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Kontakt zu meinem einzigen Bruder abbrechen?!

Er ist auf das Geld vom Haus nicht angewiesen, hat so bereits ein ordentliches Bankvermögen und eben ein riesiges, monatliches Gehalt. Aber die Summe für den Hausbau eines nicht bescheidenen Hauses in einer teuren Großstadt wie der in der er jetzt mit seiner Freundin lebt, würden dennoch ein Bankdarlehen für die beiden erfordern. Zumal beide eher nicht ihre ganzen Rücklagen nur in das neue Haus stecken wollen würden, sonden lieber weiterhin was auf der hohen Kante haben wollen. Beide haben sich z.B. grade teure Neuwagen gekauft, - mal wieder. Dsa heißt meinem Bruder wäre das Geld aus dem Verkauf des Hauses unseres Vaters schon recht lieb um es in seinen eigenen Hausbau stecken zu können. Und seiner Freundin würde es somit auch einen ordentlichen Vorteil verschaffen.

Er BRAUCHT das Geld aus dem Hausverkauf aber nicht unbedingt und nicht dringend. Die monatlichen Kosten die momentan immer noch fürs Haus anfallen und die wir exakt 50/50 teilen jucken ihn nicht, mir dagegen brechen sie das Genick. Ich war ja eigentlich nur Studentin bis mein Vater so plötzlich starb. Dann war ich aber psychisch erstmal gar nicht in der Lage sofort danach wieder in die Uni zu gehen, habe also Urlaubssemester genommen. Und dennoch konnte ich mir keine Auszeit gönnen um psychisch zu heilen, sondern arbeite seit her durchgehend um mich über Wasser halten und meinen Lebensunterhalt noch irgendwie tragen zu können. Mein Job ist aber nur freiberuflich, dh. ich bin nicht abgesichert. Als ich dann ganz zusammenbrach un zwei Monate in die Klinik gehen musste hatte ich aso währenddessen null Einkommen, bei komplett weiter laufenden Kosten für meine Wohnung, für unser Haus, für Krankenversicherung etc. Mein Bruder schwimmt im Geld, aber glaube nicht, dass er mir zumindest da auch nur einen einzigen Cent der Kosten abgenommen hätte um mir zu helfen... Jetzt weiter zu studieren könnte ich mir finanziell gar nicht mehr leisten. Mein Leben ist also ruiniert. Ich arbeite, kümmere mich um unser Haus etc... und versuche irgendwie den Kopf über Wasser zu halten. Es ist also echt nicht so, dass ich nicht auf eigenen Füßen stehen und mich nicht allein durchbeissen würde. Aber wenigstens ab und an mal ein bisschen Rückhalt und Nettigkeit von Familie zu spüren fehlt mir einfach so sehr. Das ist hart.
 
bei komplett weiter laufenden Kosten für meine Wohnung, für unser Haus
Ich meine, ein leerstehendes Haus kann doch nicht viele (geteiltwerdenmüssende!!!) Kosten verursachen. Wenn ich recht in der Annahme gehe, hast Du Deine Wohnung woanders?

Da würde ich diese unbedingt aufgeben und in das Haus einziehen. Wenn er plötzlich Anstalten machte (freundingetrieben?) plötzlich jetzt auf gleich verkaufen zu wollen, dann kannst Du ja die gleiche Strategie anwenden und uninteressiert 😎 Wäsche aufhängen... Der Verkauf hängt ja auch von Deiner Zustimmung ab.
 
Hi Kannja,

ich denke, ihr / du solltest zusehen, das Haus so schnell wie möglich los zu werden. Denn dann gibt es zwischen deinem Bruder und dir nicht mehr diese Aufgabenteilung, die immer wieder zu Streit und Unmut führt.

Hast du dich schon einmal anwaltlich beraten lassen? So wie ich deine Beiträge lese sollte es dir möglich sein, beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein zu bekommen.

Was dein Bruder da mit dir macht ist nicht lustig. Aus der Nummer kommt ihr beide aber erst raus, wenn das Haus verkauft ist.

Alles Gute
Sisandra
 
Ich meine, ein leerstehendes Haus kann doch nicht viele (geteiltwerdenmüssende!!!) Kosten verursachen. Wenn ich recht in der Annahme gehe, hast Du Deine Wohnung woanders?

Da würde ich diese unbedingt aufgeben und in das Haus einziehen. Wenn er plötzlich Anstalten machte (freundingetrieben?) plötzlich jetzt auf gleich verkaufen zu wollen, dann kannst Du ja die gleiche Strategie anwenden und uninteressiert 😎 Wäsche aufhängen... Der Verkauf hängt ja auch von Deiner Zustimmung ab.

