Elever
Mitglied
Der Mai ist bereits zur Hälfte herum. Eine halbe Ewigkeit scheint vergangen, seitdem ich zuletzt hier hineingeschrieben habe. Im November letzten Jahres hielt ich für mich zuletzt eine wichtige Erkenntnis fest. Ich lobte mein Leben, lobte meinen Weg und all das, was ich im letzten Jahr erreicht hatte. Wenn ich heute auf diesen Text zurückblicke, so erkenne ich mich zwar noch darin wieder, aber es kommt mir so entfernt vor.
Nunja, mein früheres Ich schrieb damals aus einem Höhenflug heraus und tat gut daran, all diese Gedanken festzuhalten. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Vielmehr haben sich viele Dinge gefestigt und darauf bin ich sehr stolz. Ja, es sind keine Fortschritte mehr, sondern vielmehr Entwicklungen, die ich für mich heute feststellen kann.
Der Mai war ein wechselhafter Monat - zuletzt vor einigen Tagen hatte ich wieder dieses Hochgefühl. Es kommt immer dann auf und eben zuletzt vor einigen Tagen, wenn ich für mich diese Entwicklungen erkenne. Es war abends, bei einem Spaziergang durch Rapsfelder. Ich war anfangs nicht unbedingt gut drauf, nicht gepolt. Bin es eigentlich auch jetzt nicht, hab mich irgendwo schon wieder zu lange dem Alltagsstress hingegeben, zu oft in die Gesichter meiner Mitmenschen gesehen und mich mit den Problemen anderer Leute beschäftigt.
Nein, gepolt war ich dort nicht am Beginn dieses Feldweges und auch jetzt bin ich es nicht. Allerdings machte dieser
Spaziergang ganz allein durch die Landschaft wieder etwas mit mir, was mich ruhig und besonnen stimmen konnte. Ich dachte an vergangene Tage des letzten Jahres, an bestimmte Tage, die mich, mein Leben, meine Einstellung dazu und zu mir selbst stark und nachhaltig verändert haben. Ich dachte an jene Tage, jene Erinnerungen, die mir in jedem Moment, in dem ich sie in meinen Kopf lasse, eine kleine Welt bedeuten. Ein Lächeln entglitt meinem Gesicht, welches an dem Tag noch von relativ strengen Zügen geprägt war. Das änderte sich in diesem Moment, es war ein warmes Gefühl, ein schönes Gefühl. Und dabei waren es nur Erinnerungen an diese Zeit, in der ich so endlos glücklich und erfüllt war.
Es war die Erinnerung daran, dass ich es damals war und auch jetzt sein konnte, denn an meiner Einstellung - unabhängig von meinem Standort auf dieser Erde - hatte sich bis heute nichts geändert. Und somit bereute ich diesen Abstecher über die Rapsfelder nun plötzlich nicht mehr, nein ich schritt entspannter und schmunzeln voran, atmete tief ein und genoss die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages. Die Stille umgab mich. Nur ein paar Feldlärchen, die mich zu unterhalten schienen. Sonst nichts.
Solcherlei Situationen waren es in den letzten Monaten, die mir regelmäßig, ja wirklich in regelmäßigen Abständen immer mal wieder bewiesen haben, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass ich meine Mitte nicht wieder verliere oder zumindest dass ich sie im Blick behalte. Ich kann nicht sagen, dass ich sie die ganze Zeit fest im Griff habe, aber ich weiss zumindest, wo sie ist und habe eine etwaige Vorstellung davon, wie ich sie wieder zurückerlangen kann. Auch wenn das vielleicht nicht in jeder Situation oder an diesem Ort möglich ist.
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Ja, ich bin gut vorangekommen. Dieses Gefühl teilte mir insgesamt irgendwie mit, dass ich wirklich vorangekommen war. Diese Entwicklung ist in solchen Momenten immer so sichtbar. Wie ein Speicherstand, den man irgendwo abruft? Ja, vielleicht. So ähnlich würde ich sagen. Ich erkenne dann in solchen Momenten, dass sich vieles, was ich in der Vergangenheit einmal für die nahe oder ferne Zukunft angepeilt habe, plötzlich und mit ganz fließendem Übergang in die Realität umgesetzt wurde. Und ganz ohne, dass ich das groß geplant hatte. Es ist einfach passiert. Es hat sich ergeben und macht mich in dem Moment dann wirklich stolz.
