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Klar kommen mit Ungerechtigkeiten

In Nürnberg sind viele der Obdachlosen Ausländer aus östlichen Ländern (Rumänien, Bulgarien, die Richtung), die keine Ansprüche auf irgendwelche Hilfen vom deutschen Staat haben, die mal von windigen Auftraggebern für irgendwelche (Schwarz-)Arbeiten angeheuert wurden und danach im Land geblieben sind, weil in ihrem Heimatland auch nichts und niemand auf sie wartet.
Für die deutschen Obdachlosen gibt es in Nürnberg zahlreiche Hilfsangebote, wer die nicht nimmt will entweder nicht (und inzwischen gibt es sogar schon eine Unterkunft für Leute mit Hund), oder fliegt durch eigenes Fehlverhalten aus jeder Unterkunft bald wieder raus. Ein paar Regeln gibt es nämlich sogar dort zu beachten, aber manche Personen sind schlicht asozial.
Allerdings verschwinden sie selbst mit Unterkunft nicht aus dem Stadtbild, denn die mauern sich natürlich nicht dort ein, sondern hängen trotzdem jeden Tag an ihren gewohnten Stellen ab. Die Arbeitsfähigkeit und -willigkeit und Vermittlungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist nämlich selbst mit Unterkunft ein ganz anderes Thema.
 
60 Wohnungsangebote ? ? ? ?
Was zum Geier ist da schiefgelaufen?
Bevor man auf der Straße steht, sucht man sich eher ein Zimmer in Untermiete, bei dem Preis kann das Jobcenter kaum meckern. (Hab ich auch eine Zeitlang gemacht, bevor ich meine jetzige Wohnung fand.)
(Und was macht man eigentlich mit einem Geographie-Studium? Die weißen Flecken auf der Landkarte überall jenseits des Ostblocks vermessen?)
Ich finde es toll, daß du für dich deinen Weg gefunden hast.

Es wäre doch diiiiiieeeee Lösung, dein Chema über alle überzugstulpen.
Problem gelöst.
***yeah***

***kopfschüttel***
 
Aber trotzdem stelle ich mir auch manchmal die Frage, warum es diesen Menschen so schwer fällt sich die entsprechende Hilfe zu holen.
Ich habe Mal mit einem Obdachlosen gesprochen, er war sich zu stolz.
Desweiteren schaue ich Reportagen in den Bereichen, wo sich solche Antworten ergeben.
 
Briefe von Behörden ungeöffnet geblieben sind...das sind definitiv falsche Entscheidungen. Wenn Vater Staat Post schickt sollte man die wohl öffnen! Oder machst Du das nicht?

Oh, dazu kann ich sogar was erzählen. Das kann passieren!

Das Jobcenter hatte bei uns zugesagt den Strom zu übernehmen (ziehen natürlich das Geld dann ab), allerdings kam bei uns nach ein paar Monaten der Techniker und stelle den Strom ab. Hatten daraufhin eine fette Rechnung zu begleichen... und mussten den Strom wieder neu anstellen lassen. Kostet noch einmal extra. Unsere Nachbarin hat uns über Monate hinweg viele wichtige Briefe entwendet. (abgesehen vom Auto zerkratzen, Müll in den Briefkasten stecken und weiteres.)

Sehr oft sogar kamen Briefe nicht an. Obwohl wir unsere Telefonnummern beim Jobcenter hinterlassen haben und wir sie von möglich fehlenden Briefen und der Situation aufgeklärt hatten. Festnetz sowie Handynummern waren angegeben. Ich wurde auch schon mehrmals angerufen, wenn sie was haben wollten - also können sie sich ja doch bei einem melden.
Sobald Du aber was machen sollst oder irgendwas falsch ist, wurde uns nicht nochmal bescheid gegeben und uns wurde gleich mit Kürzungen gedroht.

Es wurde über den Strom gesprochen. Unsere Vermittlerin hat entweder aber einfach vergessen dieses ins System einzutragen oder sie haben nicht überwiesen. Es kam einfach nichts beim Stromanbieter an. Das fehlende Lebensgeld war nur eine Kürzung gewesen - weil man ein Termin verpasst hatte. (Auch hier kein Brief bekommen!)
Die haben sogar bei unseren Eltern zwischendurch mal angerufen, wegen Kleinigkeiten und einer Frage... aber bei wichtigem helfen und dran erinnern? Nö. Sonst können sie ja nicht kürzen. 🙂

Es kann wirklich komische Dinge passieren. Hätte nicht gedacht das mein Partner das Jobcenter 3 mal verklagen musste. Nach vielen "Ereignissen" (zB. Kürzungen und Stress weil wir angeblich ein Baby hätten etc.), habe ich ihm geglaubt. Haben alles irgendwie bezahlen können und sind recht schnell direkt danach umgezogen. Wir haben aber auch draus gelernt.

Ich kann mir also gut vorstellen das aus irgendeinen Grund - man sowas auch übersehen oder nicht ausführen konnte.
 
Das Jobcenter. Die entscheiden, ob jemand umziehen darf.

Das Jobcenter entscheidet nicht, ob jemand umziehen darf.
Findest du nicht man sollte die Wahrheit schreiben, vor allem wenn man, so wie du, die Wahrheit sicherlich kennt?


Der Bezug von Bürgergeld durch das Jobcenter ist kein Hinderungsgrund für einen Umzug. Bezieher von Bürgergeld können und dürfen wie jeder andere Bürger in eine andere Wohnung umziehen. Es besteht keine gesetzliche Vorschrift, dass Bezieher von Bürgergeld die Erlaubnis des Jobcenters für einen Umzug benötigen.

 
Aber bei einigen sieht man ins Gesicht geschrieben, dass sie die Hoffnung auf etwas besseres verloren haben. Der Glanz aus den Augen ist weg, sie sind trüb und leuchten nicht mehr.
Ich muss dann immer daran denken, dass es auch diesen Menschen doch mal besser ging und dass auch sie Träume hatten und eine Vorstellung vom Leben. Aber jetzt scheint der Zug abgefahren zu sein und sie erwartet nur noch der Tod.
Womit haben die das verdient? Und außerdem, warum wird denen nicht geholfen? Warum fühlen sie sich nicht akzeptiert und warum haben sie aufgegeben? Wann war der Punkt, als es scheinbar zu spät war um umzukehren? Warum scheut der Staat sich denen zu helfen und warum lassen die Menschen sich nicht mehr helfen? Warum sind sie enttäuscht und möchten ihre Ehre für jeden Preis bewahren und nicht als schwach gelten um Hilfe zu bekommen?


Wenn du nicht mit ihnen sprichst und sie fragst, wirst du niemals erfahren ob deine Projektionen überhaupt stimmen.
 
Ich habe Mal mit einem Obdachlosen gesprochen, er war sich zu stolz.
Desweiteren schaue ich Reportagen in den Bereichen, wo sich solche Antworten ergeben.
Wer aus lauter "Stolz" obdachlos ist, ist echt selber schuld. Stolz gilt im christlichen Glauben sogar als schwere Sünde. Also, gläubig war dieser Obdachlose sicher nicht. Und besonders klug auch nicht. So eine Einstellung sollte sich höchstens jemand leisten, der schon einen festen Plan hat, wie er sich selber aus der Obdachlosigkeit wieder herausbringt, ohne den Staat in Anspruch zu nehmen. Wenn das nicht der Fall ist - ist er nur dumm, wenn er nicht jede vorhandene Möglichkeit ausschöpft.
 

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