Da irrst Du Dich leider.... 1. Damit es nicht feucht im Haus wird, muss man permanent heizen, auch wenn niemand darin wohnt. 2. alle Steuern und Gebühren an den Staat fallen weiterhin an, - auch nicht unerheblich. 3. Versicherungen fürs Haus kann man auch keinesfalls kündigen. 4. Auch Wasser und Strom (wir haben um Einbruch vorzubeugen z.B. Bewegungsmelder und es muss ja Licht etc. geben damit das Haus überhaupt betreten und gereinigt werden kann etc.) kann man nicht einfach abstellen... vor allem nicht wenn man einen riesigen Garten in ordentlichem Zustand halten muss. Das Haus soll ja schließlich verkauft werden - lässt man es verwahrlosen ist das nicht mehr möglich.

5. Auf unserem Haus liegt noch eine ganz schön hohe Hypothek - auch die will weiterhin monatlich samt Zinsen abbezahlt werden.

Alles in allem macht das monatlich beachtliche Kosten für dieses Haus aus...

Würde ich das Haus selbst bewohnen wollen, müsste ich dafür meine in dieser Stadt schwer zu findende und günstige Wohnung aufgeben - zu einem für mich monatlich erschwinglichen Mietpreis fände ich eine vergleichbare kaum wieder. Und ich müsste ganz allein, ohne Hilfe, noch einen Umzug bewerkstelligen. Das obwohl es mir seelisch/psychisch momentan eh so schlecht geht, dass ich mich so schon kaum noch über Wasser halten kann. Da aber nun das Haus unseres Vaters zum Verkauf steht, könnte es gut sein, dass ich dann dort nach kurzer Zeit schon wieder raus müsste... macht also keinen Sinn. Das Haus widerum stattdessen dauerhaft bewohnen kann ich nicht, da ich dann meinen Bruder mit 50 Prozent des vollen Gutachtenwertes (der WEIT höher als der derzeitige Marktwert ist!!!) auszahlen müsste... er würde auf keinen Cent davon verzichten. Und dann als alleinstehende Frau dieses große, alte Haus (da ist ja auch ständig was zu reparieren etc) mit riesem Garten weiter bewirtschaften - was ich mir alles finanziell nichtmal annähernd leisten könnte und was ansonsten wohl auch nicht wirklich sinnvoll wäre. Zudem ist mein Vater unter sehr traumatischen Umständen in diesem Haus gestorben und es ist recht einsam gelegen, auch weit weg von meinem Arbeitsplatz oder Freunden... Ich glaube also kaum, dass es empfehlenswert wäre für jemanden der eh schon unter Depressionen und Einsamkeit leidet genau dort allein einzuziehen...

Wie dem auch sei... das mit dem Haus ist eine zusätzliche Belastung, aber bei weitem nicht der Kernpunkt für mich. Mein Bruder und ich standen uns eigentlich nah, ich hab ihn immer sehr geliebt - nicht als Klammeraffe oder mit kompletter Stützung auf ihn (dazu leben wir ja auch schon seit ewigen Zeiten viel zu weit auseinander), sondern so wie es sicher unter den meisten Geschwistern nur normal ist. Und da wir ansonsten eh schon keine Mutter hatten, keine Großeltern oder nahestehende sonstige Verwante und zudem eben auch noch unseren sehr geliebten Vater so plötzlich und früh verloren haben, ist mein Bruder nun der mr emotional nahestehendste Mensch. Ein kompletter Wegbruch dessen, das auch noch zu all dem was sonst in meinem Leben weggebrochen ist, nimmt mir einfach alles was ich noch an Rückhalt oder Eingebundenheit hatte... Ein Bruder ist ja nicht wie irgendein Freund den man einfach mal ebenso abschreiben kann. Sondern es verletzt und belastet mich unglaublich was da seinerseits gerade abläuft... Das heißt nicht, dass ich es nicht akzeptiere oder ihn nun ständig klammernd behellige, - ich lasse ihn ja und kann nichts weiter tun als das hinzunehmen und kann nicht einmal etwas sagen (wie zuvor ja bereits erklärt). Sondern es reisst mir schlichtweg das Herz heraus was da grade abläuft und ich stehe der Situation völlig ratlos und verzweifelt gegenüber. Deshalb habe ich mich hier an Euch gewand... weil ich nicht mehr kann und nicht mehr weiter weiß. Doch um die Frage des Hauses ging es mir nicht wirklich primär. Das ist nur etwas was eben hinzu kommt und auch verdeutlicht wie mein Bruder sich momentan verhält.
 
Hi Kannja,

ich denke, ihr / du solltest zusehen, das Haus so schnell wie möglich los zu werden. Denn dann gibt es zwischen deinem Bruder und dir nicht mehr diese Aufgabenteilung, die immer wieder zu Streit und Unmut führt.

Hast du dich schon einmal anwaltlich beraten lassen? So wie ich deine Beiträge lese sollte es dir möglich sein, beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein zu bekommen.

Was dein Bruder da mit dir macht ist nicht lustig. Aus der Nummer kommt ihr beide aber erst raus, wenn das Haus verkauft ist.

Alles Gute
Sisandra

Hallo Sisandra!

