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Kann nur ich das nicht nachvollziehen?

Hey @Berghase
na ja, stimmt, das wäre auch noch eine Frage. Wie waren denn die drei Tage Rügen? War der Urlaub schön. Habt ihr euch gut verstanden. Mag dein Freund Urlaub mit dir, nur keine Fernreisen? Oder fährt er vielleicht generell nicht so gerne in den Urlaub?

Das ist natürlich schon ein Problem, wenn du gerne verreist (auch ins Ausland) und er nicht. Da müsst ihr prinzipiell mal darüber sprechen. Du denkst, er liebt dich nicht, dabei fährt er nur nicht gerne in den Urlaub... 😉 Dann musst du diesen Teil halt aus der Beziehung auslagern und eher mit Freundinnen verreisen. Das ist doch ein ewiger Konflikt, er will nicht, du zerrst an ihm, dass er trotzdem mitmacht.

Dass er dem Freund zusagt, dass ihr zu dritt wegfahrt, das ist dann wahrscheinlich wirklich ein Zugeständnis, ein Kompromiss. Er macht das auch für dich. Mit dem Freund zusammen fühlt er sich sicher genug, in den Urlaub zu fahren. Schade, dass du den nicht so magst. Das kann echt eine Lösung sein.

Wir haben letztes Jahr eine Asien-Reise mit einem befreundeten Pärchen gemacht, das war so entspannt, wie lange nicht mehr. Obwohl mein Partner Reise-Angst hat. Er konnte sich in der Gruppe viel besser fallenlassen, entspannen. Das hat uns beiden Spaß gemacht.
 
Vielleicht solltet ihr die Sache mit dem Urlaub anders angehen.
Er ist nicht der Typ für Urlaub, erst recht nicht ins Ausland. Seine Ängste sollte man respektieren.
Als Kompromiss könnte man zunächst Wochenendreisen oder Städtetrips machen.
Also einfach mal ins Auto setzen, und für 2 -3 Tage ins benachbarte Ausland fahren.
Je nachdem wo ihr wohnt bieten sich da Belgien, Frankreich oder Norditalien an.
Da hätte er die Chance, das er vorsichtig austesten kann, wie sich das für ihn anfühlt.
Der Zeitraum ist überschaubar, selbst wenn einiges dabei schief laufen sollte, das Ende der Reise ist jederzeit sichtbar.
Vielleicht merkt er dann, das es gar nicht so schlimm ist, wie er es zunächst befürchtet hat.
Mit ein wenig Glück ist es dann doch möglich, auch mal etwas längere Reisen zu planen.
 
Die Ideen von Doratio finde ich auch gut! Ihr solltet Kompromisse machen.

Was mir noch einfällt: Urlaub, der einen sicheren Rahmen hat, ein bisschen festes Programm, Führung. Vielleicht fällt das deinem Freund leichter. Eine Schiffsreise, eine Ferienanlage, eine Gruppenreise, eine Studienreise... Falls du dich dafür erwärmen könntest.

Oder du planst im Voraus Hotel, Führungen, Besichtigungen, Wanderungen, anderes Programm. Und legst ihm das dann vor. Vielleicht gibt ihm das mehr Sicherheit.
 
Ich wäre auch irritiert. Und die Reise mit dem Kumpel solltet Ihr unbedingt nochmal besprechen. Wenn du dir das unangenehm vorstellst, dann lass es.

Das mit dem Englisch-Problem finde ich irgendwie kurios. Als würden alle Menschen, die irgendwohin verreisen, perfekt Englisch oder die Landessprache sprechen. Gerade in Urlaubsländern wie Kroatien kommt man ja wirklich selten in die Verlegenheit mal mehr als "Danke", "Was kostet das" oder "Auf Wiedersehen" zu sagen. Und das wird er ja wohl noch auf Englisch hinbekommen.

Zudem: wenn es ihn wirklich stören würde, könnte er sein Englisch ja auch noch verbessern. Mit Sprachkurs oder einer App, da gibts doch heute wirklich tolle Angebote. Das solltet Ihr auch nochmal ehrlich besprechen, worum es ihm jetzt eigentlich geht und wie ihr beide euch das in Zukunft vorstellt. Nie in den Urlaub fahren oder nur mit anderen, fände ich schon sehr störend .
 
