hallo fritzie,
danke für deine ausführliche antwort!
es tut mir sehr leid für dich, dass du auf deiner suche nach einer ersatzfamilie wiederum schlechte erfahrungen machen musstest.
🙁
ich kenn es in gewisser form auch von mir selbst, ich habe diesen "beschluss"/wunsch nach einer ersatzfamilie bzw. mutter schon lange in mir drin, wobei ich mir dessen erst in den letzten jahren bewusst geworden bin. davor habe ich meistens lehrerinnen und erzieherinnen als mutterersatz und mutterfigur gesehen, was aber, wie man sich denken kann eher weniger gut geklappt hat.
als es mir dann ganz bewusst geworden ist was ich suche (so ab ca. 17?) habe ich es 1x auch ganz bewusst auf meine damalige nachbarin unter uns "abgesehen" gehabt und manchmal auch auf die familie von nebenan. ich habe aber nie mit ihnen darüber geredet, hoffte, sie würden mich einfach so akzeptieren, weil sie spüren, dass ich das brauche.
leider war auch das die falsche taktik und ich ging auch mit ein paar verletzungen daraus hervor. naja, eigentlich ist das so nicht richtig, sagen wir so, es war eher
während der zeit mit den leuten eine art achterbahnfahrt der gefühle. für die leute war ich natürlich einfach ein normales kind/jugendliche von nebenan, dementsprechend haben sie mich auch behandelt. aber ich wollte ja immer mehr und habe deswegen so manches mal sehr gelitten, wenn ich gemerkt habe, dass ich die grenzen nicht durchbrechen kann.
darf ich fragen was ungefähr in deiner ersten ersatzfamilie schief gelaufen ist?
und dann noch: wie meinst du das genau mit
zu viel Erlebnisballast, der in beide Richtungen zu sehr verletzen könnten, spielt da mit
meinst du, dass man auf beiden seiten womöglich wieder ähnliche fehler macht bzw. auch erfahrungen sammelt, wie man sie eben schon früher gemacht hat, weil das eben von damals so im kopf eingespeichert worden ist und das ohne therapeut, der da evtl intervenieren kann, sehr wahrscheinlich wieder so passieren könnte? oder meinst du es anders?
mir gehts bezgl. fernsehen so, dass ich in letzter zeit einer serie für mich (wieder)entdeckt habe, in der es auch manchmal um eine mutter-tochter-beziehung geht, wo die beiden dort zeitweise so liebevoll und zärtlich miteinander umgehen, dass ich mich entweder wahnsinnig freue, wenn ich mir nur vorstelle, wie es wäre, wenn ich da die tochter wäre oder ich ganz feuchte augen bekomme, weil ich so gerührt bin.
🙂