Danke Dir für Deinen Rat. Also ich wollte ja eigentlich - gerade weil mir das Verhältnis zu meinem Bruder so am Herzen liegt - niemals auf einen Rechtsstreit mit ihm hinaus, sondern hatte immer gehofft wir könnten alles im Guten, fair und gleichberechtigt zwischen uns regeln. Kennst Du das nicht auch, dass Du einem sehr nahestehenden Menschen zunächst mal auch bestimmte, schlimme Verhaltensweisen niemals zugetraut hättest, allein die Vorstellung er könne jemals so etwas tun Dir immer vollkommen undenkbar erschien? Es heißt ja wahrscheinlich nicht umsonst, dass man einen Menschen immer erst in echten Krisen so richtig kennenlernt. Was mich betrifft ist das als würde ich gerade meinen Bruder betreffend vollkommen desillusioniert... Noch immer kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass er wirklich ein schlicht emotional so eiskaltes, egoistisches Schwein (Sorry für den Ausdruck!!) sein soll, wie er es leider grade eindeutig von sich zeigt. Was er tut lässt mich fassungslos nach Luft schnappen - lauter Dinge die zwischenmenschlich für mich persönlich absolut undenkbar wären. Aber dann widerum lässt er mich an meinem eigenen Verstand zweifeln... weil er eben so wahnsinnig selbstherrlich all dem gegenüber steht - als sei er allein der Nabel der Welt und völlig unfehlbar. Bei jeglicher Kritik bin schließlich laut ihm nur ich die völlig versponnene, neurotische, die allein WEIL sie ihn mit sowas behelligt der mieseste Charakter der Welt ist und wert zu recht mit den gröbsten Schuhen getreten zu werden. Ich bin so oder so allein schuld an allem, - er nie an irgendwas. Er hat immer in allem was er tut Recht. Sage ich (was ich seltenst wage) dass er mir damit weh tut und dass ich traurig bin, ist das für ihn nicht nur eiskalt egal, sondern viel mehr umso mehr Bestätigung und Rechtfertigung mich noch mehr weg zu stoßen, mich zu verletzen und mir die Schuld zu geben....

Weil ich also immer noch an das Gute in meinem Bruder glaubte und an unser Verhältnis als Geschwister, bzw. bis jetzt gehofft habe mich was sein derzeitiges Bild betrifft zu irren und dass wir uns doch wieder nahestehen könnten, habe ich bislang nie rechtliche Schritte oder auch nur die Notwendigkeit eines Anwaltes in Betracht gezogen. Auch jetzt möchte ich das eigentlich nicht... Er ist doch mein Bruder! Ich will nicht dass wir uns samt Anwälten mit Dreck beschmeissen. Zumal, schlage ich diesen Weg einmal ein, klar wäre, dass es danach kein Zurück mehr gibt. Wir wären für alle Zeiten "geschiedene Leute".

Was ich noch zur besseren Erklärung der derzeitigen Situation sagen kann ist, dass diese jetzigen Verhaltensweisen in milderer Form bzw. als Charakterzüge im Groben bei meinem Bruder aber schon immer vorhanden waren... Er kann einerseits auch sehr liebevoll, lustig und schlicht nett sein - deshalb liebe ich ihn ja eigentlich auch und wir hatten wie gesagt diesen einserseits wirklich guten Draht zueinander. Andererseits ist er jedoch auch schon immer jedem der ihm unbequem wurde daraufhin sofort ausgewichen oder hat ihn agressiv in die Schranken gewiesen und von sich getreten. Er saß immer auf einem sehr hohen Ross, - auch weil sein riesen Erfolg beruflich etc. ihm scheinbar darin recht gab der "bessere" Mensch zu sein. Woraus er auch zieht generell mehr Rechte zu haben, klüger und überlegen in allem zu sein. Ich wusste, trotz unseres früher wirklich guten Drahtes zueinander, auch schon immer, dass ich der klar unterlegene Part in unserem Verhältnis zueinander war: Entweder ich hielt zu allem was er tat die Klappe, akzeptierte seinerseits alles, forderte nichts oder ich war ihn eben erstmal los. So einfach. Selbst auch bei noch so berechtigter Kritik.

