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Kind macht nach Besuch vom Vater in die Hosen

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Gast

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Hallo liebe Leser,

Ich bin erst seit 7 Monaten selber Vater, lebe aber in einer Beziehung mit meiner Freundin welche einen 6 jährigen Sohn hat. Unsere Beziehung ist sehr harmonisch und ich konnte sehr schnell eine gute Beziehung zu Ihrem Sohn aufbauen. Leider haben wir aber immer noch den Ex-Ehemann am Hals, welcher nicht los lassen kann. Bis vor kurzem habe ich immer die Meinung vertreten, dass der kleine seinen Vater immer sehen soll wens geht. Aber seit einigen Wochen stimmt etwas nicht mehr.

Der Kleine darf praktisch JEDES Wochenende zum Vater. Und zwar jedes, nicht nur jedes zweite. Nach den Besuchen beim Vater mussten wir den kleinen immer wieder trösten und vieles erklären, da der Vater ihm immer wieder erzählt dass Gott und Jesus die Familie wieder zusammen bringt. Noch heute versucht der Vater den Hass zu seiner Mutter über das Kind los zu werden. Aber damit wurden wir noch fertig, den wir haben einfach immer wieder mit dem kleinen geredet und der kleine konnte die Situation sehr gut meistern.

Seit etwa 3-4 Wochen aber, macht der kleine nach dem Besuch beim Vater in die Hosen. Zuerst zeigte es sich so, dass der kleine in der Nacht plötzlich wieder ins Bett machte. Bei den letzten 2 Besuchen hat der kleine sogar in die Hosen gemacht (grosses Geschäft). Weiter geht der kleine bei seinem Vater nie auf die Toilette für das grosse Geschäft. Der Vater musste auch schon mal den kleinen zu uns bringen damit er kurz auf die Toilette konnte. Das Kind kann es sich auch nicht erkären wieso er nicht rechtzeitig merkt, dass er aufs Klo muss. Kürzlich hat mir der kleine anvertraut, dass sein Vater Ihn viel anschreit. Er hat mir auch versprochen, dass sein Vater in nie berührt hat (und damit meine ich jede Art von Berührung, nicht nur ob es Schläge gibt). Anscheinend macht dem kleinen trotzdem etwas Angst und ich weiss nicht, wie ich mich weiter Verhalten soll (gegenüber seinem Vater)?

Meiner Freundin habe ich gesagt, Sie soll den Kontakt vom kleinen zum Vater abbrechen bis wir geklärt haben was los ist. Des weiteren würde ich den kleinen nur noch jedes 2te Wochenende geben. Meine Freundin findet das nicht gut, weil Sie das Kind dem Vater nicht vorenthalten möchte. Aber ich kann doch das Kind nicht einem Vater übergeben welcher irgend welche Psycho Spiele mit dem Kind macht?

Hat jemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht? wir haben jetzt kurz mit dem Kinderarzt gesprochen und er meinte hier sollten alle Alarmglocken läuten! Als nächstes suchen wir jetzt einen Psychiater in der Hoffnung das wir mehr herausfinden.

Schon mal Danke für jeden Tipp...
 
Seufz, was soll ich dir da raten?
Eine unabhängige Stelle, die den Jungen ansieht, ist schon mal nicht schlecht.

Wegen dem Umgang... es ist verdammt schwierig den Umgang abzubrechen - besonders, wenn der Vater auf den Umgang besteht UND nicht gut mit der Mutter steht.

Ihr könntet euch mit dem Jugendamt in Verbindung setzen, ihnen die Symptome erklären, betonen, dass ihr nicht wisst wodurch sie entstehen und dass ihr nach den Möglichkeiten betreuten Umganges anfragt, bis ihr herausgefunden habt, was das Kind so belastet.

Das zeigt, dass ihr euch Sorgen macht um das Kind aber den Umgang aufrecht erhalten wollt. Eventuell müsst ihr das im Notfall über das Familiengericht einklagen.

