Meine Oma hatte mal Gänseküken..eins davon hat auch immer gewartet bis alle anderen sich von der Futterstelle entfernt haben und erst dann gegessen. Es hat nicht überlebt.
ich habe ein paar lebensbejaende stimmen, und sehr große todessehnsüchte, oft abwechselnd, manchmal gemischt... momentan beneide ich das küken =).
Da ich aber mal davon ausgehe, dass Du überleben willst, müsstest Du Dich überwinden. Das ist so. Manche Zwänge/ Phobien gehen weg, wenn man sich ihnen stellt.
Was passiert, wenn Du in gesellschaft essen musst? Gibt ja noch mehr Situationen als die heimische Küche. Ist das Symptom einer Essstörung oder ein Zwang/ Phobie?
Ich habe keine Bindung zu meiner familie, suche eher den abstand, meine mutter hat wenig verständnis für meine krankheit, sie ist sehr manipulativ, will mal einen auf "heile familie" machen, was wir einfach nicht sind und nie waren. ich fühle mich extrem unwohl und habe auch die erwähnte angst... die angst ist etwas kleiner, die... abscheu? der unwillen? der frust? - aber deutlich größer als in "der öffentlichkeit"/gesellschaft (also halt als mit anderen leuten die nicht verwandt sind)
"in der gesellschaft" ist die angst bzw auch der... selbstekel oder sowas ähnlliches etwas stärker, aber mit meinen freunden schaffe ich es dann eben doch mal wo was mit dene zu essen, und es auch gut zu finden, kaum angst zu empfinden.
Was wäre denn in "ein bis 4 Jahren" voraussichtlich anders als jetzt?
in einem jahr hab ich wenn alles klappt (was sich zeigen wird) eine maßnahme des arbeitsamtes angefangen und hinter mich gebracht.. zudem hoffentlich auch einige therapiestunden, somit hätte ich mal ein erfolgserlebnis, ein ganz klein wenig geld und evtl eine etwas stabilere persönlichkeit/seele... dann über FOS abitur machen, was nochmal 3 Jahre wären und ich hätte NOCH mehr selbstbewusstsein.. die idee ist dass ich bis dann sogar ziele fürs leben habe, einen stärkeren lebenswillen und ich dann ausziehen kann, zb durhc kleine jobs, oder unterstützung durch eltern und arbeitsamt o.Ä. um dann zu studieren.. .momentan ist das aber zugegebenermaßen ein SEHR unsolider Plan.
Das erstaunt mich, dass dort die Heimlichtuerei sogar fortgesetzt und forcierend "propagiert" wurde😕.
meine mutter hört nicht zu, WENN ich ihr davon erzählt habe hat sies entweder ignoriert und nach -wenn überhaupt- einem "mhm" sofort von ihren eigenen problemen weitererzählt (geduldig zuhören bringt auch nichts, hab ich die längste zeit gemacht, aber inzwischen einfach keine kraft mir für das, ) von ihrem beruf und ihrer eigenen geschichte hat sie ohnehin schon eine menge zu tragen, deswegen kann sie mit mir vermutlich nicht umgehen... oder so. auch mit Vertrauen hats nicht geklappt... einmal hatte ich vor ihr eine panikattacke, ich war im haus ovn meinem pa sie wollte mich abholen fürs praktikum im krankenhaus (dort bzw deswegen haben die richtig starken attacken angefangen) abholen weil sie zurecht angst hatte ich würde nicht hingehen vor angst... jedenfalls als sie gemerkt hat es geht wirklich nicht (a la: ich lag heulend und zitternd auf der treppe physisch gegen ihr ziehen ankämpfend weil ich eben "big-time-Angst" hatte)... sie ist dann selber weinend, und mich zurücklassend zu ihrem freund heimgefahren... und ich war quasi der "schuldige" das es ihr so schlecht ging (es mag stimmen, aber ich fands trotzdem entsprechend ungut inn der situation... mein pa war ja im urlaub, ich hab auf den hund aufgepasst deswegen war ich da... ohne den hund der treuen seele wär ich an dem tag noch tausend tode mehr gestorben)
Vertrauen ja: sie hat dann mein problem, und das nicht nur einmal, überall rumerzählt, sogar auf mein konkretes: ich will nicht das das jmd weitergesagt wird, niemanden ok?" hat sies trotzdem getan, einmal auch hinter meinen rücken meinen hausarzt angerufen als ich auf dem weg zu selbigen war, um heimlich sicherzugehen dass ich auch alles erwähne... ich bin trotzdem noch hingefahren weil ich meinen hausarzt extrem schätze, aber ich versuche meiner mum nichts mehr zu erzählen, und scheitere ab und an doch wofür ich mich dann hasse, auch weil dabei einfach nichts gutes herauskommen kann und bis dato nicht ist.
