Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

kleines Problem?

  • Starter*in Starter*in sorgenkind
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo Brigitte,

mit dem Abstand betrachtet, den ich jetzt dabei bin mir zu verschaffen, finde ich - zumindest teilweise - parallelen ...

>>. . . sich in eine Kollegin verliebt - sie waren sich von Anfang an vertraut, haben sich mails geschrieben - Sprüche zum Thema Liebe, Leiden, Unvernunft und dergleichen - ständiges umeinanderrumscharwenzeln, gemeinsame Rauchpausen mit tiefsinnigen Gesprächen . . .

>>Wenn er sie im Büro einen Tag lang ignoriert hat, hat sie ihm mails geschrieben oder ihn besucht und nachgefragt, was sie denn falsch gemacht hätte . . . sie gab ihm keine Chance einen Tag nicht an sie zu denken -

>>Irgendwann hat das Verlangen die Romantik verdrängt ... Hat sie das Gefühl genossen, eine gewisse Macht über ihn aus zu üben?

Sex hat es gegeben. Und ich war nicht der erste, der dem anderen zw. die Beine gegriffen hat ...

>>. . . Wut und verletzte Eitelkeit ihre Reaktion.


... hat den Anschein, du wuerdest "die Andere" kennen ...

immer noch verwirrt (nimmt grade ehr zu ...)

sorgenkind


P.S.: Was ich vergessen hatte: >>eigentlich sollte ich meine Klappe halten - hab auch schon etliche postversuche ins nirwana geschickt . . .
Danke, dass du es jetzt getan hast!
 
Hallo Sorgenkind,

zuhause sitzen und an die Andere denken? Das kenne ich auch und darum wollt ich auch noch was dazu schreiben.
Nach meiner unglücklichen Affaire oder wie auch immer im Dezember letztes Jahr habe ich mich dafür entschieden die Liebe zu meinem Freund nicht einfach aufzugeben. Geholfen hat mir dabei, dass er wirklich um mich gekämpft hat, der Vorschlag eine Paartherapie zu machen kam von ihm, und dass er auch sein Verhalten mir gegenüber sehr zum positiven geändert hat.

Für mich war es ein Anlaß mir mal viele Gedanken zu machen, wie ich meine Zukunft sehe, was ich für mich will, was ich nicht mehr will...usw

Und plötzlich habe ich genau gesehen, dass ich diese Zukunft nur mit meinem Freund zusammen erleben will.
Dieser andere Mann hätte mir das im entferntesten nicht geben können.
Ich habe mir von ihm ein Phantasiebild zusammengesponnen, in dem er nahezu ein "Superman" war, mit der Realität hatte das nichst aber auch rein gar nichts zu tun.
Das hört sich jetzt alles einfach an, aber es war für mich auch ein sehr schmerzhafter und schwieriger Prozess.

Obwohl ich meine Entscheidung ganz klar und mit Herz, Bauch und Kopf getroffen habe, hat es immer wieder Phasen gegeben, in denen ich ganz arg an den anderen Mann denken mußte und ziemlich traurig war.
Mein Freund hat mir geholfen, er hat es immer angesprochen, wenn er gemerkt hat, dass ich mich zurückziehe oder dass ich irgendwie "komisch" bin. Außerdem hab ich auch noch ein paar sehr gute Freundinnen, die ich auch nach Bedarf volltexten konnte.
Das hat mir jedes Mal durch die Phase hindurchgeholfen.

Diese Phasen sind seltener und schwächer geworden, ich hoffe sie bleiben jetzt aus...🙂

Inzwischen sieht alles ganz anders aus als noch vor 7 Monaten: Hochzeit steht an, Baby ist unterwegs 🙂))))))))))
Wenn mir das jemand im Dezember gesagt hätte, hätt ich nur ein müdes Lächeln übrig gehabt und mir an den Kopf getippt.

Was mich interessieren würde:

Was sagt denn Deine Freundin zu der ganzen Geschichte. Kann sie nachempfinden dass Du Dich in eine andere verliebt hast ? Was sagt sie zu dem fehlenden Sex ? Sieht sie noch eine Zukunft mir Dir ?
Ist sie nicht mal irgendwann ausgeflippt vor Wut und Enttäuschung ?

Liebe Grüße
Schwester S
 
'die Andere' kennen? Hm . . . . . in meinem Fall hab ich sie kennen gelernt. Ich hatte ein engelsgleiches Wesen erwartet, so wie mein Mann in der ersten Zeit von ihr geschwärmt hatte (später - als sie ihm den Kopf gründlich verdreht hatte - hat er nichts mehr erzählt). Das was dann mal unverhofft vor unserer Haustür stand, war eher . . . na, irgendwas anderes halt.

