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Keine Lust auf Hochzeit

Wenn sie sich schon auf der standesamtlichen Heirat so benehmen möchte ich nicht wissen wie es bei der kirchlichen zugeht.

Ich komme auch vom Land, aber so ein asseliges Verhalten kenne ich eher von den "weniger Reflektierten".
Seine Gäste zum Bleiben zu zwingen und dann noch zu bedrohen ist nicht besonders einladend.

Wenn es dir alleine schon beim Gedanken an die Hochzeit schlecht geht, musst du da nicht hingehen.
 
Die Familie des Bräutigams kommt aus der Stadt. Die Familie der Braut vom Land.
Dass der Umgangston auf dem Land mal etwas derber sein kann, hab ich schon mitbekommen. Aber man merkt den Leuten an, dass sie es nicht bös meinen und sie nur Spaß machen. Die sind echt nett und witzig.

Das war hier definitiv nicht der Fall.

Dass die Feste so lang gefeiert werden, weil so selten gefeiert wird, kann ich nicht bestätigen. Zumindest war ich auf dem Land schon auf drei Geburtstagen an einem Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag). Selbst 80-jährige sitzen da noch putzmunter um halb fünf Uhr morgens am Tisch. Ist wahrscheinlich alles eine Sache der Gewohnheit. Meine Verwandten wohnen fast alle im Ausland. Ich habe mir deswegen nie Sitzfleisch bei irgendwelchen Familienfeiern antrainieren können. Elf Stunden in einem Restaurant am Tisch zu sitzen, finde ich einfach anstrengend. Da können die Leute noch so nett sein.

Mein Freund meinte, dass es für mich ja nicht so schlimm sei, ich müsste den Bräutigam ja schließlich nicht heiraten.
Umgangston fand er auch schlimm. Hochzeit belastet ihn auch.
Deswegen die Frage, ob ich aus Solidarität zum Freund mitgehen sollte, der wiederum aus Solidarität zur Braut an der Hochzeit teilnimmt.
 
Ihr solltet zumindest ausmachen, dass ihr zu für dich erträglichen Zeiten frühzeitig geht. Warum solltest du dich quälen.

Und ich wiederhole mich: du bist zu nichts verpflichtet, du musst für dich selbst einstehen und sagen, ob du etwas willst oder nicht.
 
Du bist zu gar nichts verpflichtet, so sehe ich das.

Einzig dein Freund tut mir leid, falls er die Hochzeit ebenfalls als Belastung sieht.

Wenn ihr beide an einem Strang zieht, wäre es sogar noch besser. Geht einfach beide nicht hin.
 
Ich kann mich nur wiederholen, wenn sich alles dagegen sträubt solltet ihr nicht hingehen!
Eine Hochzeitsfeier sollte Spaß machen und man sollte sich darauf freuen.

Bei uns im Dorf benehmen sich die Leute bei Feiern auch nicht so und so lange wird auch nicht gefeiert.

Aber die Entscheidung was zu tun ist, kann euch keiner abnehmen....

Wann ist denn die Hochzeit?
 
Wenn ihr diese Enladung als so große "Belastung" empfindet, dann geht nicht hin. Dein Freund muss auch nicht aus "Solidarität mit der Braut" dorthin. Es sind zwei Gäste weniger, daran stört sich niemand.
Ich würde die Wahrheit sagen: dass ich mich schon bei der Standesamtlichen schlecht gefühlt habe.
Wer es nicht so direkt mag, erfindet Bauchweh.
 
Ich kann mich irren, schließlich war ich nicht dabei.

Kann es jedoch sein, dass Du sehr unsicher bist und Dinge schnell auf Dich beziehst? Hat Dich der Bräutigam wirklich bedroht und genötigt zu bleiben oder war es eher eine ungeschickte Art zu zeigen, dass er gern möchte, dass Du noch bleibst?

So eine direkte und laute Art ist auch nicht jedermanns Sache, aber möglicherweise bist Du da ein wenig zartbesaitet?

Und was mir echt aufstößt: niemand muss der Braut "beistehen". Sie hat diesen Mann geheiratet und liebt ihn. Sie geht nicht auf ihre Hinrichtung.
 
Naja, wenn mir jemand den Hals umdrehen möchte, ist es denke ich normal, dass ich das auf mich beziehe.

Bezüglich des Bräutigams schrieb ich, dass ich mich bedroht >fühlte<.
Ich saß, er beugte sich über mich, kam mir mit seinem Gesicht ganz nahe und sagte, dass das seine Hochzeit wäre und er darum bestimmen würde, wann jemand gehen darf und wann nicht. Ich sagte ihm, dass jeder selbst bestimmen darf, wann er gehen möchte und wann nicht. Daraufhin kam er mit seinem Gesicht noch näher an meines und wiederholte, dass wir bleiben müssten, weil es seine Hochzeit wäre und wir erst gehen dürften, wenn er das möchte.

Seine Augen funkelten dabei und ich bezweifle wirklich stark, dass das eine "nett gemeinte Aufforderung" war, zu bleiben. Zum weiteren Hintergrund: Die Person mit der ich gehen wollte, wurde kurz zuvor von einem anderen Hochzeitsgast geschlagen. Da muss man einfach akzeptieren, dass jemand keinen Bock mehr auf diese Veranstaltung hat und nach Hause gehen möchte. Ich wollte mich da auch nicht länger aufhalten. War richtig schockiert, dass ich dort gelandet bin.

Also ja, vielleicht bin ich zartbesaitet und beziehe Sachen schnell auf mich. Denn ich will nicht Teil einer solchen Veranstaltung sein.

Dass ich unsicher bin, kann ich zu 100 Prozent bestätigen. Ich versuche oft es anderen Personen recht zu machen. Gäbe es meinen Freund nicht, würde ich jedoch definitiv nicht zu der Hochzeit fahren, da mir die Braut nicht nahesteht.
Frage mich halt, ob die Personen sich bei der kirchlichen Hochzeit eventuell besser benehmen und möchte meinen Freund nicht im Stich lassen. Er muss auf jeden Fall bis zum Ende bleiben. Er ist fest eingeplant.

Da ich so unsicher bin und es mir schwer fällt unangenehme Entscheidungen zu treffen, habe ich mich mit dem Problem an das Forum gewendet.

Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen. Beim Gedanken daran, abzusagen, kam ich mir unglaublich schlecht vor (hauptsächlich wegen meines Freundes). Jetzt weiß ich, dass zumindest andere Verständnis für diese Entscheidung hätten.

Momentan tendiere ich noch dazu, hinzufahren und gegebenenfalls früher wieder zu fahren. Muss mir nur fest vornehmen, dass dann auch wirklich durchzuziehen, wenn ich mich unwohl fühle. Weiß nur noch nicht ganz, ob ich mich dann vom Bräutigam verabschiede.

Eigentlich sagt mein Bauch: Tue dir das nicht an. Geh nicht hin.
Mein Kopf: Das was damals passiert ist, war nicht in Ordnung. Vielleicht kannst du den Personen ja aus dem Weg gehen und du kannst ja immer noch fahren.
Mein Herz: Denk an deinen Freund. Er wünscht sich, dass du kommst. Lass ihn nicht allein.

Das macht es für mich so kompliziert.
 

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