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kein Bier vor vier...

hornet

Mitglied
"Kein Bier vor Vier"...diesen Spruch sollte man sich zu Herzen nehmen. Zumindest, wenn man einen einigermaßen normalen Lebenswandel führen will.

Ich hab das heute anders interpretiert und mein erstes Bier um 5:04 getrunken. Jetzt ist der Stand bei einer halben Flaschen Whisky und 2 Bier.

Ich bin heute Morgen aufgestanden und wollte nur Betrunken sein. Einfach weg, betäubt. So dicht, dass ich wieder mal weinen kann, aber irgendwie funktioniert das heute nicht, also werde ich einfach noch mehr trinken, irgendwann geht es schon.

Gerade eben habe ich meine Mitbewohnerin um ein Bier gefragt, weil ich nur mehr Whisky habe und zum Essen passt das so schlecht. Auf ihre Frage, ob ich denn wirklich JETZT schon ein Bier trinken will, konnte ich nur antworten: "Ich hab heute nichts mehr vor...". Sie meinte nur: "OK, nimm dir eines."

Ich glaube es ist völlig egal was ich tue, niemand erkennt jemals, wie dreckig es mir geht. Gut, ist auch etwas viel verlangt, wenn ich nie den Mund aufmache. Aber ich kann nicht anders, bin so erzogen worden und wenn ich es doch mal tat wurde mir gezeigt, dass es nicht angebracht ist. Oder nicht gewünscht. Oder irrelevant. Wahrscheinlich würde ich sogar jetzt noch sagen, dass alles OK ist, wenn mich wer fragen würde wie es mir geht. Wird aber sowieso nicht passieren, also von daher...egal.

Jetzt schmeckt mir das Bier so gut, dass ich mir sofort ein drittes holen werde, oder noch etwas mehr, ich weiß es nicht. Der Whisky kann warten, aber er wird den heutigen Tag auch nicht überleben, soviel ist sicher.

Was ist das für ein sinnloser Beitrag? Was will der Alki denn hören? Der will doch nur Aufmerksamkeit.
Das fragt ihr euch sicher und ihr habt recht. Ich weiß nicht was ich hören will. Aber ich hab niemanden zum Reden und irgendwas will ich reden, also schreib ich einfach hier, was mir gerade durch den Kopf geht. Vielleicht kann mich ja irgendwer verstehen...
 

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Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich würde dir nahe legen über die Ursache deines Alkoholproblems zu sprechen.

Alles schlauen Sprüche gegen Alkohol wirst du vermutlich schon kennen, aber Alkohol ist eben oft nicht das Grundproblem, sondern nur die Flucht vor einem anderen Problem. Irgendwann wird dann aber auch der Alkohol selbst zum Problem oder schafft eben neue. Wer heute trinkt weil er seinen Job verloren hat, wird morgen durch den Alkohol seine Familie verlieren.

Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Leben wieder lebenswert machen. Kleinigkeiten, die man aber im besoffenem Zustand nicht wahrnimmt. Versuch dir nicht die Schuld für irgendwas zu geben, sondern denke an das heute, egal was in der Vergangenheit war.

Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte doch das Heute ist die Gegenwart. Und die zu erleben ist ein Geschenk.

Wenn du mal nicht an die Fehler von gestern und die Sorgen von Morgen denkst, dann schmeckt dir eine Tasse heißer Kakao heute genauso gut wie sie heute dem glücklichsten Menschen der Welt schmeckt.

Alles Gute!
 
P

Püppi83

Gast
"Kein Bier vor Vier"...diesen Spruch sollte man sich zu Herzen nehmen. Zumindest, wenn man einen einigermaßen normalen Lebenswandel führen will.

Ich hab das heute anders interpretiert und mein erstes Bier um 5:04 getrunken. Jetzt ist der Stand bei einer halben Flaschen Whisky und 2 Bier.

Ich bin heute Morgen aufgestanden und wollte nur Betrunken sein. Einfach weg, betäubt. So dicht, dass ich wieder mal weinen kann, aber irgendwie funktioniert das heute nicht, also werde ich einfach noch mehr trinken, irgendwann geht es schon.

