obwohl Sie anruft, tja was soll ich dann sagen? Sie wirft mir dann wieder vor, Gott will Versöhnung und ich verweigere diese Versöhnung ja quasi.

Entschuldigung wenn alles etwas durcheinander ankommt, aber in mir ist ein Chaos und ich wünschte ich würde morgen einfach aufwachen und alles wäre gut.
Ich will das alles nicht :-(

Danke für eure Hilfe und ich freue ich auf eure Antworten.

Lg Kelly
 
Liebe TE,

es ist traurig und tragisch, dass Du solche Erfahrungen mit Deiner Familie machten musstest/musst, aber Du wirst weder Deine Mutter, noch Deinen Vater und deren Verhalten ändern können.

Hoffentlich ist Dir diesmal wirklich bewusst geworden, dass es tatsächlich das Beste für Dich ist, wenn Du den Kontakt zu Deiner Mutter abbrichst. So, wie Du es schilderst, scheint Deine Mutter (auch) krank zu sein, nur mit dem Unterschied, dass sie nicht die Einsicht hat, das selbst zu erkennen und wenn, sich Hilfe zu holen. Tragisch finde ich, dass Dein Vater sich offensichtlich mit der Situation abgefunden hat und unter der Fuchtel Deiner Mutter steht.

Aber noch einmal: An Ihnen wirst Du nichts ändern können!

Sicher ist es hart und schwer, aber schaue jetzt lieber auf Dich und Deine Zukunft und sorge dafür, dass Du wieder ein "normales" Leben führen kannst. Diese Besuche/Kontakte werfen Dich doch immer wieder nur zurück, so dass Du wieder von vorne anfangen musst.

Erst, wenn DU wieder gestärkt bist, wenn DEIN Leben wieder in Ordnung ist, kannst Du vielleicht irgendwann wieder den Kontakt aufnehmen, aber dann auf ein Minimum reduziert und vielleicht besser nur telefonisch, so dass Du Dich einer negativen Situation sofort wieder entziehen kannst. Aber dazu müsstest Du dann wirklich gestärkt sein, um nicht wieder zurückgeworfen zu werden.

Daher halte ich im Moment einen Kontaktabbruch für das Sinnvollste, auch, wenn es weh tut.

Jemand sagte einmal zu mir: "Deine Freunde kannst Du Dir aussuchen, Deine Familie nicht."

Und genau so ist es... 😉 Sorge gut für Dich und halte die Dinge/Menschen fern, die Dir nicht gut tun.
 
Ich habe mich jetzt gerade offiziell im Forum registriert, aber kann auf einmal nicht mehr auf eure Beiträge antworten. Ich konnte nur "danke"anklicken. Was ist das?
Ich bin etwas verwirrt.
Jetzt habe ich mich wieder abgemeldet und versuche es noch einmal über die "Gast" Funktion. ( Kelly1234)

Kimi Onawa, sehr gerne können Sie mir eine PN schicken. Ich hoffe das es funktioniert, da ich ja ganz neu im Forum bin.
Duzt man sich hier im Forum eigentlich, oder?

Kimi Onawa ich denke auch das es wohl erst einmal das Beste sein wird den Kontakt abzubrechen bis ich wieder stabiler bin (obwohl das alles andere ist, als ein Wunsch in mir) .Ich hoffe zumindest sehr das es mir wieder besser gehen wird und ich dann eine neue Basis schaffen kann und das es mir dann nicht mehr so weh tut und ich eine gewisse innere Distanz zu meiner Mutter bekomme. Das hört sich alles so fremd an was ich gerade schreibe.

Ich habe gerade nur noch wenig Spannkraft und merke das ich unkonzentriert werde. Ich melde mich dann besser morgen wieder. Danke das ihr da seid!!!!!!
 
Zu akzeptieren das ich meinem Vati nicht mehr sehen kann ist das Schlimmste für mich.

