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Komme mit Menschen nicht mehr klar

Außerdem kümmern sich viele Familienmenschen
nahezu ausschließlich um sich selbst und benehmen sich demonstrativ (zumindest nach außen), als sei die Familie wichtigster Teil ihres Selbst.
Eben. Und warum heiraten die Menschen denn und gründen eine Familie? Doch nicht aus altruistischen Motiven, sondern deshalb, weil sie sich davon möglichst viel Lebensglück für sich selbst, gesellschaftliche Anerkennung, berufliche Vorteile, Unterstützung und Pflege im Alter etc. versprechen. Viele Familien schotten sich mit ihresgleichen ab, sind gar nicht offen für Singles, sondern setzen sich nur für ihre eigenen Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und, wenn's hochkommt, noch für ihre (Schwieger)Eltern und enge Freunde ein, die ebenfalls Familie haben müssen, um akzeptiert zu werden. Wer nicht zu diesem engen Kreis gehört, der ist nicht willkommen, der wird ausgegrenzt und kann sehen, wo er bleibt, auch wenn's ihm noch so dreckig geht und er vorher noch so freundlich, hilfsbereit und anteilnehmend den anderen gegenüber war. Wenn das kein Egoismus ist, dann weiß ich's auch nicht.

anstatt zu sehen, dass gerade von Singles sehr viel für das Allgemeinwohl getan werden kann, getan wird und sicher gern noch mehr getan würde, wären sie nicht vielfach so stigmatisiert. Was mich z.B. manchmal wundert, ist, dass einem Alleinstehenden oft keine Ahnung in "Familiendingen" zugestanden wird.
Genau diese Dinge stören mich auch massiv. Familienmenschen prahlen ja auch gern damit, wie viele Patenkinder sie haben. Vor allem gegenüber alleinstehenden, kinderlosen Frauen. Ich habe mich auch mal sehr über eine gute Bekannte geärgert, die eine Mutter von vier Kindern als Patentante für ihre zweite Tochter aussuchte, weil diese Frau so gut mit Kindern umgehen könne und "als Mutter" ja so viel Erfahrung auf diesem Gebiet habe. Auf die Idee, dass ich mich gerade als Kinderlose vielleicht besonders gefreut hätte, wenn man mir die Patenschaft angetragen hätte, und ja auch mehr Zeit für das Patenkind gehabt hätte als eine vierfache Mutter, kam sie nicht. Die Sache liegt schon lange zurück, ich habe es dennoch bis heute nicht vergessen.

Inzwischen habe ich es aufgegeben, gegen diese und ähnliche Borniertheiten noch anzukämpfen. Ich halte mich von diesen sich permanent selbst zelebrierenden Familientypen und Supermuttis einfach fern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin die Beitragserstellerin.
Tja,ich bin auch eher ein ruhiger Typ, und genau das macht mich schon zum Außenseiter, weil man damit für arrogant gehalten wird. Was die Nachbarn betrifft: Ich finde halt die geht mein Privatleben nichts an und ich will nicht das man sich über mich das Maul zerreißt. Von daher halt ich mich da lieber zurück. Ich habe es eigentlich auch aufgegeben dieses Hinterherrennen, wobei es manchmal dann doch wieder hervorbricht und das Ergebnis ist dann wieder Enttäuschung und auch ein Stück weit Wut. War bei mir auch sehr oft so, dass ich so lange gut war, wie man mich ausnutzen konnte. Aber wehe ich kam mal und brauchte jemanden, da stand ich allein da. Und das kann ich auf sogenannte Freunde beziehen wie auch auf Familie. Ich mußte mich letztlich immer allein durchboxen.
Ich lebe wohl schon in einer Beziehung, aber ich hab halt zuvor auch keine guten ERfahrungen mit Männern gemacht. Ich bin sehr mißtrauisch Menschen gegenüber- auch meinem Freund. Ich hab einfach zu viel Mist mit Menschen erlebt. Kann da kein wirkliches Vertrauen mehr entwickeln. Da ist immer die Angst wieder nur ausgenutzt und dann in den Hintern getreten zu werden.
Wir bzw. mein Freund hat einen Hund und ich sage euch, dass ist mein Ein und Alles. So ein Süßer zeigt einem, dass er einen liebt, er ist ehrlich und man muß keine Angst habe benutzt zu werden. Ich bin lieber mit einer Horde Tiere zusammen als mit einer Horde Menschen.
 
Wir bzw. mein Freund hat einen Hund und ich sage euch, dass ist mein Ein und Alles. So ein Süßer zeigt einem, dass er einen liebt, er ist ehrlich und man muß keine Angst habe benutzt zu werden. Ich bin lieber mit einer Horde Tiere zusammen als mit einer Horde Menschen.
Geht mir genau so. Hunde haben wenigstens einen guten, unverstellten, absolut zuverlässigen Charakter, einen weitaus besseren als die meisten Menschen.

"Dass mir mein Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde.
Mein Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde."

(Franziskus von Assisi)

 
"Wer nicht zu diesem engen Kreis gehört, der ist nicht willkommen, der wird ausgegrenzt und kann sehen, wo er bleibt, auch wenn's ihm noch so dreckig geht und er vorher noch so freundlich, hilfsbereit und anteilnehmend den anderen gegenüber war. Wenn das kein Egoismus ist, dann weiß ich's auch nicht."

>>Ja, genauso ist es wohl leider. Aber es ist schon schwieirg als neuer Partner wirklich in den Kreis aufgenommen zu werden.

