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Kollege der ständig krank ist

Wir haben das sehr wohl dem Vorarbeiter gesagt und sogar eine Unterschriftensammlung gemacht das er in eine andere Abteilung versetzt wird.

Erst letztes Jahr war er 2 Wochen zuhause weil ein Angehöriger Coronapositiv war und er deswegen sich in Quarantäne begeben hat hat er uns selbst gesagt. Das kann soch nicht sein.
 
Ich finde, der andauernde Ausfall eines Kollegen geht sehr wohl dich und die übrigen Kollegen an!
Nicht nur, dass seine Arbeit auf euch umverteilt werden muss, nein, sein asoziales Verhalten (vorausgesetzt die meisten seiner Krankschreibungen sind tatsächlich gefakt!) wirkt sich natürlich auf eure Motivation und die allgemeine Stimmung aus. Das sollte ein Vorgesetzter ernst nehmen!
Richtig ist, dass so ein Kollege während seiner Krankschreibung nicht entlassen werden kann. Richtig ist aber auch, dass ein Arbeitgeber deutlich nachhaken und worst case Konsequenzen ziehen kann.
Ich habe teilweise auch einen Einfluss darauf von was ich mich demotivieren lasse. Wenn ich natürlich pauschal davon ausgehe, dass der böse Kollege nur simuliert und sich eine schöne Zeit macht, während ich armer Tropf schuften muss, nervt es mich. Dann trage ich selbst allerdings einen erheblichen Teil dazu bei.
Es gibt bei Krankschreibungen keinen großen Spielraum für ein "worst case" Szenario seitens des AG. Es kann eine Krankmeldung ab dem ersten Krankheitstag verlangt werden, falls das nicht generell gefordert ist. Ab Überschreitung einer gewissen Anzahl an Krankentage muss ein BEM angeboten werden (Betrachtungszeitraum 12 Monate, Krankheitstage 42 Kalendertage). Eine krankheitsbedingte Kündigung ist in D sehr schwierig und geht nur unter sehr bestimmten Voraussetzunge (negative Gesundheitsprognose, erheblich Belastung für den AG, Interessensabwägung etc.) und ist langwierig. Der Aktionsradius der Vorgesetzten und Arbeitgeber ist hier folglich klein, was mit nicht-Ernst-nehmen der Thematik wenig zu tun hat.
Interessant finde ich, dass gerade die hohen Krankenstände, als sie politisch thematisiert wurden, zu einer Welle der Empörung geführt hat. Wenn eine Person dann plötzlich unmittelbar von den Auswirkungen betroffen ist, wird auf ein Mal die gleiche Platte aufgelegt.
 
Es gibt für Arbeitgeber durchaus Spielraum Arbeitnehmer loszuwerden und die werden auch genutzt, wenn Jemand zu unangenehm auffällt und Unruhe ins Kollegium bringt.

Manchmal klagt ein Arbeitnehmer gegen eine Kündigung, aber meistens nicht auf Weiterbeschäftigung (wer will schon für Jemanden arbeiten, der einen loswerden will?), da gehts dann "nur" um Abfindungen, ggf. Nachzahlung von Überstunden/ Aufwendungen oder ähnlichem. Das tut dem Arbeitgeber einmal kurz weh und dann gehts weiter.

Voraussetzung für Maßnahmen - wie auch immer geratet - durch die Chefetage ist aber, dass dort überhaupt ankommt, dass ein Mitarbeiter für Unmut bei seinen Kollegen sorgt.
Also wie ja schon mehrfach geschrieben wurde, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht werden.
 
Es gibt für Arbeitgeber durchaus Spielraum Arbeitnehmer loszuwerden und die werden auch genutzt, wenn Jemand zu unangenehm auffällt und Unruhe ins Kollegium bringt.

Manchmal klagt ein Arbeitnehmer gegen eine Kündigung, aber meistens nicht auf Weiterbeschäftigung (wer will schon für Jemanden arbeiten, der einen loswerden will?), da gehts dann "nur" um Abfindungen, ggf. Nachzahlung von Überstunden/ Aufwendungen oder ähnlichem. Das tut dem Arbeitgeber einmal kurz weh und dann gehts weiter.

Voraussetzung für Maßnahmen - wie auch immer geratet - durch die Chefetage ist aber, dass dort überhaupt ankommt, dass ein Mitarbeiter für Unmut bei seinen Kollegen sorgt.
Also wie ja schon mehrfach geschrieben wurde, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht werden.
Es geht hier aber nicht um eine verhaltensbedingte Kündigung.
 
Dieser oder irgendein anderer Chef wird seinem Mitarbeiter auch ganz sicher nicht aufgrund seiner vielen Fehlzeiten kündigen. Jedenfalls nicht offiziell.
Es gibt beliebig viele Gründe für eine rechtswirksame Kündigung und wenn es am Ende des Tages nur ein Aufhebungsvertrag wird.