Sie wird die nächste Zeit ganz sicher wieder anrufen und mir Geschenke anbieten, etwas kochen wollen für mich.
Das muss ich dann dieses mal wohl ganz ablehnen. Wenn Sie sagt ich sei unversöhnlich obwohl Sie anruft, tja was soll ich dann sagen? Sie wirft mir dann wieder vor, Gott will Versöhnung und ich verweigere diese Versöhnung ja quasi.

Lg Kelly

Liebe Kelly,

natürlich will Gott Versöhnung. Versöhnung geschieht nicht durch Geschenke, sondern durch Einsicht in eigene Schuld, durch Bereuen und Bekennen der Schuld. Fehlt dieser Prozess, ist auch echte Versöhnung nicht möglich. Daher brauchst Du keine Schuldgefühle haben, wenn Du Geschenke etc. anstelle von echtem Bereuen ablehnst.

Ich kenne Deine Mutter nicht und kann deshalb nicht wirklich genau sagen, was mit ihr los ist. Es ist nur so, dass bösartige Narzissten sich ihres schuldhaften Handelns bewusst sind und 1) alle Schuld bei anderen sehen 2) Schwächere gerne dominieren und zum Sündenbock machen 3) so gut wie niemals zu einer Therapie gehen, weil sie nicht wollen, dass ihr Inneres sichtbar wird und 4) nach außen gut dastehen wollen, um den Schein des Anständigen zu wahren. Ich nenne solche Personen böse. Vielleicht ist "böse" eine Krankheit, eine Krankheit des Charakters.

Deshalb sind auch schwache Familienmitglieder (vor allem Kinder, aber auch der Partner) ihre Opfer.

Ich weiß nicht genau, ob das Vorgenannte alles zutrifft - oder ob Deine Mutter "nur" z.B. eine ernste krankhafte Persönlichkeitsstörung hat. Im Ergebnis - was die Beziehung zu Dir betrifft - kommt es auf das Selbe hinaus. Ein gesunder Kontakt ist nicht möglich. Trennung erscheint mir sehr wichtig für Dich zu sein. Evt. solltest Du die Tel-Nr. ändern, damit Du möglichst keine Anrufe mehr von ihr erhältst.

Was Deinen Vater betrifft, so ist er wohl ein weiteres Opfer Deiner Mutter. Da wirst Du wenig ausrichten können. Leider.

LG, Nordrheiner

PS. Wenn Du Dich hier angemeldet hast, dauert es 5 weitere Beiträge von Dir, bis Du zu einem "normalen" User wirst. Hab Geduld. Aber dann erhältst Du auch die Möglichkeit, Privatnachrichten (PNs) direkt zu erhalten und zu versenden.
 
