hmm...also.
Wenn da ein Filmheld grosskotzig sagt "ich habe keine Freunde", heisst ich brauch keine, bin selber stark genug, schaff alles im Alleingang. haha *laut lach* Klar so sind die Super-Helden-Filme ja aufgebaut
(ich kenne jetzt den genannten Film nicht, mein nur so allgemein)
Das sind halt Filme, mit supertollen, beliebten Schauspielern, die man bewundert.
Aufs reale Leben lässt sich das wohl kaum übertragen.
Jeder braucht irgendjemand, einen vertrauten menschen, und wenns nur einer ist.
Klar, es gibt so Einsiedler, Aussteiger, aber die sind dann aus ganz besonderem "Holz" und haben (sorry) eine Macke oder genetische Fehlschaltung. Der Mensch ist nicht zum allein sein gemacht.
Ohne deinen letzten Absatz würde ich dir zustimmen. Natürlich ist der Mensch ein geselliges Lebewesen.
Aber warum sollten Einsiedler und Aussteiger eine Macke haben, oder irgendwie falsch verdrahtet sein?
Wenn sie mit ihrem Leben wirklich zufrieden sind, ist doch alles gut!
Außerdem ist es ja nicht so, daß Aussteiger kaum Freunde oder Kontakte zu anderen Menschen haben, und auch nicht jeder Einsiedler bewacht sein Anwesen mit ner Knarre in der Hand, damit es bloß keiner wagt, einen Schritt drauf zu zu gehen...
Es kommt aber vor, daß sich Einsiedler und minimalistisch lebende Aussteiger so eine Art Wettstreit liefern, wie super eigenständig und "anders als der Mainstream" sie doch leben, und sich dabei unheimlich toll und stark vorkommen.
Und das läuft dann so ähnlich ab, wie bei asketisch- religiösen Fanatikern, so nach dem Motto:
Ich kann auf noch mehr menschliche Kontakte/Konsum/Bequemlichkeiten verzichten, als du!
So wie in spanischen Klöstern des 16. und 17. Jahrhunderts, wo es alle mögliche Orden versucht haben, sich in Askese, Einsamkeit und Schweigegelübden zu überbieten, um angeblich gottgefälliger zu werden.
Hat sie das irgendwie zu besseren Menschen gemacht? Die Geschichte sagt eindeutig Nein....