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Kinderwunsch ansprechen (und gemeinsame Wohnung)

@Moni123 ich weiss nicht in was für einem Umfeld du lebst, aber in meinem Umfeld hat in dem Alter gar niemand mit dem Tha Kinderplanung abgeschlossen, sondern fängt gerade erst an. Ich wundere mich, dass im Jahre 2021 immer noch soviel Druck auf Frauen ausgeübt wird, und oftmals von anderen Frauen. Es ist jeder Frau selbst überlassen, wann sie Kinder will oder ob sie überhaupt will. Mitte 30 ist der Zug noch längst nicht abgefahren.

An die TE: such doch einfach das Gespräch mit ihm.
 
Hallo zusammen,

fast ein halbes Jahr später melde ich mich noch einmal dazu...

Ich habe das Thema im Dezember angesprochen: sowohl das Zusammenziehen als auch den Kinderwunsch... auch vorsichtig mit dem Hinweis, dass ich nicht länger als zwei Jahre warten möchte - vom damaligen Zeitpunkt (nicht Beziehungsdauer) an, also vor etwa einem halben Jahr, bis ich es probieren möchte (quasi Schmerzgrenze) . Zu diesem Zeitpunkt wären wir dann drei Jahre zusammen und ich 37, näher an 38. Er hat gut reagiert und gesagt, dass er auf jeden Fall auch im kommenden Jahr ( also jetzt diesem Jahr) mit mir zusammenziehen möchte. Das hatten wir ja eigentlich auch schon Anfang September gesagt... ich wollte ihn aber nie überrumpeln.

Inzwischen ist es so, dass ich seit Januar regelmäßig gucke, inzwischen einige Vorschläge gemacht und gehofft, dass wir Kompromisse finden. Er kommt vom Land, womit ich kein Dorf meine, sondern richtig vom landwirtschaftlichen Betrieb /Hof, seine Wohnung aktuell liegt auch auf einem Hof, dort gibt es mehrere Mietwohnungen. Ich selbst komme auch vom Hof und kann mir das sehr gut vorstellen, finde die Vorstellung romantisch und idyllisch - allerdings bin ich an der Stelle viiiiel offener und kompromissbereiter. Einen alten Hof oder eine Mietwohnungen dort zu finden - und dann noch groß und im Umkreis von wenigen Kilometern um seinen jetzigen Wohnsitz ist nicht ganz so realistisch, zumindest nicht in den kommenden Wochen bis Monaten. Wir haben uns ein Haus auf dem Land angesehen: zu kleine Räume und für ihn zu teuer. Ein anderer alter Kotten war zwei km zu weit weg von seiner Favoriten-Bauernschaft. Seine Eltern haben ein Ferienhaus, das sie vermieten, also auch mitten in der Bauernschaft: zu nah bei den Eltern. Stand dort in der Nachbarschaft eine Wohnung drin: auch zu nah an den Eltern. Hab ich vorgeschlagen, dass ich erst einmal bei ihm einziehe und meine Wohnung noch bestehen lasse, auch ein oder zwei mal die Woche hier schlafen könnte, wenn es ihm zu eng würde: seine Wohnung ist zu klein (70 qm).

Ich verzweifle langsam. Ich weiß, dass ich meine alten Erfahrungen (Wohnung suchen, mehrere Anschauen und nach ein paar Wochen bis zwei oder drei Monaten umziehen) ablegen muss und geduldig sein. Ich merke aber, wie traurig mich das macht. Sehr sogar. Vor einem dreiviertel Jahr haben wir zum ersten mal drüber gesprochen... er meinte innerhalb eines Jahres sollten wir wohl etwas finden. Langsam fängt er an sich zu trauen, es im Freundeskreis zu erzählen (solche Wohnungen oder Häuser gehen erfahrungsgemäß wohl eher unter der Hand weg). Bekannte berichten uns, dass sie zwei bis drei Jahre gesucht haben und man das einplanen muss. Ich verstehe ihn einfach nicht: warum kann man nicht einen Kompromiss eingehen? Er würde am liebsten einen alten Hof/Kotten kaufen, aber das speziell in einem Umkreis on 3-5 km. Das möchte ich ja auch und ist ja auch wunderbar - aber ich möchte auch weiterkommen.

