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Kann man mit Schizophrenie noch arbeiten, was tun ohne Arbeit

special

Mitglied
Ich habe Angst mein Leben zu verbauen, ich bin schizophren und ich verzweifle an der Tatsache dass ich nichts mehr Arbeiten kann und daher keine Freunde fast mehr habe ausser welche die nie Zeit haben, ich weiß nicht wie man damit leben soll eine schwere Geisteskrankheit zu haben und fast keine Freunde zu haben.
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
Dein Leben verbaust du nicht. Du hast eine Erkrankung, die in jedem Fall behandlungsbedürftig ist. Bist du in ärztlicher Behandlung?

Du könntest versuchen eine Rehamaßnahme für psychisch Kranke zu beantragen. Google mal RPK da wirst du etliche solcher Rehamaßnahmen finden und kannst dir schon mal ein Bild darüber machen und überlegen ob das etwas für dich wäre. Vielen gelingt es im Anschluss an eine solche Maßnahme wieder ins Berufsleben einzusteigen.
 

eduardo

Aktives Mitglied
Hallo,

Mein Bruder leidet auch an Schizophrenie. Er hat trotz seiner Krankheit seinen Bachelor geschafft. Er arbeitet nun zwar nicht in diesem Bereich, hat aber einen tollen Arbeitsplatz. Es ist also möglich!
 

DarkLink

Mitglied
Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, da ich auch diese Diagnose hab.

In dieser Zeit war ich einmal arbeitslos. Das für ein ganzes drei viertel Jahr. Ob und wenn ja wie man arbeiten sollte muss jeder natürlich für sich entscheiden. Mir tat die Struktur gut die ich dadurch wieder hatte.
Aber bei mir war es damals so oder so ziemlich komisch. Nachdem ich wieder Arbeit hatte wurde seitens meiner Therapeutin die Behandlung von heute auf morgen eingestellt. Angeblich hätte ich nicht mitgearbeitet (nur weil ich mich geweigert habe in eine Unterkunft zu ziehen "wo andere wie ich wären und wo ich unter Beobachtung wäre (wörtlich gesagt)). Da mein Hausarzt mir entgegen der Auskunft meiner Therapeutin die Tabletten nicht verschreiben wollte/konnte hab ich sie nach und nach abgesetzt und fahre seitdem auch wesentlich besser mit.
Mag vielleicht kein "typischer" Verlauf zu sein. Aber das zeigt man sollte sich auch nicht zu viel vom Therapeuten einreden lassen! :)
 

powerflower

Aktives Mitglied
Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, da ich auch diese Diagnose hab.

In dieser Zeit war ich einmal arbeitslos. Das für ein ganzes drei viertel Jahr. Ob und wenn ja wie man arbeiten sollte muss jeder natürlich für sich entscheiden. Mir tat die Struktur gut die ich dadurch wieder hatte.
Aber bei mir war es damals so oder so ziemlich komisch. Nachdem ich wieder Arbeit hatte wurde seitens meiner Therapeutin die Behandlung von heute auf morgen eingestellt. Angeblich hätte ich nicht mitgearbeitet (nur weil ich mich geweigert habe in eine Unterkunft zu ziehen "wo andere wie ich wären und wo ich unter Beobachtung wäre (wörtlich gesagt)). Da mein Hausarzt mir entgegen der Auskunft meiner Therapeutin die Tabletten nicht verschreiben wollte/konnte hab ich sie nach und nach abgesetzt und fahre seitdem auch wesentlich besser mit.
Mag vielleicht kein "typischer" Verlauf zu sein. Aber das zeigt man sollte sich auch nicht zu viel vom Therapeuten einreden lassen! :)

Gerade, was soetwas Tiefgreifendes wie WAHRNEHMUNG anbelangt, ist/wird das wirklich heikel. Gibt es etwas ... Wichtigeres, Heftigeres, Krasseres für einen Menschen, als seine Wahrnehmung? Glaube nicht. Das ist doch das komplette Leben des Menschen. Die Wahrnehmung. Wenn man da tiefgreifend verunsichert wird, ...kann das das Leben vernichten.
Generell gruseliges und heftiges Thema. Schrecklich, wenn man an Menschen gerät, die es eigentlich viel, viel schlimmer machen. Oder es in manchen Fällen vielleicht sogar erst auslösen.

Mal zu dem ganzen Thema angemerkt, vorallem nach deinem Beitrag, DarkLink.
 

DarkLink

Mitglied
Gerade, was soetwas Tiefgreifendes wie WAHRNEHMUNG anbelangt, ist/wird das wirklich heikel. Gibt es etwas ... Wichtigeres, Heftigeres, Krasseres für einen Menschen, als seine Wahrnehmung? Glaube nicht. Das ist doch das komplette Leben des Menschen. Die Wahrnehmung. Wenn man da tiefgreifend verunsichert wird, ...kann das das Leben vernichten.
Generell gruseliges und heftiges Thema. Schrecklich, wenn man an Menschen gerät, die es eigentlich viel, viel schlimmer machen. Oder es in manchen Fällen vielleicht sogar erst auslösen.

Mal zu dem ganzen Thema angemerkt, vorallem nach deinem Beitrag, DarkLink.
Klar hast du Recht dass so etwas verängstigt!

Bloß kenn ich das von meiner Therapeutin, die mir ohne medikamentöse Behandlung jegliche Selbstständigkeit abgeschrieben hab. Das ging dann so lange bis ich halt zugestimmt habe. Und muss sagen im Nachhinein war das u.a. ein Fehler. Vielleicht war es bei mir auch eine Fehldiagnose. Das kann und will ich nicht beurteilen. Das wird meine neue Therapeutin früher oder später beantworten, mit der ich gerade diese Zeit aufarbeite
 

powerflower

Aktives Mitglied
Klar hast du Recht dass so etwas verängstigt!

