Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer, Hilferuf.de hat einen großen Schritt getan. Das Forum und die gesamte dahinterliegende Technik wurde ausgetauscht. Natürlich geht sowas nicht ohne Reibungsverluste. So kann es sein, dass es in den ersten Tagen oder Wochen an einigen Stellen noch manchmal hakt oder die ein oder andere Funktion noch nicht wie gewohnt läuft. Wir arbeiten aber dran alles zu perfektionieren. Rückmeldungen ist bitte im speziell eingerichteten Feedback-Bereich einzustellen. Vielen Dank an alle für eure Geduld.
  • hilferuf.de für Ihre Probleme und Sorgen - jetzt anonym und kostenlos registrieren!

Anzeige(4)

Kein Abitur- ein Problem für mich

Anonym789

Neues Mitglied
Hallo liebes Forum,
ich lebe in einer sehr gebildeten Familie. Ich bin 18 Jahre alt und habe kein Abitur gemacht. Das liegt daran, dass ich seit etwa drei Jahren panische Angst vor der Schule oder viel mehr davor habe, zu allem zu dumm zu sein. Es ist beinahe in selbstzerstörerische Züge ausgeartet. So kam meine Psychologin und ich zu dem Entschluss, ich solle vorerst den mittleren Schulabschluss anstreben. So machte ich diesen dieses Jahr und mache zur Zeit einen BFD.
Meine Lehrer waren der Überzeugung, ich könnte das Abitur ohne Probleme schaffen, was natürlich nicht meine Ansicht ist.
Heute jedoch merke ich, dass jeder um mich herum Abi hat. Das bereitet mir Bauchschmerzen, da ich
mich nun extrem dumm und minderwertig fühle...
Wollte ich nur mal loswerden.
Objektiv gesehen weiß ich natürlich, dass ein Abschluss keinerlei Ausschluss über die Intelligenz eines Menschen gibt!
Gibt es hier andere, denen es auch so geht?

LG
 

Anzeige(7)

Morningstar

Aktives Mitglied
Das Abi kannst du später immer noch nachholen, dazu gibt es ja Erwachsenenbildung. Ich selbst habe es auch erst auf dem zweiten Bildungsweg gemacht, das hat auch gut geklappt.
Bei mir war es auch so, dass um mich herum alle Abi hatten und ich das Gefühl ich wäre die einzige die es nicht hat. Aber wirklich was geändert hat sich ja hinterher auch nicht (-:
Ich hatte vor dem Abi ein FÖJ gemacht, vielleicht hilft dir der BFD, oder du gehst erstmal eine Zeit ins Ausland, es gibt da viele Möglichkeiten...du bist jung und hast noch Zeit rauszufinden was das richtige für dich ist.
Und vielleicht willst du auch gar kein Abi sondern lieber eine andere Ausbildung, lass dich nicht unter Druck setzten.
 

gigi2

Namhaftes Mitglied
Glaubst du wirklich ein Abitur sagt was über die Intelligenz oder den Wert eines Menschen aus?

Wie definierst du Intelligenz? Ich kenne genug "studierte Leute", die vielleicht im Beruf top sind aber das Leben privat nicht gebacken bekommen.

Die Frage ist doch, warum benötigst du Abitur? Wenn es für deinen Berufswunsch nötig wäre, versteh ich den Wunsch diesen Abschluss zu erhalten.

Wenn du in deinem Beruf gerne tätig bist, privat ausgefüllt und zufrieden bist - dann hast du alles richtig gemacht und bist intelligent.
Wenn deine Eltern intelligent sind, dann achten sie darauf, dass du für dich einen Weg findest, der dich glücklich macht.

Und wenn du in 10 Jahren den Wunsch hättest das Abi nachzuholen, why not? Heutzutage geht doch alles.
Mach dich nicht so von der Meinung deines Umfeldes abhängig, sondern geh den Weg der für dich in Ordnung ist.
Viel Glück.

i
 

roman12

Aktives Mitglied
Ich habe Abi gemacht. Man lernt schon so Einiges, von dem man später zehren kann. Aber als ich dann im Rahmen des Studiums im Vor-Praktikum gelandet bin, merkte ich: Okay, auch ich muss bei Null beginnen.
Hätte ich eine Ausbildung gemacht, hätte ich andere Dinge gelernt. Man kann das schwer aufwiegen.

Wichtig ist, dass man die Zeit nicht leichtfertig vertrödelt und dass man Chancen wahrnimmt.

Sei neugierig, beobachtend, offen, interagiere mit Deiner Umgebung. :)
 
W

WillIEverBeHappy

Gast
Die Einstellung, dass Intelligenz mit schulischer Bildung einher geht ist schlicht falsch.
Auch schulisch komplett ungebildete Leute können hoch intelligent sein. Ich kann auch, ohne, dass ich weiß, was 567 vor Christus in Hinterfurzklappersdorf der Heinz zum Franz gesagt hat hochintelligent sein und komplexe Abläufe verstehen, oder Muster erkennen und so weiter.
Was ich für meinen Job brauche und noch nicht kann, muss ich mir ohnehin anlernen. DA kommt dann Intelligenz ins Spiel ... nicht was vielleicht bei einem Abitur ultra wichtig war, damit man dort mit Auszeichnung raus geht.