Sein Bruder (10 Jahre jünger) hat gestern erzählt, dass er mit seiner Freundin zusammenzieht, die beiden sind Mitte 20 und zwei Jahre ein paar... er sagte, dass ihn das überrascht, dass das nun so schnell geht... sie hätten zwar vor ein paar Monaten mal erzählt, dass sie irgendwann zusammenziehen wollen, aber so schnell hätte er nun nicht gedacht... vielleicht war es auch nur ein blödes Gefühl für ihn, dass der kleine Bruder "ihn überholt".

Ich weiß, Vergleiche sind immer schlecht, aber dennoch tut es wohl jeder: um mich herum ziehen Paar problemlos nach einem Jahr (mehr oder weniger) zusammen, planen irgendwann eine Hochzeit, Kinder... einige meiner Freundinnen und Freunde... nach etwa einem Jahr zusammenziehen, nach zwei bis drei Jahren einen Antrag und/oder Schwangerschaft... wir sind nun 1 & 3/4 Jahr zusammen. Es wäre in Ordnung, wenn es realistisch wäre, dass wir zum Jahresende etwas finden würden... Aber wir kommen überhaupt nicht weiter - und obwohl ich weiß, dass es mir nichts bringt, wächst in mir das Gefühl, die Angst, dass sich meine Wünsche nicht mehr erfüllen... ich habe ja auch noch die Hormonstörung und benötige eine Kinderwunschbehandlung. Das soll nicht selbstmitleidig klingen, aber ausgerechnet ich kann es so "kompliziert" oder ängstlich vom ihm (?) nicht "gebrauchen". Ich weiß nicht, ob es nur seine Idealvorstellung ist, von der er absolut nicht bereit ist abzurücken oder einfach meine sich bestätigende anfängliche Sorge, dass es daran liegt, dass ich seine erste Freundin bin. WIE sollen da weitere Schritte kommen, wenn er alles im Ideal erfüllt haben muss zuvor? Ich verstehe das aber ich habe Angst, dass ich - aus jahrelanger Rücksicht auf die Wünsche der Partner - auf meine eigenen Verzichten muss. Ich zweifle nicht an meinen Gefühlen, aber ich zweifle daran, wie es weitergehen soll... Ich versuche mich da auch nicht reinzusteigern, aber die traurigen Gefühle kann ich nicht unterdrücken. Er weiß das und beteuert, dass er das Zusammenziehen auch will, das ist ihm sehr wichtig und glaube ich ihm auch...

Weiß wer einen Rat? Druck ist sicher auch nicht gut - und wenn er sich auf eine alternative Bleibe (ohne seine Wünsche) einlässt, auch nicht, da er dann womöglich sehr unglücklich wäre - aber so bin ich sehr unglücklich.

Liebe Grüße
 
Ich gebe der Sache keine Zukunft. Nach so langer Suche müsste längst eine Wohnung/Haus da sein. Auch bei ausgefalleneren Wünschen dauert das nicht ewig Ein Hof im Umkreis von 3 bis 5 km von ihm ist das absolute Maximum was er fordern kann. Ich versteh nicht warum der Kreis so eng gezogen werden muss.
Hast du dir überlegt was es für dich bedeutet, so einen Hof zu kaufen? Damit geht die Bauerei und das Investieren ja erst los. Am Ende hat das Leben deines
Freundes Prorität für ihn selbst.

Ein Kotten war 2 km zu weit weg. Und 2 andere Wohnungen zu nah bei den Eltern: Irgendwie widerspricht sich das. Der zu- weit-weg- Kotten war doch sicher auch Nahe am seinem zu Hause. Und seine Wohnung ist mit 70qm für den Anfang ausreichend. Man muss doch dort nicht bleiben. Am Ende kommen mir die Gründe deines Freundes vorgeschoben vor.

