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Kinder-/Jugendpsychiatrie erwähnen?

G

Gast

Gast
Der erste Termin beim Psychologin rückt näher, und ich mach mir Gedanken... ob ich sagen soll, dass ich als Kind bereits in Therapie & anschließend Psychatrie war, falls die Frage kommt? Das wird ja sicher abgeklopft.

Ich weiß nicht wie das ankommt; dann bin ich für ihn sozusagen kein "unbeschreibenes Blatt" mehr. Nicht, dass er in die Falsche Richtung geführt wird dadurch; ich ewig von dieser Klinik erzählen muss, oder ich in die Schublade "untherapierbar" gesteckt werde , und deswegen als Patient abgelehnt werde...
Falls es aber die Psychologin nicht weiß, dann weiß es aber sicher die Krankenkasse und erfährt sie es durch die Akte, wenn das alles mehr als 12 Jahre her ist?? Dann muss er sich doch auch mit diesen ganzen PSychologen in Verbindung setzten oder??

Dabei steck ich momentan sooo viel Hoffnung in diese Therapie. Mir geht es schon, ja, ehrlich gesagt seit Jahren nicht gut und ich habe mich jetzt endich getraut es anzupacken! ich WILL meine scheiß Probleme endlich loswerden!!

Was ich definitiv NICHT will ist dass diese "schatten der Vergangenheit" wie ich es nenne, die neue Therapie überlagert!

Versteht ihr was ich meine?
Was würdet ihr mir raten?
 

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seele28

Gast
Warum solltest du abgelehnt werden oder als untherapierbar gelten? Das ist doch Blödsinn. Da brauchst du dir keine Gedanken machen. Es gibt so viele Menschen die in der Psychiatrie waren und das nicht nur einmal und trotzdem ambulante Therapie weiter machen.

Als Beispiel: Ich hatte ca. 20 Klinikaufenthalte, geschlossene, offene und Teilstationäre Behandlungen. Ich mache auch jetzt ambulante Traumatherapie, meine Therapeutin kann mir gut helfen, sie denkt weder dass ich nicht Therapierbar wäre oder dass ich ein hoffnungsloser Fall wäre. Klar bin ich nicht einfach, hab viele Diagnosen aber ich denke das sind Therapeuten schon gewöhnt.

Und wenn das noch bei dir 12 Jahre her ist, ganz ehrlich das ist doch total toll! Das du alleine gut klar kamst. Also wie gesagt das stellt kein Problem dar. Wäre ja noch schöner. Klinik bedeutet ja nur, dass man etwas mehr Therapie braucht und es ambulant nicht ausreicht. Deshalb wirst du sicher nicht abgelehnt, können aber immer andere Gründe geben. Dass die Chemie z.B. nicht stimmt oder sie sich auf dein Beschwerdebild nicht spezialisiert hat und sich damit eben nicht gut auskennt. Sei bitte ehrlich, es gibt kein Grund das zu verschweigen. Wirklich nicht. :)


Übrigens als untherapierbar wird man eingestuft, wenn man sich auf etliche Therapien nicht einlassen kann oder einfach nicht mitarbeitet. Aber Klinikaufenthalte oder allgemein viele Therapien im Lebenslauf sind keine Gründe als solches zu gelten.

Lg Seele28
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ich habe das immer so gemacht, wenn nach solchen früheren Aufenthalten oder so gefragt wurde oder nach Berichten dazu, dann sagte ich immer, das möchte ich jetzt nicht, ich möchte, dass Sie sich ein eigenes Bild machen. Und ich habe es verweigert. Erst später, wenn es wirklich wichtig war und das war nur einmal der Fall, dann habe ich auch von meiner "Karriere" erzählt und Berichte mitgebracht. Es ist nämlich tatsächlich durchaus möglich, dass Du in einer Schublade steckst, bevor Du überhaupt zum Thema gekommen bist. Man bleibt dann stecken in dem, was vor 12 Jahren war. Dabei hat man sich ja weiter entwickelt.

Abgelehnt wird die Therapie aber deshalb nicht. Aber der Thera hat ein anderes Bild von Dir. Und ich denke, während der 5 probatorischen Sitzungen ist das auch nicht wichtig.
 

glyphenseele

Mitglied
Hallo Gast!

Natürlich liegt es letzten Endes an Dir, wie Du Dich entscheidest, aber ich bin der Meinung, dass ein guter Therapeut Dich nicht sofort in eine "Schublade" stecken wird. Er wird sich dadurch ein Bild von Dir machen, das schon, aber Deine "therapeutische Vergangenheit" - die zudem ja schon mehr als zwölf Jahre her ist - kann da eher noch Klarheit schaffen und ihm die Möglichkeit bieten, genauer auf Dich einzugehen. Ich weiß nicht, ob die Probleme von damals die gleichen sind wie heute, aber wenn dem nicht so ist, kannst Du ja sagen, dass Du Dich nicht auf die Vergangenheit versteifen willst. Nur weil Du davon erzählst, heißt es nicht, dass Deine Therapie sich ausschließlich auf das Vergangene beschränkt. Wie gesagt, ein guter Therapeut sollte da differenzieren können, gerade wenn eine so lange Zeit verstrichen ist.
Und was das "untherapierbar" angeht: Dem wirkst Du schon damit entgegen, dass Du Dich freiwillig um eine Therapie bemüht hast. Du hast den Willen, etwas zu verändern, und das allein macht dich schon "therapierbar". Und auch unter Therapeuten gibt es einige interessante Exemplare, so ist meine Psychologin zum Beispiel sehr angetan von Menschen wie mir, die emotional instabil sind - so als kleiner Funfact nebenbei. :)
Letzten Endes bleibt es Deine Entscheidung, ob Du willst oder nicht. Wenn du Dir bis zum Termin immer noch sehr unsicher bist, kannst du auch erst einmal abwarten, wie sich das erste Gespräch so entwickelt, und dann entscheiden. Vielleicht wirst Du anfangs auch noch gar nicht gefragt, ob Du bereits Therapien in der Vergangenheit hattest, das macht vielleicht auch jeder Therapeut anders.

Auf jeden Fall finde ich es sehr gut von Dir, dass Du diesen Schritt gewagt hast. Ich wünsche Dir alles Gute!

glyphenseele
 

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