Ich muß sagen, dass ich immer für Freunde da gewesen bin-egal ob ich einen Partner hatte oder nicht. Aber umgekehrt war es eben nicht so. Da ist man dann ruckzuck abgemeldet. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
 
Ich muß sagen, dass ich immer für Freunde da gewesen bin-egal ob ich einen Partner hatte oder nicht. Aber umgekehrt war es eben nicht so. Da ist man dann ruckzuck abgemeldet. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
Ja, ich auch. Eine frühere Studien"freundin" wurde sogar richtig hochmütig und herablassend, sobald sie verheiratet war. Sich alleine durchzubringen, dazu reichte es intellektuell nicht, sie hat ihre Ausbildung nie zu Ende geführt, sondern sich als Edelhausfrau ein schönes Leben an der Seite eines ehrgeizigen Richters gemacht. Von meinem Exfreund, der sich erst von mir durch's Examen hat begleiten lassen, um mich dann, sobald er in Amt und Würden war, gegen was Jüngeres einzutauschen, ganz zu schweigen. Ich habe von den meisten Menschen die Schnauze gestrichen voll, jedenfalls, was engere Beziehungen betrifft. :mad:
 
Auf die Idee, dass ich mich gerade als Kinderlose vielleicht besonders gefreut hätte, wenn man mir die Patenschaft angetragen hätte, und ja auch mehr Zeit für das Patenkind gehabt hätte als eine vierfache Mutter, kam sie nicht. Die Sache liegt schon lange zurück, ich habe es dennoch bis heute nicht vergessen.

Ja, das kann ich gut nachempfinden. Vielleicht wollten sie ja gerade keine Patin haben, die sich dem Amt entsprechend kümmert. Vielen ist es möglicherweise ganz egal oder sogar recht, wenn es wie eine reine Formalität gehandhabt wird und nicht, wie es ursprünglich mal gedacht war.
 
Wer nicht zu diesem engen Kreis gehört, der ist nicht willkommen, der wird ausgegrenzt und kann sehen, wo er bleibt, auch wenn's ihm noch so dreckig geht und er vorher noch so freundlich, hilfsbereit und anteilnehmend den anderen gegenüber war. Wenn das kein Egoismus ist, dann weiß ich's auch nicht. .

Hm... mir ging es unlängst auch so. Vorgeschichte: Ich hörte dem Jammer einer weiblichen Person ganz selbstverständlich über Monate hinweg zu. Dann hatte ich kürzlich selbst mal einen ausgesprochen miesen Tag.
Nun bin ich als Erwachsene nicht verklemmt und hätte ganz klar auch ungefragt mit meiner Angelegenheit herausplatzen können. Aber das Kind in mir war an dem Tag wohl übermächtig und wäre nur glücklich gewesen, hätte sie gefragt, was denn los sei, warum ich denn nichts rede und auch nichts esse und mich auch sonst irgendwie anders verhalte. Aber nichts davon kam. Ich fühlte so unverhohlenes Desinteresse, dass es mich total überrumpelt hat und dem Kind in mir quasi vor Erstaunen der Mund nicht mehr zuging.
Seither sind zwei Wochen vergangen, in denen sie auch ihr Thema nicht mehr zur Sprache brachte.
Mein Fazit: Sie hat an ihren eigenen Problemen genug und macht daher bewusst gegenüber allem was noch dazu kommen könnte, dicht. Mit anderen Worten: Sie möchte nur Sender sein, aber kein Empfänger.
Eine gute Seite hat die Sache ja: Meine Ohren werden sich wohl jetzt auch erst mal erholen können.
😉
 
Hallo,
auch ich kann mich hier den Schreiber(innen) anschliessen. Bin 46, weiblich, Single, Freundelos.

Das man von vielen ausgenutzt wird, man Bekannten hinterher laufen tut, keine Antworten bekommt, keinen Versuch das von den Bekannten auch mal was kommt. Mit Kollegen und Nachbarn gehe ich nicht so in die Tiefe, das sind Menschen die man durch den Job und der Wohnung um sich hat. So wie mit Familie und Verwandschaft, da wird man reingeboren, kann sich nicht aussuchen.

Und so ist es auch mit dem Single-Leben. Von allen wird man argwöhnisch angeschaut. Was mit der das sie als Frau Single ist ? Keinen Mann hat ? Keine Kinder ? In der Zwischenzeit tu ich solche Fragen nicht mehr ausdiskutieren. Das man von anderen ausgegrenzt wird zählt dann nicht.
 
Hallo "Gast ". Mir geht es von deiner Erzählung her absolut genau so. Nur dass ich erst 30 bin. Der Kontakt zu ehemaligen besten Freunden besteht nur noch mal in einem alljährlichen gratulieren zum Geb. per SMS. Und das ist ddann schon viel. Ich glaube 8 Jahre ist das jetzt schon so. In der Zeit haben sich keine neuen Freundschaften gebildet. Gerade mal Bekanntschaften. Aber kaum einer mit dem ich mir gerade vorstellen könnte länger was zu unternehmen.
Meine Frau, die ich in der ZZwischenzeit kennenlernte (Ehe mit Kind steht mittlerweile mehr als auf der Kippe) sagt mir regelmäßig, dass mich keiner leiden kann- das mich alle für absonderlich halten, usw. Da sie einen deutliche größeren Freundeskreis und Bekanntenkreis hat, als ich, stell ich mir die Frage ob ich wirklich so ein A**** Und ein Sonderling bin. Wäre ich vielleicht alleine doch glücklicher?

Mit lieben grüßen
 
Lernt mit Euch selbst glücklich zu sein. Es ist nichts falsches daran sich aus dem Trubel zurückzuziehen. Nicht jeder findet seine anima gemella. Aber deswegen mit anderen an der Oberfläche umeinanderzuschwimmen?? Nein das macht nicht zufrieden. Dann wird man sich auch zwischen den Menschen einsam fühlen. Schaut in Euch. Dort ist die Lösung des Problems.
 

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