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Kater abgegeben

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Gast

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Hallo ihr lieben!

Ich brauche euren (ehrlichen) Rat! Es geht um die beiden Kater von mir und meinem Freund. Ich bin vor etwas mehr als einem halben Jahr aus Australien zurückgekommen… während meiner Reise habe ich u. a. auch Couchsurfing gemacht… neben vielen Naturwundern habe ich auch meine liebe für Tiere (wieder) entdeckt. Für mich stand fest: ich möchte ein Haustier. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich das mit meinem Freund besprochen und wir haben überlegt. Unsere Wohnung fanden wir groß genug (65 qm) und von der Zeit passte es auch super, da ich noch arbeitssuchend war und damit in der Eingewöhnungszeit auch Zeit für die Kleinen haben würde. Wir haben uns dann für zwei kleine Tiger von einem Bauernhof entschieden, die aber (laut Angaben) im Haus aufwuchsen mit Kindern und Hund. Soweit so gut. Wir waren dann natürlich nach zwei Tagen auch direkt beim Tierarzt. Der hat direkt Flöhe festgestellt und dass, die Kleinen max. sechs Wochen alt seien… wir haben uns in der darauffolgenden Zeit liebevoll um die Kleinen gekümmert. Sie haben sich pudelwohl gefühlt, rasch an Gewicht zugenommen und sich gut entwickelt.

„Leider“ habe ich dann schneller einen Job gefunden, als erwartet, so dass die Kleinen bereits drei Wochen später etwa 10 Stunden am Tag allein im Haus waren… Im Nachhinein war das vielleicht zu früh!? Wie Katzenkinder eben so sind, wurden sie immer neugieriger und mobiler  Leider haben irgendwann die Tapeten sehr daran gelitten… Sprünge auf Tisch, Küche, Umkippen und Runterfallen von Fotorahmen etc. und natürlich Katzenhaaren. Wir haben natürlich versucht die Kleinen zu erziehen, was nicht sooo gut funktioniert hat. Mein Freund ist immer sehr schnell sehr laut und aggressiv geworden. Er hat den Kleinen nichts getan, aber laut und grob. Dabei muss ich sagen, dass auch ich nach einem langen Tag ab und zu sehr genervt war und nicht immer fair zu den Tigern 

Nunja, mein Freund fängt jetzt im Oktober einmal wöchentlich seine Weiterbildung an und ich bin seit letzter Woche angefangen. Das war ein Angebot, was auch eher nicht geplant war… drei mal die Woche bin ich dann erst um 22 Uhr zu Hause, definitiv zu wenig Zeit für die Kleinen.