"Kann nur ich das nicht nachvollziehen?"

Nein, da bist Du nicht allein. Ich kann es auch nicht nachvollziehen. Wenn eine Partnerin sich so verhalten würde, hätte ich zumindest danach Gesprächsbedarf, dass mich das Vorgehen verletzt hat. Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr schon darüber geredet oder es noch vor bzw. könnt ihr darüber reden? Das sollte doch bei einer solch langen Beziehung auf jeden Fall möglich sein.
 
Der Partner bzw. eure Partnerin war noch nie weiter weg als Holland. Schon seit 3 Jahren fragt ihr eure Partner ob man nicht mal nach Kroatien oder Italien fahren will um dort Urlaub zu machen. Dann bekommt ihr gesagt, dass er/sie das weniger möchte, da man dort kein Deutsch spricht und da sein Englisch schlecht ist, würde er sich dadurch unsicher fühlen und lieber nur im deutschsprachigen Raum Urlaub machen.
Dieser Freund sagt nun:,,Hey, lass nächstes Jahr zu dritt nach Kroatien fahren?!" Und euer Partner sagt:,,geht voll klar, cool wir sind dabei!"
Man muss dazu sagen, dass er bei mir und seinen Freunden, generell ein bisschen dazu neigt mit zweierlei Maß zu messen...
diese Situation war halt nicht die erste dieser Art.
Mir kommt es halt so vor, als hätte er keinen Bock auf Urlaub mit mir alleine.
Wie gesagt, solche Kleinigkeiten kommen öfter vor

Als Kleinigkeiten sehe ich das nicht.
 
MissFox hat recht. Ihr solltet mal ehrlich darüber reden.

Ich vermute, er ist ein bisschen reiseängstlich und verreist daher nicht gerne. Welcher Mann gibt das schon gerne zu, dass er ängstlich ist. Vielleicht hat er sogar zusätzlich Angst, dich zu verlieren, wenn er das zugibt... Man wünscht sich doch einen starken Partner meistens. Ein Teufelskreis.

Wie ist das denn für dich @Berghase, wäre das okay, wenn er das zugibt und du einfach in dem Fall die Schulter zum Anlehnen anbietest, ihm den Weg frei machst, das alles gut planst, vorbereitest, damit er sich sicherer fühlt? Oder fühlst du dich damit auch nicht gut? Ansonsten könnt ihr das halt nur mit Begleitung machen, die Fernreisen, eine andere Lösung sehe ich jetzt nicht.

Ich vermute, die anderen Kleinigkeiten sind ähnlich? Er hat Angst, gibt das nicht zu, du gibst ihm nicht genug Sicherheit? Seine Freunde schon?

Am besten wäre natürlich, er arbeitet selbst an seiner Ängstlichkeit. 😉 Und da hat MissFox recht, da würde es helfen, die Englischkenntnisse zu verbessern. Sich selbst gut vorzubereiten... Vielleicht ist er dazu bereit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ihr 🙂

Stellt euch vor ihr seid seit 5 Jahren in einer Beziehung. Der Partner bzw. eure Partnerin war noch nie weiter weg als Holland. Schon seit 3 Jahren fragt ihr eure Partner ob man nicht mal nach Kroatien oder Italien fahren will um dort Urlaub zu machen. Dann bekommt ihr gesagt, dass er/sie das weniger möchte, da man dort kein Deutsch spricht und da sein Englisch schlecht ist, würde er sich dadurch unsicher fühlen und lieber nur im deutschsprachigen Raum Urlaub machen.

Alles gut soweit man liebt sich und hat für einiges Verständnis. Auch wenn man selbst lieber ein bisschen weiter weg will. Nun waren wir dieses Jahr zum ersten Mal im Urlaub... 3 Tage Rügen... ist ja schön aber... naja.... wenigstens waren wir am Meer.