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Hallo zusammen,

mein Name ist Kelly, ich bin heute hierher gekommen weil ich dringend euren Rat brauche und Austausch. Es geht um die Beziehung zu meiner Mutter. Und damit ist dann leider auch mein Vater betroffen. Seit meiner Kindheit leide ich unter der Dominanz und den permanenten Manipulationen meiner Mutter.Als Kind dachte ich noch es sei alles normal. Ich kannte es ja nicht anders. Ich liebe meine Mutter, auch wenn ich jetzt vll. Dinge schreibe die anders rüberkommen werden. Es ist nur so das ich das ALLES nicht mehr ertrage und ziemlich krank geworden bin. Meine Mutter hat mich oft gedemüdigt, mich geschlagen und mir gedroht. Auf der anderen Seite konnte Sie dann plötzlich wieder ganz lieb sein und mir etwas schönes kaufen. Aber Liebe geben konnte Sie mir nie.
Vll. auf ihre merkwürdige Art und Weise. Aber damit kann ich nichts anfangen. Mein Vater hat viel gearbeitet und war so gut wie nie zuhause.Später wurde ich dann in der Schule von Mitschülern verprügelt und über Jahre unter Druck gesetzt und schikaniert. Bis ich zusammengebrochen bin, nachdem ich auf der Toilette bis zum Erbechen verprügelt wurde. Ich kam in eine andere Schule und zu einem Psychologen in Behandlung. Es kamen noch viele Dinge die ich hier nicht alle erzählen kann, die mein Leben geprägt haben und mit denen ich bis heute innerlich nicht gut klarkomme. Auch wenn ich zig Therapien hinter mir habe. Heute ist es so das ich an schweren Depressionen und Panikattacken leide und das Haus nur noch in Begleitung verlassen kann. Das ist nun schon 2 Jahre so. Zuvor konnte ich arbeiten und meinen Alltag stemmen, trotz Depression und Angst. Auch in dieser gerade sehr schwierigen Zeit, ist meine Mutter sehr bösartig. Sie sucht den Kontakt eine zeitlang zu mir, das geht dann einige Wochen bis manchmal auch Monate gut und dann dreht Sie wieder völlig durch. Schreit mich an, unterstellt mir Dinge die nicht stimmen und hetzt meinen Vater gegen mich auf. Mein Vater ist jetzt schon älter und setzt sich kaum zur wehr, auch wenn er erkennt das Sie krank ist.Nach aussen hin ist meine Mutter eine freundliche und hilfsbereite Frau. Für fremde Menschen tut sie fast alles.Man könnte meinen zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten. In der Öffentlichkeit musste ich immer so tun als sei alles Inordnung zwischen uns.Sie lachte, scherzte und drückte mich vor anderen Menschen. Schon als Jugendliche fand ich das sehr befremdlich.Vor vielen Jahren bei einem Klinikaufenthalt wurde mir in einer meiner Therapiegespräche gesagt das meine Mutter wohl eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben könnte und ich den Kontakt zu ihr so gut es geht meiden sollte. Später wurde mir dann erneut von Ärzten und Therapeuten geraten den Kontakt ganz abzubrechen. Das habe ich nie geschafft. Immer nur ca. ein halbes Jahr, dreiv.Jahr.. Durch meine eigene Erkrankung muss ich nun bald wieder in eine Klinik.Ich möchte wieder alleine rausgehen und wieder selbständig werden. So wie es früher einmal war.Nun war ich vor ein paar Tagen bei meinen Eltern ( es ging mal wieder ein paar Monate gut) und dann kam wieder das volle Programm meiner Mutter. Aus einer Unterhaltung heraus, mit meinem Vater, der mir anbot ab und zu mit mir rauszugehen, drehte Sie völlig durch. Sie sprang auf, schrie mich an, drohte mir und sagte mir nach längerem Streit ich solle jetzt sofort gehen. Mein Vater könne das nicht whoppen und Sie würde mit meiner Krankheit nicht klarkommen und schon gar nicht mit mir spazieren gehen können. Man sieht mir meine Erkrankung nicht an und ich mache auch nichts schlimmes, wollte ich nur kurz dazu sagen.Ich habe halt diese Panikattacken. Es ging hier nur um einen Spaziergang ab und zu, da ich das Haus ja nicht mehr alleine verlassen kann. Meine Eltern sind nie wirklich da für mich. Nur wenn es meiner Mutter alle paar Monate einfällt, werde ich abgeholt und dann hat Sie meist etwas gutes gekocht, irgendein kleines Geschenk für mich und ihr Schauspiel beginnt.Leider muss ich das so sagen.
Als dieser Streit vor ein paar Tagen im Hause meiner Eltern gewesen ist, habe ich plötzlich angefangen immer mehr zittern und merkte wie ich starke Schweissausbrüche bekam und mich fast erbrechen musste. Dann habe ich gesagt das ich sofort nachhause möchte, da ich gespürt habe das ich gleich wieder Herzrasen oder eine schlimme Panikattacke bekomme.
Mein Vater fuhr mich dann kurze Zeit danach auch nachhause. Zuvor habe ich mich lautstark zur Wehr gesetzt, aber es wurde dadurch immer schlimmer. Sie drehte die Augen raus und drohte mir, rannte durch die Gegend und schrie wie eine Verrückte. Mein Vater ging dann wie meistens, mich an, das ich sofort damit aufhören solle. Womit nur :-(. Meine Mutter nimmt er meist in schutz.
Ich habe zum Glück einen Partner der mir zur Seite steht. Doch seit diesem letzten Streit, der mich ganz tief verletzt hat (kam mir vor wie eine Aussätzige mit der man nicht gesehen werden will), habe ich erkannt das es so nicht mehr weitergehen kann. Diese on und off Beziehung belastet mich so sehr. Und ich muss doch wieder stabiler werden. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wenn ich den Kontakt ganz abbrechen werde, hängt auch mein Vater dran und ich darf ihn eh nur sehen wenn Sie es erlaubt. Also ab jetzt wieder gar nicht. Das bricht mir das Herz. Ich habe in den letzten Jahren ganz plötzlich geliebte Menschen verloren. Ich wünsche mir doch nur eines! Harmonie und Frieden in der Familie. Es ist mein allergrößter Wunsch. Andere Menschen wären dankbar wenn Sie Vater und Mutter noch hätten, oder ihre Kinder, die viel zu früh gehen mussten. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen wie man eine Familie so zerstören kann. Wer weiß schon wieviel Zeit einem noch füreinander bleibt :-(.
Ich könnte noch mehr dazu schreiben und genaueres erklären,aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ich hoffe ich habe alles verständlich beschrieben.
Für einen guten Austausch hier im Forum wäre ich sehr dankbar. Vll. liest das hier jemand der ähnliche durchgemacht hat, jemand der in derselben Lage ist oder einfach nur weiß wie man dieses Problem lösen kann.
Ich komme mir ehrlich gesagt ziemlich hilflos vor.