Vor ungefähr drei Wochen fing mein Freund an, mich unter Druck zu setzen… er hat immer wieder betont, dass die Kleinen es hier nicht gut haben und wir sie abgeben sollen. An Tagen, an denen ich wieder genervt hinter ihnen geräumt habe (Tapetenfetzen aufsammeln, Katzenstreu zusammenfegen, saugen), habe ich auch hin und wieder geflucht und gesagt, wir geben sie ab. ABER sich aufregen, weil man einen anstregenden Tag hatte oder es wirklich tun sind zwei Dinge… es lief dann darauf hinaus, dass mein Freund mich unter Druck gesetzt hat: entweder die Kater ziehen aus oder er. Ein scheiß Verhalten, wie ich finde, aber typisch für ihn. Ich habe bis zur letzten Minute gesagt, dass ich das eigentlich nicht will. Er meinte es auf der anderen Seite aber auch gut. Die Kleinen hätten es hier nicht mehr gut. Ich habe immer wieder versucht ihn davon abzubringen. Am letzten Samstag war es dann soweit: ICH habe traurig meine Eltern angerufen und gefragt, ob wir sie auf ihren Hof bringen können. Mein Freund hat seinen Eltern was von Vermietern gesagt (sind gegen Katzen, was ich unbegründet finde, da unsere Nachbarn einen Schäferhund haben!), ich habe meinen Eltern die Wahrheit gesagt…. Katzen machen zu viel quatsch, wenig Zeit unsererseits. Mir war und ist nicht so wohl dabei, weil ich dort aufgewachsen bin und weiß, dass die Katzen dort nicht betreut werden und es unter den Katern grob zugeht. Ich hatte zuvor auch eine Anzeige online gestellt, aber es ist schwer eine fünf Monate alte Kate zu vermitteln, in ein paar Tagen! Er wollte sie ins Tierheim geben, aber das fand ich noch schlimmer. Ich habe dann all ihr Spielzeug, ein Handtuch das unseren vertrauten Geruch hat mitgenommen und bin zu meinen Eltern. Meine Geschwister leben auch noch dort und meine kleine Schwester gibt ihnen jetzt einmal täglich Futter und schmust die beiden. Sie bekommen Trockenfutter, wie die anderen auch. Ich war letzte Woche fast jeden Tag da und habe mit meinem Kater (der andere kuschelt nicht gern) geschmust, ihn versucht zu füttern. Die Kleinen fühlen sich pudelwohl, die Natur ist natürlich ein Katzenparadies. Sie dürfen dort nicht ins Haus, so dass ich ihnen einen kleinen Karton gebastelt habe, ihr Spielzeug ist da, ihre Näpfe… und sie dürfen im Gartenhaus schlafen. Die beiden lieben die Natur… die Blumen, des Rasen… auch die Hundewelpen. Da denke ich dann schon, dass die Wohnung bei uns überhaupt nicht Katzengerecht ist. Die ersten Tage habe ich jeden Tag geweint, besonders nachts. Es fühlt sich nicht richtig an. Ich bin eigentlich der Meinung, dass wir für die beiden verantwortlich sind und wir sie nicht einfach so wergschieben dürfen, nur weil sie gerade anstrengender sind. Wir haben viel zu früh aufgegeben. Ich meine, das sind doch Lebewesen, unsere beiden Tiger  und Schanuffels und erst fünf Monate! Die beiden fressen immer noch nicht wirklich. Sie bekommen das gleiche Trockenfutter wie hier zu Hause, aber meine Eltern/Schwester kaufen eben kein Nassfutter. Zudem mache ich mir sorgen, weil sie nur für „drinnen“ geimpft sind, einer der beiden Kater nur kastriert ist (weil er hier bei uns einen kleinen Unfall hatte und sich die Hüfte ausgekugelt hat… wir wissen bis heute nicht, wie das passiert ist… ich war nicht zu Hause und mein Freund sagte, der Kater kam humpelt um die Ecke… der Tierarzt hat dann in der Narkose direkt auch kastriert). Der andere ist unkastriert, weil die beiden ja auch erst fünf Monate alt sind. Gestern habe ich gemerkt, dass einer der Kater (der kastrierte, kuschelbedürftige) stark Durchfall hat und immer noch nicht richtig frisst. Er läuft mir immer ins Haus hinterher. Ich bringe immer Nassfutter mit, wenn ich komme. Trockenfutter hat er aber geknabbert, nachdem ich eine Zeit mit ihm gekuschelt hatte. Ich gucke mir die beiden immer genau an: beide haben Flöhe.

Ich weiß nicht, was das beste für die beiden ist. Ich würde die beiden am liebsten jeden Tag nach Hause holen. Der Unkastrierte scheint das Leben dort zu lieben. Er wehrt sich sogar, wenn ich ihn auf den Arm nehmen will… Momentan sind dort auch noch andere Katzenkinder. Meine Oma hat mir gestern erzählt, dass von den vieren nur noch zwei leben. Die beiden sind so gar nicht sozialisiert (woher auch) und kann ich nicht rankommen bis auf zwei Meter. Ich möchte nicht, dass meinen beiden auch was passiert. Aber soll ich die beiden nach (heute neun Tagen) wieder zurückreißen, zumal der eine Kater keine Nähe mehr will und immer schon ein „Draufgänger“ war? Ich wollte auf jeden Fall beim nächsten mal Entwurmung und ein Mittel gegen Flöhe mitnehmen.

