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Kein Skilager für sozial schwache Kinder

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Ich finde das Verhalten auch...seltsam. Ich hab schon öfter von Schulen gehört (war z.B. auch auf meinem Gymi so), dass genau für solche Fälle ein Schulfördervein da war. Der organisierte nicht nur irgendwelche Veranstaltungen (mit), sondern gab auch Zuschüsse für Klassenfahrten/Exkursionen bei sozialen "Problemfällen". Oder in der Klasse selbst haben die anderen Kinder (bzw. deren Eltern natürlich) etwas beigesteuert, dass Kind xy doch mit darf. Ist aber wohl eher bei Tagesausflügen machbar, ein Skilager samt Vollpension kostet sicher doch ein erkleckliches Sümmchen...

Das ist das Eine. Ich teile allerdings irgendwo auch die Meinung, dass Skilager genau wie Auslandsreisen eigentlich nicht unbedingt Teil des normalen "Schulprogramms" sein müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Familie, die wirklich für nix Geld hat, andere Sorgen hat, als um die Finanzierung eines Skilagers zu kämpfen. Doch, sowas ist eigentlich "Luxus". Erwachsene reisen ja auch nicht zum Wintersport, wenn sie dafür kein Geld haben... Ich find es schlimmer, wenn Kinder im Alltag ständig ein "Nein" hören, wenn es z.B. um die neue Jacke, eine CD oder auch das Lieblingsessen geht. Das ist täglich spürbarer Mangel, der - vermute ich - eher weh tut als die Nicht-Teilnahme an so einer Fahrt.
 
Ich bin der Meinung das man auch als Kind ohne Skiurlaub eine gesunde soziale Kompetenz erlangen kann und auch die Erfahrung sparen zu müssen ist nicht unbedingt schlecht für´s spätere Leben.

"Wenn mir was fehlt hol ich´s vom Amt" ist zumindest die falsche Einstellung für die Zukunft.


Mmmmmmhhhh....................eigentlich ist das unmöglich.
Die Kinder von Eltern mit einem weniger gutem finanziellen Hintergrund werden von anderen Schülern eh schon schief angesehen und teilweise gemobbt. Mit solchen Sprüchen kann man sein Kind weder beruhigen noch trösten.
Die ärmeren Kinder müssen sowieso schon auf vieles verzichten was für andere Kinder eine Selbstverständlichkeit ist. Und viele dieser Kinder machen das super und sind oft sehr verständnisvoll ihren Eltern gegenüber auch wenn sie oft traurig sind. Leicht ist für sie das Leben weder zu Hause noch in der Schule. Diese Kinder werden mit Sicherheit eine größere soziale Kompetenz erreichen als die Kinder die alles haben was sie sich wünschen.

Vielleicht wäre es sinnvoller den anderen Kindern solche Denkweisen einzutrichtern, denn es sind sie, die den Ärmeren zusetzen mit Arroganz und Überheblichkeit.
Den Ärmeren muß man ihren Status in der Gesellschaft nicht erklären den kennen sie aus dem ff.
Vorgänge die selbst den Erwachsenen zu schaffen machen und für sie ungerecht sind, sollen von den Schulkindern im Null-Komma-Nix verstanden und verarbeitet werden ?
Jemand der das erwartet hat wirklich keine soziale Kompetenz.
 
Soziale Selektion! Ich glaub es nicht!

Das ist doch eine riesige Schweinerei, oder? Nun bin ich am Überlegen, welche Schritte man da einleiten kann. Denn ich denke, dass verstößt gegen das Grundgesetz. Oder????😕

Ich finde diesen Fall schwer zu beurteilen. Generell finde ich, dass die soziale Selektion, wie sie in Deutschland stattfindet, zu stark ausgeprägt ist. Sei es in der Schule, im Alltag, an der Uni oder später auch auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt tatsächlich sehr viele Fälle, in denen man das Humankapital nicht fördert und bestimmte Gruppen ausschließt, was nicht in Ordnung ist. Ich könnte eine ganzen Roman mit Kritikpunkten an unserer Neoliberalen Regierung und Gesellschaft schreiben.
Aber in diesen spezellien Fall bin ich mir unsicher. Es geht dabei nicht so sehr um die soziale Selektion, sondern eher um die Schule allgemein. Warum bietet die Schule überhaupt ein Skilager an? Haben die Lehrer zu viel Langeweile?
Die Schule soll das Humankapital formen und keinen Freizeit und Erholungsreisen organisieren. Für mich ist ein Skilager nichts, was mit der Schule zu tun hat - das ist eine reine Freizeitaktivität und absolut überflüssig.
Solche Veranstaltungen haben generell ganz unabhängig von den Finanzen nichts in der Schule zu suchen. Mir wurde nie so eine Fahrt in der Schulzeit angeboten - aus finanzielle Gründe hätte ich sie auch nicht mitmachen können, obwohl beide Elternteile berufstätig sind. Aber wo kommen wir denn dort hin, wenn wir solche teuren Urlaubsreisen nach St. Moritz generell ins Schulprogramm verankern?
Ich finde es nicht richtig, dass die Schule überhaupt sowas anbietet. Weder die armen noch die reichen Kinder haben auf solchen Fahrten etwas zu suchen - die gehören nicht in den Bildungsauftrag der Schule rein. Es wäre in diesen Fall wirklich verschwendetes Kapital, wenn man solche Reisen finanzieren würde.
Wenn die Schule Erholungsreisen anbietet, dann soll sie entsprechend günstige Angebote raussuchen und sie so gestalten, dass man für kleines Geld mitfahren kann. Wenn dann wirklich eine Förderung nötig ist, wäre die Summe nicht so hoch. Auch wenn es dann nur für ein Wochenende nach Weimar in die Jugendherberge für 40 Euro (inklusiv Fahrt) geht oder ähnliches. ;-)
 
