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Klassenfahrten

brandonf.

Aktives Mitglied
Ich habe einmal eine Frage zu Klassenfahrten. Die werden ja oftmals in der Form dargestellt, dass sie besonders gut für die Selbstständigkeit der Kinder, den Zusammenhalt im Klassenverband und die Selbstständigkeit der Kinder seien.

Ich habe Vorbehalte was Klassenfahrten angeht. Ich habe sie immer als sehr stressig und unbequem erlebt. Man hat in einer Klasse vielleicht zwei bis drei gute Freunde bzw. eine Gruppe in der man sich wohlfühlt. Von anderen wird man ggf. nicht gemocht oder sogar gemobbt.
Der Lehrer kann einen nicht leidne usw.

Ist es unter solchen Umständen nicht oftmals eine Qual für ein Kind auf Klassenfahrt zu gehen? Manche Kinder sind froh, wenn der Schultag vorbei ist. Bei der Klassenfahrt dauert der Schultag 24 Stunden.
Überspitzt ausgedrückt könnte eine Klassenfahrt den gleichen Stress für ein Kind bedeuten wie für Uli Hoeneß eine Woche im Gefängnis zu sitzen.

Wie seht ihr Klassenfahrten? Ich habe bspw. auch Probleme damit, dass die Ziele immer exklusiver und entfernter werden.
Klassenfahrten in New York, London oder Ähnliches. Muss so etwas sein? Das Klassenfahrten an die 500,00 Euro kosten für eine Zeit wo das Kind ggf. schlecht behandelt wird und das Essen auch im Vergleich zu Hause meistens schlecht ist?

Natürlich sollten Kinder ihren Horizont erweitern. Aber geht das nicht viel besser durch eigenen Familienurlaub mit Freunden wo man sich dann ebenfalls bspw. das Ziel der Klassenfahrten anschaut oder eben woanders Bildungsurlaub macht?

Mein Kind ist noch nicht im schulfähigen Alter. Trotzdem mache ich mir Gedanken und gehe davon aus, dass ich problemlos dem Kind zustimmen würde, wenn er nicht mitfahren will.
 
A

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Re: Klassenfahrten
Hallo brandonf.,

schau mal hier:
Klassenfahrten. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Ich denke, es kommt sehr stark auf das einzelne Kind bzw. die Klassengemeinschaft an.

Ich bin in meiner Schulzeit viermal ( vier unterschiedliche Schulen) mit der Klasse verreist.

Beim ersten Mal war ich 8 Jahre alt. Das war ganz nett, da Grundschullehrerinnen ja in den meisten Fällen ein enges Verhältnis zu den Kindern haben, aber viele Kinder bekamen dann Heimweh. Ich würde mein Kind also nur dann mitreisen lassen, wenn es schon die nötige "Reife" dazu hat und es auch wirklich selbst möchte.

Dann war ich auf Schikurs (mit 11 oder 12), allerdings verstand ich mich null mit der Klasse und hatte auch zu den Lehrern kein gutes Verhältnis. Das Schifahren war ebenfalls die Hölle (ungeduldige Schilehrer, die ständige Angst, sich irgendwie zu blamieren) und das Essen einfach mies.
Dafür war dann meine Sportwoche ein paar Jahre später ein voller Erfolg. Ich hatte einige Freunde in meiner damaligen Klasse, dadurch machte es natürlich Spaß. Außerdem waren wir nicht in irgendeiner Jugendherberge untergebracht, sondern hatten eigene "Wohnungen" und durften relativ selbstständig sein. Das war ein schönes Erlebnis.

Nun war ich eine Woche auf Sprachreise und fand es wunderbar. Die Klassengemeinschaft, schon vorher nicht die schlechteste, wurde dadurch gestärkt. Zudem profitiert man von einer Sprachreise ja auch mehr als beispielsweise von einem Schikurs (es sei denn, man möchte Sportler werden).

Ich sage daher: Klassenfahrten können fantastisch sein oder ein absoluter Reinfall. Spaß macht es vor allem dann, wenn man sich mit den Klassenkameraden versteht, die Lehrer nett sind und auf die Schüler Rücksicht nehmen bzw. sie ernst nehmen, und die Unterbringung mit Sorgfalt ausgewählt wurde.

Natürlich sind solche Reisen, vor allem ins Ausland, teuer. Aber wir reisten jetzt z.B. eine Woche in ein englischsprachiges Land für ca. 600 Euro, wurden verpflegt, Sprachschule, Ausflüge, Bustickets usw. waren in dem Preis schon enthalten, daher war es eigentlich ein gutes Angebot. Dafür fahre ich dann eben nächstes Jahr nicht mit auf die zweite Sprachreise.