Aber . . . ich kann es mir vorstellen wie es läuft. Ich war auch Mal berufstätig - und ich habe auch gern geflirtet.
Ich weiß nicht woran es liegt - man hat Menschen in einem bestimmten Umfeld (Sportverein, Arbeitsplatz, o.ä.) - und unter diesen Menschen ist halt einer, der einem besser gefällt als die anderen in diesem Umfeld. . . . auch wenn man mit diesem Menschen vielleicht im einem anderen Umfeld gar nichts anfangen würde/könnte . . . . in diesem Umfeld - und hier halt am ARbeitsplatz - ist alles andere ausgeblendet und dann treten seltsame chemische Reaktionen auf . . . die den gewissen Kick geben.

Aber man geht nach Hause . . . . hängt dem Erlebten noch ein wenig nach . . . und führt doch sein gewohntes Leben im Umfeld 'Zu Hause' wieder ganz normal weiter, weil man eigentlich gar nicht ändern will.

Und dann passiert es, dass einer der 'Flirtpartner' das Spiel zu ernst nimmt - seine Hormone total durcheinander purzeln - und er nicht nur in diesem einen Umfeld wichtig sein möchte - sondern in allen Lebensbereichen.
Er tritt aus dem Umfeld 'Arbeitsplatz' heraus und macht einen Schritt über die Grenze in das 'private' Umfeld des anderen.

Und derjenige fühlt sich zwar geschmeichelt . . . ist aber auch peinlich berührt - weil da was passiert, was er eigentlich nicht wollte.

Da kommt plötzlich das Gefühl des 'Verantwortung übernehmen müssen' für das Geplänkel am Arbeitsplatz. Gedanken keimen auf: "das wollte ich doch gar nicht - das geht mir jetzt zu weit - wenn der 'Eindringling' noch weiter die Grenze übertritt, dann könnte mein Partner Wind davon bekommen und alles würde sich ändern - will ich das?"
Wut auf sich selbst und den anderen ist die Folge davon . . . . auch weil man Angst hat, vor den Kollegen dummm da zu stehen . . .

Mag sein, dass es vorkommt, dass Menschen am Arbeitsplatz sich so sehr verlieben, dass sie bereit sind, ihr ganzes Leben um zu krempeln . . . .

Im Falle meines Mannes (wir haben viel drüber geredet - irgendwann sprudelte es nur so aus raus) war es so, dass er zur zeit der großen Verliebtheit - als er sich von mir trennen wollte - total blind war.
Und hinterher . . . . . sie hatte einen ganz anderen Geschmack und eine ganz andere Vorstellung vom Leben als WIR, wollte ein Haus bauen, mochte sein Auto nicht, wollte sein Äußeres verändern . . . . . . damit er in ihr bestehendes privates Umfeld gepasst hätte?
Sie hat es sicherlich genossen, dass er für sie Kleinigkeiten an sich veränderte . . . und dann reizt es offenbar das Spiel: 'was würde er noch alles für mich tun' weiter zu spielen.

Aber man muss wissen, wann es Zeit ist aufzuhören - bevor es peinlich für alle Beteiligten wird.

Sind halt wieder mehr meine Erfahrungen und Gedanken mit und zu Flirts am Arbeitsplatz.
Ich denke, wenn Kollegen sich mit dem nötigen Takt, Respekt und Höflichkeit behandeln, dann gibt es weniger VerwIrrungen . . .

LG
Brigitte
 
Hallo Brigitte,

>>Das was dann mal unverhofft vor unserer Haustür stand, ...

warum hat sie das getan? Was bitte geht in so einem Menschen vor, der doch nur "Freund" sein wollte????


sorgenkind
 
sorgenkind meinte:
warum hat sie das getan? Was bitte geht in so einem Menschen vor, der doch nur "Freund" sein wollte????

sorgenkind

hallo Sorgenkind,

Gute Frage,

Nun, sie hatte für ein paar Wochen eine Fahrgemeinschaft mit meinem Mann, weil sie in einem Dorf hier in der Nähe wohnt.
Diese Fahrgemeinschaft hatte blöderweise auch noch ich angeregt (um Geld zu sparen).

Allerdings hatte sie mich nie zu Gesicht zu bekommen - ich wollte morgens um 7 keinem 'Engel' gegenübertreten müssen und sie wartete wohl immer bei seinem Wagen auf dem Parkplatz.