Eine rigorose Umgangsaussetzung ist nicht anzuraten. Hier wird dann schnell Beeinflussung des Kindes und willkürliche Umgangsverweigerung vorgeworfen - das verkompliziert nur alles.

Wenn ein Gespräch zuvor mit dem Vater einen Hauch von Hoffnung birgt, dass dieser Verständnis zeigt, dann würde ich es versuchen.
Wenn nicht, hilft nur der andere Weg. Hierbei müsst ihr damit rechnen, dass der Vater unverständig reagiert und sich "etwas einfallen läßt". Ist nahezu immer unschön.

Eine versöhnliche Möglichkeit wäre auch noch eine Mediation über das Jugendamt bei dem gemeinsam das Thema erörtert wird und der Vater mit ins Boot geholt wird bei der Ursachenfindung. Vielleicht hilft das ja?
Wenn das Jugendamt das nicht selbst macht, dann bieten sie Stellen dafür an, die darauf spezialisiert sind.
 
Hallo Gast,

solch ein Problem stellt eine Familie immer vor großen Herausforderungen.

Doch ich finde alleine deine Themeneinstellung verblüffend tendenziös, denn hier schreibst du

Kind macht nach Besuch vom Vater in die Hosen
Weiter geht der kleine bei seinem Vater nie auf die Toilette für das große Geschäft. Der Vater musste auch schon mal den kleinen zu uns bringen damit er kurz auf die Toilette konnte.
Also müsste doch die Frage lauten: „Warum geht das Kind nicht beim Vater auf die Toilette?“
Zumal das Kind ja im schulfähigen Alter ist, wo man das erwarten kann.

Daher frage ich erst einmal, was ist bei euch zu Hause nicht in Ordnung? Könnte es eure negative Einstellung zum leiblichen Vater sein?


Ein Kind merkt wie die Mutter eingestellt ist. Und es hört so manches mit, was gesprochen wird.

Ich möchte keinesfalls einseitig Partei ergreifen, doch sind es solche Sätze die mich nachdenklich machen:

Meiner Freundin habe ich gesagt, Sie soll den Kontakt vom kleinen zum Vater abbrechen bis wir geklärt haben was los ist.
Also du sagst sie soll!
Ich frage dich, geht es wirklich um eine Klärung, denn dann müsstet ihr zu Hause anfangen, oder geht es darum, das Kind dem leiblichen Vater zu entfremden.

Wenn es um das Problem des Einnässens oder Einkotens geht, dann würde ich mich fragen, wie bei einem normalen Tagesrhythmus ein Kind in der Nacht muss, wenn nicht gerade vielleicht eine akute Erkrankung vorliegt.

Warum, das scheint mir die Kardinalfrage zu sein, geht das Kind nicht auf die Toilette des Vaters, es könnte das ja, wie gesagt, alleine.

Könnte das Kind in soweit beeinflusst sein, dass es dem Vater misstraut?
Ich hoffe ihr seid euch der Verantwortung bewusst, ein Kind nicht als Werkzeug für oder gegen etwas, zu benutzen.

Mein Rat: Geht zum Kinderarzt und notfalls zum Kinderpsychologen und bezieht den Vater mit ein.
 
hallo diabolo, danke für die Tipps. Wir werden genau in diese Richtung gehen. Als erstes werden wir mal mit der Lehrerin schauen und evtl. ein Schulpsychologe dazu nehmen. Uns ist es ja wichtig das der Kleine wieder mit freude zum Vater geht. Ob das Gespräch mit seinem Vater fruchtet bezweifle ich, den seine Reaktionen sind immer voller Hass und Wut. Wir haben schon sehr oft das Gespräch mit Ihm gesucht, bzw. meine Freundin natürlich. Aber Sie kommt mit Ihm nicht auf einen grünen Zweig, auch nicht wenn man nur vom Kind sprechen möchte und die Vergangenheit mal für einen Moment beiseite lässt. Wird sicher nicht einfach, aber wir geben alles 😱)