Als Elternteil würde ich gemeinsam mit dem Kind über eine solche Reise sprechen und dann eine Entscheidung treffen. Man kann ja nicht gezwungen werden, an einer mehrtägigen Schulveranstaltung teilzunehmen.
 
Klassenfahrten sind in der Regel dazu da, den Klassenverband allgemein zu stärken und den Kindern etwas von der Welt zu zeigen. Meist stehen diese Fahrten auch unter einem bestimmten Motto, wie "Eine Reise in die Steinzeit".

Ich persönlich halte sehr viel von solchen Reisen, vor allem den Kindern gegenüber, die von Hause einfach nicht die Chance und das Geld haben, eine solche Reise anzutreten und ihren Horizont zu erweitern.

Die Bedenken, die ansprichst, entsprechen längst nicht mehr der Realität. Es ist nicht mehr so, dass alle Kinder 24 h aufeinandersitzen und sich ein Mobbingopfer aussuchen, Kinder sind keine Bestien! 😀
Vor allem im Grundschulalter ist es wirklich selten ( ich studiere Grundschullehramt, habe da so meine Erfahrungen), dass ein Kind von vornherein ausgegrenzt wird. Viel mehr sind sie daran interessiert, mit anderen zu spielen und neues zu entdecken, daher wäre eine Klassenfahrt nur weiterhin positiv.
 
Ich habe auch positive Erfahrungen mit Klassenfahrten gemacht. Der Spaß stand im Vordergrund. Für Mobbing war keine Zeit und es hatte auch niemand Interesse daran.
 
@littleteacher:
Das Argument zur Stärkung des Klassenverbandes sehe ich auch. Nur kann man ja auch die Ansicht vertreten, dass der Klassenverband bzw. die Beziehungen der Kinder untereinander sich schon gefestigt haben, wenn man in der vierten Klasse der Grundschule auf Klassenfahrt geht.

Sympathien und Antipathien haben sich dann ja schon gebildet wobei die Kinder dann in der fünften Klasse oftmals ohnehin wieder "auseinandergerissen" werden.

Wenn ich zurückblicke, dann war die Klassenfahrt in der Grundschule in Ordnung. In der sechsten Klasse hatte ich das Problem, dass man zwar auch Freunde hatte, aber eben auch Kinder die einen tätlich angegriffen haben. Das war dann ziemlich stressig. Bei den darauffolgenden Klassenfahrten ist unter den Augen der Lehrer in der 10. und 12.Klasse immer wieder Alkohol konsumiert worden usw. Ich fand das eher nicht so toll und habe dann lieber ein Buch gelesen, wurde dann aber immer wieder gefragt warum ich mich nicht auch volllaufen lasse und das man ja deswegen ein Außenseiter sei.

So oder so:
Ich werde meinem Kind sicherlich keine Klassenfahrten verbieten, es aber auch nicht dazu zwingen, wenn es bspw. wichtige Gründe vorbringt, weswegen es nicht mitfahren will.
Nur werde ich ihm gegenüber nicht so argumentieren, dass er nur deswegen mitfahren soll, damit der schöne Schein gewahrt ist und man als Elternteil nicht mit den Lehrern sprechen muss.

So ist das bei mir gewesen und vielleicht hat mich das ein wenig geprägt. Mir ist das "Thema" Klassenfahrt jedenfalls eingefallen, weil ich nicht nur an die schönen Seiten gedacht habe, sondern auch an die weniger schönen Seiten.
Tagelang Stress in einem fremden Umfeld unter ggf. keiner einzigen Person die einem auch nur ein wenig wohlgesonnen gegenüber steht.
 
Es ist doch gut, dass du deinem Kind den "Freiraum" gewährst, selber entscheiden zu dürfen ob es will oder nicht.
Aber glaub mir in 90% der Fälle möchte ein Kind mit, da sich sonst erst recht ausgeschlossen fühlt und so erst recht zum Opfer werden kann.

Das Argument mit dem Alkohol: ja gut. Aber in der 11. und 12. Klasse sollte jeder Mensch wissen, wie und wo er steht und vor allem sollte er wissen, was er will.
 
Ich habe nur gute Erinnerungen. Die Klassenfahrten gehören mit zu meinen schönsten Erinnerungen. Das war einfach nur Party und Spaß.
 
Grundschüler können nicht mobben ?

Wenn es in dem Klassenverband schlecht ist, man unbeliebt ist ist eine Klassenfahrt die HÖLLE!!!

Ist man beliebt ist es cool...
 
Grundschüler der 1. bis 4. Klasse können mal untereinander gemein zueinander sein, sie können sich streiten, manchmal auch prügeln.

Aber es erfolgt KEIN organisiertes Mobbing so wie man aus höheren Klassen oder Betrieben kennt.
 

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