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Komme mir Unwichtig, Ungeliebt und Überflüssig vor

G

Gast

Gast
Momentan fühle ich mich total schlecht. Bin vor 2 Wochen 36 Jahre alt geworden und bin alleinerziehend seit April 2011.
Hatte leider keine schöne Ehe, denn sie war geprägt von Eifersuchtsattacken die mein Ex-Mann liebte. Denn sie kamen eigentlich immer sobald ich nur mit einem Arbeitkollegen geredet habe, sogar auf meinen Cousin der mehr ein Bruder (sind zusammen aufgewachsen) ist.
Habe 1998 geheiratet und von da an, war ich entweder Zuhause oder Arbeiten. Ausgehen, Kino? Erst nach meiner Trennung 2011 war das wieder möglich.
Nachdem er eine Gesprächstherapie begonnen hatte, hoffte ich auf Besserung. Leider geschah das Gegenteil. Er stellte sich als Tickende Zeitbombe herraus.
So habe ich den Ausstieg geschafft. Habe Kinder und Ich wollte nicht mehr so ein Leben führen.
Ich muss sagen. dass ich mein Single-Leben sehr genossen habe. Männer? Auf keinen Fall. Habe Langsam angefangen wieder zu Leben. Und einfach versucht meine Bindungsangst zu verlieren.
Habe mir einen tollen Freundeskreis aufgebaut und wenn ich einen Babysitter hatte, bin ich ausgegangen.
Irgendwann hab ich dann auch ne Affaire gehabt. Beziehung war nie ein Thema. Wenns nicht mehr gepasst hat, habe ich mir einen anderen Mann gesucht. War alles rein körperlich und sonst nix. Meine Kinder haben diese Männer nie kennengelernt.
Seit einem Jahr hab ich einen sehr guten Freund (Männlich & Platonisch).
Wir unternehmen viel auch mit den Kindern und es geht uns gut... Bis dahin, denn es kommt immer so wie es kommen muss. Habe mich in meinen besten Freund verliebt.
Das weiß er nicht und dass ist auch gut so. Wir sind einfach beste Freunde. Wir sehn uns fast täglich und am Wochenende übernachtet er auch fast immer bei mir auf der Couch.
Da er viel Tagesfreizeit hat, passt es natürlich immer super. Er arbeitet nur Nachtschicht. Natürlich wäre es ein Unding, wenn nie was zwichen uns gewesen wäre. Haben auch schon geknutscht (ist einfach passiert). Oder auch geschmust.
Das erste Mal wo ich einfach nur geniesen konnte.
Und mittlerweile, fasst er mich überhaupt nicht mehr an. Auch keine Freundschaftliche Umarmung. Gar nichts.
Naja, jetzt habe ich seit dem Frühjahr fast 30Kg abgenommen, bin auch nicht Hässlich, aber genauso fühle ich mich gerade. Fühle mich Einfach Unnötig. Früher haben wir auch mal was für uns getan. Essen gehen, Kino oder einfach nur ne Cola trinken.
Jetzt gar nix mehr. Mit meinen Kindern ja, da ist er sofort dabei und spielt für sein Leben gern den Alleinunterhalter.
Wenn meine Mutter ruft, ist er sofort zur Stelle und mäht ihren Rasen, schneidet ihre Hecken usw.
Mir kommts vor als bräuchte mich niemand mehr. Bin manchmal wie unsichtbar.
Ich frage mich, was ich allen getan habe? Bin noch genauso wie früher. Aber scheinbar ist es wohl mein Schicksal alleine zu sein und zu bleiben.
Sorry wenn ich etwas viel gejammert habe, aber ich wollte es einfach mal los werden. Danke fürs Lesen.
 
Aber scheinbar ist es wohl mein Schicksal alleine zu sein und zu bleiben.

Hallo Gast,
was du beschreibst, ist ja nur zum Teil "Schicksal", also
nicht zu verhindern - einen anderen Teil liegt durchaus
in deiner Verantwortung. Auch, mit wem du dein Leben
teilst, von wem du dich abgrenzt usw. - mir scheint, du
traust dir hier selbst zu wenig aktive Gestaltungsmög-
lichkeiten zu.

Hast du denn noch eine Vorstellung davon, wie dein
Leben in 2-3 Jahren aussehen sollte, hast du Ziele, bei
deren Erreichung wir dich unterstützen könnten? Denn
wie du ja selbst schreibst ist Jammern meist nicht der
beste Weg, mit Schwierigkeiten umzugehen.

Gruß, Werner
 
Hallo Gast,
was du beschreibst, ist ja nur zum Teil "Schicksal", also
nicht zu verhindern - einen anderen Teil liegt durchaus
in deiner Verantwortung. Auch, mit wem du dein Leben
teilst, von wem du dich abgrenzt usw. - mir scheint, du
traust dir hier selbst zu wenig aktive Gestaltungsmög-
lichkeiten zu.

Hast du denn noch eine Vorstellung davon, wie dein
Leben in 2-3 Jahren aussehen sollte, hast du Ziele, bei
deren Erreichung wir dich unterstützen könnten? Denn
wie du ja selbst schreibst ist Jammern meist nicht der
beste Weg, mit Schwierigkeiten umzugehen.

Gruß, Werner

Hallo und Danke Werner,

für deine Antwort. Und Ja ich muss dir auch Recht geben.
Ja, es liegt natürlich auch in meiner Verantwortung. Aber ich gehe nicht gerne alleine weg.
Und es geht mir auch nicht primär ums weggehen.
Einfach mal wieder Zeit mit meinem Besten Freund verbringen.
Nicht ausgegrenzt werden, sondern so wie früher wie eine Familie auch Zeit miteinander verbringen.
Gestaltungsmöglichkeiten bzw. passende Ideen, hätte ich eigentlich genug.