Ich finde der Staat macht derzeit das einzigst richtige:
Normale Klassenfahrten in Schullandheime für finanziell benachteiligte Familien werden unterstützt.

Wie der Ersteller bereits erläutert hat ist die Skifreizeit keine
Pflichtveranstaltung der Schule sondern freiwillig.

Die Eltern stehen in der Verwantwortung Ihren Kindern den bewussten Umgang mit Geld beizubringen und auch den Kindern altersgerecht zu vermitteln warum man wenig Geld hat und warum man sparen muss und eben nicht alles sofort haben kann.
 
Ich bin auch der Meinung,daß Skiurlaube etc. nicht sein müssen.
Und ich bin auch der Meinung,daß solche Geschichten nicht auch noch steuerfinanziert werden müssen. Zumal es sicherlich genug Familien gibt, bei denen der Haushalt auch ohne öffentliche Transferleistungen
auf Kante genäht ist.
Und die dann solche Exkursionen über ihren Dispo finanzieren müssen und nen Hals kriegen,wenn sie hören,daß andere dafür einen "Gutschein" bewilligt bekommen.
Aber vielleicht könnte die Schule ja in Zukunft für solche Freizeiten eine Art Fundraising betreiben, Schulfeste, Veranstaltungen,Theateraufführungen und dergleichen.
Das würde den Gemeinschaftssinn sicherlich fördern und den finanziell schlechter gestellten Schülern
nicht nur die Teilnahme in Form von bewilligten Anträgen, sondern auch die aktive Mitgestaltung ermöglichen.
Vielleicht fühlen sich dann alle besser.
 
Und was bringt das? 😕

Hi Acromantula74, wir sammeln auf der Seite vom Dishwasher-Blog Erfahrungsberichte. Natürlich bringt das alleine nichts. Aber es ist immer gut, Diskriminierungen schwarz auf weiß dokumentiert zu haben, denn diese werden immer gerne geleugnet oder als "Einzelfälle" dargestellt. Falls ihr also mehr Erfahrungen gesammelt habt, sind wir für jede Mitteilung dankbar: Archiv « Dishwasher

Liebe Grüße,
Andreas
 
Klar habt ihr recht wenn ihr meint das eine Schule solche Aktivitäten gar nicht anbieten dürfte, wenn sie nicht für alle Kinder/Eltern gleichermaßen angedacht oder bezahlbar sind. Da sollten sich die Eltern zusammenpacken und etwas dagegen tun. Dann sollte keiner sich zur Teilnahme melden.

@wapiti, deine Vorschläge sind auch sehr gut, sind aber meines Erachtens nach schon in vielen Schulen zu finden.
Aber vielleicht noch nicht überall.
 
Und die dann solche Exkursionen über ihren Dispo finanzieren müssen und nen Hals kriegen,wenn sie hören,daß andere dafür einen "Gutschein" bewilligt bekommen.


Wapiti,

niemand muß solche Exkursionen über einen Dispo finanzieren.

Man hat immer die Wahl, nein zu sagen - und zu seiner Situation zu stehen.

Ich wüßte auch beim besten Willen nicht, wieso man sich dafür schämen sollte, wenn man die Not nicht grob fahrlässig selbst verursacht hat.

Wer sowas über einen Dispo finanziert, der lebt über seine Verhältnisse und versucht etwas zu scheinen, was er nicht ist: Wohlhabend.

Was soll das?

Wenn man nicht mal selbst zu sich steht... warum sollten andere einen dann für voll nehmen?

Tolles Vorbild, wirklich... 🙁
 
MÜSSEN natürlich nicht. Aber was tun die Leute nicht alles für ihre Kinder.
 
Es sieht so aus, als wäre eine Einigung in Sicht. Auf jeden Fall liegen alle Anträge beim Direktor, und am Montag wird er wahrscheinlich die Bescheinigungen dazu herausgeben.
Es wurden Stimmen laut von Eltern, die ihre Kinder aus Solidarität zu Hause lassen wollten. Da sich auch sonst die Beschwerden häuften, hat man wohl eingelenkt.
 
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