Auf der anderen Seite steht die Kinderwunschbehandlung. Das müsste ganz sicher jetzt angefangen werden, der Erfolg ist ja nicht vorprogrammiert.

Wenn du mich fragst- das wird nix. Aus meiner Perspektive dauert das alles zu lange und wirkt halbgar und unfertig. Wenn ich dein Freund wäre, wöllte ich ganz sicher auch ein Kind haben und würde alles tun damit das klappt.
 
Ich finde, du behandelst deinen Freund wie ein rohes Ei und stellst deine eigenen Bedürfnisse ganz hintenan. Aus Angst, deinen Freund zu "verschrecken"?

Ich fürchte, wenn du nicht noch x Jahre weiter rumeiern willst, musst du noch viel deutlicher Klartext reden. Was heißt, er "traut sich langsam" - das klingt merkwürdig für mich. 70 qm sind nicht zu klein für zwei. Noch habt ihr ja keine Familie.
 
Danke für Dein Update. Auch wenn ich mir für Dich gewünscht hätte, dass Du freudestrahlend berichtest, wie toll alles gegangen ist.

Ich will in das Horn nicht mit hineintuten, aber ich finde es auch zu zögerlich und tendenziell klingt es vorgeschoben. Diese 2 bis 5 km bei so einem speziellen Wunsch. Ich bin teilweise auch auf dem Hof groß geworden und mit so einem speziellen Wunsch muss man schon sehr viel Glück haben. Dass Leute ins Altersheim müssen und die Kinder den Hof nicht wollen oder jemand verstirbt und keine Erben usw.

In meiner Herkunftsregion wüsste ich jetzt nicht, wo ich auf die Schnelle einen solchen Hof/ Kotten kaufen sollte.

Und ich lebe mit meinem Liebsten auch auf 70 qm. Das ist nicht zu klein, wir können uns super aus dem 'Weg gehen.
 
Hallo ihr Lieben,

ich war vor einiger Zeit schon einmal hier aktiv - auch wegen einem Beziehungsthema...

Ich bin zwischenzeitlich seit etwas über einem Jahr (1 Jahr & 3 Monate) mit meinem Freund zusammen. Er ist 34, ich bin 35, werde in zwei Monaten 36. Neben meiner chronischen Schmerzerkrankung, mit der ich ihm ggü. inzwischen sehr offen umgehe und er auch gut mit umgehen kann, führen wir eine harmonische und gute Beziehung. Anfang September hatte ich schon einmal das Thema zusammenziehen angesprochen, worüber er sich sehr gefreut und hat und sich das im kommenden Jahr (hatte ich so gesagt) auch gut vorstellen kann. Wir haben dann noch ein oder zweimal am Rande, aber nicht konkret, darüber gesprochen oder gar gesucht.

Das Thema wohnen möchte ich nun gern nochmal ansprechen... dachte wenn wir entspannt die nächsten Tage mal zusammen auf der Couch verbringen und die Stimmung gut ist/passt. Ich möchte gern genauer wissen, wie er über unsere Zukunft denkt - zusammenziehen und insbesondere Kinder. Heikel finde ich den Grad zwischen Offenheit und eine Rückmeldung von ihm "einzufordern" UND einfühlsam/verständnisvoll sein. Grundsätzlich liegt mir das, habe dennoch Sorge, dass es in ihm einen Druck erzeugt. Das möchte ich auf keinen Fall - merke aber auch, dass mich das beschäftigt - vielleicht freut er sich ja auch...

Ich würde dann sagen, dass ich mich total freuen würde, wenn wir im nächsten Jahr wirklich zusammenziehen, da ich sehr glücklich mit ihm bin - dann fragen, wie er darüber denkt. Wenn wir dann ins Gespräch kommen, würde ich vielleicht auch noch sagen, dass es vielleicht sinnvoll wäre, eine etwas größere Wohnung zu nehmen, da ich in den letzten Jahren schon SEHR oft umgezogen bin (denke, das ist irgendwie nachvollziehbar und ok). UND DANN meine wichtigste, zweite Frage, ob er schon einmal überlegt hat, wann er sich Kinder vorstellen kann...

