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Kind von Fremden vergewaltigt/missbraucht

G

Gast

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Hallo,
Kurz zu meiner Situation. Ich bin Mama eines 3 jährigen Sohnes. Der Vater meines Sohnes ist mein Freund, seit 8jahren sind wir zusammen.
Mein Freund hat noch einen zweiten Sohn, 9Jahre. Zu seiner Mutter haben wir nur Kontakt wenn es um den größeren Sohn geht, der u.a.jedes Wochenende zu Besuch kommt.
Der große Sohn in ein fremdes Auto gelockt. Der große Sohn kam über Stunden zu spät nach Hause.
Er erzählt nicht was passiert ist. Er ist verstört, spricht mit niemandem mehr. Nicht mal seiner Mama erzählt er was passiert ist.
Die Kriminalpolizei ermittelt, zeugen werden gesucht usw.
Alle gehen von Vergewaltigung aus.
Ich weiß nicht wie ich als "Stiefmutter" damit umgehen soll. Seine Mama sagt das er seine Ruhe möchte, das sie sich um alles kümmert, mit ihm zum Psychologen geht usw.
Ich kann keine Nacht mehr schlafen. Könnte nur noch weinen, er war so ein Fröhliches Kind. Ich habe Angst das das meinem Sohn später mal passiert, Angst das der große Sohn meines Freundes für immer ein Trauma hat. Ich würde gerne helfen - aber seine Mutter möchte nicht. Das akzeptiere ich. Aber in mir drin kann ich mit dieser Situation nicht umgehen.
Nicht mal mit seinem Papa möchte er sprechen.
...
Es ist einfach schrecklich was da passiert ist.
Zum Glück ist er überhaupt wieder heim gekommen.
 
Lasst ihm Zeit, drängt ihn zu nichts aber macht deutlich, dass er immer und über alles mit euch reden kann. Und zeigt ihm, dass er immer noch ein ganz normaler Junge ist.
Ihr könnt ihm und seiner Mutter helfen, indem ihr ihn nicht drängt zu reden. Er wird irgendwann kommen und erzählen, wenn er spührt dass er ernst genommen wird und so viel Vertrauen wiedergefunden hat wie er dazu benötigt.
Seid einfach für ihn da.
Fang nicht an ihn und deinen Kleinen überzubehüten. Lasst sie einen Kampfsport lernen, dass sie lernen sich zu verteidigen und so genügend Selbstvertrauen aufbauen können. Zeig ihnen, dass die Welt nicht nur Gefahren bereithält. So können beide lernen mit dem umzugehen, was der Große erlebt hat, vielleicht sogar ohne ein ganzes Leben mit dieser Last herumlaufen zu müssen.

Die Tochter einer Bekannten hat vor vielen Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht. Ihre Mutter hat sie Karate lernen lassen, nicht nur so ein paar Stunden, sondern richtig intensiv. Wie sie 13 Jahre alt war musste sie mal abends im Dunkeln an einem größeren Bahnhof eine Stunde warten. Mein Schwiegersohn hat sich sehr darüber aufgeregt, was alles hätte passieren können in dieser Zeit. Sie lächelte ihn (ein wenig abfällig) an und sagte ganz trocken zu ihm: "Weißt du, wenn ich wollte könnte ich dich mit einem einzigen Schlag töten..." Sie ist mittlerweile mitte 20 und eine taffe, intelligente und sehr selbstbewusste junge Frau, die ihr erlebtes nicht mehr ständig mit sich herumschleppt.
 
Aussitzen wird schon wieder
Nein
Manche Menschen haben ein normales Leben.
Andere leiden ein Leben lang unter der Tat.

[...]
 
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