Gerade eben habe ich meine Mitbewohnerin um ein Bier gefragt, weil ich nur mehr Whisky habe und zum Essen passt das so schlecht. Auf ihre Frage, ob ich denn wirklich JETZT schon ein Bier trinken will, konnte ich nur antworten: "Ich hab heute nichts mehr vor...". Sie meinte nur: "OK, nimm dir eines."

Ich glaube es ist völlig egal was ich tue, niemand erkennt jemals, wie dreckig es mir geht. Gut, ist auch etwas viel verlangt, wenn ich nie den Mund aufmache. Aber ich kann nicht anders, bin so erzogen worden und wenn ich es doch mal tat wurde mir gezeigt, dass es nicht angebracht ist. Oder nicht gewünscht. Oder irrelevant. Wahrscheinlich würde ich sogar jetzt noch sagen, dass alles OK ist, wenn mich wer fragen würde wie es mir geht. Wird aber sowieso nicht passieren, also von daher...egal.

Jetzt schmeckt mir das Bier so gut, dass ich mir sofort ein drittes holen werde, oder noch etwas mehr, ich weiß es nicht. Der Whisky kann warten, aber er wird den heutigen Tag auch nicht überleben, soviel ist sicher.

Was ist das für ein sinnloser Beitrag? Was will der Alki denn hören? Der will doch nur Aufmerksamkeit.
Das fragt ihr euch sicher und ihr habt recht. Ich weiß nicht was ich hören will. Aber ich hab niemanden zum Reden und irgendwas will ich reden, also schreib ich einfach hier, was mir gerade durch den Kopf geht. Vielleicht kann mich ja irgendwer verstehen...

So schwer es auch ist und unmöglich erscheint, aber kümmere dich um deine eigentlichen Probleme als um Alkohol. Du musst nicht so leben, wie man es dir vorgelebt hat. Habe den Mut für Veränderungen (notfalls mit Hilfe einer Therapie) in deinem Leben! Ich bin mir sicher, dann wird es dir schon bald besser gehen. Dir alles Gute und Liebe!
 

hornet

Mitglied
Dieses Riesenloch, das in dir klafft, dieser Schmerz will ausgefüllt sein. Nicht mit Sprit, mit etwas echtem, einer echten Lösung.
Das kann ich wenigstens mal klar beantworten. Diese Leere in mir will mit Liebe gefüllt werden. Aber ich die habe ich nicht und kriege sie auch nicht.
Ich weiß gerade selbst nicht so recht warum ich trinke.
Weil ich will, dass mir alles egal wird?
Oder weil ich im Selbstmitleid versinken will und endlich wieder mal richtig weinen will?
Ich weiß es nicht.

Ich kenne dich nicht, aber du solltest dir diesen Tag heute verzeihen. Und für dich sorgen. Damit es dir besser geht.
Ich nehm mir das auch gar nicht übel. Es ist wie es ist. Ich hab heute ohnehin nichts wichtiges zu tun, ich bin für niemanden verantwortlich, also kann ich guten Gewissens saufen.

Ich würde dir nahe legen über die Ursache deines Alkoholproblems zu sprechen.
Ich weiß das Problem, aber mit wem sollte ich Reden? Ich habe niemanden. Zumindest niemanden, den ich damit belasten kann, niemanden der mich verstehen würde, niemanden den es interessieren würde.

Alles schlauen Sprüche gegen Alkohol wirst du vermutlich schon kennen, aber Alkohol ist eben oft nicht das Grundproblem, sondern nur die Flucht vor einem anderen Problem.
Ja, kenne ich. Und es stimmt, es ist eine Flucht. In eine andere Welt. Weg von der Realität.

Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Leben wieder lebenswert machen. Kleinigkeiten, die man aber im besoffenem Zustand nicht wahrnimmt.

Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte doch das Heute ist die Gegenwart. Und die zu erleben ist ein Geschenk.
Ich weiß, Kleinigkeiten des Lebens an denen man sich erfreuen soll. Ich kann es nicht mehr. Lange genug habe ich mich - mangels echter Gründe - an diese Kleinigkeiten geklammert, aber irgendwann geht das nicht mehr.
Jeden Tag als Geschenk erleben? Kann ich auch nicht mehr. Es ist eher wie ein Kampf. Der beginnt jeden Tag beim Aufstehen. Überhaupt aufzustehen und dann ein halbwegs normales Gesicht aufsetzen und so tun als wäre alles OK. Unter Menschen gehen und den ganzen Blödsinn der sich sozialer Umgang nennt mitzumachen, nur damit einen nicht alle für total bekloppt halten, dann erst Recht jetzt zu Weihnachten. Familienfeiern...3 Tage hintereinander gute Laune vorspielen, ich weiß nicht mehr wie ich das noch schaffen soll...es war die letzten Jahre schon so schwer. 2014 habe ich mir geschworen, dass es diesmal das letzte mal war...aber ich habe es wieder mal nicht geschafft und so blüht mir dieses Jahr wieder die selbe Tortur.[/QUOTE]