Rhenus: Ich denke Sie haben mein Anliegen komplett falsch Verstanden. Wenn ich Ihre Antwort so lese, könnte ich mir auch vorstellen dass Sie selber ein alleinerziehender Vater sind. Sie schreiben dass wir eine negative Einstellung gegenüber seinem Vater haben! Und genau das stimmt eben nicht (zumindest nicht vor dem Kind), vor dem Kind reden wir nur gut über seinen Vater. Es ist ja der Vater der ständig schlecht über seine Mutter und erst Recht schlecht über mich spricht. Und es war der Vater der früher die Mutter geschlagen hat. Und die Mutter musste sich manchmal mit dem kleinen in einem Zimmer einschliessen, da beide so eine Angst hatten vom rabiaten Vater. Weiter haben wir einen gerichtlichen Beschluss dass der Vater den Kleinen jedes zweite Wochenende bekommt. Trotzdem geht der Kleine JEDES Wochenende zum Vater und der Vater kann auch während der Woche einfach anrufen und den Kleinen abholen. Und obwohl der Vater meiner Freundin die Scheidung nicht gibt, er praktisch keine Alimente zahlen muss, den kleinen immer negativ beinflusst,etc... und wir geben den Kleinen jedes mal ohne mit der Wimper zu zucken. Andere Frauen/Familien hätten schon lange den Kontakt auf das Minimum beschränkt.
Ich musste das kurz los werden, den wir brauchen den Kleinen eben überhaupt nicht als Werkzeug. Genau auf dieses Spiel haben und werden wir uns nicht einlassen.
 
hallo diabolo, danke für die Tipps. Wir werden genau in diese Richtung gehen. Als erstes werden wir mal mit der Lehrerin schauen und evtl. ein Schulpsychologe dazu nehmen. Uns ist es ja wichtig das der Kleine wieder mit freude zum Vater geht. Ob das Gespräch mit seinem Vater fruchtet bezweifle ich, den seine Reaktionen sind immer voller Hass und Wut. Wir haben schon sehr oft das Gespräch mit Ihm gesucht, bzw. meine Freundin natürlich. Aber Sie kommt mit Ihm nicht auf einen grünen Zweig, auch nicht wenn man nur vom Kind sprechen möchte und die Vergangenheit mal für einen Moment beiseite lässt. Wird sicher nicht einfach, aber wir geben alles 😱)

Rhenus: Ich denke Sie haben mein Anliegen komplett falsch Verstanden. Wenn ich Ihre Antwort so lese, könnte ich mir auch vorstellen dass Sie selber ein alleinerziehender Vater sind. Sie schreiben dass wir eine negative Einstellung gegenüber seinem Vater haben! Und genau das stimmt eben nicht (zumindest nicht vor dem Kind), vor dem Kind reden wir nur gut über seinen Vater. Es ist ja der Vater der ständig schlecht über seine Mutter und erst Recht schlecht über mich spricht. Und es war der Vater der früher die Mutter geschlagen hat. Und die Mutter musste sich manchmal mit dem kleinen in einem Zimmer einschliessen, da beide so eine Angst hatten vom rabiaten Vater. Weiter haben wir einen gerichtlichen Beschluss dass der Vater den Kleinen jedes zweite Wochenende bekommt. Trotzdem geht der Kleine JEDES Wochenende zum Vater und der Vater kann auch während der Woche einfach anrufen und den Kleinen abholen. Und obwohl der Vater meiner Freundin die Scheidung nicht gibt, er praktisch keine Alimente zahlen muss, den kleinen immer negativ beinflusst,etc... und wir geben den Kleinen jedes mal ohne mit der Wimper zu zucken. Andere Frauen/Familien hätten schon lange den Kontakt auf das Minimum beschränkt.
Ich musste das kurz los werden, den wir brauchen den Kleinen eben überhaupt nicht als Werkzeug. Genau auf dieses Spiel haben und werden wir uns nicht einlassen.


