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Keine Tattoos?

Die Rolle der Kirche habe ich im "Piercing-Thread" auch gerade angemerkt.
Was diese jahrhundertelange Prägung ausmacht bzw. dass sie was ausmacht, sollte man sich mMn bewusst machen.
Ganz so schwarz-weiß ist es nicht. Tätowieren ist durchaus auch eine christliche Tradition, siehe hier auf katholisch.de:

Im Mittelalter hätten die Franziskaner im Rahmen ihrer Passionsfrömmigkeit versucht, die Leiden Christi nachzuahmen und erfahrbar zu machen – auch mit Tattoos.

Man finde zudem in vielen Pilgerberichten Erzählungen darüber, dass in Jerusalem, Loreto, Santiago de Compostela oder auf dem Balkan "besonders Franziskaner die vielen Wallfahrer tätowiert haben". Auch die Kreuzzügler hätten sich tätowiert, um christliche Zeichen an sich zu tragen.


Aber es hat sich vieles geändert. Vor 1 - 2 Generationen waren Tätowierungen zumindest in unserem Kulturkreis tatsächlich nur etwas für Knackis oder Seeleute. Heute sind sie im Mainstream angekommen.

Ich persönlich glaube nicht, dass man mit Tattoos noch negativ auffällt. Kaum ein Fußballspieler, der nicht tätowiert ist und selbst in schicken Restaurants haben die Kellnerinnen sichtbare Tätowierungen. Ich habe Freunde mit Tattoos und auch ohne, das Ganze ist die normalste Sache der Welt geworden. Und wem es nicht gefällt, der muss ja nicht hinschauen.
 

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