Ich bin der lebendige Beweis dafür, dass Intelligenz, Ehrgeiz und der Glaube an sich selbst, gepaart mit der Begeisterung für die eigenen Werte und den individuellen Weg wirklich zum Erfolg führen können. Was wurde noch über mich gesprochen, was habe ich mich noch in der Vergangenheit selbst verurteilt. Zu allem Übel wurde man im Stich gelassen, wurde sich selbst überlassen. Andere wären eingeknickt, in alte Muster zurückverfallen.
Aber ich nicht. Nein, ich nicht. Ich bin stark geworden. Stark geblieben. Habe mich stark entwickelt. Ich bin stolz auf
mich.
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Nur frage ich mich oft, ob dieser nächste Schritt machbar ist. Der Schritt, an dem ich sie gehen lasse, der Schritt des
Loslassens? Der Schritt, der mich von ihr befreit, durch den ich endlich wieder freier atmen kann...
Denn ich leide... vielleicht angemessen, vielleicht unbewusst, vielleicht einfach nicht zurecht. Wirklich nicht. An der
Stelle, wo meine Füße sind, da ist die Wende der Zeit. Ich habe soviele neue Epochen eingeläutet, aber in diesem Falle schaffe ich es einfach nicht, diesen Schritt zu gehen. Das Glück kennt die Zeit nicht, sagt ein mir bekannter Sänger oft in seinen Songs.
Aber ich frage mich, ob die Liebe ein Bestandteil des Glücks ist. "Die Zeit heilt überhaupt nichts, wenn man sich nicht mal entscheiden kann - am Übergang" - wo ist dieser Übergang? Und wenn die Liebe ein Bestandteil des Glücks ist, wann kommt sie mir dann zuteil? Wo ist sie dann, wenn ich mich doch schon so oft glücklich geschätzt habe, zufriedene Augenblicke genießen konnte mich mit mir selbst im Reinen fühlte?
Wieso sind es die Gedanken an sie, die mich immer noch quälen, wieso sucht sie mich in meinen Träumen in der Nacht oder am Tage heim und beweist mir immer und immer wieder, wie sehr sie mir fehlt. Ruft sich immer wieder ins Gedächtnis. Wieviele Situationen habe ich so auf diese Weise schon x-fach Revue passieren lassen? In der einen würde ich den Streit gar nicht erst entfachen lassen, in der anderen küsse ich sie etwas zärtlicher, in der anderen sage ich ihr ein weiteres Mal, dass ich sie liebe. Ich würde die ganzen Momente gerne nochmal erleben, gerne nochmal etwas verändern.
Aber das wäre die Vergangenheit - sie kommen nicht mehr zurück. Wieso also diese Qual? Wieso diese Gedanken. Ich würde dich so gerne loslassen, ohne zu wissen, ob jemand wie du dann nochmal in mein Leben tritt....
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Deswegen suchte ich in der Vergangenheit so oft die Einsamkeit... die Natur. Nur ich, meine Wanderschuhe und die Natur. Niemand hält mich für diesen Typen, der so oft Freunden und Bekannten absagt, sich so oft aus den gesellschaftlichen Situationen herauszieht, um einfach nur alleine und für sich zu sein. Die wenigsten kennen meinen Kern, die wenigsten blicken wirklich hinter diesen sarkastisch jungen Mann... nicht verschroben muss man dafür sein, kein Freak, kein Nerd, kein Öko-Guru - nein, man ist einfach nur anders, einfach nur kein mainstream, kein Mitläufer, kein stressgepolter Großstadt-Zombie.
Ich bin das alles so leid. Deshalb suche ich die Einsamkeit, deshalb bin ich so gerne allein. Immer dann, wenn mich
quälende Gedanken heimsuchen, immer dann, wenn mich der Alltag einholt und mich und meine Beständigkeit auf die Probe stellen will. In der Nachbarschaft werden Autos zerkratzt, Parkplätze sind voll mit Glasscherben. Auf der Autobahn wird gedrängelt, an der Ampel gepöbelt. Die Gesichtszüge der Menschen weisen nach unten, jeder scheint mies gelaunt.
