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Kollegin hängt auf Arbeit rum - was tun?

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Hallo liebes Forum, hier ist mein Anliegen. Aber bevor Ihr es lest, es geht nicht um eine faule Kollegin sondern um etwas anderes.

Wir arbeiten in einem Schichtbetrieb als Anlagenbediener bzw. -überwacher. Der Job kann fordernd sein, ist aber auch oft chillig solange man alles locker im Auge behält. Jede Schicht wird nur mit einem Mitarbeiter besetzt, wir haben zwar Kontakt zu anderen Abteilungen aber an sich schaltet und waltet man hier allein. Die meisten die hier arbeiten schätzen das auch, niemanden im Nacken zu haben.

Eine Kollegin hat nun die Angewohnheit, so 3-4 mal im Monat auf anderer Leute Schichten aufzukreuzen und im Raum den zweiten PC zu belegen. Rein formal kann man da nicht viel sagen, denn sie hat (wie die meisten von uns) kleinere Zusatzaufgaben. Ob sie die tatsächlich bearbeitet weiss ich nicht, ich denke dass es nur teilweise der Fall ist. Ist auch keineswegs üblich, diese Zusatzaufgaben gesondert zu bearbeiten, bei allen anderen läuft das im Tagesbetrieb einfach so mit und es ist auch Zeit genug dafür. NIEMAND sonst kommt für diesen Kleinscheiss extra her. Weiterhin reden wir hier von ihren freien! Tagen, an denen sie auf Arbeit ankommt, einen Ein-Mann-Posten mit einer zusätzlichen Person belegt, ein unheimlich wichtiges Gesicht macht und tja...also ich spreche es mal aus, für mich wirkt es wie ein durch die Zusatzaufgaben entschuldigtes Rumhängen am Arbeitsplatz. An dem sie an diesem Tag gar nicht eingeplant ist.

Eine andere Kollegin hatte sich mal etwas mit ihr angefreundet, und hatte sie ganz schnell bald in jeder zweiten Schicht mit auf Bude, dann auch definitiv zum reinen Quatschen, Freizeit planen usw. Wurde ihr dann auch etwas zuviel, und im Moment ist das wohl abgeflaut, kein Stress zwar, aber die zweite Kollegin (nicht die Rumhängerin) hat geheiratet und bekommt ein Kind, also steht natürlich eher die häusliche Front im Mittelpunkt.

Mir sind gewisse Probleme und Macken dieser Frau durchaus bekannt, sie hat starke Stimmungsschwankungen, scheint finanziell nicht gut zurecht zu kommen (Details gehören hier nicht her, jedenfalls: wir verdienen 2200 netto und sie ist Single! Wie man da nicht längs kommen kann ist mir ein Rätsel) und kommt mir einsam vor. Leider ist sie auch manchmal echt mürrisch und herrisch den Kollegen gegenüber, wozu sie bei ihrer auch nur mittelmässigen Leistungsfähigkeit keinen Grund hat. Ihr scheint also was zu fehlen aber man kommt auch nicht an sie ran, ohne sich ne kalte Dusche zu holen.

Das Problem ist jetzt dass wir eine kleine sehr familiäre Schichttruppe sind, wo das aufknacken von Problemen schnell die ganze Stimmung verpestet. Mich stört es aber wenn sie auf meiner Schicht so präsent ist, finde ausserdem dass an freien Tagen keine dringende Notwendigkeit besteht, hier aufzukreuzen und dass der Charakter unserer Arbeit ja u.a. daraus besteht dass wir besonders ungestört arbeiten dürfen. Die "versteckte Tagesordnung" daran stört mich, dass hier ganz massiv Präsenz praktiziert wird, und unter viel Gedöns im Endeffekt dann bloss 3-4 Mails geschrieben werden. Um diesen Kleinkram kann es unmöglich gehen.

Wie seht Ihr das, stelle ich mich an? Oder würde es Euch auch stören? Kennt Ihr auch Leute denen so langweilig ist dass sie auf Arbeit rumhängen?
 
Lieber Gast,

kurz und knackig gesagt: Das geht dich nichts an.

Wenn die Kollegin Arbeitszeit "verplempert" durch private Gespräche oder "Zusatz-Zeiten" für ihre Aufgaben, dann muss die Chefetage ran und ihr dies deutlich machen.

Genauso wenig gehen dich ihre privaten Probleme etwas an.

Warum fühlst du dich von ihr bei deiner Arbeit gestört? Hindert sie dich daran, deine Arbeit zu tun? Oder hast du den Eindruck, sie kontrolliert dich?