Danke fürs Lesen
Kelly
Hallo Kelly,
ich habe es ähnlich wie Du erlebt. Was Therapeuten raten ist nicht immer "ratsam"- abgesehen davon dass ein guter Therapeut nicht "raten" darf. Letztlich habe ich es wie Du gemacht. Meine Mutter ist dann als ich innerlich so weit war das ich plötzlich keinen Kontakt mehr wollte krank geworden und musste sich im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer eigenen Sch... Beschäftigen..
Meine Verlustangst durch ihr Alter hält mich einerseits bei ihr andererseits auch der Gedanke das wir alle nicht perfekt sind und kein Kontakt nicht dazu führt weniger belastet zu sein wie man denkt.
Es ist wichtig das du dich behauptest mit Hilfe eines Therapeuten in deinen Möglichkeiten. Es bringt nichts einen von beiden umzustimmen. Du hast sie im Doppelpack oder gar nicht. Deine Mutter ist eifersüchtig. Dein Vater zu schwach bzw will keine Keifalte und Liebesentzug.bei mir spielt noch wunderbar rein das ich nicht die leiblichevTochter meiner Mutter bin. Das würde dann wunderbar ausgespielt. Leider hat mein Vater keine Strllung bezogen all die Jahre. Im Gegenteil wurde mir dann Eifersucht unterstellt. Das kann schon Ohnmächtig machen solche Verdrehungrn und Umkehrungen. Der Vater muss Farbe bekennen aber leider scheint das bei uns nicht der Fdll zu sein.
Jeder Du und ich hat das Grundrecht auf seine Position in der Familie. Wenn einer bedürftiger als der andere ist darf er das nicht so einfordern das ist wirklich schändlich.
Was dir bleibt ist die Grösse darüber zu stehen und den Kontakt tatsächlich zu dosieren. Ich kenne diese schönen intensiven Phasen mit der Hofgnung alles wird gut.
Ja , es wird besser wenn du dich ruhig und sachlich in den Kontakten verhältst und sie gegen die Wand läuft mit ihrer Niedertracht. Lies das vielgelobte Buch "Masken der Niedertracht" wenn es dir schlecht geht und mach dann was Schönes wo du deine Wut rauslassen kannst. Ich empfehle dir auch das Buch "Umgang mit Narzissten
LG
 

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