So schwer es auch ist und unmöglich erscheint, aber kümmere dich um deine eigentlichen Probleme als um Alkohol. Du musst nicht so leben, wie man es dir vorgelebt hat. Habe den Mut für Veränderungen (notfalls mit Hilfe einer Therapie) in deinem Leben! Ich bin mir sicher, dann wird es dir schon bald besser gehen. Dir alles Gute und Liebe!
Natürlich muss ich nicht so leben, wie man es mir vorgelebt hat, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nur so geht. Wenn ich darüber reden wollte, wie es mir geht, kamen entweder sinnlose, abgedroschene, absolut nicht hilfreiche Sprüche, Unverständnis, Ignoranz oder ich wurde deswegen verarscht.

Ich danke euch trotzdem für eure Antworten, solange ich was zu tun habe (Antworten schreiben) saufe ich wenigstens weniger und komme nicht auf allzu blöde Gedanken.
 
P

Püppi83

Gast
Das kann ich wenigstens mal klar beantworten. Diese Leere in mir will mit Liebe gefüllt werden. Aber ich die habe ich nicht und kriege sie auch nicht.
Ich weiß gerade selbst nicht so recht warum ich trinke.
Weil ich will, dass mir alles egal wird?
Oder weil ich im Selbstmitleid versinken will und endlich wieder mal richtig weinen will?
Ich weiß es nicht.


Ich nehm mir das auch gar nicht übel. Es ist wie es ist. Ich hab heute ohnehin nichts wichtiges zu tun, ich bin für niemanden verantwortlich, also kann ich guten Gewissens saufen.


Ich weiß das Problem, aber mit wem sollte ich Reden? Ich habe niemanden. Zumindest niemanden, den ich damit belasten kann, niemanden der mich verstehen würde, niemanden den es interessieren würde.


Ja, kenne ich. Und es stimmt, es ist eine Flucht. In eine andere Welt. Weg von der Realität.


Ich weiß, Kleinigkeiten des Lebens an denen man sich erfreuen soll. Ich kann es nicht mehr. Lange genug habe ich mich - mangels echter Gründe - an diese Kleinigkeiten geklammert, aber irgendwann geht das nicht mehr.
Jeden Tag als Geschenk erleben? Kann ich auch nicht mehr. Es ist eher wie ein Kampf. Der beginnt jeden Tag beim Aufstehen. Überhaupt aufzustehen und dann ein halbwegs normales Gesicht aufsetzen und so tun als wäre alles OK. Unter Menschen gehen und den ganzen Blödsinn der sich sozialer Umgang nennt mitzumachen, nur damit einen nicht alle für total bekloppt halten, dann erst Recht jetzt zu Weihnachten. Familienfeiern...3 Tage hintereinander gute Laune vorspielen, ich weiß nicht mehr wie ich das noch schaffen soll...es war die letzten Jahre schon so schwer. 2014 habe ich mir geschworen, dass es diesmal das letzte mal war...aber ich habe es wieder mal nicht geschafft und so blüht mir dieses Jahr wieder die selbe Tortur.



Natürlich muss ich nicht so leben, wie man es mir vorgelebt hat, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nur so geht. Wenn ich darüber reden wollte, wie es mir geht, kamen entweder sinnlose, abgedroschene, absolut nicht hilfreiche Sprüche, Unverständnis, Ignoranz oder ich wurde deswegen verarscht.

