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Keine Freunde und Ablehnung gegen alles wg. Vergangenheit

Stefan84

Mitglied
Mein Leben ist scheisse! Mein Vater hat seit Jahren schwere Depressionen und meine Mutter mittlerweile Panikattacken, Ängste und Sonstiges. Beide sind mittlerweile im Rentenalter und vegetieren so vor sich hin.

Meine Kindheit war miserabel. Ständig gab es wegen meinem Vater Probleme und Streit in der Nachbarschaft. Er regte sich über jeden noch so kleinen Mist auf, zerstach Fußbälle mit dem Messer, prügelte sich mit dem Nachbarn oder lag depressiv auf dem Sofa.

Damals ging das alles nicht spurlos an mir vorbei, da ich relativ schnell den Hass der Nachbarschaft, der Kinder in meiner Umgebung und Schule zu spüren bekam. Ich schlug mich fast täglich mit dem Nachbarjungen, wurde gemobbt, gegen einen Baum geworfen oder beim Fußball gegen die Band.

Ich habe dadurch so einen Hass und eine extreme Ablehnung gegen alles von damals (Dorf, Zuhause etc.) entwickelt, dass ich damit nichts mehr zu tun haben will. Jedoch schränkt mich das in meinem Leben extrem ein.

Ich würde z.B. gerne mal eine bestimmte Sportart ausprobieren, aber diese wird nur in einer Halle angeboten, welche der mobbende Nachbar vermietet. Dort will ich aber wegen dem Typen nicht hingehen, dasselbe mit den Restaurants, Bars usw. Teilweise ist das sogar bei einem der großen Arbeitgeber in der Region so. Dort gab es mal einen tollen Job, aber wegen meiner Vergangenheit und den anderen Typen aus meiner Vergangenheit bzw. der Umgebung wollte/will ich da nicht hin!

Ich hatte in meiner Kindheit einfach keine guten Erfahrungen mit Menschen, immer irgendwie Ärger, Probleme und lebe heute in völliger Einsamkeit.
 

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Stefan84

Mitglied
Was mich dort hält...ich weiß es ehrlich gesagt nicht - Angst? Ich wollte dort schon immer weg, aber es ging nicht. Wegen meinen Ängsten war ich lange Zeit in Behandlung und in Kliniken, und bin danach immer wieder Zuhause gelandet. Irgendwann begann ich dort im Umkreis (Landkreis) eine Ausbildung und seitdem bin ich dort.
Ich war zwar zwischenzeitlich etwas besser drauf, aber die Ängste, die Vergangenheit und alle damit verbundenen Erfahrungen waren nur verdrängt.
Ich hatte jemanden kennengelernt und bin seit mehreren Jahren in einer Beziehung, allerdings wird durch das intakte Leben des anderen einem selbst ständig der Spiegel vorgehalten.
Anfangs war das noch okay, da hat man die negativen Gedanken einfach verdrängt und sich an das intakte Leben des anderen angehängt, aber innerlich wusste man schon wie verkorkst das eigene Leben ist. Je älter man wird und desto fester die Beziehung wird, desto schlimmer wurden die eigenen Gefühle.

Geburtstage feiern - mit wem? Geschichten von früher erzählen - welche? Freunde besuchen - welche?

Jahrelang ging das gut, weil ich mich bei meiner Partnerin anhängen konnte, jetzt packe ich das alles nicht mehr.

Wo sind meine Freunde, wo ist mein Leben? Wen kann ich als Freund vorstellen und eine gute Zeit haben - niemanden!

Ich hatte nie das Gefühl normal zu sein, gemocht oder geschätzt zu werden, sondern immer wurde mir gesagt ich sei falsch, anders, behindert, krank, scheisse etc. Eine normale Freundschaft wie sie Kinder im Kindesalter entwickeln hatte ich nicht.
 

Stefan84

Mitglied
Ich habe einfach die Schnauze voll. Versteht ihr was ich meine? Seitdem ich denken kann laufe ich Leuten hinterher und Suche Anschluss bzw. Freunde.

Als ich meine Ausbildung begann war ich durch meine Vergangenheit alleine. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und suchte Anschluss. Ich traf mich mit Arbeitskollegen, verabredete mich zu Partys und rief am Wochenende ständig Leute an ob ich mit ihnen etwas unternehmen könnte. Alles immer aus der Furch heraus wieder allein sein zu müssen. Ich habe mich dadurch von einer Abhängigkeit in die nächste gestürzt und mich dabei völlig vergessen.

Ich habe sogar mit einem Arbeitskollegen, welcher am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat, meinen Geburtstag gefeiert und saß auf seiner Party herum, nicht auf meiner.

Ich habe mich irgendwie komplett selbst verloren und finde nicht mehr zurück!
 

Frau Rossi

Aktives Mitglied
Dein Blickwinkel ist so sehr auf das vergangene gerichtet.
Loslassen fällt dir anscheinend unglaublich schwer und in eine andere Richtung zu schauen.

Es hätte auch eure Party sein können.
Du warst nur gefühlt alleine wegen deiner Vergangenheit denn da waren doch neue Menschen während der Ausbildung.
Später klappte es doch mit der Kontaktaufnahme.

Ein Umzug ist kein Allheilmittel aber er könnte der Beginn etwas neuem sein.
Ist deine Partnerin beruflich/familiâr Ortsgebunden?
 