Als sie dann abends vor unserer Haustüre stand um ihn zu einer Radtour einzuladen, war sie ziemlich sprachlos als ich die Türe öffnete.
Als ich sah, dass da kein Engel steht, konnte ich die Situation ziemlich gut meistern. Ich lud sie ein, ins Haus zu kommen um etwas zu trinken - aber sie lehnte dankend ab.
Und als mein Mann dazu kam und sie im Hof einen smalltalk über Arbeitsthemen begann (mich ignorierend), gesellte ich mich dazu, mit der Bitte an meinen Mann, uns doch erst mal einander vor zu stellen.

Selbst unsere Tochter, die dazu kam, fragte verblüfft, was das denn nun gewesen wäre, als die Dame sich, ohne sich zu verabschieden, auf ihr Rad schwang und verschwand.

Sie hat mehr Dinge gemacht, die darauf schließen lassen, dass sie mich irgendwie 'ausstechen' wollte - es war wohl der Wettbewerb, der dieses Spiel so reizvoll machte.

Ich habe mich auch gefragt, was eine Frau erreichen will, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit im Auto ihrem Kollegen (der ihr längst seine 'Liebe' gestanden hatte) erzählt, dass sie so gern Mal einen Mann mit der Hand befriedigen würde - ihr Verlobter würde da leider nicht drauf stehen.

Begehrt zu werden macht eitel und verleiht Macht - und das verleitet offenbar zu Dummheiten . . . .

LG
Brigitte
 
Hallo Brigitte,

>>Begehrt zu werden macht eitel und verleiht Macht - und das verleitet offenbar zu Dummheiten . . .

hmmm ...

>>Sie hat mehr Dinge gemacht, die darauf schließen lassen, dass sie mich irgendwie 'ausstechen' wollte - es war wohl der Wettbewerb, der dieses Spiel so reizvoll machte.

Sieht - zumindest jetzt - so aus, als habe sie gewonnen. --- Ich versuche im Moment nur die verschiedensten Thesen, warum es so gelaufen ist zu verstehen ...


lieben Dank!

kopfschüttelnd
sorgenkind
 
Hallo Sorgenkind,

Na ja, ich denke, du warst besonders anfällig durch deine jahrelang sexuelle Abstinenz.

Und deine Freundin wusste wohl nicht, was sich da zusammenbraut. Wohl weil sie durch den eigenen Beruf genug abgelenkt war?

Ich habe es zumindest geahnt.
Solange nichts raus war, war ich auch relativ machtlos - ich konnte nur die liebende, verständnisvolle Ehefrau geben.
Bis er zu Hause nur noch gereizt war und mein Verständnis beim Deibel war - Das war zu der Zeit, als das sein körperliches Verlangen stärker wurde und sie ihn mit ihren vielleicht-vielleichtnicht-Spielchen verrückt gemacht hat.

Als aber alles ans Licht gekommen war, habe ich meinen Mann nicht vor die Entscheidung gestellt 'Sie oder Ich' - sondern ihm klargemacht, dass ich mir für einen Kampf gegen diese Frau zu schade bin und dass ich mir lieber aus den Resten eigenen Lebens das ich noch hatte, ein neues zusammen stopseln werde.
Da wurde ihm dann klar, was er angestellt hatte.
Wir hatten eine Tochter, ebenfalls 'Grundbesitz erworben', und ich hatte schon vor Jahren meinen Beruf aufgegeben. Jedes Möbelstück in unserer Wohnung, jedes Bild - hier gibt es nichts, was wir nicht gemeinsam ausgesucht hätten
Außerdem war ihm klar, dass er nie aufgehört hat, mich zu lieben und dass er mich braucht und nicht die Andere.

Da hat er diese 'Schlussmail' geschrieben . . . . und von da an habe ich meine eigenen Verletzungen hintenan gestellt und ihn gepäppelt, wie eine Mutter ein Kind mit Liebeskummer behandeln würde - und damit auch mich selber wieder aufgepäppelt . . .

aber eigentlich war das genau meine Art zu 'kämpfen'.

Deine Freundin hat viel zu schnell aufgegeben und alles dir überlassen.
Und jetzt könnte es sein, dass dich dein Stolz daran hindert, zu ihr zurück zu gehen und zu gestehen, dass du eine Riesendummheit gemacht hast . . . . . womit wir wieder bei Stolz und Eitelkeit wären.