Aber irgendwie, blockt mein "Bester Freund" total ab, wenn es darum geht mal wieder etwas mit
mir zu unternehmen.
Mir würde es ja schon reichen, dass er mir einfach zeigt dass ich nicht total überflüssig bin, bzw. er es nicht
mal merken würde wenn ich mich in Rauch auflösen würde.

Er sitzt momentan viel (auch am WE) an seinem PC (Laptop) und am WE spielt er sein Onlinespiel.
Da hat er auch ein paar Kumpels und dann werden die Kopfhörer aufgesetzt und gespielt und gequatscht.
Genial. Ich bin Luft.
Was ich nicht verstehe, von Anfang an haben wir ausgemacht das wir eine Freundschaft aufbauen und einfach
abwarten was passiert und was sich zwichen uns entwickelt.
Er lernte meine Famlie kennen und ich seine. Ich wurde direkt in seiner Familie aufgenommen und war "Die Freundin".
Ich hatte Mittwoch Morgens seine Mutter angerufen und wollte Fragen ob sie nicht mal wieder Lust hätte auf einen Kaffee vorbeizukommen.
Lars Stiefvater war am Telefon, hat Lisl gerufen und ihr gesagt, dass ihre "Schwiegertochter" am Telefon wäre.
Am Abend (lisl war noch da)kam Lars nochmal vorbei und da hat sie es ihm auch erzählt und er grinst vor sich hin.
Er klärt seine Familie nicht darüber auf, dass wir ja eigentlich nur befreundet sind. Denn scheinbar hat sich nichts entwickelt.
Warum behandelt er mich seit wochen wie luft? Er kommt wie gesagt jeden Tag vorbei auch am WE, da frag ich mich warum?
Ja er hat meine Kinder unheimlich gern. Sollte dass der einzige Grund sein?
Dann liege ich ja mit meiner Überschrift gar nicht so falsch. Es ging wohl auch ohne mich.
WEnn ich darüber reden möchte, ist alles in Ordnung. Ja ne is Klar!
Ich weiss einfach nicht was ich davon halten soll?
Verlange Ich zuviel? Bin ich zu fordernd? Egoistisch? Dabei möchte Ich nur wissen woran Ich bin.

Wie mein Leben in 2-3 Jahren aussehen soll? Naja ich hoffe dass ich dann endlich meine Berufliche Umschulung
starten konnte und mitten in meiner Neuen Ausbildung bin.

Das meine Kinder sich weiter ihre Träume erfüllen und ihren Weg gehen.

Liebe Grüße
Anna
 
Hallo Gast,

ganz sicher bist Du nicht "unwichtig" oder "überflüssig!
Es ist erst einmal ganz wichtig, nicht ausschließlich bei Dir selbst die Schuld zu suchen und es zu lernen, ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein zu entwickeln. Am besten ist es, dass Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühst. Vergiss nie: Du bist ein wertvoller Mensch, und es ist schön dass es Dich gibt! Wahrscheinlich haben andere es versäumt, Dir das immer wieder zu sagen und zu zeigen. Doch das ist nicht Deine Schuld. Wenn Du Dich selbst als einen liebenswerten Menschen siehst - was Du möglicherweise erst lernen musst- dann siehst Du Dein Leben wieder aus einer anderen Perspektive.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dich Dein Freund oder auch andere unbeachtet lassen, dann sprich doch einmal über Dein Empfinden. Außerdem ist es besser, auf die anderen zuzugehen, als sich verletzt zurückzuziehen. Je mehr Du in die Offensive gehst, desto mehr nehmen die anderen Dich wahr. Dazu könnte beispielsweise gehören, dass Du etwas Nettes für andere tust. Hierzu fällt mir ein Leitsatz aus der Bibel ein, der dazu ganz gut passt: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte, Kapitel 20, Vers 35). Wenn Du also etwas für andere tust, wirkt sich das auch auf Dich selbst positiv aus. Sich für andere einzusetzen, vermittelt einem ein besseres Lebensgefühl. Wenn Du jemandem etwas Gutes tust, dann mach das jedoch nicht mit dem Hintergedanken, etwas zurückzubekommen. Die Anderen werden das schnell merken. Frag Dich doch einmal selbst: Wie habe ich mich gefühlt, als ich jemandem geholfen habe? Überleg doch einmal, ob es in Deinem Umfeld Menschen gibt, für die Du etwas Liebes tun kannst.

Du könntest noch etwas beachten, damit Dein Selbstbewusstsein wieder steigt: Lass Dich nicht von Deinen Fehlern oder Schwächen herunterziehen. Das heißt für Dich: Erwarte von Dir keine Perfektion! Jeder sagt oder tut ab und zu etwas Verkehrtes. Fehler lassen sich also nicht grundsätzlich vermeiden, aber man kann selbst bestimmen, wie man damit umgeht. Auch wenn man sich mit anderen vergleicht und bei sich immer nur die Schwächen sieht, kann das dem Selbstwertgefühl ziemlich schaden. Denke nicht nur an Deine schlechten Seiten, sondern auch an deine guten. Hier könnte ein Positivtagebuch helfen. Schreib doch einmal jeden Tag auf, was Du gut gemacht hast. Außerdem kann es auch hilfreich sein, aufzuschreiben, welche Stärken Du hast und was Du besonders gut machst. Lies es Dir immer mal wieder durch, vor allem, wenn Du ein Tief hast.

Wenn Du im Laufe der Zeit Dein Selbstbewusstsein wieder etwas aufgebaut hast, dann wirst Du wieder besser von den anderen - und wahrscheinlich auch von Deinem Freund - wahrgenommen und beachtet.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und und lass den Mut nie sinken!

Liebe Grüße

Finn
 

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