Beschreibung:
Das Bild zeigt die verschiedenen Argumente in der Corona-Krise aus dem Blickwinkel der Viren. Haben nicht auch sie ein Recht auf Existenz? Zu sehen sind viele Viren dicht an dicht, die sich genau so verhalten, wie wir Menschen uns derzeit nicht verhalten dürfen. Diese Viren-Demonstration tritt für eine frei Verbreitung ein, durch Plakate werden die wichtigsten Forderungen sichtbar und verkehren damit die derzeit gültigen Vorschriften ins Gegenteil. Fast möchte man mit den Viren Mitleid empfinden, denn wir Menschen machen ihnen ihre Existenz und ihre Verbreitung schwer.
Analyse:
Die Karikatur führt drastisch vor Augen, wie sehr ein anderer Standpunkt zu grundsätzlich anderen Forderungen führen kann und wie scheinbare Normalitäten und Selbstverständlichkeiten unsere Gesellschaft bedrohen. War früher ein Besuch in Ischgl vielleicht ein Grund zum Neid, ist er nun zu einer womöglich folgenschweren Verantwortungslosigkeit und Unbedachtheit geworden, der von der Gesellschaft geächtet wird. Aber aus der Sicht der auf Verbreitung bedachten Viren hat ihnen dieses Verhalten Vorteile verschafft.
Interpretation:
Erst durch die argumentative Umkehr der Plakatsprüche wird einem wieder bewusst, wie wichtig die inzwischen schon lästigen Regelungen sind, denn ein Heer von namenlosen Viren wartet nur darauf, dass die Lockerungen ihnen Tür und Tor öffnen. Der andere Standpunkt aus der Sicht der Viren lässt den Betrachter wieder aufmerksam werden und führt dazu, dass man nicht weg sieht und weghört.
(Ob man diese Zeilen als eine Interpretation oder Beschreibung ansehen kann weiß ich nicht. Mit Deutschlehrern und ihren Kriterien stand ich schon immer auf Kriegsfuß. Vielleicht wird jetzt jedem klar warum, nur mir mal wieder nicht. 😀 Ist einfach mal ein Anfang. Kritik erwünscht. Und ja, ich weiß, dass ich mich gerade wenig "didaktisch" verhalte.)