S

Soleman

Gast
Ich hatte in meiner Kindheit einfach keine guten Erfahrungen mit Menschen, immer irgendwie Ärger, Probleme und lebe heute in völliger Einsamkeit.
Du bist erwachsen?
Du musst nicht bleiben wie du erzogen wurdest, darfst dich ändern.
Es liegt an dir was du aus deinem Leben machts, nicht an andern, oder der Vergangenheit.
Was oft fehlt, ist die nötige Selbstverantwortung.
Viele Menschen neigen dazu, die Schuld immer woanders zu suchen.
Ich kann nichts dafür, ich hatte von Anfang an keine andere Wahl, die anderen haben dafür gesorgt, dass es so gekommen ist…
Selbstverantwortung bedeutet aber nicht nur, eigenständig zu handeln, sondern im Anschluss auch die Verantwortung zu übernehmen – egal ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt.
Ab einem gewissen Alter sollte Selbstverantwortung eigentlich zur Selbstverständlichkeit werden.
Der Schlüssel zu einem aktiven Leben: Eigenverantwortung übernehmen! (zeitzuleben.de)
 
N

NeuUdo

Gast
Natürlich ist es leicht, sich immer nur als Opfer der Umstände zu sehen und jegliche Verantwortung auf andere abzuwälzen.
Einfach zurücklehnen und in triefendem Selbstmitleid versinken.
Glücklich macht das aber nicht.
Du hast es selbst in der Hand, in welche Richtung sich dein Leben entwickelt, ob du unglücklich bleibst oder etwas dagegen tust und für welche Alternativen du dich an den vielen Scheidepunkten entscheidest.
Wer selbstverantwortlich handelt und denkt, muss sich dieser Verantwortung auch stellen, die Konsequenzen erkennen und auch selbst nach Lösungen suchen, anstatt die Schuld einfach nur bei anderen zu suchen.
Übernehmt die Verantwortung für euch selbst – in vollem Umfang, für eure Entscheidungen, Handlungen, nicht durchgeführten Aktionen, Gefühle und Entwicklungen – müsst euch dabei vielen Problemen und Herausforderungen stellen, was alles andere als leicht und sicher nicht immer angenehm ist.
Es eröffnet aber auf der anderen Seite auch viele Möglichkeiten.
Wenn ihr euch ständig nur als Opfer der Umstände seht und die Schuld irgendwo anders, nur nicht bei euch selbst, sucht, wird es euch nicht gelingen, mehr Verantwortung für euch selbst zu übernehmen. Hört also auf, für alles einen Sündenbock zu suchen.
Eigenverantwortung übernehmen: Öfter eigenverantwortlich handeln (karrierebibel.de)
 

Stefan84

Mitglied
Ja, später klappte es mit der Kontaktaufnahme, aber immer nur dann, wenn von mir aus der erste Kontakt entstand.

Ich rief ständig Leute an, schrieb SMS oder hängte mich an sie heran, wie das fünfte Rad am Wagen. Machen wir was, unternehmen wir was usw. Ich lud mich selbst zu Geburtstagen, Feiern oder sonstigen Aktivitäten ein, weil ich einfach nichts habe! Ich - damals 25 - hing mit 16-18jährigen herum, nur um was machen zu können und gleichzeitig war ich total eingeschüchtert.

Auch früher versuchte ich Freunde zu finden aber ich wurde immer abgelehnt: geschlagen, Löcher gegraben in die ich hineinfiel, verarscht wg. Sprachfehler usw.

Dadurch kam es eben zu solch dummen Situationen wir den damaligen Geburtstag.
 

Stefan84

Mitglied
Natürlich ist es leicht, sich immer nur als Opfer der Umstände zu sehen und jegliche Verantwortung auf andere abzuwälzen.
Einfach zurücklehnen und in triefendem Selbstmitleid versinken.
Glücklich macht das aber nicht.
Du hast es selbst in der Hand, in welche Richtung sich dein Leben entwickelt, ob du unglücklich bleibst oder etwas dagegen tust und für welche Alternativen du dich an den vielen Scheidepunkten entscheidest.
Wer selbstverantwortlich handelt und denkt, muss sich dieser Verantwortung auch stellen, die Konsequenzen erkennen und auch selbst nach Lösungen suchen, anstatt die Schuld einfach nur bei anderen zu suchen.
Übernehmt die Verantwortung für euch selbst – in vollem Umfang, für eure Entscheidungen, Handlungen, nicht durchgeführten Aktionen, Gefühle und Entwicklungen – müsst euch dabei vielen Problemen und Herausforderungen stellen, was alles andere als leicht und sicher nicht immer angenehm ist.
Es eröffnet aber auf der anderen Seite auch viele Möglichkeiten.
Wenn ihr euch ständig nur als Opfer der Umstände seht und die Schuld irgendwo anders, nur nicht bei euch selbst, sucht, wird es euch nicht gelingen, mehr Verantwortung für euch selbst zu übernehmen. Hört also auf, für alles einen Sündenbock zu suchen.
Eigenverantwortung übernehmen: Öfter eigenverantwortlich handeln (karrierebibel.de)
Du hast Recht mit der Eigenverantwortung, aber wie soll ich/man das lernen. Meine Eltern konnten mir das nicht beibringen -> Vater depressiv, Mutter Panikattacken. Sie selbst haben keinerlei Kontakte, Freunde oder Sonstiges, alles spielt sich immer im Kreis der Blase Familie statt.

Mein Vater bekommt es ja nicht mal hin mir zum Geburtstag zu gratulieren oder mir zu zeigen wie man "Mann" ist.

Ich habe noch nie erlebt das "Menschen" zu uns kamen und meine Eltern glücklich mit sozialen Kontakten waren. Alles war und ist immer nur schlecht...und langsam merke ich wie ich auch so werden.

Habe ich Probleme kann ich niemanden anrufen. Meine Eltern sind da keine Unterstützung.
 

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