Natürlich kannst du Vater werden und zwar durch künstliche Befruchtung biologisch wäre es nicht dein Kind aber emotional auf jedenfall. Und am sonsten würde sich eine Adoption anbieten nur würde sowas Jahre dauern. Nur solltest du das es der nächsten Frau mit der du eine Beziehung anfangen willst es rechtzeitig sagen.
Naja, mir wäre der biologische Aspekt wichtiger gewesen, deswegen gings mir danach über Monate hinweg so richtig sch***e und die Nachfragerei von Freunden und entfernten Verwandten wegen Nachwuchs, trugen da entschieden bei. Ich war bei 5 verschiedenen renomierten Ärzten in ganz Mitteleuropa und alle haben mir bescheinigt, dass sich trotz einer "Tese" die Chancen für eine erfolgreihe Zeugung (mti meinem Ejakulat) zwischen 1,92 und 3,05 % bewegen. Aber ich bin natürlich auch offen für eine Adoption, bzw. künstliche Befruchtung sofern meine zukünftige Beziehung nichts dagegen hat. Aber man füllt sich als Mann irgendwie "unnütz" bzw. "unvollständig", dass man gerade dazu nicht in der Lage ist, wozu man eigentlich existiert.
😕 Ich werde natürlich meiner zukünftigen Freundin von meinem Problem erzählen. Als ich mit meiner Ex zusammen gekommen bin, konnte ich es nicht wissen, da wir anfangs immer verhütet haben, aber es nach ca. 6 Jahren mit einem Kind versuchen wollten und kläglich gescheitert sind. Wir haben uns dann von den jeweiligen FachärztInnen ausgiebig untersuchen lassen, um heraus zu finden woran es lag.
Ich wusste zwar bereits zuvor, dass ich anders als die Anderen in meinem Umfeld war (Introvertiertheit, Asperger Syndrom, Gynäkomastie) aber das Klinefelter Syndrom wäre mir nie in den Sinn gekommen und auch keinem der Fachärzte, bei denen ich früher schon war. Ich war schon in meiner Pubertät (vor 15 Jahren) bei verschiedenen Urologen und niemand hat all die Vorzeichen erkannt und mit dem Klinefelter-Syndrom in Verbindung gebracht. Ich vermute mal, dass dieser genetische Defekt damals noch etwas "unerforscht" war. Der ein oder andere Urologe meinte damals nur, dass Gynäkomastie, nichts unnormales bei Jugendlichen sei und dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Jetzt bin ich knapp 30 und habe noch immer damit zu kämpfen, trotz Hormonbehandlung, Bodybuilding usw...
Natürlich ärgere ich mich im Nachhinein, dass man es damals nicht besser wusste. Vermutlich hätte ich mich besser entwickelt, hätte man die Ursache damals früher erkannt und sofort mit einer Hormonbehandlung gehandelt. Aber ich bin erwachsen genug nicht Nachtragend zu sein. Ich gebe niemanden die Schuld. Es ist wie es ist.