Hallo Gast,

wenn ihr mehr oder weniger offizielle Wege geht, dann wäre vielleicht nicht schlecht, auf dein Elternkurs "Kinder im Blick" hinzuweisen und seitens deiner Freundin auch zu signalisieren, dass sie bereit wäre an solch einem Kurs teilzunehmen. Familiengerichte haben durchaus die Möglichkeit die Teilnahme an solch einem Kurs für beide Elternteile verpflichtend anzuordnen.

Gib mal "Kinder im Blick" in die Suchmaschine ein und schau mal, ob es solch ein Kursangebot auch in euerer Nähe gibt. Es könnte sein, dass der Vater nach der Teilnahme an solch einem Kurs ein anderes Gespür für die Bedürfnisse seines Sohnes entwickeln kann.

Alles Gute
Sisandra
 
kinder halten bei tiefliegenden probs auch den stuhlgang zurück. würde ich mich mal drüber schlau machen...
wenns nur beim vater geschieht stimmt ja ganz klar etwas nicht. ich glaube das sind so sachen,das das kind sich dort nicht zeigen kann wie es wirklich ist.....es hat angst nicht angenommen zu sein....

der vater muss wirklich den umgang mit dem kind vertiefen...nähe ist da zum beispiel sehr wichtig.
da aber solch vergangenheit da ist, kann das kind ja auch nicht frei mit dem vater umgeheen,wie kind zum vater eben. psycho-prob und allein glaube ich nicht lösbar...
 
@ Gast

Ich denke Sie haben mein Anliegen komplett falsch Verstanden.
Ich denke nicht, es ging doch um das Einnässen usw. Oder?

Und es war der Vater der früher die Mutter geschlagen hat. Und die Mutter musste sich manchmal mit dem kleinen in einem Zimmer einschliessen, da beide so eine Angst hatten vom rabiaten Vater.
Lieber Gast, hättest du das sofort geschrieben, wäre meine Antwort doch wohl anders ausgefallen.

Dann weiß man doch, dass das Kind Angst davor hat auf der Toilette des Vaters eingesperrt zu werden. Es will nicht in Gegenwart des Vaters in einen Raum alleine oder mit ihm.
Es hat ein Trauma!
Es reflektiert die erlebten Situationen, von Gewalt und Angst und verbindet es mit dieser Toilette.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast,

ich neige dazu, erstmal vom Normalfall auszugehen. Reagiert ein Kind auf eine bestimmte Situation wiederholt mit Ängsten, macht dem Kind wohl die Situation zu schaffen.

Deine Freundin musste sich mit ihrem Kind einschließen, um sich vor der Gewalt zu schützen. Das Kind erlebt daraufhin immer wieder, dass sich die Mutter trennen sollte, den Täter auch nicht mehr sehen muss/braucht/sollte... .

Und dann bestimmt (ein Gericht) jemand über das Kind, dass es zum gewalttätigen Elternteil gehen muss. Immer wieder. Die erwachsene Mutter darf sich trennen. Das Kind nicht. Und wenn das Kind den gewalttätigen Elternteil nicht mehr sehen will/kann, erlebt es, wie der nicht gewalttätige Elternteil dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Wie verrückt das ist. Das ist zweimal grausam. Einmal für den nicht gewalttätigen Elternteil, der diese Gewalt immer wieder negieren soll und vor Allem für das Kind, das einem gewalttätigen Elternteil wieder und wieder ausgeliefert wird.

Gast, nehmt das Kind ernst 🙂

Lieben Gruß
Fragende
 
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Schon mal Danke für jeden Tipp...


...was ich hier über Konsequenzen bis zur Klärung entnehmen kann finde ich korrekt!
Einen Tip?
Das ist er doch schon, Kinderpsychologe - der richtige Weg! Im Zweifel immer für das Kind also ggf. Ende des Umgangs!!!

 
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