Ich hab selbst kein Abi (oder Matura, wie es bei uns in AUT heißt) und "nur" einen Lehrabschluss. Trotzdem bin ich beruflich weit erfolgreicher, als jeder aus meiner kompletten Familie und näheren Verwandtschaft (wovon durchaus auch welche studiert haben) und ich habe mittlerweile so viel Erfahrung gesammelt, dass es bei potentiellen Auftraggebern NIEMANDEN interessiert, ob ich ein Abi, oder generell eine höher bildende Schule besucht habe.
Im Gegenteil ... wenn ich mit Studenten zu tun habe, merkt man sehr sehr oft, dass diese fernab jedweger Realität agieren. Sie können zwar theoretisch alles super nach Schema F darstellen und wissen tiefergehende Dinge, die ich nicht weiß ... doch bringt denen das gar nix, wenn der Kunde innerhalb von 30 Minuten sein Problem gelöst wissen will und der Praktiker schon anhand seiner Erfahrung weiß, wo man ansetzen muss und wo das Problem liegen könnte, während der Student noch sein Schulbuch sucht, wo eine Beschreibung zur Problembehandlung in 20 Kapiteln dargestellt wird.
Ich sag zu den Studenten (ich verallgemeinere nicht, aber es is eher die Ausnahme, als die Regel, dass sie auch praktisch was drauf haben -> in meinem Beruf wohlgemerkt) auch immer.
"Wenn ich den Lichtschalter drück und es bleibt dunkel, schau ich zuerst, ob das Leuchtmittel hin ist und fahr net 3 Stunden zur Trafostation und lausche, ob der brummt und ruf dann in Amerika an, ob die auch kein Licht haben"

Wenn du es für dich selbst willst, dann mach es. Für andere und damit du in deren Augen "wertvoll" bist ... who cares?
 
Zuletzt bearbeitet:

Gretta

Aktives Mitglied
Hallo,
Geht es dir um das Gefühl oder den Abschluss? Glaubst du, du würdest dich mit Abitur besser fühlen? Ich kenne Promovierte, die fühlen sich auch dumm. Und ich kenne Realschulabsolventen, die finden sich ok. Was ich sagen will, ist, dass das Gefühl von dir aus kommen muss, nicht von irgend jemandem, der dir nen Abschluss gibt.

Alles Gute!

Gretta
 

dr.superman

Aktives Mitglied
och, das beschäftigt andere auch.....

https://doktorandenforum.de/board/viewtopic.php?f=1&t=7388&hilit=abitur+nachholen

Ich habe auch im echten Leben einen Doktortitel - aber kein Abitur,
habe es zweimal nicht geschafft (extern).
Auch mich hat das jahrelang geärgert, bis ich mir mal klar gemacht habe, dass ich Abi nur wollte,
weil ich halt studieren wollte. Und das habe ich ja dann letztendlich auch. Vielleicht
hilft Dir das auch weiter, ob es nur um "Abitur" geht oder um die Möglichkeiten damit -
denn mit Ausbildung sind das mittlerweile nämlich fast dieselben wir für Abiturienten.

Aber ich verstehe Dich, mit 19 bist Du noch knapp im Alter, wo es regulär gegangen wäre. Nun wirst Du Dir einen anderen Weg suchen müssen für das gleiche Ziel, das ist im ersten Moment erschreckend, aber das wird
im weiteren Verlauf des Lebens immer wieder so sein. DAS ist die Regel.
Ich kenne Promovierte, die fühlen sich auch dumm.
ja, weil es ständig abgewertet oder nicht passend gewürdigt wird.
Keiner nutzt den Titel in der Anrede, obwohl das fett und breit steht , dass man nicht "Herr oder "Frau" ist, sondern "Doktor" oder "Doktorin" und/oder man ist immer der "Fachidiot", vor allem im Vergleich zum Handwerker. Komischerweise bekommt man aber eine auf den Deckel, wenn man die Arbeit des Handwerkers nicht kann, z.B. als Architekt den richtige Kitt für das Fenster auswählen, dessen Statik man vorher berechnet hat.
Weil man das nicht kann, ist man "dumm" oder "arbeitsunfähig", was ziemlich interessant ist, denn dann kann das Kitt auswählen ja nicht so schwer sein, wenn es jeder kann....
 
Zuletzt bearbeitet:

dr.superman

Aktives Mitglied
vergessen....
das mit den oben geschilderten, angeblich typischen Studierenden kann ich auch nicht nachvollziehen.
Ich arbeite an der Uni und meine Studierenden sind meist Meister der Organisation,
da zwei oder drei Jobs nebeneinander oder Dutzende (!) während des Studiums. Vom Putzjob bis zum Controller. Sie sehen viele Betriebe, viele Leute, viele Kunden, viele Szenarien.
Wieso sind die im Praktischen ungebildet und unbeholfen im Umgang bzw. Problemlösestrategien?
Wieso sind sie das mehr als jemand, der mit 16 in einen Betrieb kam und dort mit 40 immer noch ist?
Ein Student ist formal ein Schüler, ein nicht beruflich Gebildeter ohne Ausbildung.
Und trotzdem trauen ihm Betrieb zu, das Gleiche zu machen wie die Leute, die in dem Bereich eine Ausbildung gemacht haben, z.B. im Hotel (Service, Kalkulationen, Rezeption...) oder im Einzelhandel (Kundenkontakt, Ware verräumen, Verkauf, Kasse....).
Gymasiasten und Realschüler - da ist klar, wer mehr Praxisskills hat.
Aber Lehrlinge und Studenten per se?
No way. Die Zeiten sind vorbei. Schon lange.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bierdeckel111

Namhaftes Mitglied
Ich sollte eigentlich heute den doppelten Doktor haben und hätte vermutlich schon mit 15 Jahren das Zeug für die Matura (DE: Abitur) gehabt. Stattdessen wurden mir viele Steine in den Weg gelegt, da ich Autist und zum Teil Russe bin im kleinen rechten Land Österreich. Ich bekam erst mit 25 die Matura und danach passierte nichts mehr. Ich kann daher nachempfinden wie es dir geht. Ich schrieb auch ein eBook über meine Bildungszeit. Wenn du willst kannst du es lesen. ;)
 

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Chat Bot: Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige(2)

    Oben