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Keine Tattoos?

Wenn die nachgedacht hätten, wären die Horror-Tattoos ja nie entstanden.

Die richtig guten Leute sind sicher dauerhaft ausgebucht und sehr teuer, schätze ich. Deshalb sieht man halt recht viel 08/15-Zeug wie Tribals oder was auch immer momentan modern ist. Das finde ich auch eher langweilig.

Das hier hat aber was:

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Das ist schon bombastisch - und wenn derjenigeSonnenbrand aufm Rücken hat, fällt das gar nicht weiter auf.
 
Die Sendung hab ich mir auch manchmal angeschaut. Einfach weil das total kreative Kunst ist, aus was total Verhunztem etwas zu machen, was sich der Betreffende vielleicht sogar von Anfang an hätte machen lassen, wenn er damals genauer nachgedacht hätte.

Gibt auch genug Leute die einfach zu geizig sind und sich dann lieber im Hinterhof von irgendwem stechen lassen. Geliefert wie bestellt.
 
Gibt auch genug Leute die einfach zu geizig sind und sich dann lieber im Hinterhof von irgendwem stechen lassen. Geliefert wie bestellt.
Ja, oftmals sieht man das dann auch. Ich kenne jemanden, der ein großes Tattoo am Kopf bzw. um den Kopf herum hat, kostete damals 1.400 Latschos. Keine Ahnung ob das viel ist. U.a. ein Wolfsgesicht und da seine Haara weiß nachwachsen, sehen die Stoppeln aus, als hätte der Wolf Schneeflocken im Fell.
 
Meine Tattoos sind jetzt polynesisch umgestylt.

ja, das ist mega "in" im Moment, aber langweilig finde ich es nicht. Der Ursprung und sogar das Wort "Tattoo" kommen aus dem Südpazifik. Jetzt haben Tattoos dort wieder eine grosse Bedeutung, nachdem sie lange Zeit verboten wurden, von den christlichen Eroberern.

Nachdem ich durch den Südpazifik gereist bin, habe ich mich dann entschieden, meine alten Tattoos entsprechend zu überstechen, bzw. umzugestalten. Zum Glück haben wir in meiner Stadt einen Spezialisten für diese Art von Tattoo. Und ich bin gespannt, ob wir zusammen noch eine Lösung finden, für meine rechte Schulter.
 
Eine unglaubliche Einmischung. Und bei vorhandenen Tattoos doch gar nicht möglich, oder?
naja... das war so im 16. Jahrhundert bis ins letzte Jahrhundert... da waren die tätowierten Einheimischen schon längst gestorben und die Kunst des Tätowierens sozusagen ausgestorben. Ein deutsches Forscherehepaar hat anfangs des letzten Jahrhunderts noch ein paar Leute befragen und Zeichnungen retten können. Auf diesen Forschungen haben die Polynesier die Tattoo-Kunst wieder aufgebaut. Sonst wäre noch mehr verloren.

Die Kirche hat schon sehr viel Schaden angerichtet.
 
Tattoos sind etwas, was ich nie verstanden habe. Ich hab keine, will keine und empfinde sie als Störfaktor in der Optik eines Menschen, wenn jemand welche hat. Sie lenken von der Attraktivität des Menschen ab, genau wie ein Schmutzfleck oder Piercings an allen Orten außer den Ohrläppchen.
Für irgendeinen Anlass was genau darauf Passendes mit Henna o. Ä. aufzumalen könnte ich nachvollziehen, und da hätte ich auch vereinzelt Ideen für mich selbst. Aber auf keinen Fall irgendwas Dauerhaftes fürs ganze Leben.
 
Die Rolle der Kirche habe ich im "Piercing-Thread" auch gerade angemerkt.
Was diese jahrhundertelange Prägung ausmacht bzw. dass sie was ausmacht, sollte man sich mMn bewusst machen.
Ganz so schwarz-weiß ist es nicht. Tätowieren ist durchaus auch eine christliche Tradition, siehe hier auf katholisch.de:

Im Mittelalter hätten die Franziskaner im Rahmen ihrer Passionsfrömmigkeit versucht, die Leiden Christi nachzuahmen und erfahrbar zu machen – auch mit Tattoos.

Man finde zudem in vielen Pilgerberichten Erzählungen darüber, dass in Jerusalem, Loreto, Santiago de Compostela oder auf dem Balkan "besonders Franziskaner die vielen Wallfahrer tätowiert haben". Auch die Kreuzzügler hätten sich tätowiert, um christliche Zeichen an sich zu tragen.


Aber es hat sich vieles geändert. Vor 1 - 2 Generationen waren Tätowierungen zumindest in unserem Kulturkreis tatsächlich nur etwas für Knackis oder Seeleute. Heute sind sie im Mainstream angekommen.

Ich persönlich glaube nicht, dass man mit Tattoos noch negativ auffällt. Kaum ein Fußballspieler, der nicht tätowiert ist und selbst in schicken Restaurants haben die Kellnerinnen sichtbare Tätowierungen. Ich habe Freunde mit Tattoos und auch ohne, das Ganze ist die normalste Sache der Welt geworden. Und wem es nicht gefällt, der muss ja nicht hinschauen.
 

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