Ganz davon ab, dass es nicht mal eine Kündigung werden muss. Es gibt auch andere mögliche Maßnahmen.
 
Dieser oder irgendein anderer Chef wird seinem Mitarbeiter auch ganz sicher nicht aufgrund seiner vielen Fehlzeiten kündigen. Jedenfalls nicht offiziell.
Es gibt beliebig viele Gründe für eine rechtswirksame Kündigung und wenn es am Ende des Tages nur ein Aufhebungsvertrag wird.

Ganz davon ab, dass es nicht mal eine Kündigung werden muss. Es gibt auch andere mögliche Maßnahmen.
Okay, also gehst du zu dem langzeitkranken Mitarbeiter und legst ihm einen Aufhebungsvertrag vor, der ihn aus dem schützenden Arbeitsvertrag ohne Recht auf Arbeitslosengeld für 3 Monate entlässt, und der MA unterschreibt problemlos?
Nettes Szenario, ist aber höchst selten.

Die anderen möglichen Maßnahmen gehen meistens über das BEM.
 
Hallo,

Wir haben vor ca. 2 Jahren in unserer Abteilung einen neuen Kollegen bekommen, der einen Kollegen ersetzen sollte der in Rente gegangen ist. Das erste Monat klappte es gut und wir haben ihn gut eingearbeitet und er hat sich gut integriert.
Allerdings ist es so, das er seit er bei uns arbeitet sehr oft sich krankmeldet. Soweit ich weiß hat er noch nie komplett 2 Wochen durchgearbeitet ohne sich krankzumelden.
Wir haben uns als Kollegen rausgehalten da es uns nichts angeht, wir haben ihm aber Hilfe angeboten. Er sagt uns auch immer was er genau hatte, wir sagen dann immer das soll er für sich behalten da es seine Sache ist.
Einmal hat er Bauchweh, dann Mirgäne, dann schmerzt ihm das Knie, dann hat er eine Magenverstimmung, im Winter eine Erkältung, im Sommer einen Hitzeschlag usw. Der Höhepunkt war heuer im Winter als er gut einen Monat nicht kam und er uns gesagt hat das er Coronapositiv war.
Auch wenn er mal da ist macht er sehr viele Fehler und sehr oft müssen wir seine Arbeit korrigieren, obwohl wir ihm es genau erklärt haben und gesagt haben er soll sich Notizen machen und Notfalls fragen.
Er hat irgendwie total eine Null Bock Einstellung zur Arbeit und er hat sogar selbst zu mir gesagt das er keine Lust hat.

Ich halte mich so gut es geht raus und mich geht seine Situation überhaupt nichts an, nur sagt er uns immer was ihm fehlt.

Ich kenne mich im Arbeitsrecht nicht so aus, aber warum unternimmt hier die Firma nichts wenn jemand so oft krank ist. Ich kann verstehen das es auch Krankheiten oder OPs gibt wo man sehr lange im Krankenstand ist, aber wenn er uns immer sagt das er dies und jenes hat und alles mögliche hat dann kann doch was nicht stimmen?

Er ist 27 Jahre alt und laut seiner Aussage ist das sein erster Job und er hat vorher noch nie gearbeitet. Könnte es sein das er es nicht gewohnt ist jeden Tag aufzustehen und 40h die Woche zu arbeiten.

Wir als Kollegen sind ihm immer sehr entgegengekommen, aber irgendwann ist auch bei uns die Geduld am Ende.
Mit dem Abteilungsleiter haben wir auch gesprochen, nur er kann auch nichts machen wenn er immer den gelben Schein bringt.

Wir finden es nicht fair wenn wir fast immer anwesend sind und das gleiche Gehalt bekommen wie jemand der ständig fehlt.
Für euch als Kollegen und den AG ist das verständlicherweise unschön.
Bei einer Be- oder gar Verurteilung würde ich aber zu Mäßigung raten. Keine Lust zu haben schließt nicht aus, dass er gesundheitlich wirklich Probleme hat. Aber es ist natürlich auch möglich, dass er einfach blau macht. Der Arbeitgeber kann ihm auch nicht ohne Weiteres kündigen.
 
Okay, also gehst du zu dem langzeitkranken Mitarbeiter und legst ihm einen Aufhebungsvertrag vor, der ihn aus dem schützenden Arbeitsvertrag ohne Recht auf Arbeitslosengeld für 3 Monate entlässt, und der MA unterschreibt problemlos?
Nettes Szenario, ist aber höchst selten.
Der hier beschriebene Kollege ist nicht langzeitkrank, sondern regelmäßig aus verschiedenen Gründen.
Das ist ein erheblicher Unterschied.

Was für Gründe es hier in diesem Fall für einen Aufhebungsvertrag oder eine Kündigung geben könnte, möchte ich nicht glaskugeln.
Ich kenne einige Personen, die einen guten Aufhebungsvertrag gerne unterschrieben haben, um das unangenehme Arbeitverhältnis verlassen zu können und sich einen tollen neuen Arbeitsplatz zu suchen.
 

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