Bei allen familiären Strukturen, aber ihr seid nicht diejenigen, die vorgeben, wie jemand zu arbeiten hat. Das macht die Chefetage. Und ich würde mir da an deiner Stelle kein Problem daraus machen. Nur, wenn sie dich bei deiner Arbeit behindert, kannst du ihr das freundlich, aber bestimmt mal sagen.
 
Ich arbeite auch die meiste Zeit allein.

Mich würde es fürchterlich nerven, wenn da jemand immer aufkreuzen würde.

Auch wenn sie mich nicht stören würde, allein, dass die da rumhängt, würde mir schwer auf den Geist gehen.


Bloß wie man das der Dame verklickern könnte ohne das so direkt zu sagen weiß ich auch nicht.
 
Bremst sie den Arbeitsablauf in irgendeiner Art und Weise störend aus? Wenn ja, dann suche das Gespräch unter vier Augen und versuche den Sachverhalt mit ihr zu klären. Wenn es nicht funktioniert, sollte die Chefetage darüber Bescheid wissen, dass deine Kollegin die Arbeit stört.

Wenn sie während ihres Urlaubs privat auf der Arbeit herumhängt, ist das ihre Angelegenheit. Und auch die Angelegenheit der Chefetage, denn ich vermute einfach mal, dass es versicherungstechnisch nicht so spitze wäre, wenn ein Kollege im Urlaub auf der Arbeit trotzdem einen Unfall hat.

Wenn es um die private Nutzung der PCs während der Arbeitszeit geht, dann muss euer Chef entscheiden, ob er das mag oder nicht.

Alles andere geht dich nichts an. Du hast auch nicht über das Privatleben deiner Kollegin zu urteilen oder wie und warum sie mit ihrem Geld angeblich nicht klarkommt. Wenn sie mit ihrem Arbeitspensum nicht hinkommt, ist das ihr Problem und es wird auffallen. Wenn sie kleinere Aufgaben lieber seperat in Ruhe erledigt und nicht während anderer Aufgaben, ist das auch ihre alleinige Entscheidung.

Mir sind gewisse Probleme und Macken dieser Frau durchaus bekannt, sie hat starke Stimmungsschwankungen, scheint finanziell nicht gut zurecht zu kommen (Details gehören hier nicht her, jedenfalls: wir verdienen 2200 netto und sie ist Single! Wie man da nicht längs kommen kann ist mir ein Rätsel) und kommt mir einsam vor. Leider ist sie auch manchmal echt mürrisch und herrisch den Kollegen gegenüber, wozu sie bei ihrer auch nur mittelmässigen Leistungsfähigkeit keinen Grund hat. Ihr scheint also was zu fehlen aber man kommt auch nicht an sie ran, ohne sich ne kalte Dusche zu holen.

Wenn sich jemand in der Arbeit in mein Privatleben einmischt, würde er sich von mir auch eine kalte Dusche holen. Man weiß ja nicht, was ihr da bei ihr versucht habt anzusprechen und vor allem wie.

Wenn ihr Verhalten so störend ist und den Arbeitsfluss aufhält, oder wegen ihr Aufgaben nicht erledigt werden können oder stark ins Stocken geraten, dann müsst ihr das ansprechen. Auch wenn ihr Verhalten andere beleidigt oder kränkt oder es nicht möglich ist, mit ihr wichtige Sachverhalte zu klären. Wenn sie aber als Charakter "nur" eklig ist und ihr sie nicht leiden könnt, ist das eine ganz andere Angelegenheit.
 
Ich weiß nicht was das für ein Anlagenraum ist, aber die Meinung dass es einen nichts angeht wie man seine Schicht gestaltet finde ich unter aller Sau.

Ich habe auch mal einen Kontrollraum bedient und sowas ist etwas anderes als ein Büro oder eine Werkstatt. Fängt bei der Einrichtung meist auf eine Person an, geht bei der Natur der Arbeit (ungestörte Konzentration, wenn da jemand "deutlich Probleme wälzt" ist das sehr wohl Fehl am Platze) weiter und hört bei Zugangsregelungen (wer, wann, warum) noch nicht auf.

Es wird offensichtlich für die Arbeitszeit(!) dort alles nötige zur Verfügung gestellt - auch hier bitte, Büromaus Dully, nicht eine Freischicht mit normalen Überstunden verwechseln, da gelten im Schichtbetrieb andere regeln - meist strengere. Das Belegen von Ressourcen und die Anwesenheit während eventuell vorgeschriebener Frei- und Ruhephasen, dazu in einem vermutlich sicherheitsrelevanten Bereich in dem wiederum jemand anderes gerade für alle Abläufe voll in der Bütt steht, darauf hat man keinen Anspruch.