Bloß kenn ich das von meiner Therapeutin, die mir ohne medikamentöse Behandlung jegliche Selbstständigkeit abgeschrieben hab. Das ging dann so lange bis ich halt zugestimmt habe. Und muss sagen im Nachhinein war das u.a. ein Fehler. Vielleicht war es bei mir auch eine Fehldiagnose. Das kann und will ich nicht beurteilen. Das wird meine neue Therapeutin früher oder später beantworten, mit der ich gerade diese Zeit aufarbeite

Jaja, das meinte ich ja, dass sowas heikel ist. War keine Kritik an dich, sondern genau das Gegenteil.^^
 

special

Mitglied
Ich bin schon seit 14 Jahren in psychiatrischer Behandlung, ich gehe in eine davon unabhängige Psychotherapie, ich war schon mal in gemeindenahen psychiatrischen Anlaufstellen und machte dort jahrelang Beschäftigungstherapie.

Es gibt nicht nur einen Verlauf, ob DarkLink jemals eine Psychose hatte kann ich nicht beurteilen, ich kenne ihn nicht und bin auch kein Fachmann, was ich aber weiß ist dass die Schizophrenie bei einem Teil wieder vollständig verschwindet, bei einem zweiten Teil immer mal wieder auftritt und bei einem dritten Teil so stark vorhanden ist dass sie gar nie richtig ohne Symptome sind, es gibt dabei auch sehr viele Abstufungen und es ist keine Schizophrenie 100%ig identisch,

ich kenne persönlich Menschen die so stark eingeschränkt sind dass sie in einem Behindertenwohnheim wohnen, im Pflegeheim sind oder dauerhaft in der Psychiatrie sind. Ich kenne welche die in einem Heim für psychisch Kranke wohnen, dauerhaft oder vorübergehend.
Aber ich kenne auch welche die Vollzeit arbeiten gehen oder halbtags und eine Frau und zum Teil auch Kinder haben.

Es gibt wohl sehr viele verschiedene Arten des Verlaufs.

Mir macht meine soziale Einsamkeit aufgrund meiner nicht vorhandenen Arbeitsfähigkeit fast am Meisten zu schaffen, ich könnte wieder zu einer Beschäftigungstherapie gehen weil man da nicht vollkommen alleine ist und viele Menschen dort sind die zum Teil ähnliche Erfahrungen gemacht haben und selbst vielleicht sozial isoliert wären wenn sie dort nicht hingehen würden, aber ich hatte in den letzten Monaten die ich dort war kein gutes Gefühl mehr dabei, es waren immer ein paar Menschen die ich nicht ausstehen konnte und ich fühlte mich dort Fehl am Platz, wenn ich wenigstens nicht so dick wäre, ich habe durch die Medikamente sehr stark zugenommen und habe dadurch sehr wenig Selbstvertrauen weil ich 135kg auf die Waage bringe und einen Bauch habe als wäre ich schwanger.

Ich hoffe eigentlich nur dass ich mich hier austauschen kann und nicht verachtet werde weil ich anders bin.
 
D

Dr. Rock

Gast
Mir macht meine soziale Einsamkeit aufgrund meiner nicht vorhandenen Arbeitsfähigkeit fast am Meisten zu schaffen, ich könnte wieder zu einer Beschäftigungstherapie gehen weil man da nicht vollkommen alleine ist und viele Menschen dort sind die zum Teil ähnliche Erfahrungen gemacht haben und selbst vielleicht sozial isoliert wären wenn sie dort nicht hingehen würden, aber ich hatte in den letzten Monaten die ich dort war kein gutes Gefühl mehr dabei, es waren immer ein paar Menschen die ich nicht ausstehen konnte und ich fühlte mich dort Fehl am Platz, wenn ich wenigstens nicht so dick wäre, ich habe durch die Medikamente sehr stark zugenommen und habe dadurch sehr wenig Selbstvertrauen weil ich 135kg auf die Waage bringe und einen Bauch habe als wäre ich schwanger.

Ich hoffe eigentlich nur dass ich mich hier austauschen kann und nicht verachtet werde weil ich anders bin.
Niemand hier verachtet dich und "anders" ist ohnehin jeder irgendwo, irgendwie, also Kopf hoch!

Deine o. g. Frage kann ich dir leider nicht eindeutig beantworten, denn wie du sagst, Schizophrenie ist nicht gleich Schizophrenie und es wäre vermessen, irgendeine pauschale Antwort zu geben. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung dass auch wenn du dich dort in der Beschäftigungstherapie Fehl am Platz fühlst und Leute anwesend sind die du nicht ausstehen kannst, geh hin - zum einen weil Vermeidungsverhalten deine Ängste und Unsicherheiten wahrscheinlich nur noch verstärken und zum anderen wird es doch auch noch andere Leute dort geben mit denen du keine Probleme hast, oder?

Außerdem würde der Besuch dieser Therapie deinem Alltag etwas Sinn und Struktur verleihen, was sicher ebenfalls vorteilhaft für dich wäre.

Wenn du übrigens noch andere Betroffene suchst und dich austauschen magst, hier ist noch ein anderes Forum:

Psychose-Online | Schizophrenie-Forum mit Chat

Das Zitat auf der Startseite hat mir immer gut gefallen. ;)
 

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