Ich kann es nicht nachvollziehen, wie mein Freund sich nichts mehr davon annehmen kann. Wie kann man seine Verantwortung so wegschieben? Katze weg, Verantwortung weg? Ich habe mich auch in dem Augenblick schuldig gemacht, als ich sie dorthin gebracht habe. Ich habe inzwischen auch ein gutes (wie ich finde) Katzenbuch gelesen (Sabine Schroll, Miez Miez, na komm). Mir ist es nicht egal, was mit den beiden ist. Mein Freund schüttelt nur den Kopf, wenn ich sage, ich würde das mit der Weiterbildung für die beiden lassen oder mir irgendwas anderen überlegen.

Ich bitte um euren ehrlichen und offenen Rat!
 
An deiner Stelle würde ich zwei Dinge tun:
1. Die Kater an eine Familie abgeben welche einen Garten besitzt
2. Deinen Freund gleich mit abgeben, wenn er dich so unter Druck setzt

Ich will deinem Freund nichts unterstellen, aber schon ein Tritt reicht um einen Kater schwer zu verletzen ...
 
Hallo,

Ich denke dein Freund, dein Beruf, sollte dir vielmals wichtiger sein.
Ist er das nicht, dann stimmt mit der Partnerschaft etwas nicht und du solltest die Konsequenzen ziehen.
Alle Gute, keine leichte Entscheidung, wenn ich dich lese...
 
An deiner Stelle würde ich zwei Dinge tun:
1. Die Kater an eine Familie abgeben welche einen Garten besitzt
2. Deinen Freund gleich mit abgeben, wenn er dich so unter Druck setzt

Ich will deinem Freund nichts unterstellen, aber schon ein Tritt reicht um einen Kater schwer zu verletzen ...

Ich kann mich dem eigentlich nur anschließen.
Ich habe selber Katzen (Freigänger, die dank Katzentür frei entscheiden können, wann sie kommen oder gehen), hatte aber auch schon reine Hauskatzen. Das ist eine Charakterfrage, von meinen jetzigen würde es eine überhaupt nicht stören, wenn sie nicht rauskönnte. Die anderen würden die jeweilige Wohnung auseinandernehmen.
Hätte aber ein Mann ein Problem mit den Katzen, könnte er gleich wieder gehen.
LG
Vesna
 
Das du ziemlichen Mist gebaut hast,dir in deiner Situation so kleine Kätzchen anzuschaffen
wirst du sicher selbst bemerkt haben.

Wie Katzen auf dem Land /bei den meisten Bauern gehalten werden weiß man.Zum Mäuse fangen sonst nix.
Ich kenne genug Bauern,die füttern die Katzen überhaupt nicht.Sie bekommen nach dem Melken nur etwas Milch hingestellt.
Sie vermehren sich wie die Pest,weil sich niemand drum kümmert.

Wieso bringst du deiner Schwester kein Naßfutter vorbei ?
Du hast immer noch die Verantwortung für die Tiere.
 
Wenn Ihr keine Zeit für die Tiger habt, finde ich den Schritt, sie zu deinen Eltern zu geben, richtig.

Wegen den Flöhen und dem Durchfall, Bandwürmer kann man was machen, spot on-Mittel wirken vier Wochen und dann eben erneut. wenn der Widerspenstige sich dazu nicht durchringen kann, dann eben nur der Sanfte. Aber kastrieren solltet Ihr den anderen Kater schon, sobald er alt genug ist.

ich finde gut, dass Du Dich weiter um die Katzen kümmerst.

Andererseits hast Du eine Entscheidung getroffen, ehrlich dazu gestanden und übernimmst Verantwortung. Das ist das beste, was man in dieser Situation machen kann, bleib dabei. In der Wohnung fängt doch alles wieder von vorn an. Die Kater gewöhnen sich daran und haben es gut dort.

Die Weiterbildungs abzusagen halte ich für übertrieben. Du musst doch weiter an Deiner Zukunft bauen und kannst es nicht wegen zwei Kater sein lassen.

Mit deinem Freund sollte es doch nun keine Probleme mehr geben, die Katzen sind aus dem Haus. Nur, wenn man sein Verhalten mal abstrahiert, kommt für mich raus: er übernimmt keine Verantwortung, ist zu einem gewissen Grad kaltherzig und ist nicht ehrlich.

Bleibt zu überlegen, ob sich das anhand der Überforderung zeigte und wie es dann in anderen anstrengenden Situationen ist. Vielleicht solltest Du darauf Acht geben.
 