Ich danke euch trotzdem für eure Antworten, solange ich was zu tun habe (Antworten schreiben) saufe ich wenigstens weniger und komme nicht auf allzu blöde Gedanken.[/QUOTE]


Wenn du willst, dass dich jemand liebt, dann verzichte auf den Alkohol und bringe dein Leben in den Griff. Wie willst du denn ein nette Frau kennen lernen, wenn du besoffen durch die Welt rennst. Erfahrungen, die du früher gemacht hast, sind nicht schön. Aber jeder von uns kennt Erfahrungen dieser Art. Nur du kannst aber lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen und es wie gesagt anders zu machen.
 

hornet

Mitglied
Wenn du willst, dass dich jemand liebt, dann verzichte auf den Alkohol und bringe dein Leben in den Griff. Wie willst du denn ein nette Frau kennen lernen, wenn du besoffen durch die Welt rennst.
Nun, besoffen renne ich nicht durch die Welt. Es ist nicht so, dass ich regelmäßig trinke. Nur heute war so ein Tag, da wollte ich nichts anderes, nur weg sein.

@ Pepita:

Mit dieser konzentrierten Auflistung all meiner Probleme hast du es geschafft, dass ich mich beim Lesen gerade eben noch schlechter gefühlt habe als ich mich ohnehin schon fühle. Soll nicht negativ gemeint sein, echt, ich schätze die Mühe, die du dir gemacht hast, vor dem Antworten meine sonstigen Threads zu lesen und ich kenne und schätze deine sachlichen und guten Beiträge sehr.

Trotzdem muss ich dir jetzt in ein paar Punkten widersprechen:
Nicht Ich habe ein Bindungsproblem, sondern meine Mutter.
Ich wohne auch nicht bei meiner Mutter in dem klassischen Sinne, sondern im selben Haus, habe dort aber nicht eine komplett eigene Wohnung für mich. Im übrigen wohne ich meistens an meinem Studienort. Auch die Aussage, dass ich keinen Beruf habe, kann ich so nicht ganz unkommentiert stehen lassen. Das klingt so, als hätte ich nichts. Das stimmt nicht, ich habe eine fertige Berufsausbildung und studiere jetzt. Nicht fertig, aber ich bin dabei.

Was Weihnachten betrifft: ich würde am liebsten gar nicht feiern. Geht aber aus div. Gründen nicht.
Mit meiner Mutter muss ich "nur" Heiligabend verbringen, aber am 25. ist großes Feiern bei der Familie meiner Mutter angesagt und am 26. bei der Familie meines Vaters. Dort jeweils nicht zu erscheinen gleicht einem Sakrileg. Die können sich natürlich nicht vorstellen, dass man von Weihnachten die Nase voll hat, es ist quasi der Höhepunkt des Jahres für sie.

Was den Rest deines Beitrages betrifft: du hast natürlich Recht. Jammer bringt nichts, man muss was unternehmen. Weiß ich und ist sicher richtig. Kann ich aber im Moment nichts mehr damit anfangen. Ich kämpfe seit 2 Jahren nur mehr, ich will nicht mehr, hab genug davon.
 

Lostsouls

Sehr aktives Mitglied
Hallo hornet,

ich mag Dir einfach mal einen verstehenden Gruß rüber schicken.

Pepita hat sich die Mühe gemacht, Deine Threads gelesen und miteinander verbunden, quasi Mathematik betrieben und das wird wohl auch sinnvoll sein. Auch wenn es für Dich gerade schwer auszuhalten ist, was Du damit als "Präsent" bekommst. Sie scheint aber nicht Unrecht damit zu haben...

Aber... und jetzt komme ich mit meinen salbungsvollen Worten.... ich habe vollstes Verständnis dafür, dass es Tage gibt, die schwer auszuhalten sind und man sich danach sehnt, wenigstens kurzfristig diesen zu entfliehen. Auch wenn - aus eigener Erfahrung - das Aufwachen am nächsten Tag deshalb nicht unbedingt leichter ist. So manches mal geht es mir auch so. Dann ist das Fass ziemlich übervoll und man weiß nicht so recht, wohin mit all den Gedanken und Empfindungen. Dann ist es sehr verlockend, sie zu betäuben und ihnen wenigstens für eine gewisse Zeit zu entfliehen. Ich wäre ein Holzklotz, wenn ich das selbst nicht auch kennen und erleben würde...

Ich würde mal sagen, es ist ok, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Also, zu der Gewohnheit, dass man sich quasi wegschiesst, aber nichts am Zustand ändert. Ist nicht einfach, doch es ist machbar. Und fängt damit an, Dich selbst wahr zu nehmen, Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu versuchen, dafür was zu tun.