Er saß auch nie an einem Krankenbett oder bei einem gerade traurigen Menschen oder jemandem der in einer Krise steckte... bei all sowas wich er immer nur aus, war nie für jemanden da (außer was seine Freundin betrifft!). Und er hat sich auch schon knallhart und für immer von einst sehr nahestehenden Menschen abgewand... Einfach von heut auf morgen nur noch Schweigen, keinerlei Erklärung, konkret fassbarer Grund/Vorfall und null Reaktion auf sämtliche egal wie verzweifelten Nachfragen dieser Person. Gerade das macht mir nun gerade so große Angst... Mich schweigt er ja auch grade aufs arroganteste an, obwohl unsere letzte Begegnung und Verabschiedung eigentlich sehr nett und herzlich war. Ihr müsst Euch das mal vorstellen: Er sagt da noch ich solle ihn doch mal wieder in seiner weit entfernten Stadt besuchen kommen, aber schon am folgenden Neujahrstag bekomme ich auf meine Neujahrs-Wünsche keine Nachricht mehr. Eine Woche später (ohne vorherigen Kontakt bzw. ein mögliches Vergehen meinerseits) kommt eine giftige, kurz-angebundene SMS wegen eines angäblich fehlenden (nichtmal wichtigen) Papieres und auf meine klärende Antwort darauf einfach keine Reaktion mehr... jetzt vor ein paar Tagen schickt er mir und anderen so eine Fake-Kettenmail (bezgl. Whatsapp, also einer Smartphone-Anwendung) die Panik macht und die er offenbar für bare Münze hielt - ich habe ihm daraufhin freundlich und net zurückgeschrieben, dass er sich keine Sorgen machen braucht und den Sachverhalt für ihn kurz erklärt. Obwohl ich sah dass er die ganze Zeit weiter online war und er mit anderen Leuten weiter schrieb, ignorierte er mich, kein Hallo und nichts... Wenn man bedenkt, dass ich seine Schwester bin und wie selten wir Kontakt haben (seit Wochen davor ja auch kein Wort!) ist das schon bedeutungsvoll und für mich ein richtiger Schlag in die Magengrube... zumal sowas ja inzwischen mehr und mehr seinerseits passiert. Ich konnte mich also doiesmal nicht mehr beherrschen und schrieb ihm eine Weile später zurück "Wie nett, mal wieder keine Antwort..." Auch das las er, war die ganze Zeit sichtbar online, antwortete mir aber nicht... das ist also die volle Breitseite an Arroganz und Zurückweisung gegen mich. Das dann aber so kurz nach der grade noch ausgesprochenen Einladung... mehr Widerspruch geht nicht. Sowas passiert in letzter Zeit ständig: Er macht/sagt ganz kurz etwas pseudo-freundliches (ich glaube mittlerweile nur um sich selbst zu versichern dass er ja korrekt gehandelt bzw. Höfliches oder Nettes angeboten hätte...pro forma) und dann handelt er aber anschließend tatsächlich total dem entgegengesetzt... so dass ich wie jetzt z.B. so eine Einladung ihn zu besuchen gar nicht wirklich wahrnehmen könnte. Ich kenne das ja leider inzwischen, also hatte ich ihm zu der Einladung auch gesagt er solle mir doch einfach ein konkretes Wochenende bescheidgeben oder gleich nennen wann es ihm passt und er gern hätte dass ich ihn besuche. Wie erwartet kam daraufhin nichts - stattdessen schweigt er mich ja nun sogar komplett an. ABER auf Nachfrage bzw. sich selbst gegenüber kann er nun damit sagen, dass er mich ja freundlich eingeladen hätte, es also (mal wieder) meine Schuld sei wenn ich nicht darauf Initiative ergriffe. Nach dem Motto: ER sei ja auf mich "zugegangen" und hätte es versucht. Anderes Beispiel: Als ich mal sagte, dass ich mich in der noch sehr frischen Trauer sehr einsam fühlte und es mir helfen würde wenn wir ab und zu mal telefonieren könnten (er meldete sich nie von selbst, obwohl er ja wusste dass ich hier ganz allein mit allem war) sagte er ich könne ihn ja jederzeit anrufen. Doch wenn ich mich mal traute ging nie jemand ran und er rief auch nicht zurück. So ging das seither die ganze Zeit.

Versteht Ihr was ich meine: Mein Bruder macht sich für mich und unser Umfeld quasi aaltglatt. Man könnte ihm nichts vorwerfen, denn er hat ja eben pro forma diese und jene Geste/Hilfe/Nettigkeit angeboten, - nur ich habe sie nicht angenommen und bin somit allein schuld an allem was ich empfinden mag. Dass er vielleicht prompt auf diese Schein-"Angebote" hin unmöglich für mich gemacht hat darauf tatsächlich zurückkommen bzw. ihn beim Wort nehmen zu können, erwähnt er natürlich nicht.... Aber es macht ihn mir gegenüber quasi unantastbar.

Ich fürchte zudem, dass meinem Bruder schon unerträglich genug ist, dass ich derzeit ein Mensch mit Problemen bin, einer der in seinen Augen beruflich nicht erfolgreich = in seinem Weltbild eine Versagerin ist, jemand der psychische Probleme hat und Trauer nicht einfach so wegstecken kann = schwach... Jemand der einsam und allein mit allem ist = Zuwendung bräuchte und irgendwie Verantwortung für ihn bedeuten könnte. Zudem bin ich ja hier vor Ort und durch meine Nähe zum Haus, Grab etc unseres Vaters erinnere ich meinen Bruder auch noch an die von ihm schnellstens verdrängte Trauer und den Verlust unseres Vaters. Beziehungsweise trage ich hier vor Ort ja nunmal auch für all das allein die Verantwortung und spricht er mit mir kommen bestimmte (Sach-)Fragen rundherum eben zwangsläufig auch mal auf ihn zu... dass er deshalb Abstand nimmt hat er sogar schonmal offen zugegeben. Nur ist er eben kein kleines Kind, im Gegenteil! Es kann eigentlich nicht akzeptabel sein alles Geld und alle Vorteile bei null eigenem Aufwand und Verantwortung haben zu wollen. Und auch nicht weil einem was unangenehm und nicht nur Spaß ist jemand anderen einfach mit aller Last ganz allein zu lassen. Aber mein Bruder scheint sich allen Ernstes so ein Weltbild gezimmert zu haben in welchem für IHN schlicht alles legitim und gutes Recht ist. Genau das lässt mich ja so verzweifeln und mich so hilflos ihm gegenüber werden... alles was da für fast jeden mit normalem Menschenverstand eindeutig komplett verkehrt seitens meines Bruders läuft, ist für ihn selbst hingegen unantastbar und korrekt. Weil ER einfach das Recht hat und sowieso immer super korrekt handelt. Punkt.

