F
fritzie
Gast
Hallo Medic,
ich war vor Jahren mit einigen Frauen befreundet, die als Bundeswehrangehörige (Sanitätscorps damals) im ehem. Jugoslawien stationiert waren. Eine von ihnen kam mit massiven psychischen Problemen zurück. So ganz unvertraut ist mir die Thematik nicht.
Sie wußte, daß ich so meine Probleme mit militärischer Ausbildung/militärischen Einsätzen hatte. Hat unserer Freundschaft nicht geschadet. Das nur vorweg.
Meine Frage an dich bezieht sich darauf:
ein Mensch, der trauert, hat dafür einen Grund. Du schreibst, da ist ein Mensch gestorben, den du als tüchtig, fröhlich, hilfsbereit kanntest. Du schreibst weiterhin, daß du berufsbedingt mit Trauerarbeit vertraut bist. Und daß du niemanden hast, an den du dich wegen deiner Trauer wenden kannst, selbst deine Eltern 'winken ab', weil sie von Auslandseinsätzen scheinbar nichts mehr hören wollen.
Und wenn ich dein Eröffnungspost und die nachfolgenden Beiträge von dir lese, dann lese ich ausführliche Begründungen, Verteidigungen und und und hinsichtlich solcher militärischer Einsätze und auch deine Bewertung, er sei hinterhältig und feige ermordet worden (zumindest wirkt das so beim Lesen). Es erschließt sich für einen unbeteiligten Leser nicht, was du nun furchtbarer findest: den Tod des Freundes - oder das, wofür dieser Tod steht (das wäre in der Tat diskussionswürdig) - du betonst und beklagst gleichzeitig, daß alle Reaktionen abwehrend seien.
Schwierig auseinanderzustrippen, nicht?
Es sind zwei völlig unterschiedliche Stiefel, um die es hier geht. Ich nehme es schon auch so wahr (war kürzlich in einem anderen Forum mal Thema, wo eine Mutter, deren Sohn sich zu einem Auslandseinsatz melden wollte, ihre Angst zum Ausdruck bringen wollte und dafür lauter Gesinnungsantworten erntete - fand ich schlimm) daß die Thematik Leute sehr schnell in eine selbstgerechte "Pazifistenverteidigerrolle" schlüpfen läßt, die Mitgefühl über den Verlust eines Menschen - gleich unter welchen Umständen - offenbar nicht zuläßt.
ABER - und das geht an deine Adresse: mir scheint, du machst an deiner Trauer über den Tod dieses Freundes Dinge fest, die da nicht hingehören. Wenn es DIR schlecht geht und du trauerst: warum provozierst du dann regelrecht eine solche Diskussion? Wäre es dann nicht nachvollziehbarer gewesen zu schreiben: ich betrauere den Tod dieses Menschen, über die Umstände dieses Todes kann und werde ich nicht diskutieren (kann sowieso nie zu einem Ergebnis führen)?
Es tut mir sehr leid, aber ich fürchte, daß du den Tod dieses Freundes instrumentalisierst. Und das tut nicht gut - dir nicht und auch nicht den Menschen, denen du auf diese Weise ihre Sicht über Auslandseinsätze quasi mit dem Druckmittel "Trauer" abzusprechen versuchst.
Deshalb noch einmal meine Frage: Was genau willst du?
ich war vor Jahren mit einigen Frauen befreundet, die als Bundeswehrangehörige (Sanitätscorps damals) im ehem. Jugoslawien stationiert waren. Eine von ihnen kam mit massiven psychischen Problemen zurück. So ganz unvertraut ist mir die Thematik nicht.
Sie wußte, daß ich so meine Probleme mit militärischer Ausbildung/militärischen Einsätzen hatte. Hat unserer Freundschaft nicht geschadet. Das nur vorweg.
Meine Frage an dich bezieht sich darauf:
ein Mensch, der trauert, hat dafür einen Grund. Du schreibst, da ist ein Mensch gestorben, den du als tüchtig, fröhlich, hilfsbereit kanntest. Du schreibst weiterhin, daß du berufsbedingt mit Trauerarbeit vertraut bist. Und daß du niemanden hast, an den du dich wegen deiner Trauer wenden kannst, selbst deine Eltern 'winken ab', weil sie von Auslandseinsätzen scheinbar nichts mehr hören wollen.
Und wenn ich dein Eröffnungspost und die nachfolgenden Beiträge von dir lese, dann lese ich ausführliche Begründungen, Verteidigungen und und und hinsichtlich solcher militärischer Einsätze und auch deine Bewertung, er sei hinterhältig und feige ermordet worden (zumindest wirkt das so beim Lesen). Es erschließt sich für einen unbeteiligten Leser nicht, was du nun furchtbarer findest: den Tod des Freundes - oder das, wofür dieser Tod steht (das wäre in der Tat diskussionswürdig) - du betonst und beklagst gleichzeitig, daß alle Reaktionen abwehrend seien.
Schwierig auseinanderzustrippen, nicht?
Es sind zwei völlig unterschiedliche Stiefel, um die es hier geht. Ich nehme es schon auch so wahr (war kürzlich in einem anderen Forum mal Thema, wo eine Mutter, deren Sohn sich zu einem Auslandseinsatz melden wollte, ihre Angst zum Ausdruck bringen wollte und dafür lauter Gesinnungsantworten erntete - fand ich schlimm) daß die Thematik Leute sehr schnell in eine selbstgerechte "Pazifistenverteidigerrolle" schlüpfen läßt, die Mitgefühl über den Verlust eines Menschen - gleich unter welchen Umständen - offenbar nicht zuläßt.
ABER - und das geht an deine Adresse: mir scheint, du machst an deiner Trauer über den Tod dieses Freundes Dinge fest, die da nicht hingehören. Wenn es DIR schlecht geht und du trauerst: warum provozierst du dann regelrecht eine solche Diskussion? Wäre es dann nicht nachvollziehbarer gewesen zu schreiben: ich betrauere den Tod dieses Menschen, über die Umstände dieses Todes kann und werde ich nicht diskutieren (kann sowieso nie zu einem Ergebnis führen)?
Es tut mir sehr leid, aber ich fürchte, daß du den Tod dieses Freundes instrumentalisierst. Und das tut nicht gut - dir nicht und auch nicht den Menschen, denen du auf diese Weise ihre Sicht über Auslandseinsätze quasi mit dem Druckmittel "Trauer" abzusprechen versuchst.
Deshalb noch einmal meine Frage: Was genau willst du?