Es wird sich viel beschwert, wird viel gemosert und gemeckert. Niemand scheint sich mehr so richtig bewusst zu sein, welches Glück ihm eigentlich wirklich zuteil kommt. Just in diesem Moment, in dem er oder sie bewusst die Luft einatmen kann, einen frei wählbaren Weg einschlagen und sich sein Leben individuell gestalten kann.
Niemand ist sich dessen mehr bewusst. Nur manche Menschen, die mit etwas mehr, als der allseits oberflächlichen Denkweise gesegnet sind, die erkennen das. Sie lernen auch aus Fehlern, sie handeln, sie denken, reflektieren, schlussfolgern, setzen um und ernten den Erfolg.
....
Ja, vielleicht bin ich sonderbar. Vielleicht bin ich besonders. Das wird mir so oft gesagt. Wenn sie doch nur hinter die
Fassade blicken könnten, so würden sie dies nicht als reines sonderbares Verhalten abtun, sondern mir mit wesentlich mehr Respekt und Erfurcht begegnen, als sie es jetzt schon tun. Aber wieviel soll ich ihnen sagen, wenn sie die Hälfte nur verstehen?
Na klar... du wusstest es. Du warst eine der wenigen, die es verstanden hatten. Ich habe dir vertraut. Du warst anders. ich habe auf uns vertraut. Hatte das Gefühl, mit dir jemanden gefunden zu haben, der zwischen den Zeilen liest, voller Niveau und Selbstachtung mit sich und seiner Umwelt respektvoll umgeht und für den Ziele nicht nur bis zum nächsten Wochenende reichen, sondern besonders sind, Mehrwert und Ideale ausmachen.
....
Wie lange geht dieser Text nun schon? Er ist so allgemein gehalten, dass er auf jede x-beliebige Person zutreffen könnte, da nunmal niemand hinter die Fassade eines Menschen blicken kann. Und daher kann niemand wissen, auch nicht du, die das nun vielleicht liest, wer ich bin. In letzter Zeit lächeln mich viele junge Damen an... von der WE-Kassiererin, bis hin zur Azubine auf der Arbeit. Liegt das an meiner positiven Ausstrahlung? Lächle in die Welt, dann lächelt sie zurück und blablabla?
Whatever, genauso wie derjenige, der das nun liest, erkennen auch die jungen Damen nicht, wer das wirklich ist, würden es vielleicht nicht einmal verstehen, zuordnen können, wenn ich es ihnen erzählen würde.
Ob es Menschen gibt, die für andere Dinge bestimmt sind? Andere Wege? Andere Ziele?
Manchmal würde ich gerne etwas eintauschen von meiner tiefgründigen Denkweise, von meiner ganzen Art, meiner Intelligenz oder von den vielen Werten und Idealen, die mich teils engstirnig, teils überindividuell und reserviert durch diese Welt schreiten lassen.
Einfach eintauschen, nur ein bisschen davon gegen etwas mehr Leichtigkeit, gegen etwas mehr Verblendung vor den Wahrheiten in dieser Welt, vielleicht gegen etwas weniger Erstklassigkeit. Vielleicht etwas Langweiligkeit? Etwas
Mainstream? Gegen etwas, was mich genauso wie all die anderen mit der Masse schwimmen lässt, mich in meiner kleinen Ed-Hardy-Welt zwischen Scripted-Reality und der Bild-Zeitung an einer gute Koalition und den ganzen Medienscheiss glauben lässt...
Ob es das wäre. So leben doch viele. Und sie scheinen so glücklich zu sein in ihren einfachen Beziehungen. Sie scheinen sie so ehrlich zu meinen, ihre oberflächlichen Komplimente, ihre inhaltslosen Liebesbekundungen. Irgendwie klappt es ja. Irgendwie einfacher, wenn man die Welt nicht so leicht durchschauen kann, wenn man sich keine Gedanken um so vieles macht und seinesgleichen an jeder Straßenecke findet.