Ich hab grad noch ein wenig im Thread gestöbert und noch ein paar interessante Gedanken gefunden.
Zum einen schreibst du an einer Stelle, dass der Büroalltag ja in einer Welt stattfindet, die mit dem Privatleben nichts zu tun hat - was je eine schöne Ausrede wäre . . . . da haben wir die verschiedenen Umfelder . . .


und du schreibst, dass öfter KollegInnen zu dir kamen um mit dir SEHR private Probleme zu bereden - das war bei meinem Mann auch so. Dieses Vertrauen schürt auch ein wenig die Eitelkeit findest du nicht? Schafft aber auch eine Vertrautheit, die Emotionen keimen lässt . . . . und es gibt da noch einen Wettbewerb: den zwischen Frauen am Arbeitsplatz: wer ist begehrter? kommt bei den Männern am besten an? und wer kommt am besten beim momentan begehrtesten Mann in der Firma an? Aus sowas entstehen die schönsten Zickenkriege.

Und weil der herr Blabla so viel Verständnis für die Damenwelt hatte, kam der w. Lehrling um seinen Liebeskummer los zu werden, diverse Buchhaltungsdamen um ihn im Kampf gegen den neuen Personalchef vor ihren Karren zu spannen, Mädels, die ihre neuen Nasen vorführten . . . . . hab ich erwähnt, dass mein Mann nicht zu den Hässlichsten in der Firma gehört?

Seit unserer großen Krise kümmert er sich wieder um seine Arbeit (was auch dringend nötig war, da auch dem Chef die Veränderung aufgefallen war, wie ich hinterher erfuhr) und in den Pausen um seine männlichen Kollegen - die Damen müssen mit ihren Problemen wieder alleine fertig werden . . . . die Personalfragen klären die Leute, die dafür zuständig sind . . . . . und so manche zetert . . .

Woher ich das alles weiß? ich bin nicht nur Ehefrau, sondern auch beste Freundin ;-)

LG
Brigitte
(die hofft, dass du den Rückweg findest - und dass er dir nicht versperrt wird)
 
Hallo Brigitte,

so ein Blick in den (von dir hochgehaltenen) Spiegel hilft weiter ... Einiges passt, anderes wieder nicht. Ich muß mir die Sachen durch den Kopf gehen lassen, mir von allen Seiten betrachten ... einige Treffer sind schon gelandet ... damit meine ich nicht nur den "begehrtesten Mann in der Firma" ... ;-).

Es scheint so, als ob ich durch die Parallelen auch noch mehr Distanz zur "Anderen" gewinne ...

es grüßt

sorgenkind
 
... nur das Gefühl ist da. Keine Sehnsucht im Moment. Bewusste Auseinandersetztung mit mir. Wie, was, warum. Wieso habe ich das zugelassen, wieso so tief darin verstrickt. ... ich kriege mich ... sie nicht! Muss an sie denken. ... Sehe sie, sie sieht schlecht aus.

sorgenkind
 
Hallo Sorgenkind,

an wen musst Du denken? Sie?!?! - Deine Ex oder Deine "Affäre"?

"Immer noch auf dem Laufenden" 🙂
Daniela

@Brigitte
Deine Worte und Deine Tipps gefallen mir. Stehst mit beiden Beinen im Leben 🙂 Finde stark, wie Du mit der Situation umgehst. Auch Du hast mir damals einen Rat gegeben - Verzeihen und nicht verletzt sein. Bei meinem Mann war es aber "lächerlich". Hat sich in meine Trauzeugin "verguckt", als ich in Reha war. Und er hat sie unter Alkohleinfluss geküsst.

Ich ziehe es durch - das nicht Verletztsein. Hin und wieder habe ich Tage, an denen sich der verletzte Stolz nicht unterdrücken lässt und dann sage ich einfach Dinge, die ich gar nicht sagen wollte. Kein Streit oder keine Vorwürfe, sondern einfach nur das Bedürfnis, darüber reden zu dürfen. Er ist sehr lieb und super verständnisvoll mir gegenüber. Der Schmerz wird weniger und ich merke, dass ich einfach Zeit brauche. Ich weiß, wofür ich das "ertrage": für ein glückliches Leben mit ihm!!! Liebe ihn sehr und möchte, dass er wieder glücklich mit mir ist und deswegen kümmere ich mich primär um mich ... und glaub es mir: es funktioniert. Auch dank Eurer Tipps.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
S Problem zum Orgasmus zu kommen Sexualität 16

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben