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Kann man seinen Todeszeitpunkt selber wählen?

  • Starter*in Starter*in missbi
  • Datum Start Datum Start
Ich bekam am Sonntag-Morgen einen Anruf von der Seniorenwohnanlage, in der meine Mutter gewohnt hat. Sie sagten, es wäre wichtig, daß ich komme.
Meine Mutter lag im Sterben. Ich war die ganze Zeit an ihrem Bett, habe sie gehalten. Es ging ganz langsam zu Ende. Zuerst hatte sie einen enormen Kampf. Sie hatte Probleme zu Atmen.
Irgendwann nach einer langen Zeit kam sie zur Ruhe, ihr Atem war ruhig und sie lag ganz friedlich im Bett.
Ich wußte, daß sie sterben wird, man hat auch alle Medikamente abgesetzt. Ich wußte nur nicht wie lange es geht. Man sagte mir ich müsse mit ca. zwei Tagen rechnen.

Das wollte ich nicht!

Ich habe viel geredet mit meiner geliebten Mutter, ich habe ihr immer wieder gesagt, daß sie nicht alleine ist und daß ich sie begleiten werde und daß sie keine Angst haben muß (ich hatte große Angst).
Es vergingen viele Stunden, irgendwann war sie dann ganz ruhig und ich erschöpft und bin neben ihr eingeschlafen...keine halbe Stunde.
Als ich aufwachte war sie tot.

Sie wollte nicht, daß ich mitansehen muß, wenn sie von dieser Erde geht.

Ich habe mir große Vorwürfe gemacht.

Immer war ich bei ihr, die ganzen Jahre und sie hat mir so viel gegeben.

Ich bin mir sicher, daß sie wollte, daß ich nicht dabei bin, wenn sie geht.

Und jetzt ist sie mehr denn je bei mir 🙂
 
Also ich denke auch, dass man den Zeitpukt nicht direkt wählen kann, man spürt aber wann/wenn es zu Ende geht. Viele Menschen, die schwer krank sind, blühen vor ihrem Tod noch einmal richtig auf, sodass man das Gefühl hat, ihnen würde es besser gehen und sie werden vielleicht wieder Gesund. Aber ich denke, sie bekommen nochmal die Kraft um etwas zu Ende zu bringen. Das war z.B. bei einem Bekannten mit Leukämie so.

Bei meiner Oma war das etwas anders. Es ging ihr plötzlich nicht gut, sie hatte Magenschmerzen und musste brechen. Der Arzt sagte, sie soll in KH. Sie wurde sehr schnell operiert. Mein Papa musste an dem Tag arbeiten. Sie wurde morgens operiert und als mein Pa nachmittags ins KH ist, hatte sie ihn angeschaut, seine Hand genommen und sagte, dass sie ein schönes Leben hatte. Dann schloss sie ihre Augen und starb. Sie wartete viele Stunden nach der OP bis sie sich verabschieden konnte. :wein:

LG
 
Als mein Vater im Sterben lag, waren meine Mutter und meine Geschwister bei ihm. Ich habe seine Hand gehalten und ihm erzählt, daß wir ihn brauchen und seine Fischstäbchen meinen Kindern am besten schmecken. Und ich hab den Gegendruck von seiner Hand gespürt. Und wieder Hoffnung bekommen..

Meine Mutter sagte irgendwann, wir sollen uns verabschieden, mein Vater könne nicht "loslassen" solange wir da sind und ihn festhalten.
So haben wir ihn ein letztes Mal umarmt und sind raus, und nach einer halben Stunde kam meine Mutter auch, und sagte uns, daß er gestorben ist.
Ich bin überzeugt, daß er auf uns noch gewartet hatte, bevor er ging.

Die Gesichtszüge von den ("natürlich" und schwerkranken) Verstorbenen wirken oft so entspannt und friedvoll, ich sehe das als ein Zeichen, daß ihnen mit dem Tod etwas Gutes widerfahren ist und es ihnen gut geht da wo sie jetzt sind,
für mich bei Gott im Himmel, wo sie immer noch bei uns sind, wenn wir daran glauben können
 

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G Ich kann nicht mehr Trauer 15

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