Sie machen sich alle weniger Gedanken, würden so etwas hier niemals schreiben. Zwar keine klaren Gedanken, aber dafür auch kein grauer Himmel.
Nunja, mein früheres Ich schrieb damals aus einem Höhenflug heraus und tat gut daran, all diese Gedanken festzuhalten. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Vielmehr haben sich viele Dinge gefestigt und darauf bin ich sehr stolz. Ja, es sind keine Fortschritte mehr, sondern vielmehr Entwicklungen, die ich für mich heute feststellen kann.
Der Mai war ein wechselhafter Monat - zuletzt vor einigen Tagen hatte ich wieder dieses Hochgefühl. Es kommt immer dann auf und eben zuletzt vor einigen Tagen, wenn ich für mich diese Entwicklungen erkenne. Es war abends, bei einem Spaziergang durch Rapsfelder. Ich war anfangs nicht unbedingt gut drauf, nicht gepolt. Bin es eigentlich auch jetzt nicht, hab mich irgendwo schon wieder zu lange dem Alltagsstress hingegeben, zu oft in die Gesichter meiner Mitmenschen gesehen und mich mit den Problemen anderer Leute beschäftigt.
Nein, gepolt war ich dort nicht am Beginn dieses Feldweges und auch jetzt bin ich es nicht. Allerdings machte dieser
Spaziergang ganz allein durch die Landschaft wieder etwas mit mir, was mich ruhig und besonnen stimmen konnte. Ich dachte an vergangene Tage des letzten Jahres, an bestimmte Tage, die mich, mein Leben, meine Einstellung dazu und zu mir selbst stark und nachhaltig verändert haben. Ich dachte an jene Tage, jene Erinnerungen, die mir in jedem Moment, in dem ich sie in meinen Kopf lasse, eine kleine Welt bedeuten. Ein Lächeln entglitt meinem Gesicht, welches an dem Tag noch von relativ strengen Zügen geprägt war. Das änderte sich in diesem Moment, es war ein warmes Gefühl, ein schönes Gefühl. Und dabei waren es nur Erinnerungen an diese Zeit, in der ich so endlos glücklich und erfüllt war.
Es war die Erinnerung daran, dass ich es damals war und auch jetzt sein konnte, denn an meiner Einstellung - unabhängig von meinem Standort auf dieser Erde - hatte sich bis heute nichts geändert. Und somit bereute ich diesen Abstecher über die Rapsfelder nun plötzlich nicht mehr, nein ich schritt entspannter und schmunzeln voran, atmete tief ein und genoss die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages. Die Stille umgab mich. Nur ein paar Feldlärchen, die mich zu unterhalten schienen. Sonst nichts.
Solcherlei Situationen waren es in den letzten Monaten, die mir regelmäßig, ja wirklich in regelmäßigen Abständen immer mal wieder bewiesen haben, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass ich meine Mitte nicht wieder verliere oder zumindest dass ich sie im Blick behalte. Ich kann nicht sagen, dass ich sie die ganze Zeit fest im Griff habe, aber ich weiss zumindest, wo sie ist und habe eine etwaige Vorstellung davon, wie ich sie wieder zurückerlangen kann. Auch wenn das vielleicht nicht in jeder Situation oder an diesem Ort möglich ist.
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Ja, ich bin gut vorangekommen. Dieses Gefühl teilte mir insgesamt irgendwie mit, dass ich wirklich vorangekommen war. Diese Entwicklung ist in solchen Momenten immer so sichtbar. Wie ein Speicherstand, den man irgendwo abruft? Ja, vielleicht. So ähnlich würde ich sagen. Ich erkenne dann in solchen Momenten, dass sich vieles, was ich in der Vergangenheit einmal für die nahe oder ferne Zukunft angepeilt habe, plötzlich und mit ganz fließendem Übergang in die Realität umgesetzt wurde. Und ganz ohne, dass ich das groß geplant hatte. Es ist einfach passiert. Es hat sich ergeben und macht mich in dem Moment dann wirklich stolz.
