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Kinder in der individualistischen Gesellschaft

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Hallo videoseven!

Möchtest Du in einer Welt leben, in der sich niemand um das Wohlergehen des anderen kümmert?
 
Frank, sieh die Welt doch mal mit realen Augen. In dieser hochtechnologisierten Welt, wo es sogar schon theoretisch möglich ist, sich selber zu klonen, ist es mehr oder weniger eine Selbstverständlichkeit geworden, alles auf sich zu beziehen und sich selber als Mittelpunkt zu verstehen. Klar ist der Mensch immer noch auf andere Menschen angewiesen, schließlich gäbe es ohne den Menschen all diese Entwicklung nicht, aber wenn wir es ganz pragmatisch betrachten, ist man sich heutzutage der Wichtigste. Ein Wunder, dass Partnerschaften und zwischenmenschliche Beziehungen überhaupt noch möglich sind, bzw. wahrgenommen werden 🙄.

video
 
@darkside
Hm, ich bin nur froh, wenn Leute mit negativer Einstellung keine Kinder zeugen. Und den Partner gefunden haben, der das auch ok findet. Zwei, die es schaffen auch nicht versehentlich für Nachwuchs zu sorgen, obwohl sie sich triebhaft (und oft instinktiv zum richtigen Zeitpunkt) dem Thema Fortpflanzung widmen.
Und ganz, ganz böse ausgedrückt: die nicht sozial Eingestellten, die sich im Alter, wenn sie dringend jemand anderen bräuchten (also sozial betrachtet einen, der ihnen hilft), rechtzeitig aus dem Staub in den Staub machen, finde ich auch in Ordnung...

Übrigens ist auch in den Familien selber schon die Einstellung verbreitet, dass sich ausschließlich die Eltern um ihre Kinder zu kümmern haben. Viele Großeltern seilen sich auch schon und genießen "endlich" ihr eigenes Leben... Voll im Trend.
Wie kommst du aber jetzt auf behandlungsbedürftig? Solange derjenige damit leben kann, ist doch alles ok. Ob ich mich in seiner Situation wohl fühlen würde, kann mir ja schnuppe sein. Ich bin nicht er. Wenn ich sage, dass es mich interessieren würde, dann nicht weil ich eine Therapeutin auf Kundenfang bin, sondern wirklich aus persönlichem Interesse. Eine Überzeugung hat meist eine Wurzel.
Was mich nur ratlos macht. Wenn immer mehr Leute - um bei dem Bild zu bleiben - Geisterfahrer werden und schließlich die Mehrheit bilden (z.B. also Eltern mit Kindern vs. kinderlose Individuen) und die StVO umgeschrieben wird: was erzähle ich meinen Kindern, die es nun schon gibt? Die anderen kümmern sich nicht um euch, weil sie so mit sich selbst beschäftigt sind...? Ihr werdet lange suchen müssen, bis ihr jemanden finden werdet, der euch gut findet?
Als soziales Wesen, das sich unter seinesgleichen wohlfühlt, könnte es dann enger werden. (Gewollte) Kinder und junge Eltern als Exoten.
 
Zuletzt bearbeitet:
...

Und wenn es danach geht, müsste man sich ohnehin fragen, wessen Kinder arbeiten und wessen nicht.
Wenn ein Asozialer ein asoziales Kind großzieht und das dann auch asozial (und arbeitsunwillig) ist, dann hat er sich dadurch einen Rentenanspruch erfickt, oder wie? 😀


Darkside

Ja, das ist ja nicht neu, das ist heute auch schon so. 🙂

oder was sonst sagt man zu Leuten bei "Arbeitslos in der 3.Generation....." ?

Nur: jeder ist seines Glückes Schmied. Auch ein Kind aus solchen Verhältnissen kann mal ausbrechen .... 😀 . Hoffen wir darauf

Standhafter
 
Naja, wer Kinder der Rente wegen kriegt, ist auch nicht besser.

Da werden wir uns sowieso noch wundern, denn Kinder für die Rente jetzt noch auf Kiel zu legen, dafür ist es ohnehin viel zu spät. Der Zug ist abgefahren. Da geht es höchstens noch darum, ob in zweiundzwanzig oder fünfundzwanzig Jahren auf einen Rentner ein Beitragszahler kommt (falls nicht zwischenzeitlich eine Seuche ausbricht)... Bis dahin erzählen sie uns noch, dass es mit ein paar Abschlägen schon gehen wird.


Was ich meinte, war eher: kein Mensch pflegt gerne einen Menschenfeind, wenn er mit fünfundachtzig eine neue Windel und einmal Hintern abwischen bräuchte... (ganz früher hätten sich dazu mal die Kinder moralisch verpflichtet gefühlt, ist aber lang her; heute kann man ja alles kaufen)


Übrigens würde ich den Elternführerschein auch schon lang einführen. Wer durch seine eigene Einstellung zum Leben und zur Gesellschaft beweist, dass er seltsame Ansichten hat, dem würde ich nahelegen, einen Hund anzuschaffen. Aber wer soll das wieder durchsetzen? Und so schafft es eben ein Hartz IV-Empfänger durch Kindermachen mehr Geld zu bekommen als wenn er arbeiten würde = Fehler im System.
Aber dürften wir den deswegen zwangskastrieren???? Ich glaube nicht...

Also: wahrscheinlich und hoffentlich gibt es für diejenigen, die das Wagnis Elternschaft eingehen noch ein paar andere Gründe als die bisher genannten. Aber wundern tu ich mich - um auf den Einstieg zurückzukommen - inzwischen nicht mehr darüber, was mir mit der Kleenen passiert ist. Wir sind eben alle zu beschäftigt mit uns und lassen auch im Zweifel das Haus vom Nachbarn ausräumen... ist ja nicht unseres und er hat eben Pech gehabt. Wäre er mal lieber daheim geblieben.
 
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