Und seine Freundin ist ein Mensch der exakt tickt wie er... genau die selbe Sorte Erfolgsmensch. Anderen gegenüber knallhart verurteilend und abwertend, selbst aber auf hohem Ross, aufgrund des Karriere-Erfolges, des glatt-laufenden Privatlebens, des finanziellen Wohlstandes etc. Zudem hat sie eben auch als einzige richtig Einfluss auf meinen Bruder, ist die einzige bei der er Angst hat sie auch verlieren zu können statt sie selbstverständlich sowieso zu haben... Sein Privatleben wird in kleinsten Details seit Jahren zunehmend von ihr diktiert. Zudem leben die beiden ja so-zu-sagen in ihrem Alltag völlig isoliert, weil eben nur zu zweit so weit weg von allen Freunden und Verwanten. In ihrer neuen Heimatstadt haben sie keine Freunde etc, nur sich gegenseitig - seit Jahren... Das bedeutet natürlich auch, dass mein Bruder in seinem Verhalten mir gegenüber immer noch von ihr bestätigt wird - zumal sie ja eifersüchtig auf mich ist und all seine ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt - sie will zu allerletzt, dass er sich Zeit (die dann von ihrer abginge) nimmt um mir oder beim Haus zu helfen. So bitter es ist, handelt mein Bruder zur Zeit ja völlig in ihrem persönlichen Sinne. Und es gibt keinen anderen Menschen der ihm etwas anderes, unangenehmeres bzw. kritischeres zu all dem was er grade tut sagen könnte... Sage ich also etwas kritisches, was mein Bruder ja sowieso schon nicht leiden kann, erfährt er von der einzigen Person mit der er darüber sprechen kann (seiner Freundin) nur umso mehr Bestätigung darin, dass ich deshalb das allerletzte und nur er im Recht sei.
 
Das ist immer schade ein Haus zu verkaufen, aber ich kann es nachvollziehen, es wäre für dich eine zu große Belastung.

Zu deinem Bruder kann ich nur sagen, so leid es mir für dich tut, dir bleibt leider nichts anderes übrig als die jetzige Situation zu akzeptieren, du kannst ihn nicht ändern, es ist ein hilfloses furchtbares Gefühl, ich weis.

Manchmal muss man Dinge akzeptieren, auch wenn es sehr sehr weh tut.

Es gibt da keine Lösung, er lässt sich nicht zwingen sich dir gegenüber korrekt zu verhalten, du hast es ja auch schon so oft versucht, und wurdest immer wieder enttäuscht.

Das einzige was du tun kannst, deinen Schaden so gering wie möglich zu halten, tu dazu was in deiner Macht steht, mehr geht nicht, auch wenn es geldmäßig und emotional Einbussungen gibt, die gehören leider zum Leben dazu.

Steiger dich da nicht mehr so rein, hak ihn ab und schau vorwärts, es gibt soviele liebenswerte Menschen, du bist nicht auf diesen einzigen angewiesen.

Vielen lieben Dank auch an Dich!
Ja, Du hast sicherlich Recht... ich kann es nur so akzeptieren. Das Ding ist aber dass dieses hin und her seinerseits, solange wir noch sporadisch doch Kontakt haben, mich emotional immer wieder so aufwühlt und verletzt. Mir scheint es daher nicht mehr nur eine Frage von passiv akzeptieren zu sein, sondern die ob ich mich (aktiv entscheidend) besser erstmal weitestgehend aus diesem Kontakt zu meinem Bruder zurückziehen sollte, um mich selbst zu schützen. Also auch nicht mehr antworten etc.

