Hi zusammen,
ich bin 32 w, ich habe "keine Familie" seit meinem 11. Lebensjahr. Meine Family brach für mich auseinander als meine Bezugsperson starb, da war ich wie gesagt 11. Spätestens seitdem fühle ich mich wie ein Fremdkörper in der Gesellschaft. In letzter Zeit treffe ich häufiger auf Menschen, die nett zu mir sind. Aber das macht mir Angst. Und noch beängstigender finde ich Gruppen, die gut zusammen harmonieren. Ich bin immer Außenseiter, das ist so tief in mir verwurzelt.. Letztens habe ich Arzttermine sausen lassen, weil die Mitarbeiter/innen in der Praxis ein super Team sind (dabei ist der Arzt eine Choriphae auf seinem Gebiet). Ich habe das Gefühl, sie wissen, dass ich nicht dazugehöre und nicht gut genug bin mit meiner verkorksten Kindheit. Dann reicht ein Blick oder ein Satz der in die falsche Richtung geht und schwupps, Abwärtsgefühlsspirale.. Dabei bin ich mit meinem Partner zusammen sehr lustig und wir albern herum. Ich hau ihm Sprüche um die Ohren und er mir, also ganz normal. Aber gehe ich "ungeschützt" aus dem Haus, verwandle ich mich in ein ängstliches Ding.. Ich bin derzeit ohne Job, ohne Freunde und ohne Family.
Dennoch gebe ich nicht auf. Ich frage mich, was macht mich denn glücklich - außer den Dingen, die mir Schwierigkeiten bereiten?
Anerkennung, gut in meinem Job zu sein und Sport (trotz Antriebslosigkeit / 2-Jahres-Burnout ohne ärztliche Hilfe - Ärzte glauben mir nicht wg. fehlender Kongruenz) beginne ich langsam wieder mit Spazieren gehen und Radfahren). Das ersetzt keinqesfalls Freunde und Familie, macht aber zeitweise glücklich. Außerdem ist bald Sommer, das macht auch zeitweise glücklich.
Also was ich tue, um der Einsamkeit zu entfliehen, ich bewerbe mich deutschlandweit bei Firmen,h die den Job anbieten, der mir spontan zusagt. Leider sind das nur Nord- und Süddeutschland. "Leider", aber wer weiß, vielleicht finde ich dort den Platz an den ich gehöre, ohne mich verstellen zu müssen und wo ich ich sein kann und Freunde finde?!
Aber falls nicht, was solls, ich hab eh nichts, das mich hier hält. Und mein Partner steht hinter mir, er wird mich unterstützen. Jetzt denken einige "Die hat ja wenigstens einen Partner", aber mein Partner gehört zu den "normalen Menschen" und kann mein Leid oft nicht nachempfinden, sodass ich mich trotzdem oft allein fühle, gerade dann wenn ich sehe, dass er einen Bekanntenkreis hat (dem ich nicht zugehöre, ihr versteht die Problematik?!)..
Ich hoffe, dass hier jemand ist, der die Fähigkeit hat, mich zu verstehen, sieht zumindest vielversprechend aus, wenn ich die Antworten so les🙂
Grüße Marie