Dass es für die Kollegen nicht so leicht ist sich Ruhe zu erbitten weil das ganz schnell im falschen Hals landet (weil es fälschlicherweise persönlich genommen wird) ist das eine. Mit "geht Dich nix an" hat das aber nichts zu tun. Natürlich geht einen das was an, was um einen rum abläuft.
 
Mir sind gewisse Probleme und Macken dieser Frau durchaus bekannt, sie hat starke Stimmungsschwankungen, scheint finanziell nicht gut zurecht zu kommen (Details gehören hier nicht her, jedenfalls: wir verdienen 2200 netto und sie ist Single! Wie man da nicht längs kommen kann ist mir ein Rätsel)

Ach, das schaffen Frauen beim Shoppen locker. Da ist das Geld schnell weg, so schnell kannst du nicht schauen.

Aber in diesem Fall verbringt sie ihre Zeit wenigstens auf der Arbeit, auch wenn du schreibst dass sie nur ein wichtiges Gesicht macht. Aber wenigstens das, immer noch besser als zu Hause rumzuliegen.

Sind aber alles ihre privaten Probleme, eigentlich uninteressant. Und Stimmungsschwankungen? Dazu noch starke? Das deutet auf eine Borderlinerin hin. Ist aber auch unwichtig. Du musst ja mit ihr nicht zusammenleben.
 
Ich weiss immer mehr oder mir wird immer mehr klar, warum das Arbeitsklima in Deutschland immer schlechter wird.
Ich würde auch sagen, dass ganze geht dich nichts an, ist Privatsache !!
Aber nur deswegen ensteht immer mehr Mobbing, nämlich in dem sich manche Kollegen immer wichtiger machen, sich die Frechheit rausnehmen, gleichgestellte Kollegen zu beurteilen, schlecht zu machen u.s.w

Ich würde dem Themenersteller sogar Neid unterstellen, wer weiss, vielleicht ist die faule Dame um die es geht in manchen Bereichen überlegen.

Unglaublich, wie sich unsere Gesellschafft immer großkotziger untereinander aufführt. Ich bin der beste, schlauste, erst komme ich und dann lange nichts.

Pffffff
 
Ich weiß nicht was das für ein Anlagenraum ist, aber die Meinung dass es einen nichts angeht wie man seine Schicht gestaltet finde ich unter aller Sau.

Ich habe auch mal einen Kontrollraum bedient und sowas ist etwas anderes als ein Büro oder eine Werkstatt. Fängt bei der Einrichtung meist auf eine Person an, geht bei der Natur der Arbeit (ungestörte Konzentration, wenn da jemand "deutlich Probleme wälzt" ist das sehr wohl Fehl am Platze) weiter und hört bei Zugangsregelungen (wer, wann, warum) noch nicht auf.

Es wird offensichtlich für die Arbeitszeit(!) dort alles nötige zur Verfügung gestellt - auch hier bitte, Büromaus Dully, nicht eine Freischicht mit normalen Überstunden verwechseln, da gelten im Schichtbetrieb andere regeln - meist strengere. Das Belegen von Ressourcen und die Anwesenheit während eventuell vorgeschriebener Frei- und Ruhephasen, dazu in einem vermutlich sicherheitsrelevanten Bereich in dem wiederum jemand anderes gerade für alle Abläufe voll in der Bütt steht, darauf hat man keinen Anspruch.

Dass es für die Kollegen nicht so leicht ist sich Ruhe zu erbitten weil das ganz schnell im falschen Hals landet (weil es fälschlicherweise persönlich genommen wird) ist das eine. Mit "geht Dich nix an" hat das aber nichts zu tun. Natürlich geht einen das was an, was um einen rum abläuft.

Hallo Gast,

mein Statement geht in folgende Richtung:

Wenn etwas meine Arbeit betrifft (sprich: behindert), kläre ich das. Erst mal im persönlichen Gespräch, denn das ist in meinen Augen das Gebot von Anstand und Respekt. Wenn das nicht reicht, gehts zum Chef. Was meine Arbeit nicht betrifft, geht mich nichts an.

Persönliche Probleme eines Kollegen gehen mich genau deswegen nichts an. Punkt. Auch das aus Anstand und Respekt (in diesem Fall vor der Privatsphäre der Kollegin).

Nichts anderes habe ich hier gesagt, von nichts anderem konntest du mich überzeugen.

Im Übrigen bin ich keine "Büromaus".
 

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