Ich bin der lebendige Beweis dafür, dass Intelligenz, Ehrgeiz und der Glaube an sich selbst, gepaart mit der Begeisterung für die eigenen Werte und den individuellen Weg wirklich zum Erfolg führen können. Was wurde noch über mich gesprochen, was habe ich mich noch in der Vergangenheit selbst verurteilt. Zu allem Übel wurde man im Stich gelassen, wurde sich selbst überlassen. Andere wären eingeknickt, in alte Muster zurückverfallen.
Aber ich nicht. Nein, ich nicht. Ich bin stark geworden. Stark geblieben. Habe mich stark entwickelt. Ich bin stolz auf
mich.
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Nur frage ich mich oft, ob dieser nächste Schritt machbar ist. Der Schritt, an dem ich sie gehen lasse, der Schritt des
Loslassens? Der Schritt, der mich von ihr befreit, durch den ich endlich wieder freier atmen kann...
Denn ich leide... vielleicht angemessen, vielleicht unbewusst, vielleicht einfach nicht zurecht. Wirklich nicht. An der
Stelle, wo meine Füße sind, da ist die Wende der Zeit. Ich habe soviele neue Epochen eingeläutet, aber in diesem Falle schaffe ich es einfach nicht, diesen Schritt zu gehen. Das Glück kennt die Zeit nicht, sagt ein mir bekannter Sänger oft in seinen Songs.
Aber ich frage mich, ob die Liebe ein Bestandteil des Glücks ist. "Die Zeit heilt überhaupt nichts, wenn man sich nicht mal entscheiden kann - am Übergang" - wo ist dieser Übergang? Und wenn die Liebe ein Bestandteil des Glücks ist, wann kommt sie mir dann zuteil? Wo ist sie dann, wenn ich mich doch schon so oft glücklich geschätzt habe, zufriedene Augenblicke genießen konnte mich mit mir selbst im Reinen fühlte?
Wieso sind es die Gedanken an sie, die mich immer noch quälen, wieso sucht sie mich in meinen Träumen in der Nacht oder am Tage heim und beweist mir immer und immer wieder, wie sehr sie mir fehlt. Ruft sich immer wieder ins Gedächtnis. Wieviele Situationen habe ich so auf diese Weise schon x-fach Revue passieren lassen? In der einen würde ich den Streit gar nicht erst entfachen lassen, in der anderen küsse ich sie etwas zärtlicher, in der anderen sage ich ihr ein weiteres Mal, dass ich sie liebe. Ich würde die ganzen Momente gerne nochmal erleben, gerne nochmal etwas verändern.
Aber das wäre die Vergangenheit - sie kommen nicht mehr zurück. Wieso also diese Qual? Wieso diese Gedanken. Ich würde dich so gerne loslassen, ohne zu wissen, ob jemand wie du dann nochmal in mein Leben tritt....
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Deswegen suchte ich in der Vergangenheit so oft die Einsamkeit... die Natur. Nur ich, meine Wanderschuhe und die Natur. Niemand hält mich für diesen Typen, der so oft Freunden und Bekannten absagt, sich so oft aus den gesellschaftlichen Situationen herauszieht, um einfach nur alleine und für sich zu sein. Die wenigsten kennen meinen Kern, die wenigsten blicken wirklich hinter diesen sarkastisch jungen Mann... nicht verschroben muss man dafür sein, kein Freak, kein Nerd, kein Öko-Guru - nein, man ist einfach nur anders, einfach nur kein mainstream, kein Mitläufer, kein stressgepolter Großstadt-Zombie.
Ich bin das alles so leid. Deshalb suche ich die Einsamkeit, deshalb bin ich so gerne allein. Immer dann, wenn mich
quälende Gedanken heimsuchen, immer dann, wenn mich der Alltag einholt und mich und meine Beständigkeit auf die Probe stellen will. In der Nachbarschaft werden Autos zerkratzt, Parkplätze sind voll mit Glasscherben. Auf der Autobahn wird gedrängelt, an der Ampel gepöbelt. Die Gesichtszüge der Menschen weisen nach unten, jeder scheint mies gelaunt.