Lese eben,dass es auf dem Hof deiner Eltern auch junge Katzen gibt.
Wieso hast du dir deine Katzen bei einem fremden Hof geholt ?
Hättest von Zuhause welche nehmen können.
Oder war es eine fixe Idee,welche sofort umgesetzt werden mußte ?

Die Oma sagte es waren vier Kätzchen, zwei sind bereits tot.
Schlimm,wie mit Tieren die kein Geld bringen bei vielen Bauern umgegangen wird.
 
Vielen Dank für eure Antworten!

Zu der Aussage des anderen Gastes würde ich gern folgendes sagen: Wir haben uns die Katzen in einer anderen Ausgangssituation angeschafft. Ich war damals rund um die Uhr zu Hause und für die Kleinen da. Wie ich bereits geschrieben hatte, fahre ich fast täglich zu meiner Schwester und bringe Nassfutter mit, Leckerli, ihre Bürste. Meine Schwester hat die beiden auch sehr lieb inzwischen. Es ist nicht so einfach, wenn der eigene Freund, den man seit über sechs Jahren liebt und heiraten wird, sagt, dass er sonst auszieht... Meine Anzeige mit der Suche nach einem neuen zu Hause steht weiterhin online... ich bin auch hier offen für Kontakte!

Die Katzen auf dem Hof meiner Eltern werden einmal täglich mit Trockenfutter gefüttert... aber es stimmt, dass sie dort natürlich nicht die Fürsorge bekommen, wie woanders. Ich bin sehr traurig momentan und es lässt mich nicht los. Am liebsten würde ich sie, wie gesagt zurückholen. Aber wie soll es laufen, wenn (zumindest einer) weiterhin den Freiheitsdrang hat und die Tapeten liebt? Bin traurig 🙁
 
.....
Schlimm,wie mit Tieren die kein Geld bringen bei vielen Bauern umgegangen wird.


Bauern sind oft emotionsloser Tieren gegenüber. Wo sich viele Stadtmenschen in Tieren Ersatzfreunde,-Kinder und -Partner geschaffen haben, schaut ein Bauer eben noch, welchen bestimmten "Sinn", Aufgabe ein Tier hat. Wenn eine Katze 4 Kleine wirft bedeutet das 4 Katzen mehr auf dem Hof. Das jedes Jahr 2 mal und dann noch mal 4, man kann sich vorstellen das der Hof dann bald vor lauten kleinen und grossen Katzen wimmeln würde. Katzen sind Nutziere, die Mäuse jagen sollen. Es regt sich ja auch keiner auf, wenn Schäferhund Hasso nicht aufs Sofa in der guten Bauernstube darf, sondern das Haus schützen soll.

Die TE hat ein schlechtes Gewissen, weil sie sich aus dem falschen Grund 2 kleine Tiere zugelegt hat, für die sie natürlich verantwortlich ist. Allerdings würde ich denken, dass anstatt ihnen futtermäßig Sonderzuteilungen zu machen, die ihnen auf Langzeit nicht helfen werden mit dem Leben in der freien Natur zurechtzukommen. Sie sind noch klein und würden sich bestimmt bald umstellen.

Eine andere Idee wäre einen neuen Besitzer zu suchen. Sie sind ja auf dem Hof erstmal grundsätzlich versorgt, also besteht weniger Eile. Ein paar süsse Fotos schießen, Anzeige in mehrere Medien setzen, Zeitung, Internet usw...Wenn sie kostenlos abgegeben werden, findet sich bestimmt schnell ein neuer Besitzer.

Was den Freund der TE betrifft, finde ich es ungerecht ihn zu "verurteilen". Er scheint die Sache genau richtig zu sehen. Sie haben beide keine Zeit um sich ordentlich um die beiden Katzen zu kümmern und damit fertig.
 
Was den Freund der TE betrifft, finde ich es ungerecht ihn zu "verurteilen". Er scheint die Sache genau richtig zu sehen. Sie haben beide keine Zeit um sich ordentlich um die beiden Katzen zu kümmern und damit fertig.
Warum rastet ihr Freund so aus und wird laut? Warum bedrängt er sie? Die Themenerstellerin kann für deine Unterwürfigkeit nichts!
 

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