Im Prinzip geht es darum, dass er andere Dinge als gravierend ansieht als ich. MIr wirft er vor, alles zu locker zu nehmen. Außerdem will er, dass ich Fortbildungen mache, kollegiale Hospitation, etc. Das habe ich auch gemacht. Nur scheint mir, dass es ihn wurmt, weil ich es nicht wirklich reflektiert gemacht habe.
Die Arbeitsbelastung geht aus meiner Sicht darauf zurück, dass ich das Gefühl habe, aus der Situation und seiner Einschätzung meiner Arbeitsleistung nicht rauskommen zu können. Und daher zum Teil spannenden Unterricht mit Exkursionen etc. machen möchte und da viel anbiete. Zum anderen Aufgabenbereiche suche, wo ich nicht ständig wegen Kleinigkeiten und immer wieder wegen derselben Lappalien über Jahre hinweg schikaniert werde. Sondern mal Anerkennung oder etwas mache, was Spaß macht und wo man sagen kann, ich habe das und das gemacht. Ohne dass es kleingeredet wird und mit einem negativen Gefühl mitbelegt wird. Ein Beispiel: Ich bin in ein Museum in die Nähe mit Schülern gefahren, wo Mitmachstationen aufgebaut wurden (Metallverarbeitung, Holzverarbeitung, Bohrmechanismen vor der Bohrmaschine, Seile herstellen). Er fand die Idee gut, warf mir aber vor, nicht extra für diesen Projekttag einen Elternbrief geschrieben zu haben. Bei Projekttagen ist das Programm laut Aushang im Vorfeld bekannt und wird dementsprechend gewählt. Ich habe also Briefe getippt für alle geplanten Aktionen der nächsten Zeit. Die wurden mir dann aber wieder zurück gegeben, zu früh vorgelegt (bei uns muss für alles ein Formular im Vorfeld ausgefüllt werden, der Elternbrief für Exkursionen außerhalb von Projkettagen dabei), nicht benötigt (er wollte es aber vorher doch haben). Dann sind Formulare verschwunden, ich musste für jede Exkursion mehrfach ein ausgefülltes Exemplar abgeben. Bis ich kurz vor knapp erfahren habe, dass es doch genehmigt wird, ich musste dann rumrennen und die Unterlagen an alle verteilen.
Jede Fortbildung muss in einem anderen Formular ausgefüllt und vorgelegt werden, eine Rückmeldung erhält man dann aber nicht rechtzeitig.
Ich habe , außer dass alle überfordert sind, den Eindruck, dass es gar nicht gewünscht wird, viel anzubieten an außerschulischen Aktivitäten.
Genau genommen weiß ich, dass er möchte, dass gezielt an dem gearbeitet wird, was er monierte hat. Habe ich ja auch getan. Nur brauche ich nach den ganzen Zickereien irgendien Gegengewicht. Daher habe ich Zusatzqualifikationen erworben, Ausbildungen im ehrenamtlichen Bereich in verschiedenen Aufgabenbereichen. Weil der eine vorgefasste Meinung hat, die ich nicht wirklich abändern kann und vom Gegenteil überzeugen kann. Deshalb bringe ich mich woanders ein. Jetzt muss ich da allerdings auch etwas auswählen und mich auf bestimmte Dinge fokussieren und mich nicht zu sehr verausgaben.
Ich habe das in zu vielen Bereichen gemacht, habe Haustiere, Garten, Pflanzen, Ehrenämter. UNd muss da eindeutig jetzt auch nur das Wichtigste machen. Das waren halt Belohnungssysteme in außerberuflichem Bereich.
Mittlerweile ist mir aber egal, was er von mir denkt. Manches an der Kritik ist ja auch berechtigt, aber es kann nicht sein, dass er vorwirft, ich sei nicht selbstkritisch und reflektiert genug.