Meine Therapeutin in der Klinik hatte verständnis das ich nicht zusammen mit familie essen will, und meinte das als kurzfristige "lösung" da es das beste ist was uns eingefallen ist... es ging auch darum das ich zu geregelten zeiten esse, also in dem fall eben immer um ne feste uhrzeit bevor meine mum da ist /oder sonstwer)
Privatsphäre gibt es nicht, also nur in meinem zimmer denn "die küche ist ja für alle da"
rumpelkammer haben wir nicht. bzw speicher, aber da ist es entweder zu warm oder zu kalt
das hab ich vergessen zu erwähnen: wenn nicht grad ihr freund da ist wird beim mittagessen tatsächlich oft garnicht geredet, sondern ferngesehen weil meine mum ihre (grauenvollen) serien schaut.... also ist es offensichtlich doch nicht alleine das reden was mich stört... das allerdings eben auch, da sie mir in bisher jedem gespräch schafft mir zu vermitteln was ich doch alles nicht schaffe etc. (was vermutlich nicht mal ihre absicht ist)
Gerade im Sommer, Herbst, Frühjahr, denke ich, könntest Du doch öfter mal rausgehen, in die Natur, da hättest Du auch ein gewisses Für-Dich-Sein, mit allem Drum und Dran, und könntest auch dort desöfteren Essen.
Was läuft da sonst schief in Deiner Familie, wo wird Dir Druck gemacht?
Bzgl. fehlender Privatsphäre, da wäre wichtig, dass da eine Lösung für Dich - evtl. von Dir -
gefunden wird. Höre in Dein Inneres, erspüre, was für Wünsche und Sehnsüchte sich da melden, und tu, was Dir moeglich ist zu tun, dass Du ebendiesen "nahekommst"!
ich geh in herbst winter frühjahr schon "gerne" raus, aber auch da ist energie nötig... mit meinen freunden (meiner haupttherapiemaßnahme wies scheint =) ) unternehme ich ab und an was und komme somit auch "raus" (freitag ist wieder ein treffen!!!
🙂 )
auch mit freundne kochen und dann essen klappt recht gut, da kann ich es regelrecht genießen und werde von normalen mengen schon satt /wenn die freunde allerdings wieder weg sind, bzw ich heimfahre, dann kommt die sehnsucht und der "hunger" -essen ist bei mir oft auch ein versuch gefühle zu unterdrücken-
ich mache mir auch selbst sehr viel druck... schon alleine weil quasi nichts klappt, und die "kleinen schritte" für die mich meine in-klinik-therapeutin gelobt hat, warn und sind mir viel zu klein, zu langsam, auch weil ich die "negativen schritte" sehe... also druck gibts nicht nur von anderen, sondern auch von mir selbst.
wünsche sehnsüchte... unterschiedlich... mal will ich natürlich einfach sterben,
große "wünsche, sehnsüchte" nunja ich sehne mich nach meinen freunden, hab aber gleichzeitig die gewissheit diese ohnehin nicht zu verdienen, oder auch unsicherheit und angst.
ich sehne mich nach "nähe und geborgenheit" was ich offenbar früher (ja heute natürlich auch) nicht hatte.
Wenn ich meine Freunde treffe und es "knuddeleinheiten" gibt ist das schon richtig toll, aber danach, wenn man auseinandergeht ist es umso schlimmer... ich sehne mich nach 24/7 knuddeleinheiten, aber nur von den sehr wenigen leuten die mich überhaupt berühren dürfen. (freunde eben)
ansonsten habe ich keine wünsche, sehnsüchte...
wobei mir aufgefallen ist wie wichtig mir der zuspruch anderer ist... aber egal ob videos für youtube, geschichten/gedichte schreiben oder malen, nichts davon ziehe ich lange durch, und alles ist mir so heilig das ich es ohnehin kaum rumzeige... oder so... der letzte absatz ist sehr theoretisch weil ich mich grade wieder selbst schlecht kenne. aber akzeptiert und sogar für "gut" befunden zu werden ist mir schon eine sehnsucht denke ich... nur tue ich offensichtlich ja nichts dafür... ... . . ..
Das Antrainieren von Vermeidungdsstrategien fördert die Angst. Das kann ja nicht Ziel sein.
stimmt grundsätzlich, aber ich glaub ich hab in diesem post gerade i-wo noch ausführlicher was dazu stehen....
danke für die vielen kommis =) bin gespannt auf weitere