Falls ihr das bereits erwähnte Whatsapp kennt (eine Art Messenger-System fürs Smartphone bei dem man sich SMS-artig Nachrichten schicken, sehen kann ob der andere grade online ist, wann er zuletzt irgendwem geschrieben hat etc.): Ich habe meinen Bruder da jetzt geblockt. Was mir sehr schwer fiel, da er dies ja bemerken wird und ich somit quasi etwas offen negatives in Seine Richtung unternommen habe... wo ich doch eigentlich überhaupt nicht will, dass unser Verhältnis noch kühler wird, - geschweige denn ihn abzulehnen oder dass er sowas denken könnte. Aber es war leider so, dass er diesen Weg in letzter Zeit (neuerdings - denn normalerweise hat er sich komplett gegen jegliche Technik dieser Art gesträubt und war selbst für normale SMS laut eigener Aussage immer zu schreibfaul und fand sie als Art der Kommunikation auch nur blöd!) permanent genutzt hat um mir so unpersönlich wie möglich Forderungen, pampige Nachrichten etc. zu schicken... Oder auch mir z.B. an Weihnachten (!) einen sachlichen Termin zu nennen, statt mich wenigstens da mal persönlich anrufen, also mir dann auch Frohe Weihnachten wünschen und sich evtl. damit auseinander setzen zu müssen, dass ich da ganz allein war, während er schön feierte... Dank Whatsapp aber konnte er stattdessen kurz und knapp nur schreiben ich solle mal dies und das für ihn erledigen, unser Nachbar käme dann und dann zum Kaffee, punkt. Kein Frohe Weihnachten, nichts. Nachrichten wie diese haben mich so verletzt und getroffen... Anders als im persönlichen Gespräch ist er dann aber nicht für mich greifbar, sondern ich muss all sowas einfach schlucken und allein damit klarkommen... oder wie jetzt wo er mich wenn ich ihm auf seine Nachricht freundlich antworte einfach eiskalt ignoriert, ich dabei aber dank Whatsapp sehen muss, dass er tatsächlich online ist und meine Nachricht definitiv gelesen HAT. Da kann man sich dann nichtmal mehr im Kopf eine nettere Ausrede für ihn zusammenschustern... sondern hat die Ablehnung und Ignoranz quasi schwarz auf weiß.

Wie gesagt, das ist für mich ein kleiner, erster Schritt nun, um mich selbst emotional zu retten, erstmalig auch aktiv zu handeln und mehr Abstand zu meinem Bruder zu suchen. Genau das also wogegen sich mein Inneres und meine riesen Verlustangst sich bislang eigentlich panisch sträubt.

Meint Ihr ich sollte umgekehrt auf sonstige Nachrichten oder Anrufe die irgendwann vielleicht von meinem Bruder wieder mal kommen könnten, auch einfach mal nicht reagieren? Quasi damit er mal weiß wie sich sowas anfühlt und dass auch ich eine Grenze habe die er überschritten hat? Dass er mich also nicht immer weiter so mit Füßen treten kann und ich dennoch immer einfach wieder so verfügbar bin, egal was er zuvor gemacht hat. Bislang war ich das leider immer - einfach weil er mir so wichtig und die Verlustangst so groß war. Er konnte im Prinzip mit mir machen was er wollte und ich war anschließend so oder so doch gleich einfach wieder lieb&nett, wenn er sich dann irgendwann wieder meldete... das hat sich zwischen uns leider über unser ganzes Leben hinweg so eingeschliffen. Ich hab das Gefühl das muss ich endlich mal durchbrechen, weil sich sonst nie etwas zwischen uns und wie respektlos oder verletzend er mich immer wieder behandelt ändern wird. Andererseits habe ich aber auch wahnsinnige Angst, dass er dann erstrecht wütend auf mich ist und mich für immer fallen lässt und einfach abschreibt.

Was würdet Ihr machen???
 
Liebe Kannja,

ich meinte nicht, dass du gegen deinen Bruder einen Rechtsstreit führen sollst, sondern dass du dich von einem Anwalt beraten lassen sollst. Ihr habt ein gemeinsames Erbe und dein Bruder verhält sich dir gegenüber alles andere als fair. Da ist es nie verkehrt, wenn man sicher weiß welche Rechte und Pflichten man in dieser Angelegenheit hat, aber auch was du von deinem Bruder fordern kannst.

Ich will deinem Bruder jetzt nichts unterstellen, aber so wie du ihn schilderst, traue ich ihm noch einige "Nettigkeiten" zu mit denen du jetzt vielleicht noch gar nicht rechnest. Immerhin geht es bei dem Haus ja auch um einiges an Geld.

Ansonsten finde ich gut, dass du ihn geblockt hast.

Liebe Grüße
Sisandra
 
Liebe Kannja,

ich meinte nicht, dass du gegen deinen Bruder einen Rechtsstreit führen sollst, sondern dass du dich von einem Anwalt beraten lassen sollst. Ihr habt ein gemeinsames Erbe und dein Bruder verhält sich dir gegenüber alles andere als fair. Da ist es nie verkehrt, wenn man sicher weiß welche Rechte und Pflichten man in dieser Angelegenheit hat, aber auch was du von deinem Bruder fordern kannst.

Ich will deinem Bruder jetzt nichts unterstellen, aber so wie du ihn schilderst, traue ich ihm noch einige "Nettigkeiten" zu mit denen du jetzt vielleicht noch gar nicht rechnest. Immerhin geht es bei dem Haus ja auch um einiges an Geld.