Gibt es von eurer Seite noch Tipps für ein solches Gespräch? Es sollte nicht verkrampft werden und ich entscheide je nach seiner Reaktion, wie tief ich darauf eingehen oder besser vertagen kann. Ich muss dazu sagen, dass nicht nur mein Alter, also fast 36, sondern auch eine Hormonstörung vorliegt, weshalb ich nur durch die Gabe von zusätzlichen Hormonen einen Eisprung bekommen kann. Laut meiner Frauenärztin kann ich zwar schwanger werden, es könnte aber doch deutlich länger dauern, als bei Frauen, die diese Hormonstörung eben nicht haben. Die Hormonstörung soll nicht Thema des Gesprächs sein, sondern wirklich nur 1. Zusammenziehen und 2. wann Kinder... natürlich nicht auf den Tag genau - aber wenn er sagen würde, erst in drei oder vier Jahren, muss ich für mich schauen, wie ich mit dem Gedanken und den Gefühlen umgehen kann, dann ggf. nicht mehr Mutter zu werden.

Ich finde das ganz schwierig... aber wenn ich nicht darüber rede, stecke ich auch in dieser Beziehung weiterhin meine Bedürfnisse aus Liebe zum Partner zurück, das wird mich auf Dauer auch nicht glücklich machen...

Viele liebe Grüße
Sprich doch einfach gerade raus mit ihm darüber.
 
Ich gebe der Sache keine Zukunft. Nach so langer Suche müsste längst eine Wohnung/Haus da sein. Auch bei ausgefalleneren Wünschen dauert das nicht ewig Ein Hof im Umkreis von 3 bis 5 km von ihm ist das absolute Maximum was er fordern kann. Ich versteh nicht warum der Kreis so eng gezogen werden muss.
Hast du dir überlegt was es für dich bedeutet, so einen Hof zu kaufen? Damit geht die Bauerei und das Investieren ja erst los. Am Ende hat das Leben deines
Freundes Prorität für ihn selbst.

Ein Kotten war 2 km zu weit weg. Und 2 andere Wohnungen zu nah bei den Eltern: Irgendwie widerspricht sich das. Der zu- weit-weg- Kotten war doch sicher auch Nahe am seinem zu Hause. Und seine Wohnung ist mit 70qm für den Anfang ausreichend. Man muss doch dort nicht bleiben. Am Ende kommen mir die Gründe deines Freundes vorgeschoben vor.

Auf der anderen Seite steht die Kinderwunschbehandlung. Das müsste ganz sicher jetzt angefangen werden, der Erfolg ist ja nicht vorprogrammiert.

Wenn du mich fragst- das wird nix. Aus meiner Perspektive dauert das alles zu lange und wirkt halbgar und unfertig. Wenn ich dein Freund wäre, wöllte ich ganz sicher auch ein Kind haben und würde alles tun damit das klappt.
Danke für dein Rückmeldung! 🙂 Er selbst hat erstmal gar nicht geschaut, nur ich am Wochenende... als ich ihn nach Dezember Anfang Februar wieder ansprach, meinte er nur "ja, kein Stress" und wollte nicht so viel dazu hören. Er guckt erst seit etwa zwei Monaten, ich seit Mitte Januar aber schon. So ein Haus oder Wohnung zu finden hat laut Freunden von ihm schon zwei bis drei Jahre bei denen gedauert... daher ist es wohl verhältnismäßig nicht lang. Aber ICH kann das nicht. Zumindest nicht, wenn nichtmal ein Kompromiss möglich ist. Ich denke, ich werde diese Woche nochmal mit ihm sprechen und ihm ganz offen von meinem Kummer berichten...
 
Ihr müsst einen Kompromiss finden. Er kann doch nicht den Zirkel einstechen und 5 km einstellen und dann einen Kreis um seine Wohnung ziehen. Und in diesem Kreis alle Häuser rot durchstreichen, die seinen Eltern gehören oder 2 km neben dem Elternhaus liegen. Da bleibt doch gar nichts übrig.
 

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