Die Feiertage liegen wie Blei vor Dir. Profan gedacht, gehen sie vorbei und danach kannst Du aufatmen, hast Deine Pflicht getan und hast es überstanden. Aber in Dir sträubt es sich auch ziemlich dagegen, sonst würdest Du so einen Tag wie heute (oha, das klingt wie das blöde Volkslied.... :eek:) nicht brauchen.

Ist schwer, für sich zu sorgen und dazu zu stehen. Welcome to the club... :eek: Wenn Du das tun würdest, müsstest Du die Reaktionen der anderen aushalten. So hältst Du gerade Deine eigene Zerrissenheit aus.... Was überwiegt? Was ist schlimmer bzw. schmerzhafter für Dich?

Wichtig ist, den Weg zu wählen, der für Dich machbar ist und mit dem Du Dich einigermaßen wohl fühlst. Hm, wobei ich sagen würde, es wäre wohl schon mal an der Zeit, auf Dich und Deine Bedürfnisse zu hören..... Was meinste? ;)



lostsouls
 

Adria78

Aktives Mitglied
Zwei Aussagen von lostsoul und Pepita finde ich sehr wichtig.

Lostsoul: "Du musst für (Dein Wohlergehen) selbst sorgen"
Pepita: " Es könnte Dir wurscht sein, wie Deine Mutter reagiert..."

Genau da ist der Knackpunkt. Du müsstest Dich abgrenzen. Lernen "nein" zu sagen.

Dann würdest Du für Dein Wohlergehen sorgen, weil nur das ist wichtig. Nicht ob die anderen sauer sind oder nicht.


Damit würdest Du aber auch die Verantwortung übernehmen, für Dich und Dein Leben. Nicht die anderen sind "schuld", wenn es Dir schlecht geht. Sondern es liegt in Deiner Verantwortung. Du weißt diese Verantwortung weit von Dir und deswegen ändert sich nichts.

Hier ist mal eine Zusammenfassung dazu: Der Schlüssel zu einem aktiven Leben: Eigenverantwortung übernehmen!

Das ist unheimlich schwierig. Frag mal in die Runde, wie lange manche brauchen um das zu lernen. Aber es lohnt sich. Nicht nur, weil man dann "weniger trinkt" oder nicht mehr depressiv in der Ecke rumsitzt. Sondern weil man dann auch wirklich sein eigner Herr ist. Weil man dann wirklich Freiheit erlebt.

Ich habe (und bin noch) genau deswegen in Therapie. Deswegen weiß ich, das es ein sehr schwieriger Prozess ist. Den ich Dich aber ermuntern will zu gehen. Weil es sich lohnt.

Allerdings brauchst Du die wirklich Einsicht, das es deine Verantwortung (Nicht "Schuld") ist, wie Dein Leben läuft. Wenn Du diese nicht bereit bist zu übernehmen, dazu neigst Dein Wohlergehen auf andere zu schieben, kommst Du leider auch in einer Therapie nicht sehr weit.
 

hornet

Mitglied
Ich würde mal sagen, es ist ok, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Also, zu der Gewohnheit, dass man sich quasi wegschiesst, aber nichts am Zustand ändert. Ist nicht einfach, doch es ist machbar. Und fängt damit an, Dich selbst wahr zu nehmen, Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu versuchen, dafür was zu tun.

Ist schwer, für sich zu sorgen und dazu zu stehen. Welcome to the club... :eek: Wenn Du das tun würdest, müsstest Du die Reaktionen der anderen aushalten. So hältst Du gerade Deine eigene Zerrissenheit aus.... Was überwiegt? Was ist schlimmer bzw. schmerzhafter für Dich?

Wichtig ist, den Weg zu wählen, der für Dich machbar ist und mit dem Du Dich einigermaßen wohl fühlst. Hm, wobei ich sagen würde, es wäre wohl schon mal an der Zeit, auf Dich und Deine Bedürfnisse zu hören..... Was meinste? ;)

Gewohnheit ist es nicht. Ich versuch schon das in Grenzen zu halten. Ich verzeih mir den Ausrutscher auch, gibt einfach so Tage, da reicht es schon morgens beim Aufstehen. Das war mal wieder so einer.