Ansonsten finde ich gut, dass du ihn geblockt hast.

Liebe Grüße
Sisandra

Ich fürchte auch rechtlich ist ihm im Grunde erstmal nicht viel vorzuwerfen. Er trägt ja seinen Anteil der Hauskosten... Was das kümmern ums Haus betrifft ist da rechtlich sicher schwer festzumachen was da an Arbeitsleistungen tatsächlich zwangsweise (rechtlich) fällig wäre bzw wer da was und wieviel machen muss. Würde man dies klar definieren wollen müsste man wohl konkret Arbeitsstunden auflisten und für anfallende Arbeiten rund ums Haus entsprechende Profis engagieren, so dass man Rechnungen vorzuweisen hat welche dann zu 50 Prozent von meinem Bruder und mir geteilt werden müssen. Ich kann mir nur eben solche Profi-Leistungen selbst gar nicht leisten - auch nicht zu 50 Prozent... bin mir ziemlich sicher, dass genau dieser Umstand ein schlichtes "Pech gehabt!" meinerseits im rechtlichen Sinne bedeutet. Entschließe ICH MICH weil ich es finanziell nicht anders tragen kann Arbeit und Verantwortung für dieses Haus in Eigenleistung zu übernehmen statt einen Dienstleister/Profi zu beauftragen, ist das rein rechtlich betrachtet sicherlich so zu werten als erkläre ich mich freiwillig und einvernehmlich bereit.

Momentan stellt sich ja aber eher folgende Problematik das Haus betreffend: Es soll ohnehin schnellstmöglich verkauft werden... dies zumindest war die ursprüngliche Ansprache zwischen meinem Bruder und mir. Auch als wir zuletzt im Oktober friedlich zusammensaßen waren wir ja noch einvernehmlich dieser Meinung. Ich habe nun widerum alles andere immer allein erledigt, mein Bruder wollte hier als seine einzige Aufgabe das annoncieren unseres Hauses übernehmen. Das war ja eine völlig einvernehmliche, friedliche Absprache. Bis heute hat er es nur immer noch nicht getan. Seit wie gesagt über drei Monaten... Da unser Verhältnis eben sowieso derzeit schon so angesapnnt war und ich sowieso schon so bangen musste mein Bruder könne sich ganz von mir abwenden, war/ist es für mich ein sehr schwieriger Drahtseilakt meinem Bruder Druck deswegen zu machen. Ich habe ein paar Mal freundlich nachgefragt, da er darauf aber antwortete dass er schlicht beruflich derzeit so eingespannt/gestresst sei, dass er noch nicht dazu gekommen sei es NUN aber prompt erledigen werde, konnte ich das im Grunde nur friedlich so hinnehmen und darauf vertrauen... Klar, jetzt reicht es langsam eindeutig und es ist viel zu viel Zeit vergangen... Doch wie gesagt, aufgrund der grade eh schon sehr angeknacksten Beziehung zwischen uns als Geschwistern, habe ich echt große Bedenken womöglich nicht die besten Worte zu finden und so noch alles zwischen uns umso mehr zu verschlimmern, wenn ich ihm jetzt echt mal ernsthaft Druck machen sollte. Mir ist klar ich MUSS jetzt was den Hausverkauf betrifft mal sachlich und klar aussprechen, dass ich längst ein Handeln seinerseits erwarte oder wenn ihm dies unmöglich ist ein sofortiges Aushändigen der notwendigen Haus-Unterlagen an mich, damit ich ihm die Aufgabe abnehmen kann. Ich weiß nur nicht WIE ohne dass ich noch mehr zwischen uns auf der geschwisterlichen Ebene kaputt mache...
 
Ich fürchte auch rechtlich ist ihm im Grunde erstmal nicht viel vorzuwerfen. Er trägt ja seinen Anteil der Hauskosten... Was das kümmern ums Haus betrifft ist da rechtlich sicher schwer festzumachen was da an Arbeitsleistungen tatsächlich zwangsweise (rechtlich) fällig wäre bzw wer da was und wieviel machen muss. Würde man dies klar definieren wollen müsste man wohl konkret Arbeitsstunden auflisten und für anfallende Arbeiten rund ums Haus entsprechende Profis engagieren, so dass man Rechnungen vorzuweisen hat welche dann zu 50 Prozent von meinem Bruder und mir geteilt werden müssen. Ich kann mir nur eben solche Profi-Leistungen selbst gar nicht leisten - auch nicht zu 50 Prozent... bin mir ziemlich sicher, dass genau dieser Umstand ein schlichtes "Pech gehabt!" meinerseits im rechtlichen Sinne bedeutet. Entschließe ICH MICH weil ich es finanziell nicht anders tragen kann Arbeit und Verantwortung für dieses Haus in Eigenleistung zu übernehmen statt einen Dienstleister/Profi zu beauftragen, ist das rein rechtlich betrachtet sicherlich so zu werten als erkläre ich mich freiwillig und einvernehmlich bereit.

