frankyyy: ich schreibe doch nicht vor. soll doch jeder trauern um wen oder was er/sie will.
ich sagte lediglich, dass ich persönlich die trauer nicht nachvollziehen kann. was übrigens auch auf die tatsache zutrifft, wie man über die medien ein emotionales verhältnis zu einem tier aufbauen kann. 😕
Dazu ein Auszug aus einem Interview in der taz:
"Zoodirektor kritisiert Knut-Hysterie
Den Direktor des Berliner Zoos stört die übertriebene Trauer um Eisbär Knut. Bernhard Blaszkiewitz, hält die weltweite Trauer für übertrieben. "Ich hatte Knut auch gerne", sagte Blaszkiewitz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Aber in Japan sind mehr als 20 000 Menschen gestorben. In Nordafrika herrscht Krieg." Knuts Fans trauern dagegen weiter. Sie schalteten im Tagesspiegel eine Todesanzeige. 😕 ...
"Ich arbeite seit 37 Jahren in Zoos und muss sagen: So viel Aufmerksamkeit für ein Tier habe ich noch nie erlebt, sagte Zoo-Chef Blaszkiewitz. Der Grad der Vermenschlichung war extrem." Ob es im Berliner Zoo einen Nachfolger für den verstorbenen Medienstar geben wird, will Blaszkiewitz entscheiden, wenn sich der "Knut-Hype" gelegt hat."
Ich meine auch, dass man trauern kann, darf und soll, wenn ein Lebewesen stirbt. Und jeder hat einen anderen Rahmen, aber wie schon mancher hier geschrieben hat, es artet irgendwie schon aus ... Dass einem ein Haustier ans Herz wächst, das kann ich nachvollziehen, auch das man den Eisbären sehr mochte und auch dass man die Entwicklung von Knut verfolgt hat ... war ja auch herzerwärmend ... Aber das, was jetzt passiert, ist wie schon in dem Artikel beschrieben, Hysterie ... Da brechen Leute weinend vor dem leeren Gehege zusammen, brauchen Medikamente, trauern wie um einen Menschen ... Wodurch soll das noch getoppt werden?
Wie viele andere Zoo-Tiere verenden, ohne dass es das Publikum groß betrauert ...
Ich habe jetzt schon so eine Vorahnung ... was mal sein könnte, bei Heidi, dem schielenden Opossum ...
Eisherz