Du hast Recht, es ist schon lange Überfällig, dass ich einfach mal auf meine Bedürfnisse höre und diese auch durchsetze. Damit habe ich leider so meine Probleme, klar zu sagen, dass ich mich nicht immer nach allen anderen richten werde nur um es ihnen Recht zu machen. Ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Oder für einen Egoisten gehalten zu werden. Aber wenn man ein Leben lang diese Erfahrung macht...das prägt einen halt ungemein und sowas kann man nicht in ein paar Wochen ändern.




Hi,

du bist 26. Wenn deine Mutter ein Bindungsproblem hat und dich das noch so dermaßen juckt, dann hast du auch eins. Es könnte dir nämlich wurscht sein, wie sie reagiert, wenn du die Weihnachtstage über nicht spurst oder dich sonstwie freischwimmst.
Du schreibst, dass du seit zwei Jahren keine Kraft mehr zum Kämpfen hast. Was ist da vorgefallen? Hat das eventuell mit dem Studium zu tun? Hast du eine Perspektive nach der Uni? Die würde einiges erleichtern.
Warum hast du überhaupt angefangen zu studieren und dich nicht im erlernten Beruf freigeschwommen?
Das sind keine rhetorischen Fragen, die Antworten interessieren mich. Ich möchte verstehen, was dich blockiert.
Gut, dann habe ich auch eines, ist auch schon egal.
Warum mir das nicht wurscht ist, was sie sagt? weil ich weiß, wie viel ihr Weihnachten bedeutet, dass es ihr gerade auch nicht besonders gut geht und sie an Weihnachten sonst auch niemanden hat und ich einfach nicht der Mensch bin, der dann sagt: "Nicht mein Problem..." Naja, siehe oben.

Was in den zwei Jahren vorgefallen ist? Nichts konkretes. Einfach alles zusammen, Einsamkeit, Geldsorgen, immer funktionieren müssen, für alle da sein müssen, beweisen müssen, dass ich alles alleine schaffen kann und trotzdem keine Anerkennung kriegen, immer mit irgendwelchen Vorzeigetypen verglichen werden, die ja alles so viel besser, schneller und sonst noch was schaffen.
Mit dem Studium hat das nicht direkt was zu tun, außer dass ich dort in den letzten 2 Jahren zu wenig geschafft habe, weil ich keine Kraft mehr habe, was mir dann wieder unterschwellig aus Brot geschmiert wird.
Angefangen habe ich es, weil ich das schon immer so wollte. Das passt schon. Zukunftsaussichten sind auch einwandfrei.

Zwei Aussagen von lostsoul und Pepita finde ich sehr wichtig.

Lostsoul: "Du musst für (Dein Wohlergehen) selbst sorgen"
Pepita: " Es könnte Dir wurscht sein, wie Deine Mutter reagiert..."

Genau da ist der Knackpunkt. Du müsstest Dich abgrenzen. Lernen "nein" zu sagen.
Ja, ich weiß. Ist nur so viel leichter gesagt als getan.
Ich hab das so verinnerlicht, dass ich immer für andere da sein muss um Wertschätzung zu erhalten.
Und immer mehr schaffen muss um Anerkennung zu erhalten, weil es selten gut genug für ein Lob war, die anderen waren fast immer wichtiger, besser, wertvoller.
 
G

Gast

Gast
Alkoholmißbrauch hat nicht immer mit Abhängigkeit zu tun.
Nicht jeder Penner der mit der Rotwein Buddel in der Einkaufsmeile sitz, ist Alkoholiker.
Meist sind es Lebensumstände die Menschen an die Flasche bringen.
Ist immer erst der zuverlässige Freund der Alkohol, der beamt mich weg aus der Realität.
So wie jede Droge, die sind da beliebig austauschbar.
Nur danach, am nächsten Morgen was dann, wieder Alkohol.
Der Körper gewöhnt sich daran, es muß mehr und Härtere Sachen ran.
Dann kommt der Punkt ( nennt sich Kontrollverlust ) von da an kann ich nicht mehr selbst entscheiden, ich höre auf damit.
Dann gibt es nur 2 Wege, Saufen bis zum Tod oder was ändern.
da heißt es Abstinenz oder Weiter bis zum bitteren Ende.
Ist wie bei der Schwangerschaft, Halb Schwanger gibt es nicht.
 

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