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Kein Problem, aber mir ist jetzt mal flau im Magen

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Gast

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Hallo

meine Diplomarbeit ist gerade im Druck, im Eildruck sozusagen. Ich kenne all ihre Schwachstellen und guten Seiten. Sie ist enorm groß und ich habe gerade Angst, die letzte mir gesetzte Frist nicht einhalten zu können. All die Tage, die ich in die Anfertigung der Arbeit investiert habe, ziehen gerade meine Augen eine Etage tiefer und ich denke nur an Schlaf, bin mir aber fast sicher, wieder Probleme damit zu haben, den überhaupt zu bekommen, denn ich habe ein Schlafproblem auch ohne Prüfungsdruck. Ich bin seltsam erleichtert darüber, dass da irgendwo ein Bindegerät sich meiner Arbeit annimmt und ich gerade überhaupt nichts zu diesem Vorgang beisteuern muss. Ich glaub, ich sacke einfach nur in mich zusammen, wenn ich die Zeit nicht einhalten kann. Dann waren diese Monate umsonst, diese Monate, in denen ich das Gefühl hatte, das Leben ist zum Stillstand gekommen oder existiert gar nicht.

Es wirkt so furchtbar absurd, wenn man irgendwo in der Bahn sitzt oder zum Supermarkt geht und man all diese Menschen sieht, die Freude empfinden, in einem ganz normalen Alltagstrott sich zu all ihren täglichen Dingen aufmachen und von außen betrachtet so viel langsamer in all ihren Bewegungen zu sein scheinen als man selbst. Da ist immer dieses Gehetzte in einem und Ruhe gibt es noch nicht einmal in der Nacht.

Ich hab auch ne Danksagung in meiner Arbeit platziert. Einen Menschen, der immer für mich da war, hab ich extra dort erwähnt, weil er irgendwie eine komische Afinität zur Uni hat aber vermutlich niemals eine von innen sehen wird. Ich wollte, dass er wenigstens in ein lange aufgehobenes Dokument reinkommt. So hat er doch ein kleines Stück Uni in seinem Leben. Er weiß davon noch nichts, mal sehen, ob er eher mit dem Kopf schüttelt oder sich freut.

Meine Eltern hab ich auch in die Danksagung geschrieben. Ich hatte das zwar schon vor, aber eine andere Abschlussarbeit, die mich so sehr während dieser Zeit aufgebaut hat, gab mir dann den letzten Anstoß, auch wirklich meine Eltern zu erwähnen. Bei lebenden Eltern kann man sich bestimmt für die Diplomarbeitsstulle am Morgen bedanken etc., aber es hat schon eine andere Qualität, wenn die eigenen Eltern tot sind. Mal sehen, wie das so ankommt, hab versucht, die Rührseligkeit in Grenzen zu halten...naja, aber irgendwie mussten meine Eltern auch rein...warten...ich bin unheimlich angespannt und so fertig..irgendwo zwischen Müdigkeit und leicht sich ankündigender Übelkeit...baaaaahhh
 

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