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Torsten8
Gast
Vor Jahren ist meine Oma gestorben. Ich habe meine Oma sehr gemocht und sie mich auch. Ich kann mich z.B. noch daran erinnern, dass ich früher oft bei ihr geschlafen habe und sie hat mit mir sehr oft und geduldig Brettspiele gespielt. Sie hat sich viel um mich gekümmert und ich habe mich bei ihr wohl gefühlt. Sie hat z.B. auch viele Dinge für mich gesammelt, die man für seine erste Wohnung gut gebrauchen kann, die ich dann auch bekommen habe. Sie war ein lieber und guter Mensch.
Als sie gestorben ist, habe ich davon per Telefon erfahren. Und nach dem Gespräch habe ich einfach so weiter gemacht, als wäre nichts gewesen. Ich war zu dem Zeitpunkt auch nicht alleine und niemand hat etwas bemerkt. Ich habe irgendwie nichts empfunden. Ich habe es sozusagen einfach zur Kenntnis genommen.
Auch später habe ich nie Trauer empfunden.
Ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen. Auch jetzt, Jahre später, mache ich mir deshalb immer noch Gedanken. Ich fühle mich wie ein schlechter Menschen deswegen.
(Jetzt lacht mich bitte nicht aus) Manchmal denke ich mir auch „Was ist, wenn Oma noch in irgendeiner Form weiter existiert und weiß was ich fühle? Ist sie dann sehr enttäuscht und traurig?“
Mir ist sowas schon mal an mir aufgefallen, als der Hund meiner Großeltern gestorben ist. Er war ja wie ein Freund für mich und ist sozusagen mit mir groß geworden. Aber auch da kann ich mich nicht daran erinnern getrauert zu haben. Ich dachte mir es liegt vielleicht daran, dass es „nur“ um ein Tier ging (auch für diesen Gedanken komme ich mir wieder schlecht vor).
Aber wie gesagt, auch bei meiner lieben Oma habe ich keine Trauer oder sowas empfunden.
Ich denke nicht, dass ich ein gefühlskalter Mann bin. Wenn ich z.B. ALLEINE traurige Filme schaue, können schon mal Tränen kommen.
Ich möchte einfach mal andere Meinungen darüber hören, denn im wahren Leben traue ich mich nicht darüber zu reden. Oder vielleicht gibt es ja auch Menschen die sowas ähnliches erlebt haben.
Meint ihr ich fühle mich zu recht schlecht deswegen? Woran kann es liegen, dass ich keine Trauer empfinde? Denkt ihr, man sollte sich für seine (fehlenden) Gefühle schämen?
Ich würde einfach gerne ein paar ehrliche Gedanken zu dem Thema lesen.
Als sie gestorben ist, habe ich davon per Telefon erfahren. Und nach dem Gespräch habe ich einfach so weiter gemacht, als wäre nichts gewesen. Ich war zu dem Zeitpunkt auch nicht alleine und niemand hat etwas bemerkt. Ich habe irgendwie nichts empfunden. Ich habe es sozusagen einfach zur Kenntnis genommen.
Auch später habe ich nie Trauer empfunden.
Ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen. Auch jetzt, Jahre später, mache ich mir deshalb immer noch Gedanken. Ich fühle mich wie ein schlechter Menschen deswegen.
(Jetzt lacht mich bitte nicht aus) Manchmal denke ich mir auch „Was ist, wenn Oma noch in irgendeiner Form weiter existiert und weiß was ich fühle? Ist sie dann sehr enttäuscht und traurig?“
Mir ist sowas schon mal an mir aufgefallen, als der Hund meiner Großeltern gestorben ist. Er war ja wie ein Freund für mich und ist sozusagen mit mir groß geworden. Aber auch da kann ich mich nicht daran erinnern getrauert zu haben. Ich dachte mir es liegt vielleicht daran, dass es „nur“ um ein Tier ging (auch für diesen Gedanken komme ich mir wieder schlecht vor).
Aber wie gesagt, auch bei meiner lieben Oma habe ich keine Trauer oder sowas empfunden.
Ich denke nicht, dass ich ein gefühlskalter Mann bin. Wenn ich z.B. ALLEINE traurige Filme schaue, können schon mal Tränen kommen.
Ich möchte einfach mal andere Meinungen darüber hören, denn im wahren Leben traue ich mich nicht darüber zu reden. Oder vielleicht gibt es ja auch Menschen die sowas ähnliches erlebt haben.
Meint ihr ich fühle mich zu recht schlecht deswegen? Woran kann es liegen, dass ich keine Trauer empfinde? Denkt ihr, man sollte sich für seine (fehlenden) Gefühle schämen?
Ich würde einfach gerne ein paar ehrliche Gedanken zu dem Thema lesen.