Hallo Pixl
Ich glaube, dass Kinderwunsch sehr individuell ausgeprägt ist. So war er bei mir für einen Mann eher recht stark. Ich bin in einer konevntionellen Familie aufgewachsen. Der Mann arbeitet, die Frau kümmert sich um die Kinder. Die Eltern haben sich sehr stark über die Familie definiert. Das war auch in der ganzen Wohngegend in einem größeren Dorf so, in der ich als Kind und Jugendlicher gelebt habe. Familien, bei denen das nicht so war, und kinderlose Paare waren die Ausnahme, und gehörten nicht richtig dazu. Entsprechend war es für mich einmal selbstverständlich, dass man eine Partnerin findet, und dann Kinder bekommt.
Bei Dir habe ich außerdem das Gefühl, dass Dein Kinderwunsch mit Deiner Unzufriedenheit zusammenhängt. Du hast seit Jahren Deine Ausbildung hinter Dir, das Leben läuft inzwischen jedes Jahr gleich ab. Es kommt nichts neues mehr, es geht nicht voran. Du beschreibst Deinen Partner so, als ob er auf der Stelle stehen bleiben würde, von ihm kommen also auch keine neuen Impulse. Ich kann schon verstehen, dass Du dann verstärkt an Kinder denkst. Jetzt haben wir auch noch Frühjahr. Die Ruhe des Winters geht vorbei. Alles beginnt, wieder zu riechen und zu schmecken, alles bewegt sich. Und in Deinem Leben bewegt sich nichts.
Deine Beziehung stellst Du ja bereits in Frage. Vielleicht wäre ein aktiverer Partner besser für Dich, jemand, der Bewegung in die Beziehung bringt. Du könntest Dir aber auch mal überlegen, welche Alternativen Du hättest, Veränderungen in Dein Leben zu bringen. Vielleicht durch Arbeit, Hobbys, oder indem Du etwas suchst, wo Du Dich einbringen kannst, was Dich fordert. Das müssen nicht unbedingt Kinder sein.
Günter