Es wird sich viel beschwert, wird viel gemosert und gemeckert. Niemand scheint sich mehr so richtig bewusst zu sein, welches Glück ihm eigentlich wirklich zuteil kommt. Just in diesem Moment, in dem er oder sie bewusst die Luft einatmen kann, einen frei wählbaren Weg einschlagen und sich sein Leben individuell gestalten kann.
Niemand ist sich dessen mehr bewusst. Nur manche Menschen, die mit etwas mehr, als der allseits oberflächlichen Denkweise gesegnet sind, die erkennen das. Sie lernen auch aus Fehlern, sie handeln, sie denken, reflektieren, schlussfolgern, setzen um und ernten den Erfolg.
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Ja, vielleicht bin ich sonderbar. Vielleicht bin ich besonders. Das wird mir so oft gesagt. Wenn sie doch nur hinter die
Fassade blicken könnten, so würden sie dies nicht als reines sonderbares Verhalten abtun, sondern mir mit wesentlich mehr Respekt und Erfurcht begegnen, als sie es jetzt schon tun. Aber wieviel soll ich ihnen sagen, wenn sie die Hälfte nur verstehen?
Na klar... du wusstest es. Du warst eine der wenigen, die es verstanden hatten. Ich habe dir vertraut. Du warst anders. ich habe auf uns vertraut. Hatte das Gefühl, mit dir jemanden gefunden zu haben, der zwischen den Zeilen liest, voller Niveau und Selbstachtung mit sich und seiner Umwelt respektvoll umgeht und für den Ziele nicht nur bis zum nächsten Wochenende reichen, sondern besonders sind, Mehrwert und Ideale ausmachen.
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Wie lange geht dieser Text nun schon? Er ist so allgemein gehalten, dass er auf jede x-beliebige Person zutreffen könnte, da nunmal niemand hinter die Fassade eines Menschen blicken kann. Und daher kann niemand wissen, auch nicht du, die das nun vielleicht liest, wer ich bin. In letzter Zeit lächeln mich viele junge Damen an... von der WE-Kassiererin, bis hin zur Azubine auf der Arbeit. Liegt das an meiner positiven Ausstrahlung? Lächle in die Welt, dann lächelt sie zurück und blablabla?
Whatever, genauso wie derjenige, der das nun liest, erkennen auch die jungen Damen nicht, wer das wirklich ist, würden es vielleicht nicht einmal verstehen, zuordnen können, wenn ich es ihnen erzählen würde.
Ob es Menschen gibt, die für andere Dinge bestimmt sind? Andere Wege? Andere Ziele?
Manchmal würde ich gerne etwas eintauschen von meiner tiefgründigen Denkweise, von meiner ganzen Art, meiner Intelligenz oder von den vielen Werten und Idealen, die mich teils engstirnig, teils überindividuell und reserviert durch diese Welt schreiten lassen.
Einfach eintauschen, nur ein bisschen davon gegen etwas mehr Leichtigkeit, gegen etwas mehr Verblendung vor den Wahrheiten in dieser Welt, vielleicht gegen etwas weniger Erstklassigkeit. Vielleicht etwas Langweiligkeit? Etwas
Mainstream? Gegen etwas, was mich genauso wie all die anderen mit der Masse schwimmen lässt, mich in meiner kleinen Ed-Hardy-Welt zwischen Scripted-Reality und der Bild-Zeitung an einer gute Koalition und den ganzen Medienscheiss glauben lässt...
Ob es das wäre. So leben doch viele. Und sie scheinen so glücklich zu sein in ihren einfachen Beziehungen. Sie scheinen sie so ehrlich zu meinen, ihre oberflächlichen Komplimente, ihre inhaltslosen Liebesbekundungen. Irgendwie klappt es ja. Irgendwie einfacher, wenn man die Welt nicht so leicht durchschauen kann, wenn man sich keine Gedanken um so vieles macht und seinesgleichen an jeder Straßenecke findet.
Sie machen sich alle weniger Gedanken, würden so etwas hier niemals schreiben. Zwar keine klaren Gedanken, aber dafür auch kein grauer Himmel.