Momentan stellt sich ja aber eher folgende Problematik das Haus betreffend: Es soll ohnehin schnellstmöglich verkauft werden... dies zumindest war die ursprüngliche Ansprache zwischen meinem Bruder und mir. Auch als wir zuletzt im Oktober friedlich zusammensaßen waren wir ja noch einvernehmlich dieser Meinung. Ich habe nun widerum alles andere immer allein erledigt, mein Bruder wollte hier als seine einzige Aufgabe das annoncieren unseres Hauses übernehmen. Das war ja eine völlig einvernehmliche, friedliche Absprache. Bis heute hat er es nur immer noch nicht getan. Seit wie gesagt über drei Monaten... Da unser Verhältnis eben sowieso derzeit schon so angesapnnt war und ich sowieso schon so bangen musste mein Bruder könne sich ganz von mir abwenden, war/ist es für mich ein sehr schwieriger Drahtseilakt meinem Bruder Druck deswegen zu machen. Ich habe ein paar Mal freundlich nachgefragt, da er darauf aber antwortete dass er schlicht beruflich derzeit so eingespannt/gestresst sei, dass er noch nicht dazu gekommen sei es NUN aber prompt erledigen werde, konnte ich das im Grunde nur friedlich so hinnehmen und darauf vertrauen... Klar, jetzt reicht es langsam eindeutig und es ist viel zu viel Zeit vergangen... Doch wie gesagt, aufgrund der grade eh schon sehr angeknacksten Beziehung zwischen uns als Geschwistern, habe ich echt große Bedenken womöglich nicht die besten Worte zu finden und so noch alles zwischen uns umso mehr zu verschlimmern, wenn ich ihm jetzt echt mal ernsthaft Druck machen sollte. Mir ist klar ich MUSS jetzt was den Hausverkauf betrifft mal sachlich und klar aussprechen, dass ich längst ein Handeln seinerseits erwarte oder wenn ihm dies unmöglich ist ein sofortiges Aushändigen der notwendigen Haus-Unterlagen an mich, damit ich ihm die Aufgabe abnehmen kann. Ich weiß nur nicht WIE ohne dass ich noch mehr zwischen uns auf der geschwisterlichen Ebene kaputt mache...

Kannja, ich sehe nicht, dass du die Beziehung kaputt machst. Eben wegen genau dieser Schwierigkeiten, die du gerade noch einmal benannt hast in Zusammenhang mit dem Hausverkauf würde ich dir zu einer Rechtsberatung raten.

Hast du schon einmal überlegt, dass ihr mit dem Verkauf des Hauses auch einen Makler beauftragen könnt? Der übernimmt dann sowohl das Inserat als auch die jeweiligen Besichtigungstermine. Da es sich ja hier um einen Verkauf handelt zahlt der Käufer die Maklergebühren. Euch würden also keine Kosten entstehen.

Du kannst natürlich auch deinen Bruder bitten, dir deinen Anteil vom Haus auszuzahlen, da er es ja scheinbar nicht eilig hat mit dem Verkauf, dich aber die anfallenden monatlichen Kosten belasten.

All das wären für mich Fragen, die ich einem Anwalt stellen würde.

LG Sisandra
 
Ich kann mir nur eben solche Profi-Leistungen selbst gar nicht leisten - auch nicht zu 50 Prozent... bin mir ziemlich sicher, dass genau dieser Umstand ein schlichtes "Pech gehabt!" meinerseits im rechtlichen Sinne bedeutet.
Du könntest für die (seine) Hälfte des Hauses Profis beauftragen. Und Deine Häflte selber putzen. Für Dich die kostengünstigste Lösung.

Mit den Rechnungen für seine Hälfte gehst Du zum Anwalt und dann soll er das bezahlen.

Entschließe ICH MICH weil ich es finanziell nicht anders tragen kann Arbeit und Verantwortung für dieses Haus in Eigenleistung zu übernehmen statt einen Dienstleister/Profi zu beauftragen, ist das rein rechtlich betrachtet sicherlich so zu werten als erkläre ich mich freiwillig und einvernehmlich bereit.
Verri intressting!!! Also Du könntest das Haus in Eigenleistung weitgehend konstenneutral instandhalten. Die Hemmnisse sind allein psychische. Da wäre auch noch die Möglichkeit die beiden Hälften des Hauses eigenleistend instandzuhalten und dann zum Anwalt zu gehen und ihm Deine Arbeitsleistung für seine Haushäflte in Rechtung zu stellen.

Wenn Du Dich bemüssigt fühlst einmal putzen - Gewohnheitsrecht: immer putzen! dann ist das nur Deine Befürchtung, daraus lässt sich nicht (nur schwer) rechtlich was ableiten. Wenn Du für Putzleistung von ihm bezahlt wirst (mit anwaltlichem Nachdruck) dann brauchst Du auch nicht mehr zu putzen, wenn er nicht bezahlt, also nix mit Selbstverständlichkeit.

Zu kompliziet. Vergessen!

Wie Dir schon geraten, such Dir nen Anwalt.
 
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