Jetzt sitzt man zu dritt im Auto. Ihr, eure PartnerIn und der beste Freund des Partners. Dieser Freund sagt nun:,,Hey, lass nächstes Jahr zu dritt nach Kroatien fahren?!" Und euer Partner sagt:,,geht voll klar, cool wir sind dabei!"
Ich sage daraufhin, dass man da aber kein Deutsch spricht..." er daraufhin, dass das ja was anderes wäre, weil falls mir mal nicht einfallen würde, wie ich mich mit den Kroaten verständigen kann, würde es vielleicht dieser Freund wissen...

Man muss dazu sagen, dass er bei mir und seinen Freunden, generell ein bisschen dazu neigt mit zweierlei Maß zu messen...

Ich bin irgendwie verletzt davon, auch wenn sein Argument jetzt nicht ganz so arg unplausibel ist. Aber auf mich hat es gewirkt, als würde er mir nicht zutrauen im Ausland recht zukommen, obwohl ich schon mehrmals in Kroatien war... Muss aber auch sagen, dass meine symphatie für diesen Freund leider nicht arg ausgeprägt ist. Vielleicht hat es mich ja auch deswegenein bisschen getroffen...

Was sagt ihr dazu? Sehe ich das zu eng?

Vielen Dank fürs lesen
Habt ein schönes Wochenende

Lg

Hi @Berghase

mir fehlt da ehrlicherweise Kontext, um das beurteilen zu können.

Fährt dein Partner generell nicht gern weg?
Hat er eher traditionelle Vorstellungen von seiner Rolle in der Partnerschaft (denkt z B, dass er dich beschützen müsste)?
Weißt du, ob seine Eltern öfter mit ihm weg gefahren sind, als er ein Kind war und wenn ja, wohin?

Meine Gedanken dazu: mir ist aufgefallen, dass ich relativ wenig in Urlaub reise, verglichen mit Freunden. Mein Sicherheitsbedürfnis ist auch generell ziemlich hoch. Wenn ich irgendwo mitfahre, bin ich auch bereit mitzuplanen und die Reise selbst macht mir auch Spaß. Irgendwie ist es aber schwierig für mich, da die Initiative zu ergreifen.

Nach sehr viel Selbstreflexion nehme ich an, dass ich bis zu einem bestimmten Grad einfach das Verhalten übernommen habe, das mir von meinen Eltern vorgelebt wurde.

Gespräch mit Freundin F

F: G (Großstadt ca 2 h mit dem Auto entfernt) hat eine schöne Altstadt, oder?

I(ch): äh, keine Ahnung. Da war ich nur damals mit der Schulexkursion.

F: ach? Da hast du was verpasst. Eine echt hübsche Altstadt mit vielen kleinen Läden. Als Kind war ich oft mit meiner Mutter da...

Anmerkung: das Gespräch fand zu einem Zeitpunkt statt, wo ich längst Führerschein und ein gebrauchtes kleines Auto hatte. Geld war nicht so reichlich, aber die Tankfüllung hätte ich mir leisten können... Ich war einfach nie auf die Idee gekommen, dass das Spaß machen könnte.

Kann sein, dass er sich einfach unsicher fühlt bei dem Gedanken, ins Ausland zu fahren. Und vielleicht fühlt er sich wohler, wenn er dann die 'Führung' im Ausland an einen Freund abgeben kann. Mögliche Gründe könnten z B sein, dass er Angst hat, dass du ihn weniger respektierst, wenn du seine Schwächen kennst oder seine Unsicherheit siehst. Oder dass ihr in eine gefährliche Situation geraten könntet und er dich nicht beschützen kann.

Oder er will gar nicht ins Ausland, auch nicht mit dem Freund zusammen. Aber er wollte sich nicht die Blöße geben, das in dem Moment zu sagen.
Dieses 'na klar, wir kommen gerne ' klingt schon eher danach. Wenn er wirklich mit Freund und dir gemeinsam nach Kroatien gewollt hätte, wäre die Antwort doch wahrscheinlich eher gewesen: 'guter Plan, komme gerne mit. Du wahrscheinlich auch, oder?' - zu dir gewandt.

Die anderen hier haben Recht. Sprechen hilft.
 

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